Das Transcontinental Race – Interview mit Torsten Frank

Das Transcontinental Race, oder auch manchmal TCR genannt, ist eines der größten Ultra-Distanz-Rennen der Welt und führt quer durch Europa. Um die 4000 Kilometer und unzählige Höhenmeter müssen bei diesem Rennen, im übrigen auch eines der härtesten, überwunden werden. Das Rennen ist Self-Supported, das heißt, das man sich unterwegs vor Ort selber versorgen muss. Wo man schläft, was man isst und so weiter. Jeder darf zuvor seine eigene, persönliche Route planen, um zu den Checkpoints in einem vorgegebenen Zeitraum zu gelangen. Das Race, das durch die spannendsten Landschaften Europas führt, ist eine riesige Herausforderung an Mensch und Bike. Torsten Frank, der im letzten Jahr am TCR05 teilgenommen hat, stellte sich dieser Herausforderung und mir zu einem ebenso interessanten Interview!

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Solche Aussichten bekunden das Abenteuer Transcontinental Race!

Hallo Torsten, wie lange fährst du schon begeistert Rennrad und an welchen Rennen oder Events hast du schon vor dem Transcontinental Race teilgenommen?

Ab 2011 fing ich quasi wieder an mit dem Sport und habe angefangen meine Statistiken auf Strava zu führen. Ab 2012 waren es dann schon ungefähr 5000 Kilometer im Jahr und ab 2013/14 bin ich dann immer so um die 11.000 Kilometer jährlich gefahren. Ich habe da so die typische Historie hinter mir. Im ersten Jahr mal eine RTF, um mal im Pulk mitzufahren, um zu wissen wie das denn so ist. Auch gedacht als Vorbereitung auf den Dreiländergiro. Mein eigentlich erstes richtiges Event. Da habe ich dann auch schon ein bisschen Blut geleckt. Dann kam die Maratona dles Dolomites, die ich jetzt schon fünfmal gefahren bin. Ich mag solche Alpen Gran Fondos.

„Das das Transcontinental Race Abseits meiner Komfortzone ist, das wusste ich.“

Wie kam es bei dir dazu an so einem Ultra-Distanz-Rennen teilzunehmen? Was hat dich daran gereizt?

Ich bin irgendwann auf den Begriff Transcontinental Race gestossen und habe mir Videos angeschaut, habe das so ein wenig verfolgt und fand es recht spannend. Irgendwann habe ich mir dann gesagt „das ist cool, einfach mal machen“.

Und was ist dann in dir vorgegangen als du tatsächlich die Zusage zur Teilnahme bekommen hast? Schließlich ist die Nachfrage nach einem Startplatz hoch und die Teilnehmerzahl begrenzt.

Ich habe ja da die Email bekommen wo am Ende stand „Congratulation…what now?“ Ja, „what now?“ *lacht* Das war dann auch so gemischt in Form von JA, GEIL! und „was nu?“. Die Überlegung kam dann, wovor habe ich Angst? Das das Abseits meiner Komfortzone ist, das wusste ich. Das das was ganz Neues ist, das wusste ich ebenfalls. Und das es Spaß machen würde in der Vorbereitung auch. Ich hatte im Grunde drei Punkte am Anfang. a) ich hatte Sorge das ich mir das Radfahren so ein bisschen zerleide. Kennt man ja, wenn man zuviel von einem macht, irgendwann ist man es leid. b) ist, das man sich da irgendwie so eine Malaise holt. Man fährt und man entwickelt da etwas langwieriges, zum Beispiel am Knie oder an der Achillessehne oder sonst irgendwo. Und c) hatte ich Sorge vor den ganzen Hunden dort, da hat man viel drüber gehört. *lacht*

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Auch in s/w absolut stimmungsvoll!

Eine Distanz von rund 4000 Kilometern quer durch Europa, mal eben so, ist eine große Herausforderung. Das in rund 15 Tagen zurückzulegen scheint ein waghalsiges Unterfangen. Wie hast du dich darauf körperlich und vor allem mental vorbereitet?

Ich hab natürlich viel gelesen und die zwei Aspekte, die du schon genannt hast, nämlich „körperlich“ und „mental“, sind schon richtig. Es würde keinen Spaß machen, wenn man absolut unfit an die Sache herangeht. Auf der anderen Seite, der fitteste Mensch der Welt, wenn der mental nicht ordentlich aufgestellt ist kommt der da auch nicht furchtbar weit. Beides muss also ein Paket ergeben. Jetzt war ich aber auch nie für den Gewinn dabei und habe gedacht, wenn ich nicht schon am zweiten Tag in den Top Ten bin schmeiße ich hin. Das läge mir fern. Von daher dachte ich nur, das ich ja so weit ganz gut in Schuss bin und das normale Training weiter mache. Vielleicht ein bisschen gezielter. Für den Kopf habe ich jetzt kein spezielles Mentaltraining gemacht, habe mich aber natürlich damit auseinander gesetzt was man für so ein Rennen braucht. Dazu zählt unter anderem sich an unbekannten Stellen und Plätzen zurechtzufinden, auch Nachts mal sonstwo zu schlafen und das einfach mal anzugehen.

Die Streckenführung, bis auf die Checkpoints bei diesem Self-Surpported-Race, bleibt quasi jedem selber überlassen. Auf was hast du bei deiner Routenplanung besonders geachtet?

Eigentlich ging es mir nur darum zügig von Checkpoint zu Checkpoint zu kommen. Ich verwende da schon gerne Luftlinie. *lacht* Ich habe aber schon geschaut wo mich die Route so lang führt. Das ist echt aufwendig das alles zu planen, obwohl man zwar bei komoot mit zwei, drei Klicks schon irgendeine Route hin bekommt. Aber man muss schon immer wieder drüber schauen, wo man jetzt entlang geführt wird. Kann ich überhaupt diese Straße nehmen und will ich sie auch nehmen? Aber letztendlich ich habe schon darauf geachtet eine ziemlich schnelle Verbindungen zu wählen. Ob da jetzt ein Pass dazwischen lag oder nicht war mir relativ egal. Andere Leute, die nicht so gerne klettern wie ich, gehen da anders vor. Die nehmen schon mal 100 Kilometer Umweg mit weniger Höhenmetern in Kauf. Trotzdem habe auch ich geguckt zum Beispiel 10 Kilometer um den Berg herumzufahren und dadurch Höhenmeter zu sparen. Das ergibt schon Sinn das zu optimieren, weil du einfach besser voran kommst. Ich habe jetzt aber nicht so etwas zu mir gesagt wie „wenn ich jetzt erstmal von Geraadsbergen nach Norden fahre, dann kann ich durch das ganze Rheintal nach unten fahren und hab’s die ganze Zeit schön flach. Das wäre mir zu blöd gewesen. Ich bin lieber direkt durch die Ardennen durch, die Höhenmeter waren mir nicht so wichtig. Das sind so die Erwägungen die man hat.

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Torsten Frank und seinen  Titan-Rad, hier in Österreich.

Nach welchen Kriterien hast du dann dein Set-Up zusammengestellt und welches Rad hast du gewählt?

Ich habe angefangen zu überlegen, was brauche ich denn so? Eigentlich muss das Rad einfach nur passen und man muss darauf bequem sitzen können. Des weiteren die Frage, was will ich für Reifen fahren und möchte ich Aerobars haben? Es war relativ schnell klar, das ich Aerobars haben will, aber was bringt das mit sich? Mein Canyon Ultimate CSX hat einen integrierten Lenker, da bekommst du keine Aerobars drauf, das fiel also flach. Außerdem wären auch etwas breitere Reifen ganz gut. In das Canyon habe ich zwar auch schon mal für Paris-Roubaix 28mm Reifen rein bekommen, aber das wollte ich diesmal nicht. Und mein Crosser kam auch nicht in Frage, auf dem ich schon im Winter die Aerobars getestet hatte. Ich habe gedacht „ach nee, da kaufst du dir mal was Neues dafür“. Ich wollte aber auch kein Rad mit mechanischer Schaltung wie bei meinen Crosser, der mit einer mechanischen Ultegra ausgestattet ist. Und außerdem sollte es Flaschenhalterösen und Scheibenbremsen haben. Dazu kam die Überlegung welches Rahmenmaterial sollte es sein und kam relativ schnell auf Titan und habe nach etwas passendem gesucht.  Gefunden habe ich es in Form des des J.Guillem Orient.

