Logbuch, bikingtom
Logbuch

# 21.01.2020

Herzlich willkommen zum erste Logbuch-Eintrag 2020. Das Jahr hat gerade erst angefangen und mir schwirren schon wieder so viele Dinge durch den Kopf. Radfahren kann mich tatsächlich wahnsinnig fesseln. Und manchmal dazu wahnsinnig machen. In erster Linie habe ich – ja, ich – nun auch angefangen auf dem Rollentrainer zu trainieren. Das, was ich eigentlich nie machen wollte. Aber das habe ich ja beim Radfahren schon oft gesagt. „Ein Rennrad brauche ich niemals!”, so meine Aussage von vor nicht allzu langer Zeit. Und schwupps, stand eins im Keller. Da hatte es mich gepackt und ich bin in die Materie eingetaucht. Ob selber fahren oder aber die historische Bedeutung des Radrennsports mit all seinen Facetten erkunden. Ganz egal. Was habe ich Bücher verschlungen! Das bisherige Ende vom Lied ist halt nun das Training und die Teilnahme am Jedermann-Rennen „Eschborn – Frankfurt”, einem der Rennrad-Klassiker in Deutschland schlechthin.

Nach den ganzen Gravel-Geschichten nun auch noch das. Da frage ich mich insgeheim, ob ich nicht doch einen an der Waffel habe. Allerdings sind diese Gravel-Geschichten nach wie vor mein Haupt-Steckenpferd. Das nur mal am Rande. Doch ich will beim Rennradfahren wissen, wie weit kann ich gehen, was kann ich für mich ganz persönlich erreichen und was ist mein alternder Körper in der Lage mitzumachen. Dieses Denken habe ich aber Genre-Überspringend. Neue Herausforderungen und sportliche Ziele finden, mich ausprobieren. Das macht mir Spaß, das möchte ich machen, das ist mein Ding. Also mal sehen, wohin mich das führt.

Wohin mich momentan mein Crosser führt, das weiß ich allerdings nicht. Immer wieder tauchen irgendwelche Probleme auf. Das Problem mit der Schaltung ist gerade endlich nach so langer Zeit behoben, da fing es irgendwo am Tretlager zu schlagen an. Als ob irgendwo etwas lose wäre und gegen den Rahmen schlagen würde. Nur beim Treten. Aber ich konnte das da unten kontrollieren wie ich wollte, da war alles fest. Das Geräusch machte mich aggro. Also musste ich mir nun auch noch das Tretlager anschauen. Fürchterlich. Auf dem Montageständer war das nicht reproduzierbar. So zerlegte ich das Tretlager in seine Bestandteile, machte alles richtig sauber und fettete alles wieder ordentlich ein. Danach kontrollierte ich erneut einmal den Kettenverlauf bei jeden einzelnen Gang. So, das ich mir sicher war, das alles in Ordnung ist. Danach kam der Test in Form einer kleinen Ausfahrt. Und siehe da. Nichts. Kein Geklapper mehr. Alles ruhig. Mal sehen, ob das so bleibt. Demnächst hier im Logbuch nachzulesen…

 

Kurbel,Tretlager
Auf der Suche nach dem Klackern.

 

Irgendwie ist das verständlicherweise alles gerade sehr frustrierend. Klar, das Rad habe ich definitiv nicht geschont und über so manch üble Passagen gescheucht. Da muss ich ja mit rechnen, das mal was am Fahrrad dran ist. Aber doch nicht in einer Never-Ending-Story! Als Höhepunkt hatte ich letzte Tage schon wieder einen Platten am Hinterrad.  Und mal wieder Theater mit der Luftpumpe. Das wird gerade zum Running Gag! Das bedeutete: 4 Kilometer schieben. Mir war fast nach heulen zumute. Jetzt habe ich zusätzlich wieder die CO2-Katuschen an Bord. 

Die Continental Terra Speed-Schlappen, die ich hinten verbaut habe, weisen einige kleinere Cuts auf. An sich in der Form nicht ganz so schlimm. Nehme ich dagegen die Schwalbe G-One Bite vorne, die ich schon wesentlich länger draufgezogen habe, dann sehe ich da nicht einen einzigen Cut (ich sollte nur nicht zu laut schreien). Eventuell werde ich hinten also nochmal handeln müssen. Ich werde das beobachten und dann mal sehen.

