MOMENTE: Stau-„Erfahrung“

Heute bin ich mal nach längerer Zeit wieder mit dem Auto zur Arbeit gefahren. Da ich die letzten Tage immer mit ordentlich Pfeffer zum Arbeitsplatz gekachelt bin und dann auch mit Vollgas zurück waren meine Beine etwas schwer. Muss ich zugeben. Einmal kann man ja mal eine Ausnahme machen. Na ja, ich hätte es wissen müssen. Und so kam es wie es kommen musste. Zumindest auf dem Heimweg. Kurz und bündig: der Verkehrskollaps ist real! Wenn einer sagt, „irgendwann“ kommt der Verkehrskollaps, dann stimmt das nicht. Nein, er ist da! Hier und jetzt! Zum Greifen nah, denn im Stau kann man ja theoretisch das Fenster herunterkurbeln und mit der Hand dem Stau-Nachbarn seine Blechkiste berühren. Passiert ja nix. Steht ja alles.

Ich bin keine 300 Meter weit gekommen, da gab es den Stau auf dem berühmt-berüchtigten Ruhrschleichweg A40. Also runter von der Autobahn und versucht durch Nebenstraßen vorwärts zu kommen. Na, was ein Zufall, versuchten das doch auch Dutzende andere Autofahrer. Also Schritttempo. Auf Haupt- UND Nebenstraßen! Dazu Ampeln, die mit sinnloser Taktung versuchen einen Verkehrsfluss hinzubekommen, Baustellen nach dem Motto „noch mehr davon gehen immer“ und Autofahrer, die manchmal besser in der Gummizelle aufgehoben wären.

Dabei habe ich mich selber erwischt wie ich mich ruck-zuck diesen Autofahrer-Klientel angepasst habe. Hinterm Lenkrad habe ich geflucht wie ein Kesselflicker. In Selbstmitleid bin ich im Sitz versunken um sofort wieder auf Angriffsmodus umzuschalten. Als mir das bewußt wurde habe ich mich geschämt. Was macht das Autofahren in der Großstadt mittlerweile mit einem? Es macht einem zu Egoisten hinterm Lenkrad. Rechthaberisch dazu. Alle anderen sind doof und nur im Weg. Mir stellte sich die Frage, wie die Menschen das alles so als gegeben hinnehmen? Das sie – bildlich gesehen – wie die Lemminge agieren? Tranceartig hinterm Steuer sitzend und im Dauerstau stehend. Sich jedesmal aufs neue aufregen um sich dann am nächsten Tag  wieder brav in die Warteschlange einzureihen. Ewig grüßt das Murmeltier. Oder der Hamster im Käfig. Egal.

Der Verkehrsinfarkt ist da! Auch auf Grund völliger Ignoranz der Stadt. Straßen, die vor Jahrzehnten gar nicht für so ein Verkehrsaufkommen gedacht waren, sind hoffnungslos verstopft. Noch breitere Straßen würden aber auch nur noch mehr Autos anlocken. Ein attraktiver ÖPNV könnte ein Teil der Lösung sein. Aber nein, da werden hier bald erst einmal die Preise für die Tickets wieder teurer und die Taktung der Busse und Straßenbahnen heruntergeschraubt. Modernisierung der Infrastruktur des ÖPNV? Mehr als der Tropfen auf dem heißen Stein kommt da nicht. Es reicht nicht nur einige wenige alte Fahrzeuge auszumisten und zu erneuern. Nein, dafür muss auch mal ordentlich Geld in die Hand genommen werden. Aber das Geld wird ja bekanntlich lieber unter den Verantwortlichen Akteuren aufgeteilt.

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Radfahren ist gesund für Geist, Körper und Seele. Tatsache!

Wie sieht es aus mit Fahrverboten? Auch wegen der immensen Umweltbelastung? Stichwort „Dieselskandal“ sage ich nur! Um Gottes Willen, das wollen wir nicht, sagt der OB. Und hinter vorgehaltener Hand: lieber noch mehr Autos auf den Straßen. Jippieh!!! Lobbyismus hier in Essen? Na, für wen zahlt es sich wohl aus, hm? Verkrustete Strukturen brechen der Stadt Essen irgendwann mal das Genick. Ich schreibe von der Stadt Essen als meine Heimatstadt, aber das ist garantiert übertragbar auf viele andere Städte im Revier und anderswo.

Ich hoffe darauf, das bald ein Dieselfahrverbot kommt. Auch wenn viele darunter leiden werden wie zum Beispiel kleine Handwerksbetriebe mit ihrem Fuhrpark. Doch ich sehe keine andere Chance um ein radikales Umdenken herbeizuführen. Das Desaster und die Konsequenzen hätten die Automobil-Hersteller zu tragen. Meiner Meinung nach. Sie sind es, die so lange gelogen und betrogen haben. Sie müssten den Schaden begleichen! Für ihr schändliches Handeln abgestraft werden! Momentan lachen die sich doch kaputt. Schließlich hatten sie durch den Skandal ja keine Kosten. Zahlt ja unterm Strich der Steuerzahler. Ha, ha!