„Und dann bist du so im Flow, es funktioniert alles und du fährst und es ist cool!“

Startschuss. Racetime. Du bist endlich im Rennen! Ich stelle mir vor, zu Beginn steigt das Adrenalin, alles ist irgendwie neu auf der Straße, obwohl du ja schon lange Rad fährst. Die Begeisterung ist da! Doch wie sah es nach ein paar Tagen aus? Stellt sich da ein gewisser Trott ein?

Ich habe natürlich im Vorfeld des Transcontinental Race gelesen und da schrieb einer, nach drei bis fünf Tagen ist man da  im Flow. Das ist tatsächlich so. Man startet in die Nacht hinein, da ist man zunächst ja im Pulk und irgendwann biegen da und dort welche ab und dann kommt der Moment wo man alleine ist. Der  erste Morgen kommt  auch und man denkt „aha, so ist das also“.  Schon ist auch der zweite Tag vorbei und man sucht sich Abends ein Hotel. Während der ersten beiden Tage, ich hatte da ja auch noch neue Pedalplatten montiert, dachte ich immer, da ist etwas am linken Cleat, ist das wirklich so richtig? Man bekommt Selbstzweifel und Gedanken so nach dem Motto „ich muss da mal was dran schrauben“ und nimmt sich das für Abends vor. Aber wenn du eincheckt, isst du erst einmal was, dann wäscht du Klamotten und lädst die Akkus und schon ist es elf und du schraubst dann auch nicht mehr. Am dritten Tag kamen dann so die Dinger, die doch weh taten wie zum Beispiel wenn du merkst hier und dort scheuert es noch beim fahren und du weisst an welchen Stellen du besser doch noch Gesäßcreme applizierst. Und dann bist du so im Flow, es funktioniert alles und du fährst und es ist cool.

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Torsten’s Rad beim TCR, das J. Guillem Orient!

Nimmst du im Rennen noch deine Umgebung wahr und genießt das pedalieren und die Natur oder bist du mehr auf die Strecke und dein Etappenziel fokussiert?

Du siehst schon alles um dich herum und genießt die Landschaft. Sehr viel geht dir über den Verkehr durch den Kopf mit dem du gerade unterwegs bist. In Rumänien habe ich die ganze Zeit immer nur über die Autofahrer geflucht. Aber du freust dich wenn der Asphalt in Ordnung ist, wenn es gut läuft. Gerade in den Bergen wie den Dolomiten genießt du natürlich auch die Aussicht. Du kannst da wirklich die Strecke und das Fahren genießen.

„Wenn du dich von solchen Dingen vom Rennrad runter bringen lässt, dann brauchst du nie mehr wieder auf den Sattel zu steigen.“

Wie war dein Kontakt zu den anderen Teilnehmern, z.B. an den Checkpoints? Sitzt man da vielleicht Abends zusammen und quatscht in gemütlicher Runde über die bisher zurückgelegte Strecke? Oder ist man dann doch eher Einzelgänger und bleibt für sich?

Das ist ganz unterschiedlich. Das hängt davon ab wie man sich unterwegs trifft, zum Beispiel natürlich auf den Hauptrouten. Da auch mal an der Tankstelle, wenn man dort schon mal ein Rad sieht und selber dort etwas braucht. Man wechselt dann ein, zwei Worte. Oder vor dem Supermarkt. Da mampft und quatscht man durchaus schon mal zusammen. So lange, bis man gegessen und sein Zeug wieder aufgeladen hat.  Auch beim Überholen. Dann fragt man schon mal „ey, wie hast du geschlafen, wie geht’s dir, wie kommst du voran?“. Das sind so kurze Begegnungen unterwegs. Abends sind das eher Zufallsdinger. Kontrollpunkte, klar, da kommt ja jeder hin.

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So schön können Radwege in Ungarn sein!

Wie hast du den Tod von Frank Simons während des Rennens, einem der Teilnehmer, aufgenommen? Und auch der Unfalltod ein halbes Jahr zuvor vom Organisator des Transcontinental Race, Mike Hall, war ja noch zu verarbeiten. In wie weit hat dich das beeinflußt? Es wurde seitens der Organisation ja auch überlegt das Rennen abzubrechen.

Die Organisation hatte das ja gegen 15 Uhr per Mail an die Teilnehmer gesendet. Da war man natürlich erstmal geschockt. Und ich hatte auch sofort an die Rennorganisatorin, Mike’s frühere Partnerin, Anna Haslock, gedacht, wie furchtbar das doch ist. Da verlierst du erst den Partner, rappelst  dich  noch zusammen, startest das Rennen und dann passiert so etwas in einem von dir selbst organisierten Race. Das war ja auch schon der dritte Tote bei einem Ultra-Distanz-Rennen in diesem Jahr (2017, d.R.). Natürlich hast du Empathie für alle Beteiligten. Aber auch der Gedanke, wie geht es jetzt mit dem Rennen weiter? Wird es jetzt abgebrochen? Das ist ja irgendwie auch Mist, man hat sich ja quasi auf dieses eigene Abenteuer des Lebens vorbereitet und das ganze Jahr drauf abgestellt. Aber was machst du denn dann? Für mich persönlich war aber auch relativ schnell klar , ich fahre weiter. Man muss sich auch vor Auge halten, das ich zu dem Zeitpunkt nur wusste, das er in der ersten Nacht in Belgien verunglückt ist. Viele Leute haben gesagt, wie soll es dann erst im „wilden Osten“ sein? Aber das kann ja kein Rennunfall gewesen sein, der mit der Ultra-Distanz zusammen hängt, wo übermüdete Radler im Graben hängen. Nein, das ist ein Verkehrsunfall wie er leider hier im westlichen Europa ständig vorkommt. Und wenn du dich von solchen Dingen vom Rennrad runter bringen lässt, dann brauchst du nie mehr wieder auf den Sattel zu steigen. Von daher war für mich klar, ich mache weiter.

„Aber ich wollte noch die Transfăgărăsan fahren und wusste schon das es jetzt echt knapp wurde.“

Leider hast du ja das Transcontinental Race nicht beenden können. Wann kam da bei dir so der Punkt, wo du gedacht hast, jetzt geht es wirklich nicht weiter?

Ich wollte unbedingt, ich war ja weiterhin im Race-Modus, noch Kontrollpunkt 3 erreichen und war froh als ich das geschafft hatte. Dann war ich dort oben an dem Punkt in der Hohen Tatra und habe so ein bisschen die Zeit bei den anderen Teilnehmern vertrödelt und das Wetter war nicht das allerbeste, es war richtig am schiffen. Aber ich hatte ja noch ein Hotel unten in Poprad gebucht, da musste ich im Regen den Berg runter. Am nächsten Morgen war es immer noch am regnen und irgendwie hatte ich das Gefühl „uff, kein Bock“. Aber trotzdem wollte ich noch die Transfăgărăsan fahren und wusste schon das es jetzt echt knapp wurde und das ich den Kontrollpunkt dort nicht im Zeitlimit schaffen würde. Ab da war mir die Zeit dann relativ egal. Irgendwann war ich dann auch eher im Sightseeing-Modus unterwegs. Dazu kam noch der Unfall mit dem Vorderrad, wo mir die Felge in einem tiefen Schlagloch gebrochen ist, ich das aber noch relativ gut lösen konnte über Nacht. Das hat mich aber trotzdem auch wieder so einen dreiviertel Tag gekostet. Und meine Puffertage waren auch langsam erschöpft. Schlussendlich kam noch Durchfall dazu, der mich zwei weitere Tage kostete. Da wusste ich, das es keinen Sinn mehr macht. So bin ich dann nach Sofia gefahren und bin mit dem Flieger nach Hause.

Wie groß ist deine Enttäuschung gewesen?

Im Vorfeld wollte ich definitiv zur Finisher-Party gelangen, was man sich halt so vornimmt. Aber das hätte ich eigentlich nie erwarten können. Deshalb war ich sehr zufrieden wie mir das eigentlich gelungen ist, weil, du kannst ja auch Anwärter auf den Sieg sein und am zweiten Tag kann dir irgendetwas passieren und du kommst nicht weiter. Auf Grund dessen war es eine Super-Sache. Aber ein bisschen Wehmut, das ich nicht bis Meteora (Griechenland, d.R.), dem Ziel des TCR05, gekommen bin, kann ich schon vermelden. Von daher finde ich es ganz hervorragend, das ich ja jetzt weiß, das das Rennen dieses Jahr als Ziel auch wieder Meteora hat! *lacht*

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Kurzes Biwak mit „Kissen“

Wenn das mal kein Omen ist!  *lacht* Welches der Länder, die du durchquert hast, hat dich am meisten überrascht?

