Das Transcontinental Race – Interview mit Torsten Frank

Das Transcontinental Race, oder auch manchmal TCR genannt, ist eines der größten Ultra-Distanz-Rennen der Welt und führt quer durch Europa. Um die 4000 Kilometer und unzählige Höhenmeter müssen bei diesem Rennen, im übrigen auch eines der härtesten, überwunden werden. Das Rennen ist Self-Supported, das heißt, das man sich unterwegs vor Ort selber versorgen muss. Wo man schläft, was man isst und so weiter. Jeder darf zuvor seine eigene, persönliche Route planen, um zu den Checkpoints in einem vorgegebenen Zeitraum zu gelangen. Das Race, das durch die spannendsten Landschaften Europas führt, ist eine riesige Herausforderung an Mensch und Bike. Torsten Frank, der im letzten Jahr am TCR05 teilgenommen hat, stellte sich dieser Herausforderung und mir zu einem ebenso interessanten Interview!

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Solche Aussichten bekunden das Abenteuer Transcontinental Race!

Hallo Torsten, wie lange fährst du schon begeistert Rennrad und an welchen Rennen oder Events hast du schon vor dem Transcontinental Race teilgenommen?

Ab 2011 fing ich quasi wieder an mit dem Sport und habe angefangen meine Statistiken auf Strava zu führen. Ab 2012 waren es dann schon ungefähr 5000 Kilometer im Jahr und ab 2013/14 bin ich dann immer so um die 11.000 Kilometer jährlich gefahren. Ich habe da so die typische Historie hinter mir. Im ersten Jahr mal eine RTF, um mal im Pulk mitzufahren, um zu wissen wie das denn so ist. Auch gedacht als Vorbereitung auf den Dreiländergiro. Mein eigentlich erstes richtiges Event. Da habe ich dann auch schon ein bisschen Blut geleckt. Dann kam die Maratona dles Dolomites, die ich jetzt schon fünfmal gefahren bin. Ich mag solche Alpen Gran Fondos.

„Das das Transcontinental Race Abseits meiner Komfortzone ist, das wusste ich.“

Wie kam es bei dir dazu an so einem Ultra-Distanz-Rennen teilzunehmen? Was hat dich daran gereizt?

Ich bin irgendwann auf den Begriff Transcontinental Race gestossen und habe mir Videos angeschaut, habe das so ein wenig verfolgt und fand es recht spannend. Irgendwann habe ich mir dann gesagt „das ist cool, einfach mal machen“.

Und was ist dann in dir vorgegangen als du tatsächlich die Zusage zur Teilnahme bekommen hast? Schließlich ist die Nachfrage nach einem Startplatz hoch und die Teilnehmerzahl begrenzt.

Ich habe ja da die Email bekommen wo am Ende stand „Congratulation…what now?“ Ja, „what now?“ *lacht* Das war dann auch so gemischt in Form von JA, GEIL! und „was nu?“. Die Überlegung kam dann, wovor habe ich Angst? Das das Abseits meiner Komfortzone ist, das wusste ich. Das das was ganz Neues ist, das wusste ich ebenfalls. Und das es Spaß machen würde in der Vorbereitung auch. Ich hatte im Grunde drei Punkte am Anfang. a) ich hatte Sorge das ich mir das Radfahren so ein bisschen zerleide. Kennt man ja, wenn man zuviel von einem macht, irgendwann ist man es leid. b) ist, das man sich da irgendwie so eine Malaise holt. Man fährt und man entwickelt da etwas langwieriges, zum Beispiel am Knie oder an der Achillessehne oder sonst irgendwo. Und c) hatte ich Sorge vor den ganzen Hunden dort, da hat man viel drüber gehört. *lacht*

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Auch in s/w absolut stimmungsvoll!

Eine Distanz von rund 4000 Kilometern quer durch Europa, mal eben so, ist eine große Herausforderung. Das in rund 15 Tagen zurückzulegen scheint ein waghalsiges Unterfangen. Wie hast du dich darauf körperlich und vor allem mental vorbereitet?

Ich hab natürlich viel gelesen und die zwei Aspekte, die du schon genannt hast, nämlich „körperlich“ und „mental“, sind schon richtig. Es würde keinen Spaß machen, wenn man absolut unfit an die Sache herangeht. Auf der anderen Seite, der fitteste Mensch der Welt, wenn der mental nicht ordentlich aufgestellt ist kommt der da auch nicht furchtbar weit. Beides muss also ein Paket ergeben. Jetzt war ich aber auch nie für den Gewinn dabei und habe gedacht, wenn ich nicht schon am zweiten Tag in den Top Ten bin schmeiße ich hin. Das läge mir fern. Von daher dachte ich nur, das ich ja so weit ganz gut in Schuss bin und das normale Training weiter mache. Vielleicht ein bisschen gezielter. Für den Kopf habe ich jetzt kein spezielles Mentaltraining gemacht, habe mich aber natürlich damit auseinander gesetzt was man für so ein Rennen braucht. Dazu zählt unter anderem sich an unbekannten Stellen und Plätzen zurechtzufinden, auch Nachts mal sonstwo zu schlafen und das einfach mal anzugehen.

Die Streckenführung, bis auf die Checkpoints bei diesem Self-Surpported-Race, bleibt quasi jedem selber überlassen. Auf was hast du bei deiner Routenplanung besonders geachtet?

Eigentlich ging es mir nur darum zügig von Checkpoint zu Checkpoint zu kommen. Ich verwende da schon gerne Luftlinie. *lacht* Ich habe aber schon geschaut wo mich die Route so lang führt. Das ist echt aufwendig das alles zu planen, obwohl man zwar bei komoot mit zwei, drei Klicks schon irgendeine Route hin bekommt. Aber man muss schon immer wieder drüber schauen, wo man jetzt entlang geführt wird. Kann ich überhaupt diese Straße nehmen und will ich sie auch nehmen? Aber letztendlich ich habe schon darauf geachtet eine ziemlich schnelle Verbindungen zu wählen. Ob da jetzt ein Pass dazwischen lag oder nicht war mir relativ egal. Andere Leute, die nicht so gerne klettern wie ich, gehen da anders vor. Die nehmen schon mal 100 Kilometer Umweg mit weniger Höhenmetern in Kauf. Trotzdem habe auch ich geguckt zum Beispiel 10 Kilometer um den Berg herumzufahren und dadurch Höhenmeter zu sparen. Das ergibt schon Sinn das zu optimieren, weil du einfach besser voran kommst. Ich habe jetzt aber nicht so etwas zu mir gesagt wie „wenn ich jetzt erstmal von Geraadsbergen nach Norden fahre, dann kann ich durch das ganze Rheintal nach unten fahren und hab’s die ganze Zeit schön flach. Das wäre mir zu blöd gewesen. Ich bin lieber direkt durch die Ardennen durch, die Höhenmeter waren mir nicht so wichtig. Das sind so die Erwägungen die man hat.

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Torsten Frank und seinen  Titan-Rad, hier in Österreich.

Nach welchen Kriterien hast du dann dein Set-Up zusammengestellt und welches Rad hast du gewählt?

Ich habe angefangen zu überlegen, was brauche ich denn so? Eigentlich muss das Rad einfach nur passen und man muss darauf bequem sitzen können. Des weiteren die Frage, was will ich für Reifen fahren und möchte ich Aerobars haben? Es war relativ schnell klar, das ich Aerobars haben will, aber was bringt das mit sich? Mein Canyon Ultimate CSX hat einen integrierten Lenker, da bekommst du keine Aerobars drauf, das fiel also flach. Außerdem wären auch etwas breitere Reifen ganz gut. In das Canyon habe ich zwar auch schon mal für Paris-Roubaix 28mm Reifen rein bekommen, aber das wollte ich diesmal nicht. Und mein Crosser kam auch nicht in Frage, auf dem ich schon im Winter die Aerobars getestet hatte. Ich habe gedacht „ach nee, da kaufst du dir mal was Neues dafür“. Ich wollte aber auch kein Rad mit mechanischer Schaltung wie bei meinen Crosser, der mit einer mechanischen Ultegra ausgestattet ist. Und außerdem sollte es Flaschenhalterösen und Scheibenbremsen haben. Dazu kam die Überlegung welches Rahmenmaterial sollte es sein und kam relativ schnell auf Titan und habe nach etwas passendem gesucht.  Gefunden habe ich es in Form des des J.Guillem Orient.

„Und dann bist du so im Flow, es funktioniert alles und du fährst und es ist cool!“

Startschuss. Racetime. Du bist endlich im Rennen! Ich stelle mir vor, zu Beginn steigt das Adrenalin, alles ist irgendwie neu auf der Straße, obwohl du ja schon lange Rad fährst. Die Begeisterung ist da! Doch wie sah es nach ein paar Tagen aus? Stellt sich da ein gewisser Trott ein?

Ich habe natürlich im Vorfeld des Transcontinental Race gelesen und da schrieb einer, nach drei bis fünf Tagen ist man da  im Flow. Das ist tatsächlich so. Man startet in die Nacht hinein, da ist man zunächst ja im Pulk und irgendwann biegen da und dort welche ab und dann kommt der Moment wo man alleine ist. Der  erste Morgen kommt  auch und man denkt „aha, so ist das also“.  Schon ist auch der zweite Tag vorbei und man sucht sich Abends ein Hotel. Während der ersten beiden Tage, ich hatte da ja auch noch neue Pedalplatten montiert, dachte ich immer, da ist etwas am linken Cleat, ist das wirklich so richtig? Man bekommt Selbstzweifel und Gedanken so nach dem Motto „ich muss da mal was dran schrauben“ und nimmt sich das für Abends vor. Aber wenn du eincheckt, isst du erst einmal was, dann wäscht du Klamotten und lädst die Akkus und schon ist es elf und du schraubst dann auch nicht mehr. Am dritten Tag kamen dann so die Dinger, die doch weh taten wie zum Beispiel wenn du merkst hier und dort scheuert es noch beim fahren und du weisst an welchen Stellen du besser doch noch Gesäßcreme applizierst. Und dann bist du so im Flow, es funktioniert alles und du fährst und es ist cool.

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Torsten’s Rad beim TCR, das J. Guillem Orient!

Nimmst du im Rennen noch deine Umgebung wahr und genießt das pedalieren und die Natur oder bist du mehr auf die Strecke und dein Etappenziel fokussiert?