Natürlich fängt man an zu grübeln. Grübeln über ein neues Fahrrad. Mal wieder. Websites diverser Hersteller wurden schon besucht. „n+1”, ja die Formel ist real und echt und trifft auch auf mich zu. Eines geht immer noch. Aber trotzdem muss ich erst einmal schauen, was es da für Möglichkeiten für mich gibt. Schließlich bin ich ja leider nicht Dagobert Duck und habe einen Geldspeicher. Schön wär’s. Also muss ich das erst einmal ausloten. Für Ideen bin ich dankbar. Abwarten und Tee trinken, wie es so schön heißt. Dabei mag ich gar keinen Tee, fällt mir da ein 😉

Mein Event-Kalender füllt sich für 2020 nun auch ganz, ganz allmählich. Etwas habe ich oben ja bereits verraten. Für ein weiteres Event, den Hanse-Gravel, sollte das Rad natürlich in einem guten Zustand sein. Auf den Ride muss ich mich aber echt noch vorbereiten. Letztes Jahr einfach angemeldet und jetzt ist es gefühlt bald schon so weit. Oha. Mal sehen, welches Set-Up ich für die paar Tage verwenden werde. Die Strecke muss ich mir ebenfalls noch genauer anschauen. So ganz ohne Plan sollte ich da ja nicht reingehen!  Ich freue mich aber ganz genauso über die kleinen Events, die haben oftmals einen besonderen Charme und sind persönlicher. Man lernt nette Leute kennen, tauscht sich aus und bleibt oft noch über die üblichen verdächtigen Kanäle lose in Kontakt. Der Holger Loosen hat da was sehr Interessantes in der Mache. „Climb the Eifeltowers” ist eine Art Alleycat und klingt irgendwie cool. Schaut mal auf der Seite vorbei für weitere Infos. Ich bin da noch am Überlegen, ob das zeitlich irgendwie machbar ist. Gefühlt finden dieses Jahr an jedem Wochenende die tollsten Fahrten statt. Nur teilen kann ich mich nicht und da gibt’s ja auch noch die Familie. Planung, Planung, Planung!  😉 Und trotzdem, bei solcher Auswahl: ein Grund mehr, MEHR Fahrrad zu fahren! Oder?

Zum ganzen Logbuch geht es hier

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2 Comments

  • Klaus

    Hi Tom,

    willkommen im Club (derjenigen, die „einen an der Waffel und einige Räder in der Garage, im Keller oder sonstwo – Wohnzimmer? Schlafzimmer?) haben und im Winter auf der Rolle trainieren. Wir haben mittlerweile 6 Räder in der Garage hängen – je ein Rennrad sowie ein Gravel- und Mountainbike von meiner Frau und mir. Dazu kommen noch mein alter Stahlrenner und mein erstes Stahl MTB von Marin – und das Tandem vom Sohn und das Citybike der Tochter. 😉 Im Büro stehen mittlerweile 2 Kassettentrainer von Tacx, ein alter Daum Ergometer und ein Tomahawk Spinning Bike…. und wir sind noch harmlos 😉 In Sachen Pannenschutz empfehle ich den Umstieg auf Tubeless. Auf ungefähr 15 TKM mit Tubeless hatte ich 2 echte Pannen – und da habe ich große Scherben erwischt mit einem Schnitt von 2-3 cm. Fürs Gravelbike – im Sommer G-One Speed – reicht vom Profil solange es nicht matschig wird und jetzt im Winter G-One Allround. Trails fahren wir mit dem Gravel Bike nicht – Weicheier halt. 😉 Unsere Gravel Bikes sind selbst aufgebaut. Rahmen und Gabel von Poison Bikes https://www.poison-bikes.de und dann die Teile im Netz günstig „geschossen. Außer den Laufrädern, die haben wir uns mit Nabendynamo von Rüdiger und Udo von Superlight Bikeparts in Essen https://superlight-bikeparts.de/ bauen lassen. Da sind auf der Homepage zwar hauptsächlich die edlen und leichten Teile im Angebot – aber Udo stellt Dir auch bezahlbare leichte Laufradsätze zusammen.

    Viel Erfolg mit Deinem neuen Bike-Projekt,
    Klaus

    • bikingtom

      Ja, wer bei dem Hobby keinen am Brett hat, der fährt auch nicht richtig Fahrrad! 😂 Kleiner Spaß! Du hast allerdings Recht beim Thema Tubeless. Langsam wird es Zeit das mal zu intensivieren. Hm…Danke für den Tipp mit Superlight Bikeparts. Das schaue ich mir mal an! VG, Tom

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