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Kommt mit auf einen Gravelride!

Es gibt ein Wochenende im kommenden Mai, auf welches ich mich ganz besonders freue. Vom 20. bis 22. Mai geht es erneut auf einen Gravelride ins Deutsch-Polnisch-Tschechische Grenzgebiet. Der „Schlesische Grenzer“ wartet nämlich auf Leute, die zu so einer Tour Bock haben! Wer meinen Blog verfolgt, der weiß, dass ich im letzten Jahr dort schon mit dem Gravelbike unterwegs war und völlig hin und weg war von dieser perfekten Gravellandschaft. Einsame Feld-, Wald- und Wiesenwege, mit immer wieder sprachlos machenden Aussichten konnten mich damals direkt in ihren Bann ziehen. Mal sanfte, mal schwer zu fahrende Hügel, mal Füße hoch und rollen lassen, es war herrlich. Duftende Kiefernwälder wechselten sich ab mit frühlingshaften Bergwiesen. Dazu manchmal morbide wirkende, alte Dörfer am Wegesrand, mit prachtvollen Verzierungen am rissigen Mauerwerk ließen mich den unglaublichen Charme dieses Landstrichs deutlich spüren. 

Und immer wieder diese gefühlt endlose Weite. In Zentraleuropa in der Form nicht mehr so oft zu finden. Im Hintergrund das Siebengebirge mit seinem imposanten, nicht enden wollenden Bergrücken. Scheinbar unüberwindbar zieht es sich am gesamten Horizont entlang. Und trotz damals nahenden Sommers waren die Gipfel deutlich erkennbar noch mit Schnee bedeckt, während einem zu Füßen sich schon die ersten Wildblumen in ihrer Pracht zeigten. Eine atemberaubende Landschaft, die man mit dem Gravelbike ehrfurchtsvoll und demütig, aber mit glänzenden Augen durchfährt. Und eine Region, die in die Geschichte eingegangen ist und Spuren hinterlassen hat.

Daher ist es für mich eine große Freude, an diesem besagten Wochenende als Tourguide auf einem einzigartigen Gravelride eingeladen worden zu sein und mitzufahren. Christian, der im letzten Jahr mein Scouting-Guide vor Ort in der Oberlausitz war, und ich haben den Kontakt nicht abreißen lassen. Wir haben die gleiche Leidenschaft auf dem Gravelbike und da war es irgendwann naheliegend, einmal etwas „Anderes“ auf die Beine zu stellen. Daher könnt auch ihr im Mai an diesem sagenhaften Gravelride der legendären Dropbar Crew aus Dresden teilnehmen! Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns dort sehen würden. 

Doch um was es sich genau handelt bei dieser spektakulären Tour, dass erzählt euch Christian besser einmal selber:

„Liebe Gravelfreunde, 

ich bin Christian aus Dresden. Bei touristischer Erkundung im Mai 2021 haben sich im polnischen Grenzgebiet, also in absolutem Niemandsland „zwei gefunden“: Thomas, alias „bikingtom“ teilt mit mir die Leidenschaft für Schotter, Berge & gutes Bier. Von Beginn an wie wir uns trafen brabbelten wir über Gott und die Welt, über besondere Erlebnisse auf und fernab des Sattels und zahlreiche Ideen die man immer schon mal auf dem Rad erfahren wollte. Und das tolle Modewort „Community“ war bei uns beiden ebenfalls schon immer groß geschrieben: warum fahren wir Rad? Um schöne Momente mit coolen Leuten zu erleben. So einfach gesagt, so zeitintensiv der Weg zum Gravel-Event. 


Was treibt mich an?

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Zwei Typen, ein Hobby!

Seit über zehn Jahren bin ich in und um Dresden auf dem Rennrad, seit einiger Zeit bevorzugt auch auf dem Gravelbike anzutreffen. Seitdem ich meinen italienischen Begleiter in blau – rot habe bin ich hin und weg. Für mich ein Rennrad für’s (sehr) Grobe. Mit meinem kleinen Freundes-Kollektiv, der „Dropbar Crew“ in Dresden, möchte ich ganz grundlegend die Leute für das sportive Radfahren begeistern, fernab des Alters, der Trikotfarbe, fernab von Zahlen wie Hm, Km, Strava-KOMs oder der Notwendigkeit „es ernst zu meinen“ und zu trainieren. Es ist ein großer Schritt geschafft und somit lobenswert, wenn man sich bei allem tagtäglichen Stress und Verpflichtungen überhaupt erstmal über die Türschwelle traut um an die frische Luft zu kommen. Das muss man – wenn man ehrlich ist – mal so klar sagen. 