Jedenfalls würde durch ein Fahrverbot der Verkehr wesentlich entlastet. Und dann wäre Zeit über Alternativen nachzudenken, weil die Menschen genau aus diesem Grund das endlich aktiv machen müssten! Ihr Handeln und Tun überdenken, auch wenn es schwer fällt. Aus den Gewohnheiten ausbrechen, Neues schaffen. Bessere Mobilität schaffen.

 Mein Frust heute im Auto sticht natürlich in diesem Artikel heraus. Ich empfand die Autofahrt alles andere als entspannend. Völlig im Gegensatz zum Radfahren. Mein Arbeitsweg beträgt da rund 14 Kilometer. One Way. Dafür brauche ich im Durchschnitt etwa 35 Minuten. Wenn der Radschnellweg RS1 in vielen, vielen Jahren vielleicht ja doch mal in Essen kommt, mit Sicherheit sogar etwas schneller. Heute, mit dem Auto unterm Allerwertesten habe ich für 14 Kilometer fast 50 Minuten gebraucht! Dazu noch gestresst, genervt und total über mich selbst erschrocken zu Hause angekommen. Kosten-Nutzen-Faktor? Keine Fragen mehr, oder? Da fahre ich demnächst selbst wohl bei eisigster Kälte lieber mit dem Rad! Es dankt mir meine Gesundheit und mein komplettes Nervenkostüm. Für alle anderen gilt: viel Spaß im Stau, aber ohne mich!

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MOMENTE: Meine kleine Liste an Fahrrad-Gadgets

Das neue Crossbike ist immer noch nicht da, aber – typisch Mann – Kreisen die Gedanken schon um mögliche Gadgets die man ja noch so verbauen könnte. Man(n) muss schon etwas verrückt sein. Aber was soll ich machen? Ich kann mich wenigstens ja mal nur ein wenig umschauen. Nur ein bisschen. Nur ein gaaannz kleeeinnnn bisschen, okay? Mehr nicht.

Jaaaa, super! Dann fangen wir doch einfach mal an. So ein Crossbike ist bekanntlich ja ziemlich auf das Wesentliche reduziert. Dazu muss man natürlich wissen, was man mit dem Bike alles machen möchte. Beim Crosser liegt es halt nahe das der sportliche Aspekt im Vordergrund steht. Somit möchte man ja auch nur den allerwichtigsten Kram mit sich herumschleppen. Vielleicht auch mal so ein bisschen Bikepacking. Also wohin damit?

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Schicke Lenkertasche „Tech-Bag“ von RESTRAP.                          Foto: RESTRAP

Auf der Eurobike war ich schon am kleinen Stand von RESTRAP aus England. Die verschiedenen Taschen waren bestens geeignet für große und kleine Adventures. Besonders angetan hatte es mir die kleine Tech-Lenkertasche für ca. 35 EUR. Sieht äußerst schick aus in schwarz mit den minimalen orangefarbigen Applikationen. Ausreichend groß für die Aufbewahrung von Smartphone, Ernergie-Riegel und etwas Kleingeld. Na, und wie es so ist, bietet die kleine englische Firma aus West Yorkshire passend dazu u.a. noch Rahmentaschen an. Das alles noch für einen fairen Preis. Die würden sich garantiert gut am neuen Bike machen. Habe ich also notiert!

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Wer die Wahl hat…               Foto: RESTRAP

Doch es gibt da noch einen anderen Hersteller, dessen Taschen ich sehr gelungen finde. Da wären mir nämlich noch so beim rumgooglen die diversen Rahmentaschen von BIRZMAN aufgefallen. In mattgrün gehalten, mit schwarzen Klettverschlüssen und dazu orangefarbene Riemen. Wie ich finde, sehr ansprechend. Der kleine Nachteil: die Taschen sind nur wasserabweisend. Dafür ebenfalls sehr günstig mit Preisen zwischen ca. 28 EUR und 63 EUR! Das sollte ich wohl mal im Auge behalten.

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Ein absoluter Hingucker, oder?                Foto: BIRZMAN

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Und auch hier gibt es verschiedene Modelle für’s Bikepacking!       Foto: BIZRMAN

 