Du siehst schon alles um dich herum und genießt die Landschaft. Sehr viel geht dir über den Verkehr durch den Kopf mit dem du gerade unterwegs bist. In Rumänien habe ich die ganze Zeit immer nur über die Autofahrer geflucht. Aber du freust dich wenn der Asphalt in Ordnung ist, wenn es gut läuft. Gerade in den Bergen wie den Dolomiten genießt du natürlich auch die Aussicht. Du kannst da wirklich die Strecke und das Fahren genießen.

„Wenn du dich von solchen Dingen vom Rennrad runter bringen lässt, dann brauchst du nie mehr wieder auf den Sattel zu steigen.“

Wie war dein Kontakt zu den anderen Teilnehmern, z.B. an den Checkpoints? Sitzt man da vielleicht Abends zusammen und quatscht in gemütlicher Runde über die bisher zurückgelegte Strecke? Oder ist man dann doch eher Einzelgänger und bleibt für sich?

Das ist ganz unterschiedlich. Das hängt davon ab wie man sich unterwegs trifft, zum Beispiel natürlich auf den Hauptrouten. Da auch mal an der Tankstelle, wenn man dort schon mal ein Rad sieht und selber dort etwas braucht. Man wechselt dann ein, zwei Worte. Oder vor dem Supermarkt. Da mampft und quatscht man durchaus schon mal zusammen. So lange, bis man gegessen und sein Zeug wieder aufgeladen hat.  Auch beim Überholen. Dann fragt man schon mal „ey, wie hast du geschlafen, wie geht’s dir, wie kommst du voran?“. Das sind so kurze Begegnungen unterwegs. Abends sind das eher Zufallsdinger. Kontrollpunkte, klar, da kommt ja jeder hin.

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So schön können Radwege in Ungarn sein!

Wie hast du den Tod von Frank Simons während des Rennens, einem der Teilnehmer, aufgenommen? Und auch der Unfalltod ein halbes Jahr zuvor vom Organisator des Transcontinental Race, Mike Hall, war ja noch zu verarbeiten. In wie weit hat dich das beeinflußt? Es wurde seitens der Organisation ja auch überlegt das Rennen abzubrechen.

Die Organisation hatte das ja gegen 15 Uhr per Mail an die Teilnehmer gesendet. Da war man natürlich erstmal geschockt. Und ich hatte auch sofort an die Rennorganisatorin, Mike’s frühere Partnerin, Anna Haslock, gedacht, wie furchtbar das doch ist. Da verlierst du erst den Partner, rappelst  dich  noch zusammen, startest das Rennen und dann passiert so etwas in einem von dir selbst organisierten Race. Das war ja auch schon der dritte Tote bei einem Ultra-Distanz-Rennen in diesem Jahr (2017, d.R.). Natürlich hast du Empathie für alle Beteiligten. Aber auch der Gedanke, wie geht es jetzt mit dem Rennen weiter? Wird es jetzt abgebrochen? Das ist ja irgendwie auch Mist, man hat sich ja quasi auf dieses eigene Abenteuer des Lebens vorbereitet und das ganze Jahr drauf abgestellt. Aber was machst du denn dann? Für mich persönlich war aber auch relativ schnell klar , ich fahre weiter. Man muss sich auch vor Auge halten, das ich zu dem Zeitpunkt nur wusste, das er in der ersten Nacht in Belgien verunglückt ist. Viele Leute haben gesagt, wie soll es dann erst im „wilden Osten“ sein? Aber das kann ja kein Rennunfall gewesen sein, der mit der Ultra-Distanz zusammen hängt, wo übermüdete Radler im Graben hängen. Nein, das ist ein Verkehrsunfall wie er leider hier im westlichen Europa ständig vorkommt. Und wenn du dich von solchen Dingen vom Rennrad runter bringen lässt, dann brauchst du nie mehr wieder auf den Sattel zu steigen. Von daher war für mich klar, ich mache weiter.

„Aber ich wollte noch die Transfăgărăsan fahren und wusste schon das es jetzt echt knapp wurde.“

Leider hast du ja das Transcontinental Race nicht beenden können. Wann kam da bei dir so der Punkt, wo du gedacht hast, jetzt geht es wirklich nicht weiter?

Ich wollte unbedingt, ich war ja weiterhin im Race-Modus, noch Kontrollpunkt 3 erreichen und war froh als ich das geschafft hatte. Dann war ich dort oben an dem Punkt in der Hohen Tatra und habe so ein bisschen die Zeit bei den anderen Teilnehmern vertrödelt und das Wetter war nicht das allerbeste, es war richtig am schiffen. Aber ich hatte ja noch ein Hotel unten in Poprad gebucht, da musste ich im Regen den Berg runter. Am nächsten Morgen war es immer noch am regnen und irgendwie hatte ich das Gefühl „uff, kein Bock“. Aber trotzdem wollte ich noch die Transfăgărăsan fahren und wusste schon das es jetzt echt knapp wurde und das ich den Kontrollpunkt dort nicht im Zeitlimit schaffen würde. Ab da war mir die Zeit dann relativ egal. Irgendwann war ich dann auch eher im Sightseeing-Modus unterwegs. Dazu kam noch der Unfall mit dem Vorderrad, wo mir die Felge in einem tiefen Schlagloch gebrochen ist, ich das aber noch relativ gut lösen konnte über Nacht. Das hat mich aber trotzdem auch wieder so einen dreiviertel Tag gekostet. Und meine Puffertage waren auch langsam erschöpft. Schlussendlich kam noch Durchfall dazu, der mich zwei weitere Tage kostete. Da wusste ich, das es keinen Sinn mehr macht. So bin ich dann nach Sofia gefahren und bin mit dem Flieger nach Hause.

Wie groß ist deine Enttäuschung gewesen?

Im Vorfeld wollte ich definitiv zur Finisher-Party gelangen, was man sich halt so vornimmt. Aber das hätte ich eigentlich nie erwarten können. Deshalb war ich sehr zufrieden wie mir das eigentlich gelungen ist, weil, du kannst ja auch Anwärter auf den Sieg sein und am zweiten Tag kann dir irgendetwas passieren und du kommst nicht weiter. Auf Grund dessen war es eine Super-Sache. Aber ein bisschen Wehmut, das ich nicht bis Meteora (Griechenland, d.R.), dem Ziel des TCR05, gekommen bin, kann ich schon vermelden. Von daher finde ich es ganz hervorragend, das ich ja jetzt weiß, das das Rennen dieses Jahr als Ziel auch wieder Meteora hat! *lacht*

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Kurzes Biwak mit „Kissen“

Wenn das mal kein Omen ist!  *lacht* Welches der Länder, die du durchquert hast, hat dich am meisten überrascht?

Nachdem ich so mehr oder weniger durch Deutschland, Belgien, Luxemburg und Frankreich durchgehuscht bin und immer so die Grenzen geschrammt habe, kam ich nach Österreich und dachte so „ach, das ist auch schön“. Von Österreich hätte ich übrigens nicht gedacht das es so flach sein kann. Dann kam ich nach Südtirol und südlich von Bozen, wo ich bis dahin auch noch nicht mit dem Rad war. Für mich habe ich dort den weltgeilsten Radweg gefunden, der da durch das Tal zum Monte Grappa führte. Keine Überraschung in dem Sinne, aber wunderschön! Der Weg von Villach nach Bratislava hat mich aber dann wirklich überrascht, der war schön flach. Die Horizonte in Slowenien waren total genial. Negativ überrascht haben mich die rumänischen Autofahrer, die sind echt Hölle! 

Und was war dein absolutes Highlight während des Transcontinental Race?

Das absolute Highlight war der Monte Grappa, oben auf dem Gipfel. Sowohl von der Begegnung mit drei  italienischen Damen, die mich dort fotografierten, als auch die Lichtstimmung und die Wolken. Und auch so die Historie des Monte Grappa, die da mit rein spielt. Das war schon ’ne geile Mischung. Auch das Zusammentreffen und quatschen mit den anderen Teilnehmern und den Volunteers, die nach der Schließung des Kontrollpunkts dort oben gemütlich Kaffee und Bier getrunken haben, war sehr schön.

Zum Schluß: wie ist dein persönliches Resümee des Transcontinental Race und was kommt jetzt?

Ja, nach TCR05 kommt TCR06! *lacht* Ich weiß nicht ob das wieder so eine Geschichte wird, wie bei dem Maratona dles Dolomites, eines der geilsten Alpen-Marathons, die mich in ihren Bann gezogen haben und ich nur empfehlen kann. Den habe ich ja dann direkt fünfmal hintereinander gemacht! Jetzt weiß ich nicht ob ich fünfmal hintereinander das Transcontinental Race machen werde, bzw. ob es mir überhaupt gelingt einen Startplatz zu bekommen. Auf jedenfall ist die Application für den TCR06 schon in der Mache!

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Was für eine Straßenführung in der Transfăgărăsan

Torsten, vielen Dank für das nette Gespräch und alles Gute weiterhin bei deinen kommenden Abenteuern!

Definitiv ist das Transcontinental Race also eine äußerst spannende Geschichte. Sich an seine Grenzen zu bringen, neue Länder,  Landschaften und Menschen kennenzulernen und dabei immer wieder neue Herausforderungen zu meistern. Das in Verbindung mit einem Rad ist eine hervorragende Kombination. Dieses Self-Supported-Rennen zu meistern ist nicht leicht, es gleicht einem großen Adventure, wo das Ziel zunächst in weiter Ferne liegt. Der Ausgang zunächst ungewiss. Die Checkpoints abzuklappern, klingt leicht, die Umsetzung ist schwer. Eine nicht kleine Anzahl an Teilnehmern gibt vor dem Ziel auf. Der Titel „Ultra-Distanz-Rennen“ sagt also schon einiges aus. Doch wer wie Torsten hier einmal Blut geleckt hat, der lässt sich nicht davon abbringen, noch einmal am Transcontinental Race mitzumachen! Jeder, der dort mitmacht, hat die Leidenschaft des Radfahrens und die Sehnsucht nach dem großen Abenteuer im Herzen. Das ist es, denke ich, was dieses Rennen ausmacht. Und wer jetzt Lust bekommen hat, der kann sich mal durch die Links unten klicken. Dort findet ihr den Link zu Torstens tollen Blog und viele weitere Informationen rund um eines der härtesten Rennen der Welt!

ALLE FOTOS MIT FREUNDLICHER GENEHMIGUNG VON TORSTEN FRANK.

tfrank.de – der Blog

Hier geht es zu Startseite des offiziellen Rennens!

Der Wikipedia-Eintrag zum Race!

