Equipment

Willkommen auf quasi der intimsten Seite meines Blogs. Denn wenn es um das Equipment geht, welches so ziemlich jeder Radfahrer im Laufe seines „Radfahrerlebens“ anhäuft, dann wird es persönlich. Meist wurde jedes Teil, welches sich im eigenen, ausdehnenden Fahrrad-Universum befindet, einst sorgsam und mit bedacht ausgewählt. Oftmals sind dabei viele Stunden der Recherche draufgegangen, warum man ausgerechnet dieses oder jenes Produkt kaufen muss. Das Internet musste herhalten, Freunde wurden befragt oder mit Glück konnte man auch etwas einmal beim Händler seiner Wahl direkt vor Ort testen.

Aber auch Spontan-Käufe gibt es natürlich. Manche davon entpuppen sich später in der Praxis als Rohrkrepierer, andere wiederum als echtes Schnäppchen und überraschend positiv.

Mit der Zeit häuft sich somit ein ganzes Arsenal an Equipment an, welches im Besten Fall geordnet in Kisten aufbewahrt wird und bei Bedarf schnell wiedergefunden werden kann. Einiges gerät auch in Vergessenheit und wird erst beim nächsten Ausmisten wiedergefunden. Oder verschwindet auf unerklärliche Weise auf Nimmerwiedersehen.

Ich möchte euch auf dieser Seite zukünftig immer mal wieder mein Equipment vorstellen. Warum, wieso und vielleicht auch für wieviel. Welche Gedanken hatte ich beim Erwerb und wofür brauche ich es. Ich gebe also einen kleinen Einblick in mein ganz persönliches Fahrrad-Universium. Ich erzähle auch ganz salopp, was mir dabei gefällt oder was weniger. Ohne das als Test werten zu lassen.

Ich denke, das könnte für den ein oder anderen sicherlich Interessant sein und könnte auch als Inspiration für das eigene Rad-Equipment dienen. Also nochmals herzlich willkommen auf dieser Seite, schaut doch einfach immer wieder mal rein, sie wird mit der Zeit sicherlich immer umfangreicher werden.


Inhaltsverzeichnis


#1

Was ist alles in meiner Werkzeug-Dose?

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In der ersten Ausgabe dieser Serie möchte ich euch mein Pannen-Set vorstellen, welches ich für „normale“ Gravelrides und dem Pendler-Alltag immer dabei habe. Das Werkzeug und Material, welches mir in den allermeisten Fällen unterwegs weiterhilft, damit ich nach einer Panne einigermaßen zügig wieder weiterfahren kann. Für Bikepacking-Touren, wo ich mehrere Tage unterwegs bin, kann da durchaus noch etwas hinzukommen. Dies ist aber definitiv meine Grundausstattung. Für euch öffne ich also meine Werkzeug/ Pannen-Dose und zeige euch, was dort alles drin ist.

Die Dose habe ich bei meinem Rose Backroad übrigens immer unter dem Unterohr in einer straffen Trinkflaschen-Halterung sitzen. Manche schnüren gerne bei ähnlichen Fällen die Dose nochmals mit einem Strap fest, damit sie nicht irgendwie herausfallen kann. Ich brauche das nicht, die Dose sitzt bei mir absolut fest in der Halterung. Durch Tausende von Kilometern sicher erprobt.

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Der komplette Inhalt auf einem Blick.

Die Dose ist aus Plastik, die mit einem Schraubdeckel versehen ist. Damit trotzdem nicht ansatzweise irgendwie Feuchtigkeit eindringen kann, habe ich den Deckel mit einem Silikon-Wristband zusätzlich am Übergang abgesichert. Jeder kennt diese Armbänder, die man schon mal auf diversen Veranstaltungen bekommt. Die sitzen straff am Deckel, als ob sie genau zu diesem Zweck gemacht wurden. Da rutscht nichts und es kann absolut kein Wasser eindringen.

Kommen wir endlich zum Inhalt. Wie auf dem großen Foto zu sehen ist, passt allerhand in die Dose hinein. Zwar wird das manchmal etwas gequetscht, aber alle Dinge, die ihr seht, finden ihren Platz.

Die Gummihandschuhe sowieso. In manchen Situationen ist man froh, keine ölig-verschmierten Hände zu bekommen. Sie passen dazu in viele kleine Lücken und lassen sich gut stopfen. Doch was ich gar nicht leiden kann, ist Klappern am Rad.

Deshalb packe ich zum Beispiel die zwei CO2-Kartuschen in die Handschuhe, so kann kein Klimpern des Metalls entstehen. Dazu gesellt sich noch der kleine Ventilkopf, der dadurch zusätzlich geschützt ist.

Den meisten Platz beansprucht jedoch der Ersatzschlauch. Obwohl ich tubeless unterwegs bin, habe ich für den Fall der Fälle immer einen Schlauch passend für 40-622 dabei. Wichtig ist dabei, dass ich auf die Länge des Ventils achte! Denn nicht jede Felge ist gleich hoch! Es nützt mir wenig, wenn das Ventil nur so gerade eben durch das Felgenloch passt und das ansetzen des Ventilkopfs zum Nachpumpen nicht klappt.

Ebenfalls dabei habe ich ein paar Patches. Sowohl für ein mögliches Loch im Schlauch, als auch für Reifen! Manchmal ist ein Cut einfach zu groß, wenn man Pech hat und die Dichtmilch kommt an ihre Grenzen. So ein Patch für den Reifen hat mir da schon weiter geholfen, der übrigens auf die Innenseite eingeklebt wird. Für den Schlauch habe ich selbstklebende Patches und auch die Klassiker, die einen eigenen Kleber brauchen. Ein winziges Stück Schmirgelpapier zum anrauen des Schlauches ist in der kleinen Tüte mit drin.

Selbstverständlich darf ich das wichtigste Tool nicht Vergessen: Reifenheber! Es gib zig verschiedene davon. Als leicht zu handhaben gelten für mich die Rose Reifenheber. Ich habe zwar auch die Klassiker von Schwalbe, aber die rutschen bei mir leichter mal ab. Aber da hat sicherlich jeder so seine eigenen Erfahrungen. Wichtig ist, die Reifenheber einfach nicht zu vergessen. Egal, von welcher Marke!

Unverzichtbarer Helfer, das Multi-Tool!

Ein weiterer, unverzichtbarer Helfer ist das Multitool. Ich bevorzuge das Topeak Tubi 18, da sind alle relevanten Werkzeuge dran, wie Imbusschlüssel, Messer, Kreuzschraubenzieher usw. Sogar ein Case für die Dichtwürste, die man schon mal bei einem kleinen Loch bei Tubeless brauchen kann, werden so sicher mitgeführt. Das ganze Tool ist sehr schlank und leicht gehalten, so dass es sich gut mit in die Dose packen lässt.

