TEST: Das ROSE PRO CROSS 105 – nur fliegen ist schöner

Wie versprochen stelle ich hier in Kurzform einmal mein neues Crossbike von ROSE vor. Nachdem endlich die langersehnte Nachricht kam ich könne mein „Traumbike“ abholen fuhr ich flugs am selben Tag nach Bocholt um es in Empfang zu nehmen. Schließlich wollte ich keine Zeit verlieren 😉 Als ich um die Ecke kam stand das Bike schon in voller Pracht im Scheinwerferlicht. Es sah umwerfend aus! Viel besser noch als auf den Fotos. Gerade der breite WCS Evomax-Lenker mit 44cm von Ritchey verpasste dem Bike einen forsch-agressiven Look. Die Schwalbe G-One EVO-Reifen mit der Größe 700x38C wirken ebenso bullig. Das Gefühl, das man mit diesem Crosser wirklich alle Hindernisse auf den Wegen überwinden könnte, war sofort da.

Die Übergabe war wieder einmal sehr nett und freundlich, den Namen bikingtom kannte man anscheinend schon, wie sich herausstellte. Sehr schön. Kompetent wurde einmal mehr erklärt, worauf zu achten ist. Fotos durfte ich natürlich auch in der ROSE BIKETOWN machen. Wie immer – so muss ich es ja schon mittlerweile sagen – war der Radkauf bei ROSE ein Erlebnis.

ROSEBIKES, bikingtom, Fahrrad Test, Fahrrad

Abholung in der ROSE BIKETOWN in Bocholt.   Foto: bikingtom

Ich war also nun bereit für die erste Runden. Voller Freude und gespannt ob das Bike sich auch so fahren lässt wie ich mir das erhofft habe. In der Tat, ich bin äußerst überrascht wie gut sich das Rad bewegen lässt! Eine sportliche, leicht gestreckte Sitzposition lässt im Zusammenspiel mit einer sehr stimmigen Übersetzung der Gänge das Bike schnell auf Tempo kommen. Die Gangabstufungen sind gut gewählt (50/34 und 11-34), dabei aber weder zu fein noch zu grob. Vor Anstiegen brauche ich mir keine Sorgen machen. Gefällt mir also sehr gut. Genauso wie die Stabilität während Tempofahrten. Es bleibt jederzeit spurtreu, dabei absolut wendig und agil. Und, das war für mich sehr bemerkenswert, die „Federung“ in Form der flexenden Sattelstütze 2B, 350 mm WTD, ebenfalls von Ritchey, ist äußerst komfortabel. Ich hätte nicht damit gerechnet, das Schläge so gut gedämpft werden. Sicherlich hat sie ihre Grenzen, doch  mein Rücken scheint es bisher zu danken.

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Mein bester TERRY-Sattel, den ich je hatte und dazu eine leicht flexende Sattelstütze. So geht angenehmes Fahrgefühl.

Der neue Fly Exera Men Sport Comfort-Sattel von Terry trägt aber auch einen wesentlichen Beitrag für ein sehr angenehmes Fahrgefühl bei! Ich habe schon diverse Sattel von Terry auf meinen anderen Rädern und bin mit allen sehr zufrieden. Doch ohne mich zu weit aus dem Fenster zu legen: der Exera ist der beste. Das kann ich guten Gewissens sagen, obwohl ich in der kurzen Zeit „erst“ 200 Kilometer gefahren bin. Anscheinend brauche ich kein Einfahren, er passt perfekt. Da drückt nicht ansatzweise etwas. Im Grunde bemerke ich ihn gar nicht. Ich denke, auch auf richtig langen Touren kann er dieses Potenzial sogar noch mehr ausspielen.

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Perfekte Gangabstufungen, kleines Manko noch an der Hinterradbremse.

Die SHIMANO ST-RS505 / BR-RS505 mit jeweils einer 160 mm Bremsscheibe vorne und hinten ist an für sich sehr bissig und packt gut zu. Der Kraftaufwand in den Fingern scheint mir, jedenfalls noch momentan, ein klein wenig zu hoch. Das gibt sich vielleicht noch etwas mit der Zeit, aber ist jetzt noch spürbar kraftaufwendiger als gedacht. Einziges wirkliches Manko ist bisher die Hinterradbremse. Sie scheint nämlich an irgendeinem Punkt, der nur schwer auszumachen ist, für einen Bruchteil eines Momentes zu schleifen. Trotz eines kurzen, eher zufälligen weiteren Besuches bei ROSE ein paar Tage später, bei dem das kontrolliert und neu eingestellt wurde, ist dieser kurze, hohe Ton immer mal wieder da. Da muss noch nachgebessert werden. Denn das kann mit der Zeit anfangen zu nerven.

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Rahmen wie aus einem Guß…

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…und innen verlegte Züge. Das wirkt aufgeräumt und harmonisch.