Offizieller youtube-Channel


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#13.01.2018

Gestern war ich dann tatsächlich noch einmal bei ROSE in Bocholt. Der erste Grund ist, das mein Schwiegervater einen Termin für eine Inspektion hatte und er nicht über einen Heckgepäckträger verfügt um dorthin zu kommen. Also gut, ich fahre, da kann ich ja dann auch noch mal schauen was es so gibt! 😉 Doch nachdem ich am Donnerstag auf dem Heimweg von der Arbeit wieder so merkwürdige Geräusche von der Schaltung gehört habe, die nicht gesund klangen und das Radfahren nervig gestalteten, nahm ich meinen Crosser nach Rücksprache und Problemschilderung am Telefon mit ROSE dann kurzerhand auch mit. Es wurde dann vor Ort getestet und ausgelotet, woher diese Geräusche während der Fahrt kommen könnten und alles noch einmal überprüft. Sogar das Innenlager wurde kurzfristig auseinander genommen und kontrolliert. Außerdem wurde festgestellt, das das Steuerrohr auch ein wenig locker war. Nicht tragisch, aber dafür das ich erst vor rund zwei Wochen bei der Inspektion war… Aber gut. Jetzt hoffe ich das nun alles wirklich optimal eingestellt ist.

Natürlich wollte ich das heute morgen gerne testen. Doch unterhalb meines linken, inneren Knöchels tut es weh. Wirklich weh! Als ob ich mich irgendwo derbe gestossen habe, ich das jetzt aber nicht mehr im Nachhinein nachvollziehen kann wo und wann und ob überhaupt. Leicht geschwollen ist es, aber es gibt keinen blauen Fleck. Das Auftreten tut weh, ich tue also leicht humpeln. Was ein Mist. Da habe ich mir gestern  – pssst, die Frau liest mit 😉 –  noch den WAHOO Cadence Sensor gekauft, um gezielter trainieren zu können, und dann sowas. Sch…!!! Ok, aber nicht mir. Morgen früh will ich unbedingt eine Runde drehen. Zur Not tape ich mir den Klumpfuß…Radfahrer ticken irgendwie anders, oder? 🙂

Am Donnerstag Abend war ich noch in der gut gefüllten Radmosphäre, wo der Teilnehmer des Transcontinental Race 2017, Torsten Frank, über seine Erlebnisse bei dem Ultra-Distanz-Rennen und  fast 4000 Kilometern quer durch Europa in zwei Wochen berichtete. Das war sehr spannend, denn Torsten kann nicht nur Radfahren, sondern dazu auch noch sehr gut fotografieren. Da kann man schon mal ins Träumen geraten und auf dumme Ideen kommen. Zu dem Thema aber in den nächsten Tagen mehr, da könnt ihr mal gespannt sein!  😉

Ansonsten hoffe ich dann wirklich mal auf den morgigen Tag, das der Fuß etwas abschwillt und ich einigermaßen schmerzfrei radeln kann. *GANZFESTDRANGLAUB*

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MOMENTE: Jahresrückblick 2017

Nach Weihnachten und kurz vor Silvester wird es mal wieder Zeit für einen angemessenen Rückblick auf mein Fahrrad-Jahr 2017. Schließlich waren diese 12 Monate nicht ganz unerheblich für mich. Denn direkt zwei neue Fahrräder in einem Jahr zu kaufen ist für Otto-Normalverbraucher ja auch nicht selbstverständlich. Da habe ich diesmal wohl wirklich ein wenig Glück gehabt. Doch von Beginn an. Der Start ins Jahr 2017 war geprägt durch den Kauf meines neuen Trekking-Fahrrads von ROSE, dem Black-Creek-6! Nach wie vor bin ich hochzufrieden und es macht mir jedesmal eine Menge Spaß damit auf Tour zu gehen. Ob das große oder kleine Radtouren sind oder aber nur der Einkauf um die Ecke. Mein persönliches Anforderungsprofil an einem Trekking-Bike wurde perfekt erfüllt.

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Definitiv ein Höhepunkt 2017, die Abholung meines Trekking-Bikes!

Passend dazu, als eines der Highlights, war natürlich dann auch wieder mein alljährlicher Radurlaub. Dieses mal im Saarland und der Region Lothringen. Das Wetter spielte wunderbar mit als es durch die teils ordentlich hügelige Landschaft ging. Ein reizvolles Fleckchen Erde in einer geschichtsträchtigen Region. Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte im Saarland ist zum Beispiel sehr empfehlenswert! Und auch wenn es manchmal anstrengend war, so hat sich doch jede Erklimmung eines Hügels und jeder Höhenmeter gelohnt. Besonders gut hat mir die französische Seite gefallen. Der Charme der urigen Dörfer und die Blicke von den Hügelkuppen bis in die Nordvogesen hinein sind für jeden Radfahrer ein Höhepunkt einer Tour. Dazu kam ich mit netten Leuten ins Gespräch, die mir so einiges über alte Zeiten und deren Geschichte erzählten. Ich glaube, ein Fahrradfahrer wirkt auf die Menschen meist friedlich und freundlich und deshalb fällt es leichter miteinander ins Gespräch zu kommen. Ich empfinde das als äußerst angenehm. Passend dazu spielte das Wetter auch mit. Bis auf einen Tag mit Wolkenbildung gab es nichts an den Temperaturen und der Sonne auszusetzen. So gesehen war mein Radurlaub also ein voller Erfolg! Die Freude steigt schon für 2018! 

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Wer bekommt da keine Lust zu radeln? Mein Radurlaub 2017 in Lothringen war super!

Und wenn wir schon mal hier von Urlaub reden. Mein „richtiger“ Urlaub führte mich diesen Sommer an die Ostküste der USA. Ein unheimlich spannender Flecken Erde mit viel Geschichte. Zumindest haben die Amis es drauf das sehr gut und anschaulich zu erzählen und zu präsentieren. Jedenfalls hatte ich die Chance mit einem Instagram-Follower und Freund New York und Umgebung mit dem Fahrrad unsicher zu machen. Es war ein Traum und ein Heidenspaß. Ich hätte nicht gedacht das es so eine Riesengaudi ist durch die Straßen dieses Großstadtdschungels zu biken. Teilweise seperat geführte und getrennte Radwege lassen einen Manhattan hervorragend umrunden. Auch wenn es Monate später dort an einer Stelle einen Terroranschlag mit einem Lieferwagen gab, der es doch auf diese Bikeline geschafft hat und es Tote und Verletzte gab. Das ist zwar ein komisches Gefühl wenn man voller Freude am Radfahren auch selber an dieser Stelle vorbeigekommen ist. Aber man darf sich davon nicht entmutigen lassen. Also FUCK OFF IHR PENNER! So, das mal kurz am Rande. Weiter im Text.

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New York auf dem Rücken eines Bikes zu erkunden ist großartig!

Man gewinnt wunderschöne Eindrücke der Stadt wenn man diese Bikelane benutzt. Viele davon würde man ohne Rad einfach verpassen. Der Tag war voller Adrenalin. Nicht aus Angst, sondern aus purer Freude. Grüße an dieser Stelle auch an meinen kundigen „Fahrrad-Führer“, der mir Ecken gezeigt hat, an denen normalerweise Touristen eher selten anzutreffen sind. Es war super. Genauso wie das Bike, welches ich mir ausleihen konnte. Ein kleines Video zu meiner New York-Tour könnt ihr euch hier anschauen.  

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It’s Brooklyn, baby!

Und was in New York an Fahrradinfrastruktur anscheinend zügiger umgesetzt wird und wo wirklich mal Geld in die Hand genommen wird, das funktioniert zu Hause im Ruhrpott wohl weniger. Das ist ein  immer wiederkehrendes Thema auf meinem Blog. Der Ausbau des Vorzeige-Projekts Radschnellweg Ruhr RS1, gerade in Essen, liegt mir sehr am Herzen. Doch wie schon so oft geschrieben sind die Stadtoberen nicht ansatzweise in der Lage irgendetwas von ihren hochtrabenden Zielen umzusetzen. Im Jahr der „Grünen Hauptstadt“ mit dem RS1 zu werben ist anmassend. Es existiert momentan nicht ein Meter Radschnellweg auf Essener Gebiet. Nur die ehemalige Bahntrasse der Rheinischen Bahn, auf der ein Radweg verläuft. Das führt natürlich unweigerlich zum Verdruss. Der Weiterbau auch durch das Eltingviertel ist Zündstoff für viele Diskussionen. Und erst vor kurzem wurde klar, das sich wegen den Verantwortlichen der Stadt beim Weiterbau gen Osten für – vorsichtig geschätzt – mindestens die nächsten fünf Jahre gar nichst bewegt! Für eine Stadt, die sich einst auf die Fahnen geschrieben hat den Rad-Verkehrsanteil auf 25% (!!!) zu schrauben, ist das ein absoluter  Offenbarungseid und Armutszeugnis. Das sehen sehr, sehr viele Bürger mittlerweile so. Selbst öffentliche Diskussionsrunden führen bereits dazu, das immer mehr Bürger die Glaubwürdigkeit der Verantwortlichen in Frage stellen. Es bleibt also auch für mindestens 2018 ein gesichertes Thema auf meinem Blog. So viel ist klar!

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Das Ende der Rheinischen Bahntrasse und nicht des RS1 (!) am neuen Uni-Viertels in Essen. Hinten ist das Eltingviertel zu sehen sowie der Stillstand für viele weitere Jahre!

Wunderbar fand ich das direkt am „Radschnellweg“ am Niederfeldsee in Essen-Altendorf das Rad-Café RADMOSPHÄRE aufgemacht hat. Eingerichtet mit viel Gedöns rund um’s Fahrrad hat es seinen ganz eigenen Charme. Allerlei kleine Leckereien und Getränke kann sich der hungrige und durstige Radfahrer dort einverleiben. Die Torten sind erstklassig, das kann ich euch sagen! Von dem Eis im Sommer ganz zu schweigen. Ist ja nicht so das ich jeden Tag da bin, aber wenn das Café schon mal auf dem Nachhause-Weg liegt…Jeder der also mal den RS1…äh…Radweg Rheinische Bahn befährt sollte mal beim Holger vorbeischauen. Holger? Der von der weithinbekannten, kultigen Erzbahnbude? Ja, genau der! Ihm gehört nämlich auch die RADMOSPHÄRE.

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Volles Haus…äh…RADMOSPHÄRE, am Tag der Eröffnung!