In wirklich die letzte Lücke der Dose passt immer noch der gute, alte Kabelbinder! Das kleine Helferlein ist der Notnagel, wenn mal nichts mehr zu gehen scheint. Um zu befestigen, festzuzurren, etwas haltbar zu machen und strammzuziehen. Wie vielen Radfahrern der Kabelbinder schon in einer Notlage geholfen hat, kann man nicht mal ansatzweise ausmalen. Ein Muss, dieses Stück kleines Plastik immer mitzuführen. Wiegt nichts, nimmt keinen Platz ein und somit gibt es keine Ausrede, es nicht mitzuführen.

Alle hier aufgeführten Gegenstände haben sich schon mal in der ein oder anderen Situation bewährt. Für mich ist es die bestmögliche Ausstattung, wenn ich in heimischen Gefilden unterwegs bin. Man sollte einfach darauf achten, dass man alles dabei hat, womit man im Notfall ein paar Kilometer überbrücken kann, um zum Bahnhof oder die nächste Stadt zu kommen. Dazu braucht man gar nicht viel.

Mich würde aber auch interessieren, was ihr denn so für den Notfall dabei habt? Schreibt mir dazu doch einfach oder lasst einen Kommentar da.

Die komplette Liste

  • Gummihandschuhe
  • Kabelbinder
  • Minitool TOPEAK Tubi 18 / ( kostet meistens zwischen 26€ und 30€ ) / Infos des Herstellers
  • Ersatz-Kettenschloss (bei mir für die SRAM Force Etap AXS 12fach) / kostet um die 2,50€
  • Kleber Rema Tip Top
  • Diverse Patches u.a. Rema Tip Top UP4,5 Universal-Patch Tubeless Reparaturflicken / ca. 4€
  • Topeak Airbooster / es gibt verschiedene Ausführungen des Ventilkopfs! / Infos des Herstellers / zu finden schon für 16-20 € inkl. einer Kartusche
  • Reifenheber
  • Ersatzschlauch Schwalbe SV 17 (ich fahre 40-622 auf dem Gravelbike) / Website des Herstellers)
Ungefähr 0,8 L passen dort hinein.

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#2

Meine Bikepacking-Taschen für jede Gelegenheit

Vorab: Alle Taschen, die ich hier vorstelle, habe ich mir, bis auf die von MISS GRAPE und CHOIKE, selber gekauft! Da dies daher trotzdem auch als Werbung verstanden werden könnte, kennzeichne ich diesen Artikel daher auch so. Ich denke, ihr könnt aber damit bei mir umgehen 😉

Taschen gehören zum Bikepacking dazu, ohne geht es nicht. Wer dieses Thema fleißig verfolgt, der weiß um die immense Anzahl an verschiedenen Taschen diverser Hersteller für jedwede Gelegenheit. Ob es der epische Ride über mehrere Tage in der Einsamkeit ist, der kleine Overnighter zwischendurch oder der Kurztrip über einen Tag. Für jeden Ride gibt es quasi die passenden Taschen. Die lassen sich je nach Bedarf am Sattel, am Ober- oder Unterrohr, am Lenker oder wer es bevorzugt, am Gepäckträger befestigen.

Pfiffige Lösungen bei Stauraum, Befestigung und Handling sind bei Kunden hoch im Kurs, die Hersteller versuchen dies, mit immer neuen Ansätzen zu verbessern. Für mich ein immer interessantes Thema, denn irgendwie findet sich immer noch eine Kleinigkeit, die sich besser machen lassen kann.

In zweiten Teil meiner neuen Serie über mein Equipment möchte ich euch mein mittlerweile anständiges Sammelsurium an Bikepacking-Taschen vorstellen. Da hat sich im Laufe der Zeit einiges in der großen Kiste angesammelt. Und jede hat für mich ihre Daseinsberechtigung. Ob Groß, Mittel, Klein: Jede erfüllt bei mir ihren Zweck. Ich denke, auf den Fotos sieht man deutlich, das all diese Taschen auch in irgendeiner Art und Weise ständig im Einsatz sind. Hier nun also die Bags im Einzelnen, mit ein paar technischen Daten und Links versehen.

RESTRAP Frame Bag Small

Diese kleine Tasche ist mein idealer Begleiter für einen Ride zwischendurch. Rund 2,5 Liter Volumen reichen aus, um mal eben Arm- oder Beinlinge zu verstauen, eine Windweste, Portemonnaie oder anderes Kleinzeug. Hilfreich sind die integrierten kleinen Fächer, in denen ich gerne die Dinge packe, die sonst lose in der Bag herumfliegen würden. Dazu ist das Innenfutter, typisch Restrap, in Orange gehalten. So finde ich schnell all den Kram wieder, den ich da so reinpacke.

Die Frame Bag ist für mich auch die perfekte Ergänzung im Zusammenhang mit größeren Bikepacking-Touren und anderen Taschen. Da ich ja ein Gravelbike mit Rahmengröße 53 habe, ist es nicht immer einfach eine Tasche im Rahmen zu befestigen und gleichzeitig noch adäquat an die Trinkflasche zu kommen. Mit dieser Tasche kann ich am Unterrohr eine kleine 0,5 Liter-Trinkflasche klemmen und am Sitzrohr eine größere.

Oftmals nutze ich die Restrap Frame Bag auch als Pendler. T-Shirt und Unterwäsche bekomme ich ebenfalls dort hinein. Da ich nicht unbedingt gerne einen Rucksack beim Radfahren trage, ist diese Tasche ein guter Kompromiss.

Sie ist zwar nicht komplett wasserdicht, aber am Rahmen kommt nicht viel Regen an die Bag heran. Der Reißverschluss ist allerdings gegen den Regenguss gewappnet. Alle Taschen von Restrap sind handgemacht in Yorkshire, England. Die Qualität ist Top, alle Nähte sind ungemein hochwertig, genau wie alle verwendeten Materialien.

Kurzinfo Restrap Frame Bag Small

- Preis UVP: 65,99€
- Volumen: 2,5 l
- Gewicht: 137 g 
- Besonderheiten: wasserabweisend, handgemacht, diverse Größen erhältlich
- Größe der Frame Bag Small: siehe Schreenshot
- weitere Infos: Homepage Restrap
Equipment,Bikepacking,Fahrradtaschen,Bike,Restrap
Screenshot: RESTRAP

RESTRAP Canister Bag

Passend zu der Frame Bag besitze ich auch die sogenannte Canister Bag von Restrap. Diese kleine Lenkertasche lässt sich schnell befestigen und dient mir meist für die kurze Tour. Schlüssel, Portemonnaies, Energieriegel und Smartphone lassen sich da gut unterbringen.

Praktisch sind die beiden Außentaschen. Mal eben die Fahrkarte für die Bahn oder sogar den nicht zu dicken Ersatzschlauch dort unterbringen funktioniert. An der Front befindet sich eine größere, steife Öse, an der zum Beispiel ein Zusatzlicht befestigt werden kann. Bei trockenen Wetterbedingungen ist diese Tasche ein fast unverzichtbarer Begleiter für mich geworden.

