INFO: Welche Partei für uns Radfahrer?

Am Sonntag stehen mal wieder DIE Wahlen an. Die Bundestagswahlen genauer gesagt. Und: Merkel oder Schulz, wer macht das Rennen als Bundeskanzler(in)? Im Grunde kennen wir schon irgendwie die Antwort. Und? Ist das befriedigend? Wie ich finde: nö! Denn aus welchen Gründen auch immer habe ich eigentlich nicht vor eine der „alteingesessenen“ Parteien zu wählen. Und die anderen Doofies auch nicht. Und nicht wählen gehen ist auch ganz schlecht. Also was mache ich? Ich habe mir überlegt ich wähle nach dem Motto „welche Partei macht das meiste für uns Radfahrer?“ Und damit bin ich dann schon wieder in einer Zwickmühle und komme an den „großen“ Parteien nicht vorbei. Lustigerweise gibt es in der aktuellen Ausgabe  RADWELT 4/17 vom ADFC das Thema Was geht nach der Wahl? Im Artikel werden Bundestagsfraktionen zum Radverkehr befragt und gegenüber gestellt. Gefragt wurde nach vollbrachten Leistungen der letzten Wahlperiode und was uns Radfahrern die Parteien nach der Wahl Gutes tun wollen. Und irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, das die großen Parteien ja bereits jetzt schon soooooooooooo viel geleistet haben und dies jeder im Grunde für sich beansprucht. Finde den Fehler. Gut, es ist ja auch nicht so das gar nichts passiert ist. Einiges hat sich ja getan. Zugegeben. Doch unterm Strich reicht dies nicht aus. Aufklärungskampagnen allein reichen nicht für eine sichere Radinfrastruktur. Und auch wenn das Bundesministerium für Verkehr über 130 Millionen Euro für den Radverkehr zur Verfügung stellt, malen die Mühlen in der Realität langsam. Und wenn man über moderne, zeitgemäße Mobilität spricht, ist dies immer noch zu wenig. Und da der Diesel – als Beispiel – mal wieder negativ im Fokus geraten ist und die Autoindustrie anscheinend ziemlich gut mit dem Skandal durchkommt ohne wirklich spürbare Strafen zu erhalten, dann frage ich mich schon wie stark die Autolobby bei den Parteien vertreten ist! Anscheinend so stark, das die Mobilität des Fahrrads auf unabsehbare Zeit immer mindestens nur die zweite, eher sogar die dritte Geige spielen wird.

Bundestagswahl, bikingtom

Also wie kann man dem entgegen wirken? In der Tat befindet man sich in einer Zwickmühle bei der Wahl der Parteien. „Stärkere Förderung des Radverkehrs (CDU)“, „der Ausbau von Radschnellwegen (SPD)“, „Attraktivität des Radverkehrs steigern (Die LINKE)“, und so weiter und so fort. Das liest sich alles toll, doch die Zeit hat gezeigt, das vieles nur Gerede ist und Wahlversprechen oftmals einfach zusammengestrichen werden. Das macht die Glaubwürdigkeit eher zunichte und Politikverdrossenheit macht sich breit. Argumente sind wie so häufig das liebe, fehlende Geld. Nur wenn man manchmal in der Zeitung oder im Internet liest wohin all die Steuergelder verschleudert und verpulvert werden, dann ist das definitiv kein Grund mehr für mich! Im Gegenteil. Das sind Ausreden. Also was tun? Wie entlarvt man die Parteien mit ihren teils desaströsen Geplenkel um den Stimmenfang? Um es einfacher auszudrücken: wie trennt man die Spreu vom Weizen?

Es läuft darauf hinaus das kleinere Übel zu wählen. Mir wäre ist es lieber das eine Partei einfach mal ehrlich ist. Sie ganz klar mit großen Willen aufzeigt was jetzt sofort geht und was dazu noch zusätzlich versucht wird um ein noch besseres Ergebnis zu erzielen. Die Partei also offen und klar mit den Menschen kommuniziert. Dazu bräuchte so eine Partei einen starken „Macher“. Ob Mann oder Frau, völlig egal! Hauptsache jemand der einmal richtig anpackt, nicht mit seinen Forderungen nach der ersten Diskussion einknickt. Eine(r) der/die hartnäckig bleibt. Diskutiert wird mir eh schon viel zu viel. Wo sind die Macher? Wo sind die Leute die die Ärmel hoch krempeln und loslegen für den besseren, sicheren Radverkehr? Die verstanden haben was die Stunde geschlagen hat? Wer sich angesprochen fühlt oder jemanden kennt, auf den diese Beschreibung passt, der darf sich gerne bei mir melden! Wählen tue ich erst am Sonntag!

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2 Kommentare zu “INFO: Welche Partei für uns Radfahrer?

  1. Du sprichst mir aus der Seele. Reden tun sie alle, passiere tut nix. Und das schlimme ist, inzwischen hat es jeder gepeilt, daß das was da gesagt wird, schon morgen keinen Heller mehr wert ist.
    Mir graut es vor der neuen dritten Mehrheit. Spielen sich auf wie die Herrenmenschen, haben aber selbst keinen Plan. Die glauben doch nicht ernsthaft, das alle anderen um uns herum ihr Spielchen mitmachen würden.

    Hab ja gerade Zeit, werd mal den Wahl-O-Mat befragen. Wird bestimmt lustig.

    Gefällt 1 Person

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