MOMENTE: Des Radlers Glücksgefühl – Teil 1

bikingtom

Wäre es jetzt nicht schön, diesen Weg hinab zu rollen, um unten dann wieder in die Pedale zu hauen und zu sehen, was hinter dieser Kuppe liegt? Was macht das Touren-Radeln aus? Warum ist man meistens nach einer Runde mit dem Rad so voller Glückshormone?

Wenn ich auf mein Rad steige freue ich mich jedes mal. Manchmal kostet es mich aber auch Überwindung, zum Beispiel wenn es draußen nieselt. Oder wenn es Morgens noch dunkel ist, ich früh raus muß und noch gar nicht so richtig wach bin.

Aber dann passiert etwas, schon nach wenigen Metern. Immer.  Ich fühle mich gut, richtig gut. Wenn ich die ersten tiefen Atemzüge an der frischen Luft gemacht habe, blühe ich auf. Ich sauge die Luft förmlich ein. Ich fange an Gerüche zu entdecken. Hier der Tau auf der Wiese, der schöne Holz-Geruch im Wald, Abends an den Straßen die Gerüche aus den Küchen der Restaurants (und Imbißbuden), die klare Luft nach einem Regenschauer. Ihr wisst was ich meine.

Manche registrieren diese Düfte gar nicht, andere unbewußt. Aber es kann unheimlich schön sein, sie auch mal bewußt zu „erfahren“. Ich tue dies zumindest sehr gerne.

Dann gibt es natürlich auch das Glücksgefühl nach einer sportlich ambitionierten Fahrt. Ich nenne das dann meine Fitness-Runde. Wenn ich mich auspowern will, wenn ich versuche eine Zeit von einer alten Runde zu brechen und dies dann schaffe. Oder ein gewisses Tempo an einen Berganstieg zu halten. Mir also auf so einer Fitness-Runde vielleicht kleine Ziele setze und die dann erfolgreich umsetze. Alles natürlich ohne krankhaften Ehrgeiz – das gibt es ja auch bei manchen Menschen. Aber ich mache das, weil ich Spaß und Freude daran habe. Und das bewirkt was? Es setzt Glückshormone frei!

Das tut es bei mir auch, wenn ich eine Tour durch eine tolle Landschaft fahre. Am liebsten entlang irgendwelcher Bäche, Felder, Waldgebiete, Heide und Flüße. Und am besten weit und breit keine Menschenseele. Nur das seichte surren der Räder ist zu hören. Wo ich die Natur so richtig genießen kann, ohne direkt immer einen Menschenauflauf zu haben. Dort, wo ich meine Seele frei baumeln lassen und den Alltag einfach mal Alltag sein lassen kann. Dann fühle ich mich gut – und glücklich.

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