Obwohl der Reißverschluss, wie bei der Frame Bag, Wasser abhalten soll, wird es bei Regen dann eher ein Auffangbecken! Da hatte ich das Wasser am Anfang schon mal ein paar Zentimeter hoch drin stehen. Damals zu Beginn war ich wohl etwas einfältig gewesen und hatte geglaubt, so schlimm würde das nicht werden. Denkste. Laut Hersteller gut wasserabweisend kann ich das nur für den kurzen Nieselregen bestätigen.

Die Bag ist naturgemäß beim Gravelbike auch diversem Dreck vorne am Lenker ausgesetzt. Leider lässt sich der Stoff nicht ganz so gut davon wieder reinigen, ist aber noch akzeptabel. Das Innenfutter ist ebenfalls in Orange gehalten, alle Dinge lassen sich schnell wiederfinden. Wieder typisch für Restrap: die hohe Qualität der Verarbeitung und der Materialien.

Kurzinfo Restrap Canister Bag

- Preis UVP: 59,99 €
- Volumen: 1,5 l
- Gewicht: 116 g
- Besonderheiten: handgefertigt, in verschiedenen Farben verfügbar
- Größe: siehe Screenshot
- Weitere Infos: Homepage Restrap
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Screenshot: RESTRAP

MISS GRAPE Seat Bag CLUSTER20

Erst kürzlich habe ich euch diese Seat Bag für das große Bikepacking-Abenteuer vorgestellt. Ich hatte sie im Frühjahr vom Hersteller selber zum Langzeit-Test bekommen und konnte ausgiebig Erfahrungen mit ihr machen. Zum Artikel hier lang! Diese Tasche ist mir ein treuer Begleiter geworden. Leicht zu befestigen, guter Halt am Sattelrohr und eine brillante Qualität haben mich überzeugt.

Mit dem großen Fassungsvermögen von über 18 Litern passt da ordentlich etwas hinein. Dazu ist sie absolut wasserdicht, leicht zu reinigen und formstabil. Erst kürzlich habe ich sie wieder für eine Bikepacking-Tour bepackt. Es sollte drei Tage rund um den Harz gehen. Bis der Schnee kam und auf den Wegen nichts mehr ging und die Tour somit leider ausfiel.

Was ich aber sagen wollte: Ich war abermals überrascht, wie viel und wie leicht ich Dinge in der Tasche unterbringen konnte. Gerade die dickeren Winter-Klamotten haben ja ein größeres Volumen. Ich bin also sehr zufrieden und würde trotz der im Test schon bemängelten mir sehr fehlenden Kordel eine Empfehlung aussprechen.

Kurzinfo MISS GRAPE Seat Bag CLUSTER20

- Preis UVP: 177 €
- Volumen: 18,6 l
- Gewicht: 478 g
- Größe: ca. 62 cm x 16 cm
- Besonderheiten: wasserdicht, verschiedene Größen erhältlich

DECATHLON BTWIN Food Pouch

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So eine Food Pouch ist sehr hilfreich, wenn am Lenker schon eine Tasche befestigt ist, aber noch weiterer Stauraum für Riegel und Getränke benötigt wird. So eine kleine Tasche kann nämlich durch Klettverschlüsse, die man durch die angebrachten Laschen beliebig positionieren kann, am Lenker und zusätzlich am Vorbau befestigen!

Mit Sicherheit gibt es hochwertigere Taschen in diesem Segment, doch muss das immer sein? Ich sage nein, denn diese beiden Bags sind absolut ausreichend! Ich weiß gar nicht, ob Decathlon es selber auf dem Schirm hat, wie großartig diese beiden verdammt günstigen Taschen sind.

Fakt ist, dass es sie mittlerweile unter andere Bezeichnung im Geschäft gibt. Da werden sie jetzt beworben unter dem Namen „Riverside Flaschenhalter für den Fahrradlenker textil“. Ziemlich ernüchternder Name, aber der Preis ist absolut heiß: schon für 6,99 € bekommt man diese praktische Tasche! Qualität? Für den Preis? Absolut gut!

Ich habe sie vor vielen Jahren sogar noch für 5 € gekauft und muss sagen, günstig ist manchmal halt doch geil. Durch die Kordel, die man richtig straff ziehen kann, ist der Inhalt der Tasche meist relativ sicher vor einem kleinen Regenschauer oder zumindest wird eine 0,5l-Trinkflasche, die über den Rand hinausragt, sicher festgehalten. Eine 1l-Flasche, wie Decathlon als Maximum angibt, habe ich noch nicht versucht dort unterzubringen.

Ich benutze die beiden Bags tatsächlich sehr gerne auf Bikepacking-Touren als „Futter-Trog“. Riegel, Weingummi, Banane und weitere Leckereien für unterwegs haben dann dort ihren festen Platz. Ein Griff und schon kann ich während der Fahrt neue Kraft „nachfassen“. Also ein ganz feines Helferlein, diese Food Pouch.

Kurzinfo Food Pouch Decathlon BTWIN/ RIVERSIDE Flaschenhalter für den Fahrradlenker textil

- Preis: ich damals noch für 5€, jetzt für immer noch sagenhafte 6,99€
- Volumen: für Flaschen bis zu 1l (Hersteller-Angabe)
- Material: bedingt wasserabweisend, mit Kordelzug
- Befestigung: per Klettriemen für alle Lenkertypen
- Weitere Infos: bei Decathlon

ORTLIEB Saddle Bag Two 4.1

Ortlieb ist bekannt für qualitativ hochwertige Bikepacking-Taschen aller Art. Auch ich besitze diverse Taschen des Herstellers aus Heilbronn. Unter anderem auch diese Sattel-Tasche, die anstatt mit Riemen diesmal mit einem Mounting-Set aus Hartplastik am Sattelgestänge befestigt wird. Die Sattelstreben werden mit einem Gegenstück umschlossen, sodass die Tasche absolut fest in ihrer Position bleibt. Das Ganze hat dann einen Klickverschluss und die Tasche kann leicht abgenommen werden.

Sie hat für mich fast die gleiche Aufgabe, wie die Restrap Frame Bag. Für kurze Tagestouren oder als Pendler ist sie ideal. Noch dazu, weil sie absolut wasserdicht ist und in der Dunkelheit gut erkennbare 3M Scotchlite Reflektoren auf beiden Seiten hat.

Eine flache Plastikschiene in Form hält die ganze Tasche in Form. Leicht zu befüllen, groß genug für eine Windjacke, Ersatzschlauch und das wichtigste Werkzeug. An sich also eine prima Tasche, die ich aber nicht bei ausgedehnten Bikepacking-Touren sehe. Da bevorzuge ich größere Taschen am Sattel.