Interessant als Blogger waren für mich auch dieses Jahr wieder die Fahrradmessen. Die „heimische“ Fahrradmesse in Essen fiel allerdings aus privaten Gründen für mich aus. Doch da gab es noch eine neue, und ich muss im Nachgang sagen exzellente Radmesse in Düsseldorf. Ich spreche von der „Cyclingworld Düsseldorf“. Eine Messe rund um’s Fahrrad und feinster Radkultur. Keine herkömmliche Messe, sondern eine, bei der Radliebhaber, aber auch die Aussteller voll auf ihre Kosten kamen und ein andersartiger, intensiverer Austausch miteinander stattfand. Das alles im alten Areal Böhler in Düsseldorf. Einer alten Industriekulisse, die seinesgleichen sucht. Bei bestem Wetter konnte man Kunst und Kultur rund um’s Rad entdecken, aber auch im Außenbereich tolle Bikes probefahren! Das alles wurde durchweg positiv vom Besucherpublikum aufgenommen. Deshalb freue ich mich auch schon auf die zweite Cyclingworld, die am 7. und 8. April 2018 ihre Tore öffnet! Und so weit ich bisher mitbekommen habe, kommen noch mehr hochgradige Aussteller und der Messebereich wird sogar vergrößert! Da habe ich also schon mal voll Bock drauf!

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Auf der Cyclingworld kann man Fahrräder noch wirklich bestaunen!

Ganz anders ist naturgemäß die EUROBIKE, die Leitmesse der Fahrradindustrie. Hier werden die kommenden Trends für die nächste Saison gezeigt und die Händler geben ihre Order ab. In Zusammenarbeit mit der Messe Friedrichshafen und dem pressedienst-fahrrad (pd-f) wurde der „The Wrider’s Club“ aus der Taufe gehoben. Er soll Blogger besser mit der Industrie vernetzen. Der The Wrider’s Club hatte somit auch eine eigenständige Blogger-Lounch direkt vor Ort in den Messehallen. Und auch ich bin mit einem Ehrenkodex in den Wrider’s Club aufgenommen worden und war deshalb auch in Friedrichshafen. Der erste Besuch dieser riesigen Messe kann einen schon erschlagen. Man weiß gar nicht nicht wo man zu erst vorbeischauen soll. Dazu trifft man noch sehr nette Gleichgesinnte und Blogger. Mir hat dieses familiäre Feeling gut gefallen, die Organisation war super. Spannend waren teilweise auch die Führungen zu verschiedenen Messe-Ständen. Manche Hersteller waren ernsthaft an Gesprächen interessiert, manche jedoch nicht so sehr. Trends konnte man leicht aufspüren, so schwierig war das nicht. Da sind zum einen die E-Bikes, die die Fahne hochhalten, und jeder Hersteller davon irgendwie etwas im Programm hat. Aber da sind zum anderen auch zahlreiche Gravelbikes zu sehen gewesen, die eine große Sehnsucht nach Freiheit versprühen und groß im Kommen sind 😉

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Juliane Schuhmacher bloggt auf ihren sehr lesenswerten Seite www.radelmaedchen.de

Und hier mit Martin Moschek von www.biketour-global.de, einer meiner Lieblingsblogs um Fernweh zu bekommen 😉

Eine Unmenge an Prospekt-Material bei den Ausstellern hätte ich auch mitnehmen können. Da habe ich mich aber auf das Wichtigste beschränken müssen. Sonst wären meine Arme verdammt lang geworden. Der letzte Messetag war dann zugleich auch Publikumstag. Der kommt bei den Herstellern leider nicht so gut an, weil es ihnen hier halt fast nur um die Geschäfte geht. So mancher Hersteller war sogar erst gar nicht vor Ort oder veranstaltete lieber eigene Hausmessen. Die EUROBIKE hat es momentan wohl nicht ganz so leicht, trotzdem ist sie nach wie vor äußerst bedeutend für die Fahrradindustrie. Nächstes Jahr wird der Publikumstag – leider – ersatzlos gestrichen und die Messe findet schon im Juli statt. Ich werde  gucken, das ich wieder vor Ort sein kann. Mal schauen ob das zeitlich auch passt.

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Auf der EUROBIKE stellte auch Riese & Mülller viel beachtete Räder aus, wie hier die trendigen Cargo-Bikes!

Auf der EUROBIKE traf ich auch wieder die Jungs von COBI, mit denen mich schon eine längere Freundschaft verbindet. Im Sommer hatte ich zuvor die Gelegenheit ihr Headquarter in Frankfurt zu besuchen um ein großes Interview zu führen. Das war hinterher so groß, das ich zwei Teile daraus machen musste 🙂 Hier Teil 1 und hier Teil 2. Der Einblick, auch mal was so hinter den Kulissen passiert, war enorm und zugleich sehr informativ. Es wurde ein nettes Gespräch mit Feierabend-Bierchen. Carsten Lindstedt und Heiko Schweickhardt nahmen sich wohl mehr Zeit als ursprünglich gedacht. Was mir bei dem ganzen Interview aufgefallen ist, wie sie voller Euphorie über ihr Produkt geredet haben. Das macht man nur wenn man auch an seine Sache glaubt. Mittlerweile hat BOSCH e-bike Systems das Start-Up aufgekauft. Es bleibt für mich weiter spannend was mit COBI nun passiert. Und auch 2018 gibt es viele, viele weitere Kilometer mit meinem E-Bike und COBI oben drauf.

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Im Sommer war ich zu Besuch bei COBI in Frankfurt.

Aktiv war ich 2017 auch wieder beim Stadtradeln in der Metropole Ruhr. Der Erfolg von 2016 mit meinem Team war auf Grund wiedriger Umstände leider nicht zu wiederholen. Trotzdem, und das ist ja das Wichtigste dabei, habe ich es geschafft ein paar Leute auf’s Rad zu bekommen und das Auto stehen zu lassen. Highlight der Aktion hier in Essen war zum Abschluss das sogenannte Nachtradeln. Einige hundert Radfahrer kamen noch einmal Abends zusammen um gemeinsam einige Kilometer zu sammeln. Endpunkt war der Revierpark Nienhausen. Eine nette Sache, ohne großes Tam-Tam.

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Rolf Fliß von den Grünen (mit Flüstertüte) hatte eine Menge bei der Baustellen-Tour zu erzählen. Hier am Krupp-Park.

Der ADFC Essen organisierte dieses Jahr auch wieder die beliebte „Baustellen-Radtour“, die halt vorbei an diversen Baustellen in der Stadt führte. Dort wurde dann immer kurz angehalten und durch sachkundige Erklärungen einiges zu den Projekten erzählt. Da bekommt man teilweise interessante Hintegrundinformationen, die man so eventuell nicht in der Zeitung lesen kann. Ratsherr Rolf Fliß war da ein guter Erzähler! Fand ich prima.

Lustig war auch der Raderlebnistag in Essen. Im Stadtgebiet galt es diverse Streckenposten abzuklappern und seine Teilnehmerkarte abstempeln zu lassen. Halt sowas wie eine Schnitzeljagd. Unter uns Freunden hatten wir viel Spaß bei dieser Aktion. Andere Teilnehmer mit Sicherheit auch. Pünktlich zum Eintreffen wieder zu Hause goss es dann schauerartig wie aus Kübeln. Also waren wir anscheinend schnell genug und haben alles richtig gemacht 😉

Außerdem gab es noch die Aktion „Sternfahrt.Ruhr“, bei der sich rund 600 Radler aus dem Pott vor der Gruga trafen um gemeinsam über Essener Straßen zu radeln. Der Innenstadtring vor dem Einkaufszentrum Limbecker Platz wurde zudem für den Autoverkehr abgesperrt. Das ganze war integriert in einer Veranstaltung der Stadt Essen im Rahmen der…ähm…„Grünen Hauptstadt 2017″ mit buntem Rahmenprogramm. Das war zwar cool mal so frei über die Hauptstrassen zu cruisen, aber das Programm ansich kam wohl beim Publikum nicht so gut an. Im Grunde eine weitere Veranstaltung der Grünen Hauptstadt, von der nichts bei den Bürgern hängen geblieben ist. Nachhaltigkeit sieht halt anders aus. Na ja. Wie gesagt, das Radfahren war schon cool.

Sternfahrt NRW 2017, ADFC, bikingtom

Autos hatten an diesem Tag nicht viel zu melden…

Zu guter letzt an dieser Stelle gab es da schon im Frühjahr noch die ADFC Sternfahrt NRW, die in Düsseldorf endete. Unterwegs von Essen aus traf man sich mit den verschiedenen Gruppen aus anderen Städten an diversen Treffpunkten um gemeinsam in die Landeshauptstadt zu fahren. Dort kamen über 4000 Radler am Rheinufer zusammen und es ging gemeinsam über Brücken und Straßen der Stadt. Ein eindrucksvolles Bild, wenn man kilometerweit nur Radfahrer sieht! Das Gefühl über die berühmte Einkaufsstraße Kö zu radeln und bei den Bonzen-Karren geht gar nichts mehr ist schon nicht schlecht. Nein, ich möchte nicht überheblich werden gegenüber Autofahrern. Aber einmal so ein Tag in der Stadt können sie trotzdem mal vertragen. Auch wenn viele Unverständnis zeigten. Trotzdem, die Straßen gehörten an diesem Tag uns! Und am Ende eben diesen jenen kamen rund 100 Kilometer auf meinem Kilometerzähler hinzu. Schließlich ging es ja auch wieder per Rad zurück nach Essen 😉 Übrigens gab es meinerseits keinen Artikel hier direkt auf der Website, sondern ausschließlich bei facebook.

Sternfahrt NRW 2017, ADFC, bikingtom

…denn die Straßen in Düsseldorf gehörten an dem Tag der Sternfahrt NRW den Radfahrern.