Nachdem ich so mehr oder weniger durch Deutschland, Belgien, Luxemburg und Frankreich durchgehuscht bin und immer so die Grenzen geschrammt habe, kam ich nach Österreich und dachte so „ach, das ist auch schön“. Von Österreich hätte ich übrigens nicht gedacht das es so flach sein kann. Dann kam ich nach Südtirol und südlich von Bozen, wo ich bis dahin auch noch nicht mit dem Rad war. Für mich habe ich dort den weltgeilsten Radweg gefunden, der da durch das Tal zum Monte Grappa führte. Keine Überraschung in dem Sinne, aber wunderschön! Der Weg von Villach nach Bratislava hat mich aber dann wirklich überrascht, der war schön flach. Die Horizonte in Slowenien waren total genial. Negativ überrascht haben mich die rumänischen Autofahrer, die sind echt Hölle! 

Und was war dein absolutes Highlight während des Transcontinental Race?

Das absolute Highlight war der Monte Grappa, oben auf dem Gipfel. Sowohl von der Begegnung mit drei  italienischen Damen, die mich dort fotografierten, als auch die Lichtstimmung und die Wolken. Und auch so die Historie des Monte Grappa, die da mit rein spielt. Das war schon ’ne geile Mischung. Auch das Zusammentreffen und quatschen mit den anderen Teilnehmern und den Volunteers, die nach der Schließung des Kontrollpunkts dort oben gemütlich Kaffee und Bier getrunken haben, war sehr schön.

Zum Schluß: wie ist dein persönliches Resümee des Transcontinental Race und was kommt jetzt?

Ja, nach TCR05 kommt TCR06! *lacht* Ich weiß nicht ob das wieder so eine Geschichte wird, wie bei dem Maratona dles Dolomites, eines der geilsten Alpen-Marathons, die mich in ihren Bann gezogen haben und ich nur empfehlen kann. Den habe ich ja dann direkt fünfmal hintereinander gemacht! Jetzt weiß ich nicht ob ich fünfmal hintereinander das Transcontinental Race machen werde, bzw. ob es mir überhaupt gelingt einen Startplatz zu bekommen. Auf jedenfall ist die Application für den TCR06 schon in der Mache!

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Was für eine Straßenführung in der Transfăgărăsan

Torsten, vielen Dank für das nette Gespräch und alles Gute weiterhin bei deinen kommenden Abenteuern!

Definitiv ist das Transcontinental Race also eine äußerst spannende Geschichte. Sich an seine Grenzen zu bringen, neue Länder,  Landschaften und Menschen kennenzulernen und dabei immer wieder neue Herausforderungen zu meistern. Das in Verbindung mit einem Rad ist eine hervorragende Kombination. Dieses Self-Supported-Rennen zu meistern ist nicht leicht, es gleicht einem großen Adventure, wo das Ziel zunächst in weiter Ferne liegt. Der Ausgang zunächst ungewiss. Die Checkpoints abzuklappern, klingt leicht, die Umsetzung ist schwer. Eine nicht kleine Anzahl an Teilnehmern gibt vor dem Ziel auf. Der Titel „Ultra-Distanz-Rennen“ sagt also schon einiges aus. Doch wer wie Torsten hier einmal Blut geleckt hat, der lässt sich nicht davon abbringen, noch einmal am Transcontinental Race mitzumachen! Jeder, der dort mitmacht, hat die Leidenschaft des Radfahrens und die Sehnsucht nach dem großen Abenteuer im Herzen. Das ist es, denke ich, was dieses Rennen ausmacht. Und wer jetzt Lust bekommen hat, der kann sich mal durch die Links unten klicken. Dort findet ihr den Link zu Torstens tollen Blog und viele weitere Informationen rund um eines der härtesten Rennen der Welt!

ALLE FOTOS MIT FREUNDLICHER GENEHMIGUNG VON TORSTEN FRANK.

tfrank.de – der Blog

Hier geht es zu Startseite des offiziellen Rennens!

Der Wikipedia-Eintrag zum Race!

Offizieller youtube-Channel


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#13.01.2018

Gestern war ich dann tatsächlich noch einmal bei ROSE in Bocholt. Der erste Grund ist, das mein Schwiegervater einen Termin für eine Inspektion hatte und er nicht über einen Heckgepäckträger verfügt um dorthin zu kommen. Also gut, ich fahre, da kann ich ja dann auch noch mal schauen was es so gibt! 😉 Doch nachdem ich am Donnerstag auf dem Heimweg von der Arbeit wieder so merkwürdige Geräusche von der Schaltung gehört habe, die nicht gesund klangen und das Radfahren nervig gestalteten, nahm ich meinen Crosser nach Rücksprache und Problemschilderung am Telefon mit ROSE dann kurzerhand auch mit. Es wurde dann vor Ort getestet und ausgelotet, woher diese Geräusche während der Fahrt kommen könnten und alles noch einmal überprüft. Sogar das Innenlager wurde kurzfristig auseinander genommen und kontrolliert. Außerdem wurde festgestellt, das das Steuerrohr auch ein wenig locker war. Nicht tragisch, aber dafür das ich erst vor rund zwei Wochen bei der Inspektion war… Aber gut. Jetzt hoffe ich das nun alles wirklich optimal eingestellt ist.

Natürlich wollte ich das heute morgen gerne testen. Doch unterhalb meines linken, inneren Knöchels tut es weh. Wirklich weh! Als ob ich mich irgendwo derbe gestossen habe, ich das jetzt aber nicht mehr im Nachhinein nachvollziehen kann wo und wann und ob überhaupt. Leicht geschwollen ist es, aber es gibt keinen blauen Fleck. Das Auftreten tut weh, ich tue also leicht humpeln. Was ein Mist. Da habe ich mir gestern  – pssst, die Frau liest mit 😉 –  noch den WAHOO Cadence Sensor gekauft, um gezielter trainieren zu können, und dann sowas. Sch…!!! Ok, aber nicht mir. Morgen früh will ich unbedingt eine Runde drehen. Zur Not tape ich mir den Klumpfuß…Radfahrer ticken irgendwie anders, oder? 🙂

Am Donnerstag Abend war ich noch in der gut gefüllten Radmosphäre, wo der Teilnehmer des Transcontinental Race 2017, Torsten Frank, über seine Erlebnisse bei dem Ultra-Distanz-Rennen und  fast 4000 Kilometern quer durch Europa in zwei Wochen berichtete. Das war sehr spannend, denn Torsten kann nicht nur Radfahren, sondern dazu auch noch sehr gut fotografieren. Da kann man schon mal ins Träumen geraten und auf dumme Ideen kommen. Zu dem Thema aber in den nächsten Tagen mehr, da könnt ihr mal gespannt sein!  😉

Ansonsten hoffe ich dann wirklich mal auf den morgigen Tag, das der Fuß etwas abschwillt und ich einigermaßen schmerzfrei radeln kann. *GANZFESTDRANGLAUB*

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#06.01.18

*TUSCH* Das ist also mein erster Eintrag für 2018! Und es kribbelt direkt. In den Füßen, im Hintern und den Händen. Es schreit mich förmlich an. „Los, raus mir dir und rauf auf’s Rad, du Knaller!“ „JAAAA!!! Heissa juche!“ Und schon würde ich jetzt am liebsten durch die Tür sausen, mich auf’s Rad schwingen und Kilometer fressen. Das wäre jetzt ein Riesenspaß. Betrüblich ist allerdings das hier momentan herrschende Wetter. Ein Tiefausläufer bescherte uns hier teilweise gerade orkanartige Windböen. Dazu einen starken Regen. Toll. Ich radel zwar sobald ich merke das ich nicht vom Rad gepustet werde. Aber Spaß ist anders. Krampfhaft musste ich schon den Lenker gerade halten und mich grimmig in den Wind legen um voran zu kommen. Das ist ehrlich gesagt schon etwas nervig. Aber na gut. So bleibt es zumindest nicht langweilig. Und ein paar Kilometer kommen ja auch dann wenigstens zustande.

Thema Kilometer: ich habe ja schon in meinem Jahresrückblick 2017 geschrieben das ich durch mein neues Crossbike auf dumme Gedanken komme und das ich vielleicht ein paar „Projekte“ in Angriff möchte. Na, und ein Erstes ist schon mal in Planung. Da gibt es nämlich die „Ruhr2Northsea“-Challenge. Das heißt 300 Kilometer an einem Tag abzureißen. Von Duisburg bis rauf nach Bensersiel an die Nordsee! Nicht auf Zeit, sondern einfach mit der Intension diese Leistung zu schaffen. Klingt in meinen Ohren ganz gut und mit Sicherheit eine gute Gelegenheit sich auch mal an seine Grenzen zu bringen. Sowohl sportlich als auch mental. Das schöne ist, das ich einen Arbeitskollegen überreden konnte dort ebenfalls mitzumachen. Bis zwei weitere Leute bei uns in der Firma davon gehört hatten. Jetzt wären wir also schon zu viert. 🙂 Also mal schauen. Ein halbes Jahr bleibt Zeit sich darauf vorzubereiten. Denn die Challenge findet erst im Juni statt. Wenn die Tage lange hell sind. Ich freue mich drauf, wird bestimmt cool werden.