Ich mag sie aber sehr, doch einen Haken hat sie dann doch tatsächlich, der mich etwas stört. Am Gravelbike macht sie natürlich einiges an Gerüttel mit. Das wirkt sich mit der Zeit auf den Klickverschluss aus. Da wirkt Plastik auf Plastik in der „Schienenführung“. Und da fängt es irgendwann an zu klappern. Und wenn ich etwas gar nicht mag, dann sind es solche Klappergeräusche während des Radfahrens.

Ich habe es auch schon mal versucht, die Plastikschiene mit ganz dünnen Klebeband zu bekleben. Das funktioniert allerdings nur bedingt, da dann doch nicht zu viel Spiel zwischen Halterung und Verschluss ist. Daher benutze ich die Tasche meist bei Gelegenheiten, wo es nicht so viel durch das schroffe Gelände geht.

Kurzinfo ORTLIEB Saddlebag Two 4.1

- Preis UVP: 46,99 €
- Volumen: 4,1 l
- Befestigung: Klickverschluss
- Größe: Tiefe 28 cm/ Höhe 14 cm
- Besonderheiten: wasser- und staubdicht nach IP64 (Rollverschluss), PVC-frei, Reflektoren, auch in klein mit 1,6 l Volumen erhältlich
- Weitere Infos: hier geht es zum Hersteller

ORTLIEB Micro Two

Ortlieb, die Zweite. Die Micro ist keine Tasche für das Bikepacking. Für mich dient sie am Rennrad als Werkzeugtasche. Da die Micro im Prinzip genauso aufgemacht ist, wie die oben beschriebene Satteltasche 4.1, führe ich sie hier dennoch mal auf. Ersatzschlauch, CO2-Kartusche und Reifenheber wickel ich in einen Lappen, damit innerhalb der Tasche alles an seinem Platz bleibt.

Der Klickverschluss ist derselbe, auf der Straße klappert allerdings nichts. Die Belastung ist da auch nicht so hoch. Der Rollverschluss dagegen wird bei der Micro mit soliden Gummizügen geschlossen. Das funktioniert absolut sicher und ich finde diese Tasche für diesen Einsatzzweck richtig gut.

Kurzinfos ORTLIEB Micro Two

- Preis UVP: 26,99 €
- Volumen: 0,8 l
- Befestigung: Klickverschluss
- Größe: Tiefe 12 cm/ Höhe 7cm
- Besonderheiten: wasser- und staubdicht nach IP64 (Rollverschluss), PVC-frei, Reflektoren, auch in klein mit 0,8 l Volumen erhältlich
- Weitere Infos: hier geht es zum Hersteller

APIDURA Racing Bolt-On Top Tube Pack

Kleine Oberrohrtaschen gehören zu den beliebtesten Taschen, die beim Bikepacking benutzt werden. Direkt vor einem liegend, ob per Klettverschluss befestigt oder wie bei mir als Variante zum Verschrauben, sind sie ein absolut sinnvoller Helfer. Smartphone, Kleingeld, der Müsliriegel oder anderes Kleinzeugs sind stets griffbereit.

Da mein ROSE Backroad, Jahrgang 2020, die Möglichkeit besitzt, eine Oberrohrtasche an zwei Punkten zu verschrauben, habe ich genau nach so einer passenden Lösung gesucht. Ich hatte immer das Problem bei anderen Taschen, dass diese trotz stramm sitzenden Klettverschluss ständig verrutschten. Besonders natürlich im Gelände. Das nervte mich ungemein.

Als ich damals nach einer Bolt-On-Bag suchte, gab es noch keine große Auswahl. Doch immer wieder tauchte diese Tasche von Apidura bei meinen Recherchen auf. Ich hörte an sich nur Gutes von ihr, daher entschied ich mich, sie mir selber zu kaufen.

Ich habe nichts bereut! Sie ist die Tasche, die IMMER auf meinem Gravelbike dabei ist. Pfiffig ist die Lösung, dass ich das Lampenkabel von der Lupine durch eine geschützte Öffnung in die Tasche hinein führen kann, wo sich dann der Akku befindet.

Der Deckel besitzt einen sicher verschließbaren Magnet-Verschluss. Mit ihm lässt sich die Tasche schnell öffnen. Und da sich der Deckel nicht verformt, auch wieder einfach schließen. Der Magnet schnappt dann einfach zu.

Wackeln tut an der Tasche herzlich wenig. Nämlich nichts. Zusätzlich gibt es noch einen Klettverschluss, der um das Steuerrohr gelegt wird. Der Innenfutter ist hellgrau, die beiden Schrauben sind durch ein herausnehmbares Filz abgedeckt, das sich deshalb auch gut reinigen lässt.

Tipp: um die Schraublöcher am Rahmen ein Stück durchsichtige Schutzfolie kleben, einen dünnen Gummiring als Abstandshalter über die Schraubenden führen. So hat die Tasche keinerlei Kontakt zum Rahmen und es entstehen keine Scheuerstellen! Die Tasche hält trotzdem sicher!

Ich liebe diese praktische und fest sitzende Tasche. Mittlerweile ist das Angebot an solchen Bolt-On-Bags gestiegen und die meisten Leute werden für sich dahingehend eine passende Lösung finden. Ob geschraubt oder aber auch mit Klettverschluss.

Kurzinfos APIDURA Racing Bolt-On Top Tube Pack

- Preis UVP:59 €
- Volumen: 1 l
- Befestigung: mit zwei Schrauben, zusätzlich Klettverschluss
- Größe: siehe Screenshot
- Breite: 4,5 cm
- Gewicht: 100 g
- Besonderheiten: u.a. vier Schraublöcher für unterschiedliche Position, Magnetverschluss, geschützte Kabelöffnung, wasserdicht
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RESTRAP Limited Run 04/ Look race Top Tube Bag

Wenn ich denn schon mal bei einer Top Tube Bag bin, dann kommt hier noch eine andere Variante. Diese „Limited“-Oberrohrtasche von Restrap habe ich mir speziell für das Rennrad zugelegt. Schmal, länglich, dabei leicht abfallend zum Sitzrohr hin, wasserdicht und komplett reflektierend. Diese Merkmale waren für mich beim Kauf ausschlaggebend.

Gekauft habe ich sie im Zuge für das Event des „Rando Imperator“, der Alpenüberquerung im letzten Mai. Hier geht zu meinem Bericht Teil 1 und hier zu Teil 2. Und genau dafür war die Tasche perfekt. Sie ist dazu unheimlich Formstabil und bleibt trotz Klettverschluss, Gummizug um das Steuerrohr und weiteren kleinen Strap am Ende unterhalb der Tasche sicher an ihrem Platz! Es geht also doch ohne Bolt-On.

Da sie sehr schmal ist, stört sie im Wiegetritt in keinster Weise. Die Außenfarbe ist „ölig-Farben“, doch das Material reflektiert im Dunklen großartig. Unmöglich, übersehen zu werden. Tagsüber dezent edel, nachts ein großer Pluspunkt für die Sicherheit. Im Sommer, beim Super Berlin Express 747, wo es über weite Teile durch die Dunkelheit ging, fühlte ich mich mit ihr auf den einsamen Landstraßen sehr sicher.