Ach, und wenn wir schon noch mal zum Kilometerzähler kommen, so muss ich sagen, das dieses Jahr mein bisher erfolgreichstes Jahr war. Wenn ihr diesen Artikel lest, dann stehe ich wohl knapp kurz vor der 7500 Kilometer-Marke! Zumindest macht es mich schon etwas stolz, das ich es geschafft habe – jetzt kommt die Statistik – so gut wie jeden Monat diesen Jahres mehr Kilometer gefressen zu haben als im vergleichbaren Monat im Jahr 2016! Ich denke, es kann schwierig werden das in meinem Fall  2018 zu toppen. Aber man soll ja nie nie sagen 😉

Schließlich können gut geplante Radtouren hervorragend zum Kilometer sammeln beitragen. Dieses Jahr waren es wieder wunderbare Touren, die in Erinnerung geblieben sind. Wie oben schon erwähnt waren dies die Touren im Saarland und Lothringen, aber auch zum Beispiel die Fahrradtour zu den Geister-Dörfern bei Garzweiler. Die fand ich äußerst abwechslungsreich! Oder die Verdener Fahrrad-Runde in Niedersachsen. Die Reiterstadt Verden ist für Pferdesportfans weit bekannt, aber auch Radfahren macht dort irre viel Spaß! Selbst mit der Familie auf Entdeckungs-Tour war trotz weniger Kilometer eine richtig schöne Radtour, bei der alle Familienmitglieder auf ihre Kosten kamen. Super! Genau wie meine Spät-Herbstliche Emsland-Runde Anfang November. Sie hatte trotz manchmal schattigen Wetters ihren ganz eigenen Charme und blieb mir ebenfalls im Gedächtnis haften. Ebenso wie viele andere die ich hier gar nicht aufführen kann. Allesamt rundherum gelungen. Ein in der Hinsicht ebenfalls erfolgreiches 2017!

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Radeln – am liebsten bis hinter dem Horizont.

Zum Jahresende hin kam es dann sogar tatsächlich noch zu einem weiteren Rad-Kauf. Wie ich ja damals schon geschrieben hatte, hat mich das Thema Gravel/Cross-Bike fest in seinen Bann gezogen. Und nach viel Lektüre und Meinungen einholen habe ich mich schlußendlich für ein weiteres Rad von ROSE entschieden. Ein langer Prozess war das schon und am Anfang hätte ich nicht geglaubt das das dieses Jahr noch zu realisieren wäre für mich. Um so größer war die Freude als dann doch alles unter Dach und Fach war. Jetzt, nach einigen Wochen und ein paar hundert Kilometern, liebe ich dieses Bike wirklich sehr. Der Rausch der Geschwindigkeit, das sehr sportlich agile Verhalten, ob Asphalt oder Schotter, macht einfach sehr viel Spaß. Und das sportliche Verhalten lässt mich mittlerweile von ein paar interessanten Projekten für 2018 träumen. Noch nicht spruchreif, aber wenn, dann werdet ihr das ja erfahren 😉

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Schnell und gewappnet für’s Gelände. Radler-Herz, was willst du mehr? 😉

Kommen wir nun zum Schluss. Ich denke also, das war ein überaus gelungenes Radler-Jahr für mich. Ich habe viel dazugelernt, viele neue Menschen kennengelernt und Kontakte geknüpft. Alles Menschen, die ebenso eine Leidenschaft für das Radfahren übrig haben wie ich. Es hat mich wirklich sehr gefreut und alle, die sich angesprochen fühlen, fühlt euch mal gedrückt. So. Zum anderen wird es hoffentlich schon bald eine kleine design-technische Änderung meiner Website geben. Die ersten Vorboten habt ihr vielleicht ja schon bemerkt wie zum Beispiel mein Logo, welches ich schon in verschiedenen sozialen Medien eingepflegt habe oder aber auch hier als Copyright in meinen Fotos. Auch wenn es relativ simpel aussieht, der Design-Prozess hat sich über einige Monate hingestreckt bis ich das OK gegeben habe „Yo, das ist es!“. Deshalb also noch mal vielen Dank an Nina, die wahrscheinlich das ein oder andere mal den Kopf geschüttelt hat! 🙂 You know who you are!  😉 Dank geht auch rüber an Victor, der hinter den Kulissen rumbastelt und euch vielleicht schon bald in Erstaunen versetzt. You’re my man! 😉 Und allen Followern, stillen Mitlesern und sonstigen Radfahr-Freunden: Danke für eure Treue! Ich wünsche euch ein erfolgreiches, frohes und vor allem gesundes, neues Jahr 2018! Wir lesen uns 😉

Euer bikingtom

 

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INFO: Die Fahrradbücher des Jahres 2017

Hier kommt noch ein kleiner Tipp für feinste Rad-Lektüre. Wir Blogger des The Wrider‘s Club haben in den letzten Wochen die besten Fahrradbücher für 2017 nominiert und rund 100 Blogger haben dann am Ende abgestimmt und gewählt. Dank solch geballter fachlicher Kompetenz sollte dabei doch was tolles herauskommen, denke ich. Und so ist es auch! 😉 Deshalb möchte ich euch an dieser Stelle einmal das Ergebnis unserer Wahl vorstellen. Vielleicht ist ja etwas für euch dabei und ihr könnt damit die kalte Jahreszeit zumindest ein bisschen überbrücken. Also los und viel Spaß beim Lesen.

 

Kategorie „Service, Technik & Sport“
How to survive als Radfahrer – Wie man auf dem Fahrrad in der Stadt überlebt“
Juliane Schuhmacher, Schwarzkopf, 2017, ISBN 978-3-86265-640-0, 9,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kategorie „Roman & Biografie“
Im Sommer wieder Fahrrad
Lea Streisand, Ullstein, 11`16, ISBN 978-3-550-08130-9, 20,00 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kategorie: „Radkultur & Bildband“
Die Radfahrer Cartoons – Eine illustrierte Anleitung für das Leben auf zwei schmalen Reifen“
Dave Walker, Covadonga, 2017, ISBN 978-3-95726-026-0, 12,80 Euro

 

 

 

 

 

 

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Kategorie: „Reise & Route“
Rad und Raus – Alles für Microadventure und Bikepacking“
Gunnar Fehlau, Delius Klasing, 2017, ISBN 978-3-667-10929-3, 16,90 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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TEST: Das ROSE PRO CROSS 105 – nur fliegen ist schöner

Wie versprochen stelle ich hier in Kurzform einmal mein neues Crossbike von ROSE vor. Nachdem endlich die langersehnte Nachricht kam ich könne mein „Traumbike“ abholen fuhr ich flugs am selben Tag nach Bocholt um es in Empfang zu nehmen. Schließlich wollte ich keine Zeit verlieren 😉 Als ich um die Ecke kam stand das Bike schon in voller Pracht im Scheinwerferlicht. Es sah umwerfend aus! Viel besser noch als auf den Fotos. Gerade der breite WCS Evomax-Lenker mit 44cm von Ritchey verpasste dem Bike einen forsch-agressiven Look. Die Schwalbe G-One EVO-Reifen mit der Größe 700x38C wirken ebenso bullig. Das Gefühl, das man mit diesem Crossbike wirklich alle Hindernisse auf den Wegen überwinden könnte, war sofort da.

Die Übergabe war wieder einmal sehr nett und freundlich, den Namen bikingtom kannte man anscheinend schon, wie sich herausstellte. Sehr schön. Kompetent wurde einmal mehr erklärt, worauf zu achten ist. Fotos durfte ich natürlich auch in der ROSE BIKETOWN machen. Wie immer – so muss ich es ja schon mittlerweile sagen – war der Radkauf bei ROSE ein Erlebnis.

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Abholung in der ROSE BIKETOWN in Bocholt.   Foto: bikingtom

Ich war also nun bereit für die erste Runden. Voller Freude und gespannt ob das Bike sich auch so fahren lässt wie ich mir das erhofft habe. In der Tat, ich bin äußerst überrascht wie gut sich das Rad bewegen lässt! Eine sportliche, leicht gestreckte Sitzposition lässt im Zusammenspiel mit einer sehr stimmigen Übersetzung der Gänge das Bike schnell auf Tempo kommen. Die Gangabstufungen sind gut gewählt (50/34 und 11-34), dabei aber weder zu fein noch zu grob. Vor Anstiegen brauche ich mir keine Sorgen machen. Gefällt mir also sehr gut. Genauso wie die Stabilität während Tempofahrten. Es bleibt jederzeit spurtreu, dabei absolut wendig und agil. Und, das war für mich sehr bemerkenswert, die „Federung“ in Form der flexenden Sattelstütze 2B, 350 mm WTD, ebenfalls von Ritchey, ist äußerst komfortabel. Ich hätte nicht damit gerechnet, das Schläge so gut gedämpft werden. Sicherlich hat sie ihre Grenzen, doch  mein Rücken scheint es bisher zu danken.

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Mein bester TERRY-Sattel, den ich je hatte und dazu eine leicht flexende Sattelstütze. So geht angenehmes Fahrgefühl.

Der neue Fly Exera Men Sport Comfort-Sattel von Terry trägt aber auch einen wesentlichen Beitrag für ein sehr angenehmes Fahrgefühl bei! Ich habe schon diverse Sattel von Terry auf meinen anderen Rädern und bin mit allen sehr zufrieden. Doch ohne mich zu weit aus dem Fenster zu legen: der Exera ist der beste. Das kann ich guten Gewissens sagen, obwohl ich in der kurzen Zeit „erst“ 200 Kilometer gefahren bin. Anscheinend brauche ich kein Einfahren, er passt perfekt. Da drückt nicht ansatzweise etwas. Im Grunde bemerke ich ihn gar nicht. Ich denke, auch auf richtig langen Touren kann er dieses Potenzial sogar noch mehr ausspielen.

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Perfekte Gangabstufungen, kleines Manko noch an der Hinterradbremse.

Die SHIMANO ST-RS505 / BR-RS505 mit jeweils einer 160 mm Bremsscheibe vorne und hinten ist an für sich sehr bissig und packt gut zu. Der Kraftaufwand in den Fingern scheint mir, jedenfalls noch momentan, ein klein wenig zu hoch. Das gibt sich vielleicht noch etwas mit der Zeit, aber ist jetzt noch spürbar kraftaufwendiger als gedacht. Einziges wirkliches Manko ist bisher die Hinterradbremse. Sie scheint nämlich an irgendeinem Punkt, der nur schwer auszumachen ist, für einen Bruchteil eines Momentes zu schleifen. Trotz eines kurzen, eher zufälligen weiteren Besuches bei ROSE ein paar Tage später, bei dem das kontrolliert und neu eingestellt wurde, ist dieser kurze, hohe Ton immer mal wieder da. Da muss noch nachgebessert werden. Denn das kann mit der Zeit anfangen zu nerven.

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Rahmen wie aus einem Guß…

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…und innen verlegte Züge. Das wirkt aufgeräumt und harmonisch.