So haben sich über meine Feierabend- und Tagestouren für Rennrad als auch Gravelbikes in Dresden dutzende Gleichgesinnte gefunden welche offen, neugierig und abenteuerlustig sind. Die Tour durch Niederschlesien habe ich nun mehrfach befahren, die Region kenn ich mittlerweile so gut wie den Wald vor der Haustür in Dresden und brauche selbst keine Karte mehr dafür. (An der polnischen Sprache haperts aber noch). Ich hab die Strecke umfangreich erkundet und – entgegen meiner urspünglichen Erwartung – diese entlegene, raue Region die man sonst gut und gern in 1,5 – 2 h auf dem Rennrad durchpaced als DAS Gravelparadies entdeckt. Ich möchte kaum noch wo anders hin! Erst diesen März war ich wieder dort für den finalen Strecken-Check nach einem stürmischen Winter: alles ocker und beige, kahl, schroff. Doch bei strahlendem Sonnenschein war es berührend schön! Und wenn man dann noch so tolle Mitfahrer wie den Tom hat ist das Motivation genug ein Wiedersehen so schön wie möglich zu gestalten. 

Die Tour

Es ist uns nun gemeinsam ein Anliegen den ganz individuellen Charakter und Charme der Region zwischen Zittau (Sachsen), dem Isergebirge (Tschechien) und Niederschlesien (Polen) herauszuarbeiten um eine tolle Zeit in entlegenen Wegen, auf einsamen Pfaden und in fantastischen Landschaften mit Euch zu genießen. Die Teilnehmer-Kapazität der Tour wurde bewusst auf ca. 20 reduziert um in freundschaftlicher, wenn nicht gar familiärer Atmosphäre tolle Momente zu teilen. Die Anreise zum Donnerstag (Vorabend) sei einem jeden empfohlen: ein abendlicher Gravelride ist geplant. Der Kurzurlaub kann also bereits am Vortag 18 Uhr beginnen.

Nebst Tom und mir begleitet uns noch Nicol, eine liebe Freundin aus Dresden welche ebenso ihre Freizeit nach Möglichkeit im leichten Gelände auf dem Sattel verbringt. Sie wird eine Mädels-Gruppe anführen, die Kilometer und Höhenmeter der Hauptetappe an Tag 2 sind damit ein wenig kürzer aber nicht weniger schön. Die Highlights bleiben bestehen. Natürlich dürfen sich auch Herren in der entspannten Gruppe einfinden, aber: die Frauen entscheiden über das Tempo, Fahrweise und Gesprächsthema. Punkt.

Was erwartet Euch?

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Ausblicke.

Durch entlegene Wälder und Felder im hügligen Grenzgebiet zwischen Polen und Tschechien führt uns die Route an 3 Tagen über 300 km und bis zu 4.500 Hm durch das Drei-Länder-Eck Deutschland, Tschechien und Polen mit Fokus auf Niederschlesien. Die historischen Städte Löwenberg und Hirschberg sind die Eckpfeiler der Hauptetappe am langen Samstag. Die verbindenden Tagestouren am Freitag und Sonntag punkten mit Einsamkeit und Ruhe pur! Selbst die Panorama- und Bergverwöhnten Dresdner kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Stets das Riesengebirge mit der Schneekoppe (1.609 m!) im Blick gibt’s mit der Heufuderbaude auf 1.058 müNN auch einen würdigen Gegner den es über Gipfelpfade zu bezwingen gibt (optional). Raue Asphaltbänder, holprige Feldwege, versteckte Ausblicke & „lost places“ – all das wird dich von Siedlung zu Siedlung begleiten. Auf der Rückreise nach Zittau durchqueren wir das Isergebirge: Sumpflandschaften, Talsperren, Stauseen und urige Bauden lassen uns nur ungern Abschied nehmen. Der Jested ist zudem unser ständiger Begleiter und verliert uns nicht aus den Augen.

Die Unterkunft liegt in Polen und ermöglicht Übernachtungen in großzügigen Doppelzimmern (EZ und Zelt ebenso möglich). Das alte, ehemals deutsche Herrenhaus mit Bar, Zapfhahn, Klavier, Billard, Stuck & rustikalem Parkett ist die perfekte Unterkunft und liegt zu Fuße des Isergebirges umgeben von großen Bäumen und einem kleinen Park. Zudem ergibt sich die Möglichkeit zusammen am abendlichen Lagerfreuer zu verweilen – alles ist bereitet. Euch erwartet gehobene Gastronomie, vegetarische Gerichte und kulinarische Vielfalt.

Ich freue mich schon sehr auf die Tour, auf das Wiedersehen (endlich mal wieder live!) mit Tom, auf viele neue und auch bekannte Gesichter und eine schöne Zeit.“

Euer Christian

So kannst du mitfahren

Wenn du jetzt Lust verspürst auf den Gravelride "Schlesischer Grenzer" mitzufahren, 

dann schau auf die Seite der legendären DROPBAR CREW aus Dresden!

Dort findest du alle Infos und Preise des Gravelrides! Ich als Tourguides würde mich sehr über das ein oder andere Gesicht freuen! Also sehen wir uns dort?

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