Trotz der schmalen Ausführung gibt es im Inneren vier separate Innentaschen. Da passen nur flache Dinge hinein, aber trotzdem sorgen diese Details für Ordnung.

Ein kleines Defizit gibt es beim Außenmaterial. Das knittert, wie auf dem Foto in der Mitte zu sehen, an den Nahtstellen bei häufigem Gebrauch immer mehr. An den Knitterstellen wird das Material über kurz oder lang irgendwann einreißen. So sieht es zumindest aus. Bei mir ist es an manchen Stellen schon ziemlich dünn. Erkennbar daran, dass das Material dort seine ölige Farbe verliert.

Nutzen tue ich diese Tasche ausschließlich auf dem Rennrad bei längeren Touren. Sie ist dabei äußerst praktisch und stört auch beim Stehenbleiben wegen ihrer geschwungenen Form nicht im Schritt.

Kurzinfos RESTRAP Limited Run 04/ LOOK Race Top Tube Bag

- Preis UVP:89,99 €
- Volumen: 1,5 l
- Befestigung: Klettverschluss, Gummizug und schmaler Strap
- Gewicht: 206 g
- Besonderheiten: wasserdicht
- Weitere Infos: direkt bei Restrap

RESTRAP Limited Run 04/ LOOK Saddle Bag

Da man ja doch manchmal als Radfahrer Wert auf einen einigermaßen guten Style legt (ja, is‘ so), habe ich mir passend zu der Oberrohrtasche die passende Saddle Bag von Restrap dazu gekauft. Sie ist nicht allzu groß, es passen nur 4,5 Liter hinein, aber dafür sollte sie mir damals beim erwähnten Rando Imperator gerade am Rennrad ideal sein.

Für zum Beispiel Regenklamotten oder Windjacke unterzubringen, ist sie absolut ausreichend. Also für den Kurztrip in Kombination mit der Oberrohrtasche würde ich sie auf 1-2 Tages-Touren immer wieder nehmen. Wie schon erwähnt, das Außenmaterial reflektiert in der Dunkelheit sagenhaft.

Wermutstropfen ist trotz des geringen Packmaßes das Aufschaukeln. Das habe ich bisher nie in den Griff bekommen. Das fällt zwar nicht gravierend ins Gewicht, da man in der Tasche sowieso nur leichtes Gepäck unterbringt, aber trotzdem nervt mich das irgendwie.

Auf Fotos des Herstellers sieht es teilweise so aus, dass es an der Sattelstange, wo der schmale Klettverschluss herumführt, noch ein Zusatzteil (?) für eine wackelfreiere Anbringung gibt. Das ist allerdings schwer zu erkennen auf den Bildern, die ich gefunden habe. Beim Kauf war damals nichts weiteres dabei. Wer dazu Infos hat, gerne mir schreiben!

Ich nutze sie also gelegentlich am Rennrad, wenn das Wetter wechselhaft sein kann und ich eventuell Regenkleidung brauche. Schick sieht die Kombination dann von Top Tube Bag und Saddle Bag aus. Und Style fährt gerne mal bei mir mit 😉

Kurzinfos Limited Run 04/ LOOK Saddle Bag

- Preis UVP:81,99 €
- Volumen: 4,5 l
- Befestigung: Klettverschluss am Sattelrohr, übliche Straps am Sattel
- Rollverschluß
- Gewicht: 210 g
- Besonderheiten: wasserdicht
- Weitere Infos: direkt bei Restrap
- Limitierte Taschen in Zusammenarbeit mit LOOK, nur solange der Vorrat reicht (Herstellerangabe)

CHOIKE Yafün Harness-System & Lapabag

Die Marke CHOIKE kennt nicht jeder, denn sie kommt aus Chile! Ich bin vor ein paar Jahren auf das Equipment des Herstellers im Internet gestoßen und war direkt hin und weg. Damals hatte ich die Firma angeschrieben, ob sie auch nach Deutschland versenden würden. So ergab sich dann einfach im Verlaufe des Kontakts der Deal, dass ich über die Taschen berichten sollte und ich sie umsonst bekommen würde. Das habe ich seinerzeit getan und ihr könnt den Bericht HIER nachlesen.

Choike stellt großartige Taschen für das große (und kleine) Bikepacking-Abenteuer her. Handgefertigt und für einen sagenhaft günstigen Preis. Dazu schick und funktional. In einem Harness-System klemmt man mit Gurten quasi einen Trockensack in einer flexiblen, aber stabilen Halterung an den Lenker. Vorteil: die Halterung bleibt am Lenker, der Trockensack kann ganz easy herausgenommen werden. Genauso andersherum wieder festgeklemmt werden.

Der mitgelieferte Trockensack ist an beiden Enden offen, man kommt schnell an alle Dinge heran. Verschließen tut man ihn mit den Rollverschlüssen links und rechts. Das Ganze ist dann absolut wasserdicht, der Trockensack besteht aus einer Art Zeltplane.

Wer, wie ich, eine kleine Rahmengröße hat, der wird oftmals das Problem mit dem Abstand zum Vorderrad haben. Auf ruckelnden Terrain schlägt das Harness-System manchmal auf den Reifen, weil sich das ganze System nicht immer hundertprozentig am Lenker festzurren lässt und sich mit der Zeit etwas löst. Auch, wenn es damals nach den Test-Kilometern nicht danach aussah. Schleifspuren an der Halterung des Packsacks zeugen mittlerweile dann leider doch von Kontaktstellen. Bei größeren Rahmen als 53 wird das weniger eine Rolle spielen!

Zusätzlich habe ich mir damals noch die Accessoire-Bag gekauft, die man mit einem cleveren Befestigungs-Clip an Ösen an der Halterung des Packsacks befestigt. Die Tasche ist wasserdicht, trägt nicht allzu dick auf und hat genug Stauraum für Powerbank, Schlüssel, Riegel & Co. Leider kann man diese praktische Tasche nicht alleine an den Lenker klemmen.

Das ganze System benutze ich nur noch sporadisch aufgrund des Durchschlagens auf den Reifen. Das nervt manchmal ganz schön, zusätzliche Straps können als Gegenmaßnahme aber hilfreich sein. Ansonsten gibt es über die Qualität nichts zu meckern. Alles ist ganz hervorragend vernäht, die verwendeten Materialien ergeben Sinn. Und der Preis für dieses System ist unschlagbar.

Mittlerweile wurden die beiden Produkte leicht überarbeitet, sind aber fast identisch mit denen, die ich hier aufgeführt habe!