Die aktuelle und neueste adfc-Radkarte der Uckermark ist soeben auch per Post gekommen. Trotz toller Möglichkeiten Radrouten am PC zu planen brauche ich doch immer Karten. Ich liebe diese Karten. Man kann da trotz allem immer noch Neues entdecken und in seine Touren einplanen. Sich über dieses große Stück Papier zu beugen und die Gegend und Region schon mal „auszukundschaften“ finde ich immer spannend. Die Vorfreude steigt also weiterhin auf das kommende Radfahr-Jahr! „JAAA!!! Heissa juche!“ Ich bin dann mal kurz raus…

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MOMENTE: Jahresrückblick 2017

Nach Weihnachten und kurz vor Silvester wird es mal wieder Zeit für einen angemessenen Rückblick auf mein Fahrrad-Jahr 2017. Schließlich waren diese 12 Monate nicht ganz unerheblich für mich. Denn direkt zwei neue Fahrräder in einem Jahr zu kaufen ist für Otto-Normalverbraucher ja auch nicht selbstverständlich. Da habe ich diesmal wohl wirklich ein wenig Glück gehabt. Doch von Beginn an. Der Start ins Jahr 2017 war geprägt durch den Kauf meines neuen Trekking-Fahrrads von ROSE, dem Black-Creek-6! Nach wie vor bin ich hochzufrieden und es macht mir jedesmal eine Menge Spaß damit auf Tour zu gehen. Ob das große oder kleine Radtouren sind oder aber nur der Einkauf um die Ecke. Mein persönliches Anforderungsprofil an einem Trekking-Bike wurde perfekt erfüllt.

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Definitiv ein Höhepunkt 2017, die Abholung meines Trekking-Bikes!

Passend dazu, als eines der Highlights, war natürlich dann auch wieder mein alljährlicher Radurlaub. Dieses mal im Saarland und der Region Lothringen. Das Wetter spielte wunderbar mit als es durch die teils ordentlich hügelige Landschaft ging. Ein reizvolles Fleckchen Erde in einer geschichtsträchtigen Region. Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte im Saarland ist zum Beispiel sehr empfehlenswert! Und auch wenn es manchmal anstrengend war, so hat sich doch jede Erklimmung eines Hügels und jeder Höhenmeter gelohnt. Besonders gut hat mir die französische Seite gefallen. Der Charme der urigen Dörfer und die Blicke von den Hügelkuppen bis in die Nordvogesen hinein sind für jeden Radfahrer ein Höhepunkt einer Tour. Dazu kam ich mit netten Leuten ins Gespräch, die mir so einiges über alte Zeiten und deren Geschichte erzählten. Ich glaube, ein Fahrradfahrer wirkt auf die Menschen meist friedlich und freundlich und deshalb fällt es leichter miteinander ins Gespräch zu kommen. Ich empfinde das als äußerst angenehm. Passend dazu spielte das Wetter auch mit. Bis auf einen Tag mit Wolkenbildung gab es nichts an den Temperaturen und der Sonne auszusetzen. So gesehen war mein Radurlaub also ein voller Erfolg! Die Freude steigt schon für 2018! 

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Wer bekommt da keine Lust zu radeln? Mein Radurlaub 2017 in Lothringen war super!

Und wenn wir schon mal hier von Urlaub reden. Mein „richtiger“ Urlaub führte mich diesen Sommer an die Ostküste der USA. Ein unheimlich spannender Flecken Erde mit viel Geschichte. Zumindest haben die Amis es drauf das sehr gut und anschaulich zu erzählen und zu präsentieren. Jedenfalls hatte ich die Chance mit einem Instagram-Follower und Freund New York und Umgebung mit dem Fahrrad unsicher zu machen. Es war ein Traum und ein Heidenspaß. Ich hätte nicht gedacht das es so eine Riesengaudi ist durch die Straßen dieses Großstadtdschungels zu biken. Teilweise seperat geführte und getrennte Radwege lassen einen Manhattan hervorragend umrunden. Auch wenn es Monate später dort an einer Stelle einen Terroranschlag mit einem Lieferwagen gab, der es doch auf diese Bikeline geschafft hat und es Tote und Verletzte gab. Das ist zwar ein komisches Gefühl wenn man voller Freude am Radfahren auch selber an dieser Stelle vorbeigekommen ist. Aber man darf sich davon nicht entmutigen lassen. Also FUCK OFF IHR PENNER! So, das mal kurz am Rande. Weiter im Text.

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New York auf dem Rücken eines Bikes zu erkunden ist großartig!

Man gewinnt wunderschöne Eindrücke der Stadt wenn man diese Bikelane benutzt. Viele davon würde man ohne Rad einfach verpassen. Der Tag war voller Adrenalin. Nicht aus Angst, sondern aus purer Freude. Grüße an dieser Stelle auch an meinen kundigen „Fahrrad-Führer“, der mir Ecken gezeigt hat, an denen normalerweise Touristen eher selten anzutreffen sind. Es war super. Genauso wie das Bike, welches ich mir ausleihen konnte. Ein kleines Video zu meiner New York-Tour könnt ihr euch hier anschauen.  

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It’s Brooklyn, baby!

Und was in New York an Fahrradinfrastruktur anscheinend zügiger umgesetzt wird und wo wirklich mal Geld in die Hand genommen wird, das funktioniert zu Hause im Ruhrpott wohl weniger. Das ist ein  immer wiederkehrendes Thema auf meinem Blog. Der Ausbau des Vorzeige-Projekts Radschnellweg Ruhr RS1, gerade in Essen, liegt mir sehr am Herzen. Doch wie schon so oft geschrieben sind die Stadtoberen nicht ansatzweise in der Lage irgendetwas von ihren hochtrabenden Zielen umzusetzen. Im Jahr der „Grünen Hauptstadt“ mit dem RS1 zu werben ist anmassend. Es existiert momentan nicht ein Meter Radschnellweg auf Essener Gebiet. Nur die ehemalige Bahntrasse der Rheinischen Bahn, auf der ein Radweg verläuft. Das führt natürlich unweigerlich zum Verdruss. Der Weiterbau auch durch das Eltingviertel ist Zündstoff für viele Diskussionen. Und erst vor kurzem wurde klar, das sich wegen den Verantwortlichen der Stadt beim Weiterbau gen Osten für – vorsichtig geschätzt – mindestens die nächsten fünf Jahre gar nichst bewegt! Für eine Stadt, die sich einst auf die Fahnen geschrieben hat den Rad-Verkehrsanteil auf 25% (!!!) zu schrauben, ist das ein absoluter  Offenbarungseid und Armutszeugnis. Das sehen sehr, sehr viele Bürger mittlerweile so. Selbst öffentliche Diskussionsrunden führen bereits dazu, das immer mehr Bürger die Glaubwürdigkeit der Verantwortlichen in Frage stellen. Es bleibt also auch für mindestens 2018 ein gesichertes Thema auf meinem Blog. So viel ist klar!

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Das Ende der Rheinischen Bahntrasse und nicht des RS1 (!) am neuen Uni-Viertels in Essen. Hinten ist das Eltingviertel zu sehen sowie der Stillstand für viele weitere Jahre!

Wunderbar fand ich das direkt am „Radschnellweg“ am Niederfeldsee in Essen-Altendorf das Rad-Café RADMOSPHÄRE aufgemacht hat. Eingerichtet mit viel Gedöns rund um’s Fahrrad hat es seinen ganz eigenen Charme. Allerlei kleine Leckereien und Getränke kann sich der hungrige und durstige Radfahrer dort einverleiben. Die Torten sind erstklassig, das kann ich euch sagen! Von dem Eis im Sommer ganz zu schweigen. Ist ja nicht so das ich jeden Tag da bin, aber wenn das Café schon mal auf dem Nachhause-Weg liegt…Jeder der also mal den RS1…äh…Radweg Rheinische Bahn befährt sollte mal beim Holger vorbeischauen. Holger? Der von der weithinbekannten, kultigen Erzbahnbude? Ja, genau der! Ihm gehört nämlich auch die RADMOSPHÄRE.

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Volles Haus…äh…RADMOSPHÄRE, am Tag der Eröffnung!

