MOMENTE: 1.Tag der Trinkhallen

 Die Trinkhalle oder auch einfach „Bude“ genannt, genießt im Ruhrpott Kultstatus. Ob Zeitungen oder Klümpchen, oder belegte Brötchen mit Kaffee, ob Softdrinks oder die „Pulle“ Bier nach Feierabend – anne Bude gibbet dat. Und um diese Kultbuden einmal entsprechend zu würdigen, wurde dieser „Tag der Trinkhallen“ ins Leben gerufen. Bei einigen ausgewählten Buden gab es sogar ab Nachmittags richtig Programm. Mit Live-Musik, Poetry Slam, Kabarett oder Physical Theatre war einiges geboten. Auch ich war an diesem besagtem Tag mit dem Fahrrad unterwegs. Allerdings schon Morgens, da wo an einigen Buden erst noch für den Nachmittag aufgebaut wurde. Wo der Grill noch sauber gemacht wurde und die Luftballons aufgehangen wurden. Aber das machte nichts. Im Internet konnte man  verschiedene Touren als gpx-Datei herunterladen. Ich nahm die Essener Runde und mit einem Freund zusammen ging es dann per Pedalkraft los. Leider lagen einige Buden etwas abseits der Route und Morgens waren sie noch nicht ausgeschildert gewesen. So mussten wir dann doch des Öfteren noch einmal im Internet nachschauen um auch wirklich zu den Buden zu gelangen. Das, nur als gut gemeinter Tipp, wäre beim nächsten mal  vielleicht besser bzw. frühzeitiger zu machen.

bikingtom mit Fahrrad am Tag der Trinkhallen in Essen unterwegs

Nettes Geplauder schon Morgens an der Bude „Zum Sporttreff“ in Vogelheim

 In Altenessen am Markt und direkt an der Bushaltestelle lag die erste Trinkhalle. Von Aufgeregtheit an diesem Tag gab es hier keine Spur. Dort wurde die erste Limo getrunken und schon ging es weiter auf der knapp 30 Kilometer langen Runde. Im Stadtteil Vogelheim, an der Bude „Zum Sporttreff“, war schon einiges mehr los. Da wurde schon fleißig Kaffee ausgeschenkt und auch andere Radfahrer gesellten sich nach und nach zur Bude. Man kam bei einer weiteren Limo ins Gespräch, und ich war überrascht, wie eine ältere Dame, völlig in blau-weiß und S04-Dress gehüllt, hier in unmittelbarer Nähe zur Hafenstraße und Rot-Weiss Essen, und Pokalspiel am selbigen Tag so enthusiastisch von ihrem Verein schwärmte und auch so einiges aus dem Nähkästchen ausplauderte.  Das alles mit typischer Ruhrpott-Kodderschnautze. Sehr unterhaltsam. Dann ging es auch schon weiter in Richtung des Stadtteils Haarzopf und zu „Mampf-Fred“. Dort wurde auch schon fleißig aufgebaut für das Programm am Nachmittag und wir gönnten uns hier erst mal eine Bockwurst zur Stärkung. Seit über 100 Jahren steht an dieser Stelle schon eine Bude. Irre, oder?

bikingtom mit dem Fahrrad am Tag der Trinkhallen in Essen-Haarzopf

Hier der Stopp in Essen-Haarzopf

Der nächste Stopp war nun im vornehmen Stadtteil Bredeney am Kiosk „Bredki“, der ebenfalls schon über 100 Jahre hier existiert und als Stammkunden viele prominente Schauspieler, Fußballer oder Politiker hat. Ein Eis und ein nettes Gespräch später radelten wir nun in Richtung Rüttenscheid hinunter zu „Stephans Bude“. Auch hier wurde noch  geschmückt und dekoriert. An diesem belebten Platz in Rüttenscheid ließen sich all die Leute, die über die „Rü“ flanierten, bei einem kühlen Radler gut beobachten. Und so schloss sich der Kreis nach den letzten Metern durch Rüttenscheid und der Innenstadt schließlich für uns am neuen Uni-Viertel in Essen. Eine nette Runde war das und hat Spaß gemacht.

bikingtom mit dem Fahrrad Tag der Trinkhallen in Essen-Rüttenscheid

In Essen-Rüttenscheid

Leider haben wir vom Programm her nichts gesehen, da wir halt schon vor Start am Nachmittag unterwegs waren. Doch die ersten Fotos aus dem Netz scheinen zu bestätigen, das der Tag gelungen war! Prima Sache also. Ein Wort noch zu der Route an sich. Die hätte man meiner Meinung nach besser auswählen und planen können, da sie manchmal zu weit von den Buden weg entlang führte oder an Straßen, die nicht unbedingt fahrradfreundlich waren. Ansonsten hat es aber Spaß gemacht und würde mich über eine Fortführung der Veranstaltung im nächsten Jahr freuen!


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