Kurzinfos CHOIKE Yafün Harness-System & Lapabag

- Preis Harness-System YAFÜN: ca. 38 EUR
- Preis Lapabag: ca.22 EUR
- Gewicht Harness-System: 285 g
- Besonderheiten: Packtasche und Lapabag wasserdicht, hergestellt in Chile
- Durchmesser Packtasche von ca. 12 bis 20 cm
- Weitere Infos zum Harnest-System findet ihr HIER & für die Lapabag HIER

Ortlieb Fork-Pack 4.1 L

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Noch einmal Ortlieb. Die Firma bietet auch für die Vordergabel Bikepacking-Taschen an. Wer also Ösen an seiner Vordergabel findet, der dürfte somit eine weitere Möglichkeit haben, Taschen unterzubringen. Dabei haben sich diese beiden für mich als besonders wertvoll und äußerst praktisch entpuppt. Sie dürfen auf großer Tour nicht mehr bei mir fehlen.

Sie sind, wie alle Ortlieb-Taschen, absolut wasserdicht und besitzen einen Rollverschluss. Im Innenbereich gibt es keine Extra-Fächer, das braucht es aber auch nicht. Ich packe mir eine Tasche immer mit „Zivil-Klamotten“, wenn ich im Hotel oder Pension übernachten sollte und in der anderen die Wechsel-Klamotten fürs Fahrrad.

Aufpassen muss man natürlich bei der Zuladung, das Gewicht sollte je Tasche 3 Kilogramm nicht überschreiten. Praktisch ist die Halterung, die man fest an die Ösen der Gabel verschraubt und in die man die Taschen einfach einklickt. Natürlich lassen sie sich ganz easy auch wieder abnehmen. Das empfinde ich als super bequem.

Doch, auch hier gibt es einen kleinen, aber leicht selber zu verbessernden Kritikpunkt. Da nämlich hier ebenfalls wieder Plastik auf Plastik wirkt (in der Halterung), kann es somit auch wieder zu Klappergeräuschen kommen. Ein Stück aufgeklebtes, ganz dünnes Gummi an den Kontaktstellen verhindert das allerdings problemlos.

Das Fahrverhalten ist übrigens ziemlich normal, man merkt die Taschen so gut, wie gar nicht. Die Taschen sitzen absolut fest, da muss man sich nach dem Einklicken keine Sorgen mehr machen. Auf ausgedehnten Touren, wie dieses Jahr durch Deutschland, waren sie für mich unverzichtbar. Das schwere Gepäck habe ich da in der Satteltasche verstaut, das leichtere Gepäck, wie eben beschrieben, vorne in die Fork Bags. Diese Kombination samt einer Rahmen- und/ oder Oberrohrtasche, eventuell noch einer kleinen Lenkertasche lässt einen damit problemlos für viele Tage ins Abenteuer durchstarten.

Kurzinfos ORTLIEB Fork Pack 4.1L

- Preis je Exemplar UVP: 54,99 €
- Volumen: 4,1 l
- Befestigungssystem: Quick-Lock S
- Rollverschluß
- Gewicht je Tasche: 290 g
- Größe: Höhe 28 cm, Tiefe 11 cm, Breite 17,5 cm
- Zuladung je Tasche: 3 kg
- Besonderheiten: wasser- und staubdicht nach IPX64, weitere Version mit 5,8l Stauraum verfügbar 
- Weitere Infos bei Ortlieb

Topeak BACKLOADER 6l Satteltasche

Dies ist meine allererste Bikepacking-Tasche, die ich mir vor ungefähr vier Jahren bereits gekauft habe. Schon früh, bevor der große Rummel um dieses Thema so richtig losging. Ihr Volumen beträgt 6 Liter. Zu der Tasche gehört noch herausnehmbarer wasserdichter Packsack, der sogar ein Kompressionsventil besitzt. Das ist unheimlich praktisch. So bekommt man viel Luft aus dem Sack und mehr Klamotten hinein.

Das Außenmaterial ist nur leicht wasserabweisend, die Unterseite verstärkt. Sie dient zusätzlich als Spritzschutz. Mit dem Packsack zusammen bleibt der Inhalt aber hundertprozentig trocken.

Ich habe einige Touren mit dem Backloader gemacht, doch die Befestigung an Sattel und Sitzrohr ließ sich auch hier nie so ganz wackelfrei anbringen. Trotzdem ist der Backloader eine solide, sehr gut verarbeitete Satteltasche. Nach all den Jahren ist immer noch nichts kaputt, angerissen oder sind sonstige Defekte zu ersichtlich.

Nutzen tue ich sie sehr gerne beim Pendeln zur Arbeit. Prima ist der Kordelzug oben auf der Tasche. Da klemme ich im Sommer gerne mal eine Weste unter.

Wer mit dem Einstieg zum Bikepacking liebäugelt, dem würde ich diese recht günstige Satteltasche, die es in drei verschiedenen Größen gibt, tatsächlich empfehlen. Viel falsch machen kann man mit ihr nicht. Mittlerweile ist sie leicht überarbeitet worden und es gibt sie sowohl in Schwarz, als auch dezentem Grün.

Kurzinfo Topeak BACKLOADER 6l Satteltasche

- Preis UVP: 69,95 €
- Volumen: 6 l
- Gewicht: 335 g
- Maße cm: B50 x H16 x T15
- Maximale Belastung: 5 kg
- Befestigung:Klettverschluss-Befestigung für Sattelgestell und Sattelstütze
- Besonderheiten: inkl. wasserdichter Innensack mit Kompressionsventil, Rücklichtbefestigung

Die Bikepacking-Taschen im Einsatz

Da ist doch tatsächlich ordentlich etwas zusammen gekommen. Ich hoffe, ihr konntet ein paar Eindrücke gewinnen, was es so an Taschen gibt und habt euch vielleicht ja auch dabei etwas Anregung geholt. Falls ihr Fragen haben solltet, schreibt mir gerne.

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Im dritten Teil meiner Serie „Mein Equipment“ nehme ich euch mit in meine Cyclingcave. Dorthin, wohin nur die allerwenigsten jemals einen Fuß hineinsetzen werden. Und meine Frau mich oftmals nur mit leckeren Essen herauslocken kann. In dieser Höhle zeige ich euch diesmal einen kleinen Ausschnitt meiner wichtigsten Werkzeuge und Produkte, die ich für kleine Reparaturen oder Montage benötige.

Dass einige von euch garantiert noch ganz anderes oder mehr Werkzeug benutzen, sei es, weil sie noch ganz andere Arbeiten am Fahrrad verrichten oder Dinge anders handhaben, ist klar. Dies soll auch keine vollständige Auflistung sein, sondern nur ein klitzekleiner Blick auf meine Tools. Sicherlich fehlen mir noch einige Werkzeuge fürs Fahrrad, die können aber durchaus noch kommen. Da wäre ich nicht abgeneigt…

Vielleicht dient ja der dritte Teil über mein Equipment weiterhin den ein oder anderen als kleiner Denkanstoß oder Ideengeber. Wäre doch schön, oder? Wie immer: lasst es mich wissen (in den Kommentaren oder per email) , gerne auch mit Fotos eurer Cyclingcave.

