TEST: HNF HEISENBERG XD1 URBAN (S-Pedelec)

HNF Heisenberg, ein aufstrebender Hersteller von E-Bikes im Premium-Segment, bietet zur Zeit kostenlose Probefahrten an. Dazu wird das ausgesuchte und gewünschte Rad bis vor die Haustür geliefert. Die Räder werden durch Direktvertrieb verkauft, Werkstatt-Intervalle können telefonisch vereinbart werden. Dann kommt ein Zweirad-Mechaniker sogar zu einem nach Hause und macht das geliebte Bike wieder flott. Für den ein oder anderen sicherlich eine interessante Möglichkeit. Denn die Räder erregen durchaus Aufsehen, sehen sie doch allesamt sehr ansprechend aus! Doch wie macht sich ein Bike von Heisenberg auf der Straße?

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Wirkt bullig und fährt sehr dynamisch, das Heisenberg XD1 Urban.

Kommen wir also zu meinem Fahrbericht. Ich hatte mir das XD1 Urban ausgeguckt, da dies zu meinem Bedürfnissen an ein E-Bike dieser Gattung passt. Ich nutze mein vorhandenes E-Bike hauptsächlich als Pendler zwischen Arbeitsstelle und Zuhause. Der Weg führt teilweise über Straße und Asphalt, aber auch über Schotterwege. Leider wurde mir vom XD1 die S-Pedelec-Version geliefert, doch die normale e-Bike-Version mit 25 km/h ist bis auf die Beleuchtung baugleich.  Also spielte das für diesen Test keine große Rolle. Und um das Verhalten auch auf Schotter zu simulieren, bin ich trotzdem für ein Stück auf abgelegenen Wegen unterwegs gewesen.

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Stolz wird der Name auf dem Oberrohr getragen. Die Schweißnähte sind schön flach gehalten, die Kabelverlegung pfiffig gemacht.

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Nettes Design-Element mit integrierten Logo.

Der erste Blick auf das Rad lässt die Gene dieses Bikes aus dem MTB-Bereich erkennen. Mit Schutzblechen und vernünftiger Beleuchtung versehen, wurde daraus design-technisch ein durchaus attraktives Urban Bike mit weit hinunterreichendem Oberrohr entworfen das mit Sicherheit in der Stadt auffällt. Die Schweißnähte sind schön flach gehalten und zeugen von Können. Kleine Details wie das Logo auf dem formschönen Zwischenstück zwischen Ober- und Sitzrohr zeugen nicht nur von Design-Verliebtheit, auch der Sinn dieses Zwischenstücks ist deutlich. Denn es erzeugt eine bessere Verwindungssteifigkeit. Die Rockshox Sektor-Federgabel mit 130 mm Federweg ist äußerst robust und erfüllt seinen Dienst sehr gut an diesem Bike. Genauso wie die NuVinci N380SE-Schaltung in Verbindung mit dem wartungsfreien Gates-Riemenantrieb. Das stufenlose Schalten empfand ich angenehm, aber ein leichtes Verzögern konnte ich dabei feststellen. Wenn man ansonsten eine Kettenschaltung fährt, ist diese Art von Schaltung vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber die Umstellung gelingt trotzdem rasch!

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Massive RockShox Sektor-Federgabel.

Auffallen tat mir auch gleich der breite Lenker, der aber ein Höchstmaß an Stabilität und Spurtreue bringt. Gerade bei rasanten Fahrten ist das von Vorteil. Die Haltung ist sportlich-bequem. Ich hatte nicht den Eindruck als ob die Arme, Schultern oder der Nacken ermüden könnten. Das kommt einen sehr entgegen wenn man längere Strecken fährt. Denn auch wenn dieses Rad mit Stadtfahrten assoziiert wird, für ordentliche Touren ist sich dieses Bike nicht zu schade. Der 500Wh Akku von Bosch sorgt für ordentliche Leistungsreserven, die bei einem S-Pedelec sowieso gut gebraucht werden können. Der neue Performance Speed-Motor von BOSCH wirkte auf mich sehr laufruhig, auch in Verbindung mit der NuVinci-Schaltung. Das gefiel mir gut. Auffällig ist auch hier schon beim ersten Blick auf das Rad das der Motor hochkant verbaut ist! Der Schwerpunkt liegt somit ziemlich optimal unterhalb des Fahrers! Und der Akku ist ebenfalls gut am Unterrohr integriert worden und liegt dort gut geschützt.

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Markant: der hochkant verbaute BOSCH CX Speed-Motor.

Überrascht war ich dann doch tatsächlich über die von Magura stammende und äußerst kraftvoll zupackende Bremse MT4. Die Zweifinger-Bremshebel sind gut zu bedienen und lassen die Bremse dadurch wohldosieren. Doch man sollte sich erst ein wenig mit diesiger bissigen Bremse vertraut machen bevor es in den urbanen Dschungel geht! Doch auch wenn man über Schotter- oder Waldwege pflastert macht das XD1 Spaß. Zwar werden Unebenheiten durch die dicken Schwalbe Supermoto-Reifen gut weg gebügelt, aber einige Schläge bleiben nicht aus, die dann doch auf den Rücken schlagen können. Die Sattelstütze schien mir deshalb nicht so gut gewählt.  Und auch der Sattel von Selle Royal wirkte etwas hart und ist somit eher Geschmackssache.

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Äußerst kraftvolle Magura MT4-Bremse, die gezähmt werden möchte!

 

Dieses Bike macht Spaß, sein Design ist ansprechend, die Komponenten gut gewählt. Ob es die S-Pedelec-Version sein muss sei dahingestellt, denn das obligatorische Kennzeichen schränkt das Rad dann doch zu sehr ein, da man damit ja nicht auf Radwegen fahren darf und die Straße sein zu Hause ist. Mit der 25-km/h Unterstützung hat man aber die für – wie ich finde – bessere Wahl! Mit der Option eines zusätzlichen Gepäckträgers kann man sich zudem bequem für die Stadt rüsten. Ob das „e-mtb-Urban-Bike-Konzept“ hierbei aufgeht, darüber wird es bestimmt unterschiedliche Meinungen geben. Auf dem Zettel sollte man dieses Bike allerdings unbedingt haben, denn der Spaßfaktor ist wirklich verdammt groß!

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Der breite Lenker lässt das Bike sehr gut händeln, auch wenn er am Anfang einen Ticken zu breit erscheint. Das vordere Schutzblech könnte länger sein.

 

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Ein Kommentar zu “TEST: HNF HEISENBERG XD1 URBAN (S-Pedelec)

  1. Interessant & Danke für Deinen Test/Deine Einschätzung – optisch stößt mir jedoch der Akku auf, da ist noch Luft nach oben, andere Hersteller bekommen das teilweise dezenter hin, auch Wechselakkus. Aber ich bin da ganz entspannt: Bis ich mir ein Fahrrad mit Motor zulegen werde, gehen sicher noch ein paar Jährchen ins Land, und dann wird man die Akkus, die mindestens 400 km reichen, kaum noch sehen … 😉

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