Interessant als Blogger waren für mich auch dieses Jahr wieder die Fahrradmessen. Die „heimische“ Fahrradmesse in Essen fiel allerdings aus privaten Gründen für mich aus. Doch da gab es noch eine neue, und ich muss im Nachgang sagen exzellente Radmesse in Düsseldorf. Ich spreche von der „Cyclingworld Düsseldorf“. Eine Messe rund um’s Fahrrad und feinster Radkultur. Keine herkömmliche Messe, sondern eine, bei der Radliebhaber, aber auch die Aussteller voll auf ihre Kosten kamen und ein andersartiger, intensiverer Austausch miteinander stattfand. Das alles im alten Areal Böhler in Düsseldorf. Einer alten Industriekulisse, die seinesgleichen sucht. Bei bestem Wetter konnte man Kunst und Kultur rund um’s Rad entdecken, aber auch im Außenbereich tolle Bikes probefahren! Das alles wurde durchweg positiv vom Besucherpublikum aufgenommen. Deshalb freue ich mich auch schon auf die zweite Cyclingworld, die am 7. und 8. April 2018 ihre Tore öffnet! Und so weit ich bisher mitbekommen habe, kommen noch mehr hochgradige Aussteller und der Messebereich wird sogar vergrößert! Da habe ich also schon mal voll Bock drauf!

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Auf der Cyclingworld kann man Fahrräder noch wirklich bestaunen!

Ganz anders ist naturgemäß die EUROBIKE, die Leitmesse der Fahrradindustrie. Hier werden die kommenden Trends für die nächste Saison gezeigt und die Händler geben ihre Order ab. In Zusammenarbeit mit der Messe Friedrichshafen und dem pressedienst-fahrrad (pd-f) wurde der „The Wrider’s Club“ aus der Taufe gehoben. Er soll Blogger besser mit der Industrie vernetzen. Der The Wrider’s Club hatte somit auch eine eigenständige Blogger-Lounch direkt vor Ort in den Messehallen. Und auch ich bin mit einem Ehrenkodex in den Wrider’s Club aufgenommen worden und war deshalb auch in Friedrichshafen. Der erste Besuch dieser riesigen Messe kann einen schon erschlagen. Man weiß gar nicht nicht wo man zu erst vorbeischauen soll. Dazu trifft man noch sehr nette Gleichgesinnte und Blogger. Mir hat dieses familiäre Feeling gut gefallen, die Organisation war super. Spannend waren teilweise auch die Führungen zu verschiedenen Messe-Ständen. Manche Hersteller waren ernsthaft an Gesprächen interessiert, manche jedoch nicht so sehr. Trends konnte man leicht aufspüren, so schwierig war das nicht. Da sind zum einen die E-Bikes, die die Fahne hochhalten, und jeder Hersteller davon irgendwie etwas im Programm hat. Aber da sind zum anderen auch zahlreiche Gravelbikes zu sehen gewesen, die eine große Sehnsucht nach Freiheit versprühen und groß im Kommen sind 😉

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Juliane Schuhmacher bloggt auf ihren sehr lesenswerten Seite www.radelmaedchen.de

Und hier mit Martin Moschek von www.biketour-global.de, einer meiner Lieblingsblogs um Fernweh zu bekommen 😉

Eine Unmenge an Prospekt-Material bei den Ausstellern hätte ich auch mitnehmen können. Da habe ich mich aber auf das Wichtigste beschränken müssen. Sonst wären meine Arme verdammt lang geworden. Der letzte Messetag war dann zugleich auch Publikumstag. Der kommt bei den Herstellern leider nicht so gut an, weil es ihnen hier halt fast nur um die Geschäfte geht. So mancher Hersteller war sogar erst gar nicht vor Ort oder veranstaltete lieber eigene Hausmessen. Die EUROBIKE hat es momentan wohl nicht ganz so leicht, trotzdem ist sie nach wie vor äußerst bedeutend für die Fahrradindustrie. Nächstes Jahr wird der Publikumstag – leider – ersatzlos gestrichen und die Messe findet schon im Juli statt. Ich werde  gucken, das ich wieder vor Ort sein kann. Mal schauen ob das zeitlich auch passt.

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Auf der EUROBIKE stellte auch Riese & Mülller viel beachtete Räder aus, wie hier die trendigen Cargo-Bikes!

Auf der EUROBIKE traf ich auch wieder die Jungs von COBI, mit denen mich schon eine längere Freundschaft verbindet. Im Sommer hatte ich zuvor die Gelegenheit ihr Headquarter in Frankfurt zu besuchen um ein großes Interview zu führen. Das war hinterher so groß, das ich zwei Teile daraus machen musste 🙂 Hier Teil 1 und hier Teil 2. Der Einblick, auch mal was so hinter den Kulissen passiert, war enorm und zugleich sehr informativ. Es wurde ein nettes Gespräch mit Feierabend-Bierchen. Carsten Lindstedt und Heiko Schweickhardt nahmen sich wohl mehr Zeit als ursprünglich gedacht. Was mir bei dem ganzen Interview aufgefallen ist, wie sie voller Euphorie über ihr Produkt geredet haben. Das macht man nur wenn man auch an seine Sache glaubt. Mittlerweile hat BOSCH e-bike Systems das Start-Up aufgekauft. Es bleibt für mich weiter spannend was mit COBI nun passiert. Und auch 2018 gibt es viele, viele weitere Kilometer mit meinem E-Bike und COBI oben drauf.

bikingtom,COBI

Im Sommer war ich zu Besuch bei COBI in Frankfurt.

Aktiv war ich 2017 auch wieder beim Stadtradeln in der Metropole Ruhr. Der Erfolg von 2016 mit meinem Team war auf Grund wiedriger Umstände leider nicht zu wiederholen. Trotzdem, und das ist ja das Wichtigste dabei, habe ich es geschafft ein paar Leute auf’s Rad zu bekommen und das Auto stehen zu lassen. Highlight der Aktion hier in Essen war zum Abschluss das sogenannte Nachtradeln. Einige hundert Radfahrer kamen noch einmal Abends zusammen um gemeinsam einige Kilometer zu sammeln. Endpunkt war der Revierpark Nienhausen. Eine nette Sache, ohne großes Tam-Tam.

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Rolf Fliß von den Grünen (mit Flüstertüte) hatte eine Menge bei der Baustellen-Tour zu erzählen. Hier am Krupp-Park.

Der ADFC Essen organisierte dieses Jahr auch wieder die beliebte „Baustellen-Radtour“, die halt vorbei an diversen Baustellen in der Stadt führte. Dort wurde dann immer kurz angehalten und durch sachkundige Erklärungen einiges zu den Projekten erzählt. Da bekommt man teilweise interessante Hintegrundinformationen, die man so eventuell nicht in der Zeitung lesen kann. Ratsherr Rolf Fliß war da ein guter Erzähler! Fand ich prima.

Lustig war auch der Raderlebnistag in Essen. Im Stadtgebiet galt es diverse Streckenposten abzuklappern und seine Teilnehmerkarte abstempeln zu lassen. Halt sowas wie eine Schnitzeljagd. Unter uns Freunden hatten wir viel Spaß bei dieser Aktion. Andere Teilnehmer mit Sicherheit auch. Pünktlich zum Eintreffen wieder zu Hause goss es dann schauerartig wie aus Kübeln. Also waren wir anscheinend schnell genug und haben alles richtig gemacht 😉

Außerdem gab es noch die Aktion „Sternfahrt.Ruhr“, bei der sich rund 600 Radler aus dem Pott vor der Gruga trafen um gemeinsam über Essener Straßen zu radeln. Der Innenstadtring vor dem Einkaufszentrum Limbecker Platz wurde zudem für den Autoverkehr abgesperrt. Das ganze war integriert in einer Veranstaltung der Stadt Essen im Rahmen der…ähm…„Grünen Hauptstadt 2017″ mit buntem Rahmenprogramm. Das war zwar cool mal so frei über die Hauptstrassen zu cruisen, aber das Programm ansich kam wohl beim Publikum nicht so gut an. Im Grunde eine weitere Veranstaltung der Grünen Hauptstadt, von der nichts bei den Bürgern hängen geblieben ist. Nachhaltigkeit sieht halt anders aus. Na ja. Wie gesagt, das Radfahren war schon cool.