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Schon ein bisschen Wohlfühloase 😉

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Die Kette zu wechseln, gehört bei mir zum Standard-Repertoire. Da brauche ich natürlich ein paar zuverlässiges Tools. Bevor ich eine Fahrradkette wechsel, muss ich erst einmal wissen, ob das überhaupt notwendig ist. Dazu habe ich eine sogenannte Kettenlehre. In diesem Fall eine von Birdzman, da sie auch für 12fach-Ketten geeignet ist! Das ist wichtig zu wissen, denn die Konstruktion der Kettenglieder für 10-,11- oder 12fach ist nicht immer identisch!

Die Lehre wird zunächst mit der Seite des einzelnen Haken oberhalb in ein Kettenglied der unteren Kettenführung gesteckt und danach die anderer Seite mit den drei Haken. Anhand der Skala lässt sich jetzt der Verschleiss ablesen. Die Haken dürfen nicht vollständig eintauchen, dann wäre die Kette komplett durch. Wenn die Kette mit dem mittleren Haken nicht ganz eintaucht (0,75), sondern noch etwas aufliegt, wechsel ich die Kette. So wird auch der zu große Verschleiss an den Ritzeln und der Kassette vermieden. Die halten dann meist noch wesentlich länger durch. Doch das kann auch eine Glaubensfrage sein!

An meinen Fahrrädern sind die Ketten mit Hilfe eines sogenannten Kettenschlosses verschlossen. Zumindest bei den Schaltgruppen von SRAM. Um die neue Kette am Kettenschloss zu schliessen, benutze ich eine sogenannte Kettenschliesszange. Die ist ebenfalls von Birdzman. Die Handhabung ist denkbar einfach, indem man die Spitzen zwischen die Kettenglieder einführt und dementsprechend zudrückt. Ich bin damit sehr zufrieden.

Um eine neue Kette zu kürzen benutze ich einen älteren Kettennieter von Tacx. Der ist solide konstruiert und recht leicht zu bedienen. Doch hier gibt es ein ABER: ausgelegt ist der eigentlich für 9 – 11fach Ketten. An meinem Rose Backroad oder dem Rose X-Lite 6 ist je eine 12fach Kette verbaut. Trotzdem funktioniert der Kettennieter hier einwandfrei, wenn ich die neue Kette kürzen muss. Es werden keine anderen Kettenglieder dabei beschädigt. Warum er also nur bis 11fach funktionieren soll, kann ich somit nicht sagen. Wer Genaueres dazu weiß, darf sich gerne melden!

Anbei ist eine Art „Klammer“ auf einem Foto über dem Kettennieter zu sehen. Nach dem Einfädeln der neuen Kette über die Kassette und die Ritzel nimmt sie den Druck von ihr. Man zieht quasi die Kette also etwas zusammen und hängt die Enden der Klammer links und rechts so weit in die neue Kette, dass jeweils die letzten zwei, drei Kettenglieder frei hinunterbaumeln. Die Kette ist somit fixiert und kann sich nicht auseinander ziehen. Nun kann bequem das Kettenschloss geschlossen oder der Kettennietstift eingeführt werden. 

Dieses Mini-Tool ist daher sehr praktisch, man kann sich aber auch genauso gut eine große Büroklammer zurechtbiegen. Das als kleiner Trick am Rande.

Praktische Tools für die Scheibenbremse

Die Scheibenbremse setzt sich immer mehr im Radsport durch und verdrängt die an sich einfach zu wartende Felgenbremse immer mehr. Auch bei meinem Rennrad und Gravelbike ist eine Scheibenbremse mittlerweile Standard. Über die Vor- und Nachteile möchte ich hier aber nicht näher eingehen.

Die Scheibenbremse bedarf ein wenig mehr Pflege, als für die klassische Felgenbremse. Doch auch davor braucht niemand Angst zu haben. Mit günstigen Werkzeugen hat man schnell das Wichtigste erledigt.

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Links das Richtwerkzeug, rechts der Bremskolbenspreizer.

Wer schon einmal Bremsbeläge bei einer Scheibenbremse gewechselt hat, der kennt das Problem, dass manchmal die Bremsscheibe beim Einsetzen des Rads nicht mehr zwischen die Beläge passt. Um das zu vermeiden, sollte man die Bremskolben bei jeder Reinigung mit in die Pflege einbeziehen. Oft setzt an den Kolben Dreck an, sodass mit der Zeit die Kolben nicht mehr komplett zurückfahren.

Mit Wasser oder Bremsscheibenreiniger kann man diesen Dreck nach kurzer Einwirkungszeit gut entfernen. Da die Bremskolben empfindlich sind, sollte man jedoch nicht mit aggressiven Mitteln hantieren. Daher besser die Inhaltsstoffe auf der Verpackung beachten.

Wenn alles so weit in Ordnung ist, es trotzdem etwas eng zwischen Scheibe und Bremsbelag ist, kann man mithilfe des Bremskolbenspreizers sanft noch etwas nachhelfen. Vorsichtig schiebt man das Tool zwischen die Bremsbeläge und drückt durch die Keilform des Werkzeugs diese nun etwas auseinander. Niemals Gewalt anwenden, sondern mit Gefühl drücken!

Manchmal ist es auch so, dass die Scheibe trotzdem an einer Stelle schleift. Es kann sein, dass sich die Bremsscheibe, gerade bei langen Abfahrten, so stark beim Bremsen erhitzt hat, dass sie sich minimal verformt hat. Mit dem Richtwerkzeug kann man die Scheibe ganz vorsichtig an der Stelle wieder geradebiegen. Auch hier gilt: nicht mit Gewalt, minimaler Kraftaufwand reicht völlig! Und schwupp, ist das Problem auch schon gelöst.

Guck mal, wer da hämmert

Was definitiv nicht fehlen darf in einer guten Werkstatt, ist ein gutes Inbusschlüssel-Set. Da brauche ich und natürlich jeder andere, der schon mal etwas an seinem Rad schraubt, eine Vielzahl an unterschiedlichen Größen. Einen kleinen für die Montage der Fahrradcomputer-Halterung oder den größeren für die Steckachse. Egal, mit einem hochwertigen Set ist man für alles gewappnet. Damit meine ich ein Set, wo die Enden nicht nach zweimaligen Gebrauch rund gelutscht sind. Damit tut sich niemand einen Gefallen.

Ein Innenlager-Schlüssel ist ebenfalls manchmal hilfreich, wie ein guter Gummihammer. Gewalt ist keine Lösung, doch manchmal hilft ein sanfter Schlag bei der (De)Montage etwas nach 😉

Kein Chaos in der Werkstatt

Ich gebe zu, auch ich bin manchmal ein Schlönz in meiner Werkstatt und lasse mal das ein oder andere Teil meines Equipments liegen. Nerven tut mich das selber. Daher versuche auch ich, mir das mit etwas mehr Ordentlichkeit abzugewöhnen. Erstens findet man sich dann besser zurecht und zweitens sieht es ja auch schöner aus. Das Gefühl einer aufgeräumten Werkstatt ist ja doch etwas Angenehmes, oder? 😉

Ich greife dazu auf typische Regalkisten zurück. So habe ich gewisse Ersatzteile immer griffbereit, geordnet nach Firma, also bei mir dann in SRAM- und SHIMANO-Kiste. Und welche, wo Materialien drin sind, die für alles infrage kommen. Also für Felgenband, Co2-Kartuschen, Cleats, Ketten und so weiter. Ich möchte immer einen gewissen, kleinen Vorrat an allen notwendigen Materialien dahaben, ohne dass das in Hamstern ausartet.