Obwohl das PRO CROSS im Grunde sämtliche sportlichen Gene besitzt, hat man bei Bedarf doch die Möglichkeit für diverse Anbauten. Nicht das man sie unbedingt braucht, wenn man sich dieses Bike kauft. Doch sie sind da. Kann man ja mal im Hinterkopf behalten. Wer weiß wozu das mal gut ist. 🙂

Auch die ganze Verarbeitung des Rades wirkt hochwertig. Der Rahmen sieht sehr schön aus, wie aus einem Guß. Das Oberrohr, leicht eckig gehalten, wie es mittlerweile oft in dem Segment  anzutreffen ist, wird zum Sattelrohr hin schmaler. Genauso das Unterrohr, welches zum Sattelrohr nach unten geht, wird dezent schlanker. Der Rahmen wirkt dadurch stabil, aber sehr sportlich. Die Carbongabel passt sich optisch gut ins Bild. Wunderbar finde ich die schön nach innen verlegten Züge. So wirkt das ganze Bike sehr aufgeräumt, designtechnisch gelungen und effektiv beim fahren.

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Hier zu erkennen die Spacer sowie der positiv gedrehte Vorbau.

Die Flexibilität ist es die mir bei diesem Bike so gut gefällt. Da ich mir zwei Spacer mit insgesamt 25 mm und den Vorbau positiv hab verbauen lassen, habe ich eine für mich hervorragende Position auf dem Crosser gefunden. So lässt es mich entspannt radeln, wenn ich will. Oder aber mächtig Gas geben, wenn es um eine ordentliche sportliche Runde geht. Anstiege werden flott bezwungen, Abfahrten und Ebenen werden quasi durchpflügt. Der Untergrund scheint dabei keine Rolle zu spielen. Ob Asphalt, Schotter oder Feldwege, das Rad ist genau dafür ausgelegt. Ein bisschen Traktion fehlt mir aber am Hinterrad, da rutschte der Schwalbe G-One Evo bei engerer Kurvenfahrt und bei Nässe etwas. Jedoch ohne das Gefühl zu haben die Situation nicht mehr beherrschen zu können. Es kann aber auch vielleicht noch etwas, und das ist gar nicht so unwahrscheinlich, mit meinem noch ausbaufähigen Fahrstil zu tun haben. Manch einer geht aber auch dahin, am Hinterrad einen groberen Reifen einzusetzen. Für noch mehr Traktion. Ich warte jedenfalls erst einmal ab. Sollte man jetzt nicht zu hoch bewerten.

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Die Kurbel stammt aus der SHIMANO 105er-Gruppe, Schaltwerk aus der ULTEGRA-Gruppe.

Ja, und sonst? Ich bin bisher sehr zufrieden. Das muss ich klar sagen und ich denke, das kann man in meinem Artikel auch gut lesen. Das Manko mit der Bremse sollte noch zügig behoben, dann ist alles absolut perfekt für mich. Das PRO CROSS ist ein feines Sportgerät, auf dem ich mich wohl fühle und mit dem ich wohl noch eine Menge Spaß haben werde.  😉

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2 Kommentare zu “TEST: Das ROSE PRO CROSS 105 – nur fliegen ist schöner

  1. Jo dann erstmal Glückwunsch zum neuen Cycclocrosser !

    Thema Bremsen & Geräusche: hab ich immer wieder auch und wird sich auch nur minimal beheben lassen. Eindrücke und Erfahrungen dazu von mir. Je nach Belagert ( sinter oder organisch ) machen diese je nach Temperatur und Feuchtigkeit Geräusche.

    Geräusche treten aber auch oft dann auf, wenn sich ein feiner Dreckfilm oder gar feinste Krümel zwischen Bremsscheibe und Beläge gesammelt haben. Jenes ist gerade bei feuchterem Untergrund öfters der Fall. Helfen kann hier, sodann der Untergrund gewechselt hat, kurz anbremsen oder die Bremse leicht gezogen halten, wobei sich dann der Schmodder wegbremst.

    Ebenfalls schleifen können die Bremsscheiben, wenn man mal härter oder auch länger gebremst hat. Die Bremsscheiben werden dabei warm/ heiß, verziehen sich minimal, was sich mit dem Abkühlen jenerwelcher aber wieder gibt.

    Ja und die Reifen, das sind eher Reifen für trockene und härtere Untergründe. Aber Reifen mit mehr Grippe lassen sich ja heute schnell finden, denn die diversen Infoseiten der Hersteller geben ja recht gut vor wofür die reifen gedacht sind.

    Meine Lieblingsreifen sind die Continental MountainKing CX Faltreifen 32 x622, wobei ich auch mal die etwas weniger griffigeren / Conti CycloCross King Race Sport 32-622 Faltreifen hatte. Letztere haben in feuchteren Boden einen gewissen Nachteil.

    Gefällt 1 Person

    • Ja, das manchmal vorkommende Quietschen bei Scheibenbremsen kenne ich, aber das hier ist anders. Mal ein wenig Kurzbremsen hilft da gar nichts und auch die Bremse wurde schon zentriert. Ist merkwürdig, gebe ich zu. Aber ich ich bin weiter auf der Suche nach der Tonquelle…

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