Sternfahrt NRW 2017, ADFC, bikingtom

Autos hatten an diesem Tag nicht viel zu melden…

Zu guter letzt an dieser Stelle gab es da schon im Frühjahr noch die ADFC Sternfahrt NRW, die in Düsseldorf endete. Unterwegs von Essen aus traf man sich mit den verschiedenen Gruppen aus anderen Städten an diversen Treffpunkten um gemeinsam in die Landeshauptstadt zu fahren. Dort kamen über 4000 Radler am Rheinufer zusammen und es ging gemeinsam über Brücken und Straßen der Stadt. Ein eindrucksvolles Bild, wenn man kilometerweit nur Radfahrer sieht! Das Gefühl über die berühmte Einkaufsstraße Kö zu radeln und bei den Bonzen-Karren geht gar nichts mehr ist schon nicht schlecht. Nein, ich möchte nicht überheblich werden gegenüber Autofahrern. Aber einmal so ein Tag in der Stadt können sie trotzdem mal vertragen. Auch wenn viele Unverständnis zeigten. Trotzdem, die Straßen gehörten an diesem Tag uns! Und am Ende eben diesen jenen kamen rund 100 Kilometer auf meinem Kilometerzähler hinzu. Schließlich ging es ja auch wieder per Rad zurück nach Essen 😉 Übrigens gab es meinerseits keinen Artikel hier direkt auf der Website, sondern ausschließlich bei facebook.

Sternfahrt NRW 2017, ADFC, bikingtom

…denn die Straßen in Düsseldorf gehörten an dem Tag der Sternfahrt NRW den Radfahrern.

Ach, und wenn wir schon noch mal zum Kilometerzähler kommen, so muss ich sagen, das dieses Jahr mein bisher erfolgreichstes Jahr war. Wenn ihr diesen Artikel lest, dann stehe ich wohl knapp kurz vor der 7500 Kilometer-Marke! Zumindest macht es mich schon etwas stolz, das ich es geschafft habe – jetzt kommt die Statistik – so gut wie jeden Monat diesen Jahres mehr Kilometer gefressen zu haben als im vergleichbaren Monat im Jahr 2016! Ich denke, es kann schwierig werden das in meinem Fall  2018 zu toppen. Aber man soll ja nie nie sagen 😉

Schließlich können gut geplante Radtouren hervorragend zum Kilometer sammeln beitragen. Dieses Jahr waren es wieder wunderbare Touren, die in Erinnerung geblieben sind. Wie oben schon erwähnt waren dies die Touren im Saarland und Lothringen, aber auch zum Beispiel die Fahrradtour zu den Geister-Dörfern bei Garzweiler. Die fand ich äußerst abwechslungsreich! Oder die Verdener Fahrrad-Runde in Niedersachsen. Die Reiterstadt Verden ist für Pferdesportfans weit bekannt, aber auch Radfahren macht dort irre viel Spaß! Selbst mit der Familie auf Entdeckungs-Tour war trotz weniger Kilometer eine richtig schöne Radtour, bei der alle Familienmitglieder auf ihre Kosten kamen. Super! Genau wie meine Spät-Herbstliche Emsland-Runde Anfang November. Sie hatte trotz manchmal schattigen Wetters ihren ganz eigenen Charme und blieb mir ebenfalls im Gedächtnis haften. Ebenso wie viele andere die ich hier gar nicht aufführen kann. Allesamt rundherum gelungen. Ein in der Hinsicht ebenfalls erfolgreiches 2017!

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Radeln – am liebsten bis hinter dem Horizont.

Zum Jahresende hin kam es dann sogar tatsächlich noch zu einem weiteren Rad-Kauf. Wie ich ja damals schon geschrieben hatte, hat mich das Thema Gravel/Cross-Bike fest in seinen Bann gezogen. Und nach viel Lektüre und Meinungen einholen habe ich mich schlußendlich für ein weiteres Rad von ROSE entschieden. Ein langer Prozess war das schon und am Anfang hätte ich nicht geglaubt das das dieses Jahr noch zu realisieren wäre für mich. Um so größer war die Freude als dann doch alles unter Dach und Fach war. Jetzt, nach einigen Wochen und ein paar hundert Kilometern, liebe ich dieses Bike wirklich sehr. Der Rausch der Geschwindigkeit, das sehr sportlich agile Verhalten, ob Asphalt oder Schotter, macht einfach sehr viel Spaß. Und das sportliche Verhalten lässt mich mittlerweile von ein paar interessanten Projekten für 2018 träumen. Noch nicht spruchreif, aber wenn, dann werdet ihr das ja erfahren 😉

Crossbike,Cyclocross,ROSEBIKES,bikingtom

Schnell und gewappnet für’s Gelände. Radler-Herz, was willst du mehr? 😉

Kommen wir nun zum Schluss. Ich denke also, das war ein überaus gelungenes Radler-Jahr für mich. Ich habe viel dazugelernt, viele neue Menschen kennengelernt und Kontakte geknüpft. Alles Menschen, die ebenso eine Leidenschaft für das Radfahren übrig haben wie ich. Es hat mich wirklich sehr gefreut und alle, die sich angesprochen fühlen, fühlt euch mal gedrückt. So. Zum anderen wird es hoffentlich schon bald eine kleine design-technische Änderung meiner Website geben. Die ersten Vorboten habt ihr vielleicht ja schon bemerkt wie zum Beispiel mein Logo, welches ich schon in verschiedenen sozialen Medien eingepflegt habe oder aber auch hier als Copyright in meinen Fotos. Auch wenn es relativ simpel aussieht, der Design-Prozess hat sich über einige Monate hingestreckt bis ich das OK gegeben habe „Yo, das ist es!“. Deshalb also noch mal vielen Dank an Nina, die wahrscheinlich das ein oder andere mal den Kopf geschüttelt hat! 🙂 You know who you are!  😉 Dank geht auch rüber an Victor, der hinter den Kulissen rumbastelt und euch vielleicht schon bald in Erstaunen versetzt. You’re my man! 😉 Und allen Followern, stillen Mitlesern und sonstigen Radfahr-Freunden: Danke für eure Treue! Ich wünsche euch ein erfolgreiches, frohes und vor allem gesundes, neues Jahr 2018! Wir lesen uns 😉

Euer bikingtom

 

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INFO: Die Fahrradbücher des Jahres 2017

Hier kommt noch ein kleiner Tipp für feinste Rad-Lektüre. Wir Blogger des The Wrider‘s Club haben in den letzten Wochen die besten Fahrradbücher für 2017 nominiert und rund 100 Blogger haben dann am Ende abgestimmt und gewählt. Dank solch geballter fachlicher Kompetenz sollte dabei doch was tolles herauskommen, denke ich. Und so ist es auch! 😉 Deshalb möchte ich euch an dieser Stelle einmal das Ergebnis unserer Wahl vorstellen. Vielleicht ist ja etwas für euch dabei und ihr könnt damit die kalte Jahreszeit zumindest ein bisschen überbrücken. Also los und viel Spaß beim Lesen.

 

Kategorie „Service, Technik & Sport“
How to survive als Radfahrer – Wie man auf dem Fahrrad in der Stadt überlebt“
Juliane Schuhmacher, Schwarzkopf, 2017, ISBN 978-3-86265-640-0, 9,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kategorie „Roman & Biografie“
Im Sommer wieder Fahrrad
Lea Streisand, Ullstein, 11`16, ISBN 978-3-550-08130-9, 20,00 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kategorie: „Radkultur & Bildband“
Die Radfahrer Cartoons – Eine illustrierte Anleitung für das Leben auf zwei schmalen Reifen“
Dave Walker, Covadonga, 2017, ISBN 978-3-95726-026-0, 12,80 Euro

 

 

 

 

 

 

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Kategorie: „Reise & Route“
Rad und Raus – Alles für Microadventure und Bikepacking“
Gunnar Fehlau, Delius Klasing, 2017, ISBN 978-3-667-10929-3, 16,90 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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INFO: Besser spät als nie- mein bikingtom Kalender 2018

Fahrrad,Kalender,bikingtom,2018Eigentlich hatte ich den Kalender ursprünglich nur für mich selber gestaltet. Wie die letzten Jahre auch. Einen, den ich mir ins stille Kämmerlein hänge und mich an sämtlichen Tagen in 2018 ergötzen kann. So weit, so gut. Doch als der Kalender dann heute bei mir ankam und ich ihn so gesehen habe, habe ich mir gedacht: „wieso nicht andere daran teilhaben lassen?“. Und vielleicht braucht der ein oder andere ja kurzfristig noch ein Geschenk zu Weihnachten? Deshalb könnt ihr hier mit dem Link euch den Kalender etwas näher anschauen und wenn er euch gefällt auch direkt bestellen. Dazu möchte ich sagen, das ich daran keinen Cent verdiene! Habt einfach Spaß damit! Und falls ihr doch meinen Blog etwas supporten möchtet, dann klickt einfach den DONATE-Button an. Feel free! 😉

Hier der Link zum Kalender!