Mein Bikepflege-Equipment

Die Bikepflege ist für den einen ein notwendiges Übel, für den anderen schon ein fast ein meditatives Erlebnis. Bei mir ist es eine Mischung aus beiden. Wenn ich zu viele Tage hintereinander das Fahrrad vom groben Dreck sauber machen muss, wird es auch mir lästig. Es gibt aber auch oft die Momente, wo ich es sehr gerne mache. Weil mich das tatsächlich abschalten lässt. Ja, es ist dann schon in gewisser Weise meditativ, das gebe ich zu. Und ich mache es dann oftmals so gewissenhaft, obwohl ich genau weiß, nach der nächsten Ausfahrt sieht das Fahrrad doch wieder aus, wie Sau.

Wie viele ja bereits wissen, benutze ich sehr gerne die verschiedenen Pflegeprodukte von Antidot Bikecare. Nicht nur, weil die Firma mich unterstützt, sondern weil ich von den Produkten überzeugt bin. Ich bekomme jeden Dreck vom Fahrrad problemlos ab. Sehr gut gefällt mir da insbesondere der Technikreiniger. Damit sieht die Kette nach dem Putzen wieder fast aus, wie neu. Und auch die Werkstatttücher, die in Bike-Reiniger im Eimer getränkt sind, sind mir oftmals eine große Hilfe.

Diverse Bürsten und Lappen gehören in jede Werkstatt. In manche Ritzen kommt man leicht, in anderen dagegen eher schwer. So gibt es ein ganzes Sammelsurium an Bürsten bei mir. Auf den Fotos ist das gut zur kennen. Wunderbar sind diese schmalen Bürsten, die man eigentlich eher für einen verstopften Abfluss an einer Spüle verwendet. Damit lassen sich gut kleine Zwischenräume reinigen, wie zum Beispiel die zwischen den Kettengliedern.

Für die Kassette nehme ich gerne die Gear Floss von FINISH LINE. Sie sehen fast genauso aus, wie Schnürsenkel. Die kann man superbequem zwischen die einzelnen Ritzel der Kassette hin und her bewegen und somit den dortigen Zwischenraum gut sauber bekommen. Bei einer 12fach-Kassette gilt zu beachten, dass der Zwischenraum enger ist, als der bei einer 10- oder 11fach-Kassette und man manchmal etwas eher mit diesen Schnürsenkeln an den Zähnen hängenbleiben kann.

Im großen Stile besitze ich übrigens fusselfreie Lappen. Das sind genau die Stofflappen, die man schon mal als Trockentuch an Raststätten und in Gastwirtschaften vorfindet. Die sind industriell gereinigt und in eine handliche Größe geschnitten worden. Gekauft habe ich die bei Amazon als Kilo-Ware. Mit 10kg Putzlappen komme ich zwei- bis drei Jahre aus.

Noch mehr Tools

Drei Tools möchte ich euch noch kurz vorstellen. Eins davon, um nochmal auf hydraulische Bremsen zu sprechen zu kommen, ist das Entlüftungs-Kit von SRAM. Manchmal zieht die Bremsanlage mit der Zeit Luft und die Bremse verliert an Druck. Dann kommt dieses Werkzeug mit speziellen Spritzen zum Einsatz.

Dazu braucht man die passende Bremsflüssigkeit. SRAM benutzt da eine sogenannte DOT 5.1-Bremsflüssigkeit. SHIMANO dagegen setzt auf ein Mineralöl. Sie sind nicht miteinander kompatibel! Darauf muss man achten! Das Prinzip des Bremsflüssigkeitswechsels ist aber ziemlich identisch.

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Das Entlüftungs-Kit von SRAM für hydraulische Bremsscheiben.

Die Bremsflüssigkeit zu wechseln, mag nicht jedermanns Sache sein. Es sieht zunächst recht kompliziert aus, ist es aber nicht. Wer einmal das Prinzip verstanden hat und Schritt für Schritt vorgeht, wird keine großen Probleme haben. Zumal es im Internet auch ausreichend Videos dazu gibt, wo sich das jeder einmal anschauen kann.

Das andere Werkzeug, das in jede Fahrradwerkstatt gehört, ist ein Drehmomentschlüssel. Ob für den Sattel, den Lenker oder die Montage diverser Anbauteile, die eine genauen Drehmoment brauchen – dieses Tool ist ein Must-have. Ich besitze den Drehmomentschlüssel mit diversen Aufsätzen von ROSE. Der ist zwar nicht High End und lässt sich auch nur mithilfe einer Skala auf die richtige Stärke einstellen, aber für die gängigsten, kleineren Montagearbeiten reicht es völlig aus. Auch hier gilt: langsam die Schrauben festziehen, dann merkt man ganz deutlich durch ein Klicken, wie weit man anziehen kann!

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Ein Drehmomentschlüssel für kleine Montagearbeiten.

Niemals, wirklich niemals sollte eine Standpumpe beim eigenen Equipment fehlen. Der absolute Klassiker. Ein Klassiker schlechthin, seit Jahrzehnten fast unverändert gebaut, verwendet bei großen World Tour-Teams und so beliebt, dass es schon edle Sondereditionen gibt, ist der „Rennkompressor“ von SKS.

Etwas schwer, dafür äußerst massiv und solide. Ersatzteile, wenn denn überhaupt mal benötigt, gibt es auf Jahre. Ausgestattet mit Manometer für genaues ablesen des benötigten Drucks in den Reifen und austauschbaren Schlauchs samt Ventilkopf für unterschiedliche Ventilarten. Mit dem Rennkompressor kommt jeder zurecht. Ich mag ihn nicht mehr missen.

Ich hoffe, ihr habt jetzt einen kleinen Eindruck gewonnen, wie es in meiner privaten „Fahrradwerkstatt“ aussieht. Ich lerne gerne dazu, alles kann ich natürlich nicht, aber ich mache mittlerweile viele kleinere Arbeiten selbst am Rad. Außerdem lerne ich so meine Räder besser kennen und weiß, wie die Technik funktioniert und worauf man achten sollte. Und na klar, es macht natürlich Spaß 😉

Wer mehr über mein Equipment erfahren möchte, was ich denn so fahre und benutze, der kann sich gerne auf DIESER SEITE auf meinem Blog umschauen. Dort stelle ich immer wieder mal meine Sachen vor. Schaut mal rein!

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