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Logbuch #09.02.2020

Der Orkan „Sabine” fegt gerade über Deutschland. Es ist gerade besser nicht mit dem Rad zu fahren. Es sei denn, man möchte lernen wie man mit dem Fahrrad fliegen kann. Und durch die Wälder zu heizen wäre jetzt nun durchaus gefährlich. Muss man dann auch mal gut sein lassen. So kann ich an dieser Stelle nochmal im Logbuch etwas über die vergangenen Tage reflektieren. Und die hatten es mal wieder in sich. Über mangelnde Abwechslung kann ich mich hinsichtlich des Radfahrens nicht beklagen. Jeder Tag scheint irgend etwas für mich bereitzuhalten. Ob positiv oder negativ ist dabei egal. Zu meiner Freude kam jedoch die Zusage als Ambassador für eine Firma „tätig” zu werden. Für wen verrate ich noch nicht, einiges ist noch zu klären und noch ganz frisch. Doch ich denke, das wird eine nette Geschichte für beide Seiten werden. Lasst euch (und mich) da noch ein wenig überraschen.

Die Geschichte rund um die Technik an meinem Crosser scheint tatsächlich eine Never-Ending-Story zu sein. Letzten Sonntag bin ich spontan mit zwei Freunden eine kleine Runde gegravelt. Samstagabends den Track für knappe 70 Kilometer geplant und am anderen Morgen dann los. Das Wetter war eher bescheiden, mit Regen und allem, was dazu gehört. Die Trails waren schön schlammig. Die tiefen Spuren, die die Harvester-Bandidos im Wald hinterlassen haben, waren voll Wasser. Trotzdem sind wir dort mit den Fahrrädern durchgepflügt. Ein Heidenspaß und ein toller Track. Unterwegs fiel mir wieder ein nicht definierbares Geräusch an meinem Fahrrad auf. Die Sorte, die jeder Radfahrer hasst! In dem Moment konnte ich es nicht ändern. Schlimmer war jedoch der Moment, als wir von einer kleinen Halde hinunterfuhren und ich plötzlich fast keinen Druckpunkt an den Bremshebeln mehr hatte! Das Gefühl einer kleinen Panik durchfuhr mich kurz, ich konnte zum Glück auf der allerletzten Rille noch bremsen. Sehen konnte ich nix da unten, weil alles versifft war! Mir blieb also nur vorsichtig zu fahren. Das ging so weit auch gut, am Ende musste ich einen kleinen Berg rauf. Auf’s Bremsen kam es da nicht an.

 

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Frintroper Jungs!

Erschrocken war ich dann, das die Bremsbeläge komplett runter genudelt waren! Einfach weg! Die waren doch gar nicht alt! Uff, das hätte ins Auge gehen können. Glück gehabt. Doch dann wurde es mal wieder unsäglich doof. Diese kleine, miese Schraube, die die Zange und die Bremsbeläge in der Bremse selber zusammenhält, ließ sich einfach nicht lösen! Zum verrecken nicht. Mit allerlei Kniffen habe ich versucht dieses Miststück da rauszubekommen. Am Ende half Gewalt in Form von feilen und durchzwacken. Das war ein langer Weg! Grrr. Neue Bremsbeläge besorgt und die Schraube brauchte ich ja nun auch neu! Und wie sollte es auch anders sein, kein Händler in der Umgebung hatte diese verdammte Schraube da! Aaaargghh!!! Wie gut, dass man Freunde hat! Und so kamen direkt zwei Stück aus Frankfurt per Rucki-Zucki-Post in den Briefkasten! Danke Jens, für deine prompte Hilfe!!! Ende gut, alles gut. Jetzt kann ich auch wieder mit dem Fahrrad bei Bergabfahrten sicher bremsen, ohne das ich Angst haben muss. Ich sollte mir aber für die Zukunft merken die Beläge noch öfters zu kontrollieren als ich es eigentlich eh schon tue. Aber nun gut.

Ein weiterer Punkt in diesem Logbuch ist mein Training für den Rennrad-Klassiker Eschborn-Frankfurt. Durch familiäre Angelegenheiten habe ich es die letzte Woche kaum geschafft auf das Fahrrad oder den Rollentrainer zu kommen. Leider ist das so und manchmal gibt es Wichtigeres als Radfahren. Ja, tatsächlich. Trotzdem es in den nächsten Tagen diesbezüglich noch ein wenig hektisch sein wird, werde ich weiterhin alles geben. Effektiv scheint mir das Training für den runden Tritt zu sein. Den kann ich gut auf dem Rollentrainer üben, um ihn direkt hinterher in der freien Wildbahn einzusetzen. Noch muss ich bewusster während der Fahrt darauf achten, aber das läuft immer besser. Da habe ich ein gutes Gefühl. Gleichzeitig haut das Intervall-Training ebenfalls ordentlich rein. Schwitzen tue ich wie Sau dabei, aber das Ergebnis für eine gute Kraftausdauer scheint da ebenfalls zu fruchten. Jetzt heißt es natürlich am Ball zu bleiben.

Zu guter Letzt noch etwas zum bevorstehenden Hanse-Gravel im April. Für die Tour von Hamburg nach Stettin bereite ich mich gerade ebenfalls ein wenig vor. Denn es heißt für mich langsam mal mit den Equipment klarzukommen. Was brauche ich unbedingt, was ist wichtig, worauf sollte ich achten, was kann ich definitiv weglassen. Praktischerweise hatte meine bessere Hälfte eine gute Idee zu einem gewissen Ehrentag und so habe ich mir doch noch den Wunsch für eine große Satteltasche erfüllen können. *GRINS*. Ich habe mir die Ortlieb Saddlebag in der Black Edition für mein Fahrrad bestellt. Da sollte ausreichend Stauraum sein und laut Aussagen von diversen Leuten soll sie ziemlich fest sitzen ohne großartig zu wackeln. Da freue ich mich drauf. Ein Zelt habe ich auch bereits im Auge. Aber mal sehen, ist ja alles noch in Planung. Und ich gebe zu, es macht schon Spaß sich so ein Sortiment an Accessoires zusammenzustellen. Recherchieren im Netz oder in Zeitschriften, Ideen Sammeln und so weiter. Das Wichtigste: jetzt habe ich auch endlich Blut geleckt dieses Ding mit dem Fahrrad zu fahren. Hatte ja Letztens noch gar nicht so den Drang. Aber jetzt! Das Zugticket nach Hamburg ist gebucht und das Hotelzimmer für die Übernachtung vor dem Start auch. Und dann hoffe ich einfach auf eine geile Zeit. Da bin ich doch sehr zuversichtlich. Logbuch Ende für heute.   😉

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2 Comments

  • alex

    Ach Lottchen, die Schraube! Jo hatte ich auch und der Schrauber des Vertrauens hat sich raus bekommen. Seit dem halten meine Bremsbeläge die serienmäßig bei den Bremsbelägen beiliegenden Sicherungsplinde. Zuverlässig und das nun seit über 30.000km.

    Gravel & Zubehör: ja macht Spaß wenn man sieht was es alles gibt, aber wenn man dann sieht was das alles kosten kann. Alternativen zum Zelt, gerade wenn es schmales Gepäck sein soll, könnte ein Bivi sein. Sind im Prinzip eine Art Überziehschlafsäcke, halt nur in etwas größer. Man packt die Isomatte und den Schlafsack rein und kann so recht trocken und windgeschützt seine Nacht verbringen. Mir wurde da mal ein BE-X FronTier One Bivi Bag empfohlen.

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