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#09.12.17

Der erste Schnee ist gefallen, das Wetter für eine kleine Rad-Runde eher suboptimal. Zeit also für ein paar Planungen und Gedankenspiele für das kommende Jahr. Schliesslich möchte ich ja auch 2018 wieder einen schönen und attraktiven Radurlaub verbringen. Deshalb habe ich mich auch schon die letzten Tage hingesetzt um mögliche Ziele zu finden. Ja, und in der Tat gibt es da eine ganze Menge Regionen, in die ich möchte. Da ist es gar nicht so einfach sich zu entscheiden. Ursprünglich hatte ich schon länger geplant durch Belgien und die Niederlande zu radeln. Da hatte ich echt Lust zu. Und habe es ja auch noch nach wie vor. Aber dann bekam ich zufällig einen anregenden Artikel in die Hand und plötzlich wurden alle vorherigen Ideen über den Haufen geschmissen.

Und so favorisiere ich dann doch auf einmal das eigene Deutschland. Bilder aus der Uckermark und der Mecklenburger Seenplatte haben mich zum Träumen gebracht. Herrlich ruhige, einsame Landschaften, kristallklare Seen,  Felder ohne Ende, Nationalpark Müritz und ein Biosphärenreservat haben mich nun völlig eingenommen. Jetzt sitze ich also hier bei dem useligen Wetter mit einem warmen Kakao vor diversen Radkarten, suche nach Infos im Internet  und bastle an meinem Radurlaub. Das macht eine Menge Spaß, denn auf all den Karten und im Netz findet man so viele Sehenswürdigkeiten. Da ist es gar nicht so einfach perfekte Routen zu finden. Außerdem müssen eine oder vielleicht mehrere Unterkünfte gefunden werden. Aber da bin ich mir noch nicht sicher, ob ich praktisch Sternfahrten mache oder eine riesengroße Runde. Mal schauen, habe ja jetzt noch keine Hektik.

Nichtsdestotrotz musste ich vorhin dann doch noch mal mit dem Rad raus. „Musste“ ist der falsche Ausdruck. Ich wollte raus. Denn ein paar Fotos im Schnee mit dem Crossbike kämen bestimmt ganz gut. So mein Gedanke. Also keine sportliche Radrunde, sondern einfach ein entspanntes „Kurz-Radeln“ in den Borbecker Schlosspark hinein. Vor der Haustür war die Straße frei vom Schnee, die Nebenstraßen und Wege dagegen teilweise ordentlich voll von üblen Schneematsch. Nebenbei kleine Bewährungsprobe also auch für meine G-One Reifen von Schwalbe. Die fuhren sich sogar recht gut auf teilweise glatten Untergrund. Besser als gedacht. Im Schlosspark jedenfalls waren viele Familien unterwegs und der Park voll von einer Schneemann-Armee. Lustig anzusehen. Das Ergebnis des Mini-Foto-Shootings gibt es auf meinem Instagram-Account zu sehen 😉

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MOMENTE: Stau-„Erfahrung“

Heute bin ich mal nach längerer Zeit wieder mit dem Auto zur Arbeit gefahren. Da ich die letzten Tage immer mit ordentlich Pfeffer zum Arbeitsplatz gekachelt bin und dann auch mit Vollgas zurück waren meine Beine etwas schwer. Muss ich zugeben. Einmal kann man ja mal eine Ausnahme machen. Na ja, ich hätte es wissen müssen. Und so kam es wie es kommen musste. Zumindest auf dem Heimweg. Kurz und bündig: der Verkehrskollaps ist real! Wenn einer sagt, „irgendwann“ kommt der Verkehrskollaps, dann stimmt das nicht. Nein, er ist da! Hier und jetzt! Zum Greifen nah, denn im Stau kann man ja theoretisch das Fenster herunterkurbeln und mit der Hand dem Stau-Nachbarn seine Blechkiste berühren. Passiert ja nix. Steht ja alles.

Ich bin keine 300 Meter weit gekommen, da gab es den Stau auf dem berühmt-berüchtigten Ruhrschleichweg A40. Also runter von der Autobahn und versucht durch Nebenstraßen vorwärts zu kommen. Na, was ein Zufall, versuchten das doch auch Dutzende andere Autofahrer. Also Schritttempo. Auf Haupt- UND Nebenstraßen! Dazu Ampeln, die mit sinnloser Taktung versuchen einen Verkehrsfluss hinzubekommen, Baustellen nach dem Motto „noch mehr davon gehen immer“ und Autofahrer, die manchmal besser in der Gummizelle aufgehoben wären.

Dabei habe ich mich selber erwischt wie ich mich ruck-zuck diesen Autofahrer-Klientel angepasst habe. Hinterm Lenkrad habe ich geflucht wie ein Kesselflicker. In Selbstmitleid bin ich im Sitz versunken um sofort wieder auf Angriffsmodus umzuschalten. Als mir das bewußt wurde habe ich mich geschämt. Was macht das Autofahren in der Großstadt mittlerweile mit einem? Es macht einem zu Egoisten hinterm Lenkrad. Rechthaberisch dazu. Alle anderen sind doof und nur im Weg. Mir stellte sich die Frage, wie die Menschen das alles so als gegeben hinnehmen? Das sie – bildlich gesehen – wie die Lemminge agieren? Tranceartig hinterm Steuer sitzend und im Dauerstau stehend. Sich jedesmal aufs neue aufregen um sich dann am nächsten Tag  wieder brav in die Warteschlange einzureihen. Ewig grüßt das Murmeltier. Oder der Hamster im Käfig. Egal.

Der Verkehrsinfarkt ist da! Auch auf Grund völliger Ignoranz der Stadt. Straßen, die vor Jahrzehnten gar nicht für so ein Verkehrsaufkommen gedacht waren, sind hoffnungslos verstopft. Noch breitere Straßen würden aber auch nur noch mehr Autos anlocken. Ein attraktiver ÖPNV könnte ein Teil der Lösung sein. Aber nein, da werden hier bald erst einmal die Preise für die Tickets wieder teurer und die Taktung der Busse und Straßenbahnen heruntergeschraubt. Modernisierung der Infrastruktur des ÖPNV? Mehr als der Tropfen auf dem heißen Stein kommt da nicht. Es reicht nicht nur einige wenige alte Fahrzeuge auszumisten und zu erneuern. Nein, dafür muss auch mal ordentlich Geld in die Hand genommen werden. Aber das Geld wird ja bekanntlich lieber unter den Verantwortlichen Akteuren aufgeteilt.

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Radfahren ist gesund für Geist, Körper und Seele. Tatsache!

Wie sieht es aus mit Fahrverboten? Auch wegen der immensen Umweltbelastung? Stichwort „Dieselskandal“ sage ich nur! Um Gottes Willen, das wollen wir nicht, sagt der OB. Und hinter vorgehaltener Hand: lieber noch mehr Autos auf den Straßen. Jippieh!!! Lobbyismus hier in Essen? Na, für wen zahlt es sich wohl aus, hm? Verkrustete Strukturen brechen der Stadt Essen irgendwann mal das Genick. Ich schreibe von der Stadt Essen als meine Heimatstadt, aber das ist garantiert übertragbar auf viele andere Städte im Revier und anderswo.

Ich hoffe darauf, das bald ein Dieselfahrverbot kommt. Auch wenn viele darunter leiden werden wie zum Beispiel kleine Handwerksbetriebe mit ihrem Fuhrpark. Doch ich sehe keine andere Chance um ein radikales Umdenken herbeizuführen. Das Desaster und die Konsequenzen hätten die Automobil-Hersteller zu tragen. Meiner Meinung nach. Sie sind es, die so lange gelogen und betrogen haben. Sie müssten den Schaden begleichen! Für ihr schändliches Handeln abgestraft werden! Momentan lachen die sich doch kaputt. Schließlich hatten sie durch den Skandal ja keine Kosten. Zahlt ja unterm Strich der Steuerzahler. Ha, ha!

Jedenfalls würde durch ein Fahrverbot der Verkehr wesentlich entlastet. Und dann wäre Zeit über Alternativen nachzudenken, weil die Menschen genau aus diesem Grund das endlich aktiv machen müssten! Ihr Handeln und Tun überdenken, auch wenn es schwer fällt. Aus den Gewohnheiten ausbrechen, Neues schaffen. Bessere Mobilität schaffen.