Obwohl das PRO CROSS im Grunde sämtliche sportlichen Gene besitzt, hat man bei Bedarf doch die Möglichkeit für diverse Anbauten. Nicht das man sie unbedingt braucht, wenn man sich dieses Bike kauft. Doch sie sind da. Kann man ja mal im Hinterkopf behalten. Wer weiß wozu das mal gut ist. 🙂

Auch die ganze Verarbeitung des Crossbike wirkt hochwertig. Der Rahmen sieht sehr schön aus, wie aus einem Guß. Das Oberrohr, leicht eckig gehalten, wie es mittlerweile oft in dem Segment  anzutreffen ist, wird zum Sattelrohr hin schmaler. Genauso das Unterrohr, welches zum Sattelrohr nach unten geht, wird dezent schlanker. Der Rahmen wirkt dadurch stabil, aber sehr sportlich. Die Carbongabel passt sich optisch gut ins Bild. Wunderbar finde ich die schön nach innen verlegten Züge. So wirkt das ganze Bike sehr aufgeräumt, designtechnisch gelungen und effektiv beim fahren.

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Hier zu erkennen die Spacer sowie der positiv gedrehte Vorbau.

Die Flexibilität ist es die mir bei diesem Bike so gut gefällt. Da ich mir zwei Spacer mit insgesamt 25 mm und den Vorbau positiv hab verbauen lassen, habe ich eine für mich hervorragende Position auf dem Crosser gefunden. So lässt es mich entspannt radeln, wenn ich will. Oder aber mächtig Gas geben, wenn es um eine ordentliche sportliche Runde geht. Anstiege werden flott bezwungen, Abfahrten und Ebenen werden quasi durchpflügt. Der Untergrund scheint dabei keine Rolle zu spielen. Ob Asphalt, Schotter oder Feldwege, das Rad ist genau dafür ausgelegt. Ein bisschen Traktion fehlt mir aber am Hinterrad, da rutschte der Schwalbe G-One Evo bei engerer Kurvenfahrt und bei Nässe etwas. Jedoch ohne das Gefühl zu haben die Situation nicht mehr beherrschen zu können. Es kann aber auch vielleicht noch etwas, und das ist gar nicht so unwahrscheinlich, mit meinem noch ausbaufähigen Fahrstil zu tun haben. Manch einer geht aber auch dahin, am Hinterrad einen groberen Reifen einzusetzen. Für noch mehr Traktion. Ich warte jedenfalls erst einmal ab. Sollte man jetzt nicht zu hoch bewerten.

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Die Kurbel stammt aus der SHIMANO 105er-Gruppe, Schaltwerk aus der ULTEGRA-Gruppe.

Ja, und sonst? Ich bin bisher sehr zufrieden. Das muss ich klar sagen und ich denke, das kann man in meinem Artikel auch gut lesen. Das Manko mit der Bremse sollte noch zügig behoben, dann ist alles absolut perfekt für mich. Das PRO CROSS ist ein feines Sportgerät, auf dem ich mich wohl fühle und mit dem ich wohl noch eine Menge Spaß haben werde.  😉

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INFO: „Verdammt nochmal…!!!“

…so kann man die Gemütslage der Bürger in der Stadt auch schildern. Denn am Donnerstag war eine Info-Veranstaltung mit sogenannter „Bürgerbeteiligung“ der Stadt Essen zum Thema Radschnellweg Ruhr RS1 und der Bebauung des  Elting-Viertels/ Viehofer Platz. Die WAZ sprach in ihrem Bericht von 120 Teilnehmern bei dieser Diskussionsrunde, darunter viele Radaktivisten. Auch Straßen NRW sowie Vertreter des Stadtplanungsamtes standen – Achtung: Ironie – Rede und Antwort!  Das Interesse der Bürger war recht groß, das der Vertreter der Verantwortlichen gefühlt eher mäßig. Während nämlich die Bürger wichtige Fragen stellten wie z.B. zum derzeitigen Stand der Dinge, nach einem Zeitplan der Bebauung, den möglichen klimatischen Veränderungen im Viertel mit der so wichtigen Freiluftschneise sowie  der Trassenführung des RS1 äußerten sich die Vertreter eher wage bis manchmal gar nicht auf die spezifisch gestellten Fragen. Erst auf erhebliche Nachfrage der Bürger wurde dann darauf eingegangen. Auch die drei Varianten der Bebauung lösten wieder einmal heftige Kritik aus. Die erste Variante, mit der die Bürger  am ehesten leben könnten, mit etwas luftigerer Bebauung und Radschnellweg-Führung auf reduziert abgetragenem Bahndamm, wurde gefühlsmäßig in der Diskussion eher klein gehalten. Am liebsten wäre er wohl in irgendeiner Schublade oder der Ablage „P“ verschwunden.

Der Bahndamm, dieses historische Kleinod, auf dem der Radschnellweg RS1 durch das Viertel laut Machbarkeitsstudie des RVR verlaufen sollte, scheint in den Köpfen der Stadt schon abgetragen. Der Vorschlag, die Trasse mit einem Abzweig genau auf die Innenstadt zugehend zu versehen wurde im Grunde sofort vom Tisch gewischt. Die Chance, Radfahrer und somit auch Pendler und Touristen, die mal eben auch spontan eine Erledigung oder Einkauf machen möchten, so in die Innenstadt zu lotsen, wird fahrlässig vertan. Auch der Hinweis aus dem Publikum, das man oberhalb vom Bahndamm eine wunderbare Sicht auf die Stadt hätte und man damit etwas ganz besonderes erschaffen könnte, wurde nur müde belächelt. Man möchte das Viertel zur Stadt hin öffnen und da wäre der Bahndamm einfach im Weg. Im Weg ist eher die Schützenbahn als Riegel vor der Innenstadt. Alle paar Tage sind dort neue Markierungen auf dem Asphalt zu sehen wo wieder ein weiterer Unfall geschehen ist. Wann begreifen die Verantwortlichen endlich, das nicht der Bahndamm, sondern die breite Raserpiste die Stadt abriegelt? Dazu noch die Betonbauten in Variante 3, die für die meisten eine Außenwirkung als Barriere haben!

Radschnellweg Ruhr RS1 Weiterbauen

Favorisiert wird also tatsächlich die utopische Variante 3, auf die der Radschnellweg über Dächer und durch Häuser führen soll. Prestigeträchtig, ja. Sinnvoll, definitiv nein. Die Bürger äußerten Kritik, das dort unter den Häusern, in der „Löchern“,  sich neue Angst-Räume bilden könnten. Da ein Investor praktisch auch für die Pflege, Instandhaltung, Sauberkeit, Winterdienst etc. zuständig wäre, kam die Frage auf, welcher Investor so etwas machen würde? Gespräche gab es – so die Aussage – wohl bereits mit einigen „sehr“ interessierten Wohnungsunternehmen. Die Rechtslage bleibt aber weiterhin unklar so schien es. Wie so vieles anderes. Schwammige Aussagen auch bei der Weiterführung der Trasse am Gelände der EVONIK vorbei. Dort muss noch einiges geprüft werden bis man dort die Voraussetzungen geschaffen habe um dort den Radschnellweg entlang zu führen. Da frage ich mich: das ist doch nichts neues? Was wurde denn in den letzten Monaten gemacht? Ja, es ist teilweise kompliziert, auch in Zusammenhang bei der Rechtslage mit der Bahn, die für die Gleise verantwortlich ist bei EVONIK. Doch mir scheint hier eine frische, aufbruchmäßige Zupackermentalität zu fehlen. Dies und jenes muss noch geprüft werden, das kann dauern. Auf die Frage, wie lange Straßen NRW für den Bau des Radschnellwegs durch das Eltingviertel brauchen würde, kam zur Antwort: wenn alles geklärt wäre und man heute anfangen würde zu bauen, bräuchten sie 3 Jahre! Und da Straßen NRW nicht anfängt zu bauen, ehe alles geklärt ist, auch bei der Trassenführung bei EVONIK entlang, kann man davon ausgehen, das die nächsten 5 Jahre rein gar nichts passiert. Weder ein Provisorium eines Radwegs, die so wichtige Brücke über die Gladbecker Straße, noch irgendetwas zur anderen Seite hin in Richtung EVONIK.

Für mich scheint klar, die Stadt wartet auf den Investor, der die prestigeträchtige Variante 3 bauen wird. Sie wird kommen, da bin ich mir ziemlich sicher. Ob es eine „Deadline“ für diesen Tag der Zusage eines Investors gibt? Ich denke, die Stadt wird sehr großzügig damit umgehen. Die Veranstaltung trug jedenfalls nicht dazu bei, die Politikverdrossenheit bei den Bürgern abzubauen und Vertrauen zu gewinnen. Im Gegenteil. Es schien eher so das diese Veranstaltung widerwillig gemacht werden musste. Ein Versuch um die Menschen zu beschwichtigen. Mehr nicht. Ein Bürger sprach dabei aus was viele dachten: „Warum sollen wir ihnen glauben?“

Hier ein paar Links zu früheren Artikeln von mir zu dem Thema:

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MOMENTE: Meine kleine Liste an Fahrrad-Gadgets

Das neue Crossbike ist immer noch nicht da, aber – typisch Mann – Kreisen die Gedanken schon um mögliche Gadgets die man ja noch so verbauen könnte. Man(n) muss schon etwas verrückt sein. Aber was soll ich machen? Ich kann mich wenigstens ja mal nur ein wenig umschauen. Nur ein bisschen. Nur ein gaaannz kleeeinnnn bisschen, okay? Mehr nicht.

Jaaaa, super! Dann fangen wir doch einfach mal an. So ein Crossbike ist bekanntlich ja ziemlich auf das Wesentliche reduziert. Dazu muss man natürlich wissen, was man mit dem Bike alles machen möchte. Beim Crosser liegt es halt nahe das der sportliche Aspekt im Vordergrund steht. Somit möchte man ja auch nur den allerwichtigsten Kram mit sich herumschleppen. Vielleicht auch mal so ein bisschen Bikepacking. Also wohin damit?

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Schicke Lenkertasche „Tech-Bag“ von RESTRAP.                          Foto: RESTRAP

Auf der Eurobike war ich schon am kleinen Stand von RESTRAP aus England. Die verschiedenen Taschen waren bestens geeignet für große und kleine Adventures. Besonders angetan hatte es mir die kleine Tech-Lenkertasche für ca. 35 EUR. Sieht äußerst schick aus in schwarz mit den minimalen orangefarbigen Applikationen. Ausreichend groß für die Aufbewahrung von Smartphone, Ernergie-Riegel und etwas Kleingeld. Na, und wie es so ist, bietet die kleine englische Firma aus West Yorkshire passend dazu u.a. noch Rahmentaschen an. Das alles noch für einen fairen Preis. Die würden sich garantiert gut am neuen Bike machen. Habe ich also notiert!

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Wer die Wahl hat…               Foto: RESTRAP

Doch es gibt da noch einen anderen Hersteller, dessen Taschen ich sehr gelungen finde. Da wären mir nämlich noch so beim rumgooglen die diversen Rahmentaschen von BIRZMAN aufgefallen. In mattgrün gehalten, mit schwarzen Klettverschlüssen und dazu orangefarbene Riemen. Wie ich finde, sehr ansprechend. Der kleine Nachteil: die Taschen sind nur wasserabweisend. Dafür ebenfalls sehr günstig mit Preisen zwischen ca. 28 EUR und 63 EUR! Das sollte ich wohl mal im Auge behalten.

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Ein absoluter Hingucker, oder?                Foto: BIRZMAN

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Und auch hier gibt es verschiedene Modelle für’s Bikepacking!       Foto: BIZRMAN

 

Und schon geht es weiter mit den nächsten – möglichen – Gadgets. Und zwar bin ich ganz vernarrt in einen bestimmten Radcomputer. Was habe ich gesucht. Wie ein Verrückter. Ein paar Kriterien musste er schon haben. GPS war definitiv dabei. Wenn möglich auch das russische Pendant GLONASS zur noch besseren Standortbestimmung. Die Routen-Aufzeichnung sollte, mit Verbindung zu diversen Portalen, also problemlos möglich sein. Der große Wunsch war ein Gerät zu finden, das gleichzeitig auch als vernünftiges Navigationsgerät fungiert. Ab da war das SIGMA PURE GPS raus. Zwar verfügt es über eine Navigationsmöglichkeit, besitzt aber keinerlei Karten. Ihr seht, da das PURE GPS als günstiges Gerät zunächst zur Debatte stand, sehe ich mich eher nach relativ kostengünstigeren Geräten um. Die teuren Geräte von GARMIN als Beispiel sind somit von vornherein ausgeklammert. Und doch gibt es ein Gerät, das preislich so gerade eben in Frage käme. Es vereint alle Funktionen, die ich mir von so einem Radcomputer wünsche. Kartennavigation, Integration von komoot, automatische Synchronisation zu STRAVA, lange Akku-Power, trotzdem klein und handlich. Ein Gerät für alles, das auch ein prima Zusammenspiel mit dem Smartphone bietet. Dieses kann aber in der Tasche bleiben und muss nicht auch noch am Lenker befestigt werden. Welches Gerät meine ich? Ich meine das WAHOO ELEMNT BOLT! Ich bin davon ganz begeistert und es wäre wahrscheinlich die perfekteste Lösung für mich. Der Preis ist mit rund 239 EUR so gerade eben noch in meinem persönlich gefühlten Rahmen. Was das jetzt heißt? Wir werden sehen…

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Perfekte All-In-One-Lösung für mich! Der WAHOO ELEMNT BOLT!     Foto: WAHOO

 

Das wichtigste Zusatz-Teil dürfte aber wohl ein Akku-Licht sein. Schließlich könnte ich ja mal rein zufällig auf die Idee kommen auch im Dunklen fahren zu wollen/ müssen. Man muss ja für alles gewappnet sein! Hell sollte sie sein, ab 50 LUX aufwärts, mit langer Akku-Power und einem moderaten Preis. Zwei Exemplare habe ich nach gründlicher Recherche im Auge. Da wär zum einen das 70 LUX starke Modell LS 950 von TRELOCK. Hell genug um auch mal düstere Pfade zu befahren. Das interessante Detail ist hier für mich die genaue Akkustand-Anzeige. Das geht sogar soweit das im Display die noch mögliche Nutzungsdauer angezeigt wird! 45 h Leuchtdauer werden dabei im kleinsten der fünf (!) Modi angegeben. Nicht schlecht. Aufgeladen wird die Leuchte über USB. Und das alles gibt es schon für ca. faire 69 EUR.

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Prima Details gibt es am TRELOCK LS 950!           Foto: TRELOCK

Die Alternative dazu kommt von BUSCH + MÜLLER, im Grunde der Platzhirsch bei Fahrradleuchten. Schon früher habe ich von dieser Firma eine gute Akku-Leuchte gehabt. Da war das Batterie-Pack aber noch einmal extra am Rahmen zu befestigen. Vom Design her ist die aktuelle IXON IQ PREMIUM meiner alten Version ähnlich. Die hier genannte hat 80 LUX, bietet aber nur 2 Modi. Im High Power-Modus hat sie eine Leuchtdauer von rund 5 Stunden, im Low Power-Modus mit nur 15 LUX liegt sie bei 20 Stunden. Eine richtige Anzeige besitzt die Leuchte nicht. Nur einen sogenannten Kapazitätsindikator. Die kleine LED-Lampe im ON/OFF-Schalter wechselt von grün auf rot bei geringer Akku-Power und man hat so nur eine ungefähre Angabe. Allerdings gibt es die 80 LUX schon ab 45 EUR.

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Schlank und mit optimaler Leuchtkraft. Das ist die Busch & Müller IXON IQ SPEED!

Bei beiden Herstellern wird immer mal wieder die zu lasche Lenkerbefestigung der Leuchten bemängelt. Das ist ein nicht zu unterschätzendes Kriterium. Denn wenn es mal auf den Wegen holpert, dann sollte die Lampe schon verdammt sicher gehalten werden! Aber das werde ich mir noch einmal beim Händler genau anschauen.

Des weiteren wären vielleicht noch ein paar kleinere Dinge interessant. Solche, die nicht so große Löcher ins Budget reißen. Da wäre zunächst mal die Sache mit dem hochspritzenden Dreck. Ich könnte mir vorstellen, bei gewissen Fahrten auch einen ASS SAVER zu nutzen. Diese kleinen Plastik-Schutzbleche, die man einfach unterm dem Sattel einsteckt und so einigermaßen vor Spritzwasser und Dreck schützen. Interessant wären gerade solche, die man vielleicht selber online gestalten könnte. Da suche ich mal im Internet nach. Der Preis der bereits zu kaufenden ASS SAVER sind mit einem Preis ab 10 EUR doch gut überschaubar. Check.

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ASS SAVER gibt es mit den verschiedensten Motiven! Eine feine Sache!

Auf so einem Sportgerät möchte man ja zu den sportlichen Aspekten auch meist noch eine gute Figur machen. Mit weit flatternden Hosen und T-Shirt kommt das auf Trainingsrunden oder der schnellen Tour manchmal nicht so gut. Was genaues habe ich aber nicht im Auge, dringender Bedarf ist nicht so sehr vorhanden. Wenn ich mal was sehe und es gefällt mir, wie z.B. Trikots, Jacken oder Hosen, dann kann ich ja mal schauen. Gefallen tuen mir eher dezente Farben, nicht so etwas knallig Buntes. Also immer mal die Augen aufhalten!

Und wer jetzt noch meint er kennt ein paar gute Alternativen zu meinen oben genannten Produkten, der möge sich doch einfach mal hier in den Kommentaren verewigen. Für Tipps und Tricks bin ich immer dankbar!

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TOUR: Emsland-Runde

Herbstzeit ist Fahrradzeit. Das gilt zumindest für mich. Denn ich fahre das ganze Jahr über mit dem Rad. Man kann auf Touren so auch mal ganz andere Ansichten einer Region gewinnen. Und vor allem kann es auch spannend sein. Wie hier auf meiner Radtour durch das wunderbare Emsland. Da gab es Großsteingräber zu bestaunen, die fast 5000 Jahre auf dem Buckel haben. Wassermühlen, nette Orte wie Sögel, ein Schloss namens Clemenswerth, das eine Besondheit aufweist, den größten Schießübungsplatz Europas, und, und, und. Und natürlich ist das Wasser auch immer irgendwo in der Nähe, u.a. in Form der Ems. Dort lässt es sich prima fahren. Also alles Vorraussetzungen für eine nette Runde mit dem Fahrrad. Meinen kompletten Bericht findet ihr auf meiner Touren-Seite! Diesen Text einfach anklicken und lesen. Viel Spaß!

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#30.10.2017

Joah, spontan einfach mal mit dem Fahrrad abbiegen war gestern mal wieder genau richtig. Doch das kam im Grunde wegen einer Dämlichkeit. Geplant war eigentlich ein Besuch eines Essener Möbelhauses, da in der Innenstadt verkaufsoffener Sonntag war. Na ja, und da dieses Möbelhaus dort ziemlich und für mich auch so gut wie mittendrin liegt, war die komplette Sippe im Glauben das auch offen wäre. Pustekuchen. War es nicht. Dumm gelaufen, so stand man vor verschlossenen Türen. „Und nu?“, war der allgemeine Gedanke. Na, was macht man an einem zunächst grauen Sonntag Mittag? Sich stärken! Für was auch immer, völlig egal. Also zurück zum Cafe seines Vertrauens ( Gruß an die „Radmosphäre“ ) und ein Stück leckere Torte gefuttert. Da kam doch glatt die Sonne durch die Wolkendecke! Also gut, die Chance sollte ich nutzen. Die anderen beiden Chaoten wollten nach Hause, ich beschloss den momentanen Wetterumschwung auszunutzen und mir in Mülheim-Ruhr den gerade neu eröffneten Abschnitt des Radschnellweg Ruhr RS1 anzuschauen.

Na ja, Radschnellweg ist dann dort der falsche Begriff. Es stellt eine Hochpromenade dar, wo so eine Art Mischverkehr (Fußgänger und Radfahrer) herrscht. Und gerade an jenem Sonntag kamen sich hier direkt alle ins Gehege. Vom Design her, mit den Bänken und den Beeten, sieht es eigentlich nicht so schlecht aus, aber das war es auch schon! Aber der Stahl, der dort als Design-Element verwendet wird, ist teilweise scharfkantig. Verletzungen sind meiner Meinung nach da vorprogrammiert. Zumal die Zählstation, ebenfalls in Stahl eingefasst, den Raum für Radfahrer und Fußgänger nochmals an dieser Stelle minimiert. Wenn sich da zum Beispiel zwei Radfahrer entgegen kommen…na ja, eine kleine Unaufmerksamkeit reicht aus. Aktuelle Fotos dazu ( und noch viele weitere ) gibt es dann in meiner Foto-Galerie. Da könnt ihr euch dann mal einen kleinen Eindruck verschaffen.