 Mein Frust heute im Auto sticht natürlich in diesem Artikel heraus. Ich empfand die Autofahrt alles andere als entspannend. Völlig im Gegensatz zum Radfahren. Mein Arbeitsweg beträgt da rund 14 Kilometer. One Way. Dafür brauche ich im Durchschnitt etwa 35 Minuten. Wenn der Radschnellweg RS1 in vielen, vielen Jahren vielleicht ja doch mal in Essen kommt, mit Sicherheit sogar etwas schneller. Heute, mit dem Auto unterm Allerwertesten habe ich für 14 Kilometer fast 50 Minuten gebraucht! Dazu noch gestresst, genervt und total über mich selbst erschrocken zu Hause angekommen. Kosten-Nutzen-Faktor? Keine Fragen mehr, oder? Da fahre ich demnächst selbst wohl bei eisigster Kälte lieber mit dem Rad! Es dankt mir meine Gesundheit und mein komplettes Nervenkostüm. Für alle anderen gilt: viel Spaß im Stau, aber ohne mich!

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TEST: Das ROSE PRO CROSS 105 – nur fliegen ist schöner

Wie versprochen stelle ich hier in Kurzform einmal mein neues Crossbike von ROSE vor. Nachdem endlich die langersehnte Nachricht kam ich könne mein „Traumbike“ abholen fuhr ich flugs am selben Tag nach Bocholt um es in Empfang zu nehmen. Schließlich wollte ich keine Zeit verlieren 😉 Als ich um die Ecke kam stand das Bike schon in voller Pracht im Scheinwerferlicht. Es sah umwerfend aus! Viel besser noch als auf den Fotos. Gerade der breite WCS Evomax-Lenker mit 44cm von Ritchey verpasste dem Bike einen forsch-agressiven Look. Die Schwalbe G-One EVO-Reifen mit der Größe 700x38C wirken ebenso bullig. Das Gefühl, das man mit diesem Crossbike wirklich alle Hindernisse auf den Wegen überwinden könnte, war sofort da.

Die Übergabe war wieder einmal sehr nett und freundlich, den Namen bikingtom kannte man anscheinend schon, wie sich herausstellte. Sehr schön. Kompetent wurde einmal mehr erklärt, worauf zu achten ist. Fotos durfte ich natürlich auch in der ROSE BIKETOWN machen. Wie immer – so muss ich es ja schon mittlerweile sagen – war der Radkauf bei ROSE ein Erlebnis.

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Abholung in der ROSE BIKETOWN in Bocholt.   Foto: bikingtom

Ich war also nun bereit für die erste Runden. Voller Freude und gespannt ob das Bike sich auch so fahren lässt wie ich mir das erhofft habe. In der Tat, ich bin äußerst überrascht wie gut sich das Rad bewegen lässt! Eine sportliche, leicht gestreckte Sitzposition lässt im Zusammenspiel mit einer sehr stimmigen Übersetzung der Gänge das Bike schnell auf Tempo kommen. Die Gangabstufungen sind gut gewählt (50/34 und 11-34), dabei aber weder zu fein noch zu grob. Vor Anstiegen brauche ich mir keine Sorgen machen. Gefällt mir also sehr gut. Genauso wie die Stabilität während Tempofahrten. Es bleibt jederzeit spurtreu, dabei absolut wendig und agil. Und, das war für mich sehr bemerkenswert, die „Federung“ in Form der flexenden Sattelstütze 2B, 350 mm WTD, ebenfalls von Ritchey, ist äußerst komfortabel. Ich hätte nicht damit gerechnet, das Schläge so gut gedämpft werden. Sicherlich hat sie ihre Grenzen, doch  mein Rücken scheint es bisher zu danken.

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Mein bester TERRY-Sattel, den ich je hatte und dazu eine leicht flexende Sattelstütze. So geht angenehmes Fahrgefühl.

Der neue Fly Exera Men Sport Comfort-Sattel von Terry trägt aber auch einen wesentlichen Beitrag für ein sehr angenehmes Fahrgefühl bei! Ich habe schon diverse Sattel von Terry auf meinen anderen Rädern und bin mit allen sehr zufrieden. Doch ohne mich zu weit aus dem Fenster zu legen: der Exera ist der beste. Das kann ich guten Gewissens sagen, obwohl ich in der kurzen Zeit „erst“ 200 Kilometer gefahren bin. Anscheinend brauche ich kein Einfahren, er passt perfekt. Da drückt nicht ansatzweise etwas. Im Grunde bemerke ich ihn gar nicht. Ich denke, auch auf richtig langen Touren kann er dieses Potenzial sogar noch mehr ausspielen.

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Perfekte Gangabstufungen, kleines Manko noch an der Hinterradbremse.

Die SHIMANO ST-RS505 / BR-RS505 mit jeweils einer 160 mm Bremsscheibe vorne und hinten ist an für sich sehr bissig und packt gut zu. Der Kraftaufwand in den Fingern scheint mir, jedenfalls noch momentan, ein klein wenig zu hoch. Das gibt sich vielleicht noch etwas mit der Zeit, aber ist jetzt noch spürbar kraftaufwendiger als gedacht. Einziges wirkliches Manko ist bisher die Hinterradbremse. Sie scheint nämlich an irgendeinem Punkt, der nur schwer auszumachen ist, für einen Bruchteil eines Momentes zu schleifen. Trotz eines kurzen, eher zufälligen weiteren Besuches bei ROSE ein paar Tage später, bei dem das kontrolliert und neu eingestellt wurde, ist dieser kurze, hohe Ton immer mal wieder da. Da muss noch nachgebessert werden. Denn das kann mit der Zeit anfangen zu nerven.

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Rahmen wie aus einem Guß…

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…und innen verlegte Züge. Das wirkt aufgeräumt und harmonisch.

Obwohl das PRO CROSS im Grunde sämtliche sportlichen Gene besitzt, hat man bei Bedarf doch die Möglichkeit für diverse Anbauten. Nicht das man sie unbedingt braucht, wenn man sich dieses Bike kauft. Doch sie sind da. Kann man ja mal im Hinterkopf behalten. Wer weiß wozu das mal gut ist. 🙂

Auch die ganze Verarbeitung des Crossbike wirkt hochwertig. Der Rahmen sieht sehr schön aus, wie aus einem Guß. Das Oberrohr, leicht eckig gehalten, wie es mittlerweile oft in dem Segment  anzutreffen ist, wird zum Sattelrohr hin schmaler. Genauso das Unterrohr, welches zum Sattelrohr nach unten geht, wird dezent schlanker. Der Rahmen wirkt dadurch stabil, aber sehr sportlich. Die Carbongabel passt sich optisch gut ins Bild. Wunderbar finde ich die schön nach innen verlegten Züge. So wirkt das ganze Bike sehr aufgeräumt, designtechnisch gelungen und effektiv beim fahren.

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Hier zu erkennen die Spacer sowie der positiv gedrehte Vorbau.

Die Flexibilität ist es die mir bei diesem Bike so gut gefällt. Da ich mir zwei Spacer mit insgesamt 25 mm und den Vorbau positiv hab verbauen lassen, habe ich eine für mich hervorragende Position auf dem Crosser gefunden. So lässt es mich entspannt radeln, wenn ich will. Oder aber mächtig Gas geben, wenn es um eine ordentliche sportliche Runde geht. Anstiege werden flott bezwungen, Abfahrten und Ebenen werden quasi durchpflügt. Der Untergrund scheint dabei keine Rolle zu spielen. Ob Asphalt, Schotter oder Feldwege, das Rad ist genau dafür ausgelegt. Ein bisschen Traktion fehlt mir aber am Hinterrad, da rutschte der Schwalbe G-One Evo bei engerer Kurvenfahrt und bei Nässe etwas. Jedoch ohne das Gefühl zu haben die Situation nicht mehr beherrschen zu können. Es kann aber auch vielleicht noch etwas, und das ist gar nicht so unwahrscheinlich, mit meinem noch ausbaufähigen Fahrstil zu tun haben. Manch einer geht aber auch dahin, am Hinterrad einen groberen Reifen einzusetzen. Für noch mehr Traktion. Ich warte jedenfalls erst einmal ab. Sollte man jetzt nicht zu hoch bewerten.

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Die Kurbel stammt aus der SHIMANO 105er-Gruppe, Schaltwerk aus der ULTEGRA-Gruppe.

Ja, und sonst? Ich bin bisher sehr zufrieden. Das muss ich klar sagen und ich denke, das kann man in meinem Artikel auch gut lesen. Das Manko mit der Bremse sollte noch zügig behoben, dann ist alles absolut perfekt für mich. Das PRO CROSS ist ein feines Sportgerät, auf dem ich mich wohl fühle und mit dem ich wohl noch eine Menge Spaß haben werde.  😉

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