Nach dem Abstecher bin ich dann wieder in Richtung Heimat geradelt. Allerdings mit einer spontanen Abbiegung. Ich bin durch die Schweiz geradelt! Häh? Ja, das stimmt schon. Die sogenannte Schönebecker Schweiz ist eine kleine, aber feine Ecke, wo Felder und Wiesen ein ausgewiesenes Landschaftsschutzgebiet bilden. Im Grunde ist diese Ecke schnell durchquert, doch man bekommt den Eindruck, man ist ganz woanders. Nicht im hektischen Ruhrpott, sondern irgendwo im tiefsten Grün. Diese hügelige Landschaft bietet tolle Ausblicke, auch auf die Skyline der Stadt Essen. Und da die Sonne hier nochmal schön durch die Wolken kam, war ich von der sonnigen, aber herbstlichen Atmosphäre schon beeindruckt. Mir war diese Ecke gar nicht so bewußt, dort bin ich bisher eher außen herum geradelt anstatt mitten durch. Ich kann mich nicht erinnern jemals zuvor dort mit dem Rad gefahren zu sein.

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In der ( Schönebecker ) Schweiz.

Ich finde es immer wieder faszinierend was man alles immer noch so in unmittelbarer Umgebung auf dem Rücken eines Fahrrads entdecken kann. Einfach mal alte Pfade verlassen und neue entdecken. Es kann so einfach sein.

zum Logbuch

 

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MOMENTE: Rad-Findungsprozess

Ich habe es ja bereits angekündigt euch über meinen Findungsprozess für das neue Bike zu berichten. Was, schon wieder ein neues Bike? Ja, ihr habt recht. Die Formel für die Anzahl der Fahrräder die „Mann“ besitzen muss ( n+1) kommt bei mir also durchaus zum Tragen. „Mann“ braucht so etwas. Für jede Lebenslage das passende Rad. Auch ich konnte mich davor nicht verschliessen. Der Traum vom Cross-/Gravelbike schwelte schon etwas länger durch meinen Kopf.

An sich hatte ich ja gar nicht vor ein neues Fahrrad anzuschaffen. Schließlich hatte ich mir ja bekanntlich zu Beginn des Jahres erst ein außerordentlich gutes, Trekking-Bike von ROSE angeschafft. Damit bin ich auch absolut hochzufrieden. Es läuft perfekt und macht auf allen Touren riesigen Spaß damit zu fahren. Lange Rad-Tage sind damit kein Problem und sind reinstes Vergnügen.

Doch nach ein paar Monaten kam es mir so vor als ob etwas fehlte. Nämlich ein Rad als fast reines Sportgerät, ein flinker Wiesel fürs Tempo machen und intensivsten Verausgabens. Hört sich nach Rennrad an, doch das kam für mich nicht in Frage, da ich doch gerne mal Schotter- und Waldwege mitnehme. Und so kam mir die Rad-Gattung der Cross- und Gravelbikes in den Sinn.

Zuerst war mir der Unterschied nicht so ganz klar, die Grenzen verschwimmen doch sehr. Je nach Marketingabteilung der einzelnen Hersteller. Jedenfalls las ich mich erst einmal in das Thema ein. Gravelbikes können komfortabler in der Sitzhaltung sein oder bieten sich auch für Radreisen und sogar auch für die Stadt an. Die Reifenbreite ist meist wesentlich höher gewählt als beim typischen Rennrad. Nur um das mal so kurz zu umreißen. Der Crosser kommt dem Rennrad sehr nahe, galt und gilt es oftmals als Rennrad für den Herbst und Winter, wenn es mal matschig und feucht wird.

Also wo wollte ich hin, welchen Weg wollte ich einschlagen. Darüber musste ich mir zunächst klar werden. Auf der diesjährigen EUROBIKE hatte ich die Chance mir einige tolle Räder aus diesen Rad-Gattungen anzuschauen. Das Thema scheint im allgemeinen groß im Kommen zu sein. Mir schwebte zumindest ein leichtes Bike vor, relativ gesehen. Doch viele Gravelbikes gehen an die 12 oder 13 kg, ich wollte weniger. Zwischen 10 und 11 kg sollte es höchsten sein. Gewicht war also schon ein wichtigeres Kriterium für mich.

Ein weiteres war einfach der sportliche Charakter des Bikes. Ich habe ganz einfach Bock auch auf mal schnelle Runden im Trainingsmodus. Und auch mal auf Matsch, Schlamm, Schotter und Feldwege. Zwar durchaus gerne mal längere Touren und hin und wieder City-Feeling, dabei nicht unbedingt mit Gepäck, doch vordergründig recht sportiv. Somit kam der Crosser eher in Betracht. Doch meine Bedingung war, das ich eher eine leicht komfortable Sitzhaltung haben wollte. Geht das überhaupt?

Das URBAM Gravelbike!       Foto: URBAM BAMBOO BIKES

Mit dem URBAM Gravelbike hatte ich schon arg geliebäugelt. Nach meiner kurzen Testrunde in Düsseldorf hatte ich mich schon ein bisschen verliebt in dieses Bike aus Bambus. Persönliche Wünsche werden bei dieser kleinen Manufaktur groß geschrieben. Ob Schaltung oder Lenker, es gibt viele Optionen. Ein riesengroßer Vorteil und eine feine Sache. Doch trotz des robusten Rahmens und der natürlichen Federung des Bambusses sehe ich dieses Bike unterm Strich eher als so eine Art „Flanier- und Spaß“-Rad ohne das abwertend klingen lassen zu wollen. Es ist ein wirklich tolles Bike mit einer guten Geometrie und gutmütigen Verhaltens. Doch es fehlte mir einfach der rassige Sport-Charakter. Zwar hätte ich liebend gerne auch dieses Rad in meiner Garage, aber mein momentanes Ansinnen liegt wohl eher in einem anderen Bereich. Deshalb muss dieses Rad noch etwas warten 😉

 

Cannondale,Fahrrad, bikingtom

Das Cannondale CAADX 105 SE wäre keine schlechte Wahl!         Foto: Cannondale

 

Bei einem ausgesprochen kompetenten Cannondale-Händler aus Bottrop fühlte ich mich ebenfalls sehr gut aufgehoben. Das CAADX 105 SE hatte es mir angetan. Der Tipp eines Arbeitskollegen war goldrichtig. Die Shimano 105er-Gruppe arbeitet bekanntlich zuverlässig, die Geometrie des Rahmens entspricht meinen Wünschen. Und das Fahrverhalten? Nach ausführlicher Beratung und Begutachtung war klar, ein 51er Rahmen wäre die optimale Wahl. Und schon konnte ich das auch vor Ort ausprobieren. Der Lenker wurde ebenfalls so gut wie gerade in dem Moment möglich für mich eingestellt. Er war etwas zu schmal für mich, wie ich fand. Das wäre aber kein Problem dies zu ändern. Ok, prima, das hörte sich gut an. Das Rad an sich empfand ich als sehr agil und wendig, aber auch eine klitzekleine Spur nervös. Trotzdem ein sehr ansprechendes, durchaus sportliches Verhalten. Viele durchdachte Details für Anbaumöglichkeiten machten dieses Bike für mich sehr interessant. Was mir nicht so gut gefiel waren die außenverlegten Züge und die mechanischen Scheibenbremsen. Wenn man sich mit dem Thema beschäftigt liest man immer über Vor- und Nachteile. Da ist eine Entscheidung manchmal schwierig. Doch mit kleinen Kompromissen sollte ich klarkommen. Und so hatte ich mich tatsächlich schon direkt hinterher und nach ein paar weiteren Tagen des Überlegens schon so gut wie festgelegt. Das Cannondale sollte es sein. Es schlug weitere Kandidaten wie von STEVENS, CANYON, VSF FAHRRADMANUFAKTUR, CUBE , BMC oder BULLS. Doch es sollte tatsächlich noch anders kommen.

Eher mehr oder weniger durch Zufall, wer hätte das gedacht, bin ich mit Schwiegervater bei ROSE gelandet, da er auf der Suche nach einem E-Bike war. Während wir so an einem Samstag Mittag auf einen Verkäufer warteten, da konnte ich mich ja mal so lange bei den Crossern umschauen. Eigentlich kamen mir die Modelle zu Hause bei studieren am PC nicht so entgegen wie ich fand. Preislich zwar attraktiv, aber irgendwie fehlte mir was.  Vielleicht auch einfach nur das gewisse Etwas. Bis ich die Crosser dann live vor Ort sah. „Oh, oh, oh“, ging es mir durch den Kopf.

Nachdem Schwiegervater dann beraten worden war, musste der Verkäufer für mich herhalten. Und nachdem ich dann auf die passende Rahmengröße gesetzt worden war, ging ein „Uiiii“ durch meinen Kopf. Kleine Veränderungen am Lenker würden mich perfekt dahin bringen, wo ich mit der Sitzhaltung hin wollte. Die Schaltung konnte auch angepasst werden so das ich auch für den Bergeinsatz gewappnet wäre. Dabei käme dann schon die Shimano Ultegra-Gruppe fast komplett zum Einsatz. Für einen Preis, der ähnlich des Cannondales wäre. „Hmmmmmmm…“, überlegte ich, „dazu noch schön innenverlegte Züge und hydraulische Scheibenbremsen!“

ROSEBIKES, bikingtom

Entscheidung gefallen, dies ist mein Objekt der Begierde!            Foto: ROSE

Das musste ich erst einmal sacken lassen. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Im Grunde sind es für mich minimale Unterschiede zwischen dem ROSE und dem Cannondale. Wofür also entscheiden? Puuh, gar nicht einfach wenn man sich eigentlich schon festgelegt hatte. Und doch habe ich mich tatsächlich für ein weiteres ROSE-Bike entschieden. Wegen kleinen Nuancen. Innenverlegte Züge wirken auf mich einfach optisch aufgeräumter, Ultegra-Komponenten reizen mich doch ein wenig, dazu noch ein gutes Kilogramm weniger auf der Waage (9,3 kg) und gefühlt einen Ticken angenehmere Sitzposition. Auch wenn mir vielleicht jetzt einer den Scheibenwischer zeigt, ich fühle mich wohl bei der Entscheidung und ich denke das es nach dem ganzen Suchen das richtige Bike ist! Für mich zugeschnitten, meinen Bedürfnissen folgend und dabei einem guten Gefühl im Bauch. Muss es nicht auch so sein?

Es wird meine Ansprüche erfüllen, davon bin ich überzeugt. Es scheint die richtige Mischung aus „Sportlich“ und „Komfortabel“ zu haben. Das ist es was ich wollte. Jetzt heißt es noch ein wenig warten, allzulange sollte es nicht mehr dauern bis ich den Crosser in Empfang nehmen darf.  Ich freue mich sehr und hoffe euch dann bald ein wenig mehr zu dem Bike berichten zu können.

 

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