Und schon geht es weiter mit den nächsten – möglichen – Gadgets. Und zwar bin ich ganz vernarrt in einen bestimmten Radcomputer. Was habe ich gesucht. Wie ein Verrückter. Ein paar Kriterien musste er schon haben. GPS war definitiv dabei. Wenn möglich auch das russische Pendant GLONASS zur noch besseren Standortbestimmung. Die Routen-Aufzeichnung sollte, mit Verbindung zu diversen Portalen, also problemlos möglich sein. Der große Wunsch war ein Gerät zu finden, das gleichzeitig auch als vernünftiges Navigationsgerät fungiert. Ab da war das SIGMA PURE GPS raus. Zwar verfügt es über eine Navigationsmöglichkeit, besitzt aber keinerlei Karten. Ihr seht, da das PURE GPS als günstiges Gerät zunächst zur Debatte stand, sehe ich mich eher nach relativ kostengünstigeren Geräten um. Die teuren Geräte von GARMIN als Beispiel sind somit von vornherein ausgeklammert. Und doch gibt es ein Gerät, das preislich so gerade eben in Frage käme. Es vereint alle Funktionen, die ich mir von so einem Radcomputer wünsche. Kartennavigation, Integration von komoot, automatische Synchronisation zu STRAVA, lange Akku-Power, trotzdem klein und handlich. Ein Gerät für alles, das auch ein prima Zusammenspiel mit dem Smartphone bietet. Dieses kann aber in der Tasche bleiben und muss nicht auch noch am Lenker befestigt werden. Welches Gerät meine ich? Ich meine das WAHOO ELEMNT BOLT! Ich bin davon ganz begeistert und es wäre wahrscheinlich die perfekteste Lösung für mich. Der Preis ist mit rund 239 EUR so gerade eben noch in meinem persönlich gefühlten Rahmen. Was das jetzt heißt? Wir werden sehen…

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Perfekte All-In-One-Lösung für mich! Der WAHOO ELEMNT BOLT!     Foto: WAHOO

 

Das wichtigste Zusatz-Teil dürfte aber wohl ein Akku-Licht sein. Schließlich könnte ich ja mal rein zufällig auf die Idee kommen auch im Dunklen fahren zu wollen/ müssen. Man muss ja für alles gewappnet sein! Hell sollte sie sein, ab 50 LUX aufwärts, mit langer Akku-Power und einem moderaten Preis. Zwei Exemplare habe ich nach gründlicher Recherche im Auge. Da wär zum einen das 70 LUX starke Modell LS 950 von TRELOCK. Hell genug um auch mal düstere Pfade zu befahren. Das interessante Detail ist hier für mich die genaue Akkustand-Anzeige. Das geht sogar soweit das im Display die noch mögliche Nutzungsdauer angezeigt wird! 45 h Leuchtdauer werden dabei im kleinsten der fünf (!) Modi angegeben. Nicht schlecht. Aufgeladen wird die Leuchte über USB. Und das alles gibt es schon für ca. faire 69 EUR.

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Prima Details gibt es am TRELOCK LS 950!           Foto: TRELOCK

Die Alternative dazu kommt von BUSCH + MÜLLER, im Grunde der Platzhirsch bei Fahrradleuchten. Schon früher habe ich von dieser Firma eine gute Akku-Leuchte gehabt. Da war das Batterie-Pack aber noch einmal extra am Rahmen zu befestigen. Vom Design her ist die aktuelle IXON IQ PREMIUM meiner alten Version ähnlich. Die hier genannte hat 80 LUX, bietet aber nur 2 Modi. Im High Power-Modus hat sie eine Leuchtdauer von rund 5 Stunden, im Low Power-Modus mit nur 15 LUX liegt sie bei 20 Stunden. Eine richtige Anzeige besitzt die Leuchte nicht. Nur einen sogenannten Kapazitätsindikator. Die kleine LED-Lampe im ON/OFF-Schalter wechselt von grün auf rot bei geringer Akku-Power und man hat so nur eine ungefähre Angabe. Allerdings gibt es die 80 LUX schon ab 45 EUR.

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Schlank und mit optimaler Leuchtkraft. Das ist die Busch & Müller IXON IQ SPEED!

Bei beiden Herstellern wird immer mal wieder die zu lasche Lenkerbefestigung der Leuchten bemängelt. Das ist ein nicht zu unterschätzendes Kriterium. Denn wenn es mal auf den Wegen holpert, dann sollte die Lampe schon verdammt sicher gehalten werden! Aber das werde ich mir noch einmal beim Händler genau anschauen.

Des weiteren wären vielleicht noch ein paar kleinere Dinge interessant. Solche, die nicht so große Löcher ins Budget reißen. Da wäre zunächst mal die Sache mit dem hochspritzenden Dreck. Ich könnte mir vorstellen, bei gewissen Fahrten auch einen ASS SAVER zu nutzen. Diese kleinen Plastik-Schutzbleche, die man einfach unterm dem Sattel einsteckt und so einigermaßen vor Spritzwasser und Dreck schützen. Interessant wären gerade solche, die man vielleicht selber online gestalten könnte. Da suche ich mal im Internet nach. Der Preis der bereits zu kaufenden ASS SAVER sind mit einem Preis ab 10 EUR doch gut überschaubar. Check.

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ASS SAVER gibt es mit den verschiedensten Motiven! Eine feine Sache!

Auf so einem Sportgerät möchte man ja zu den sportlichen Aspekten auch meist noch eine gute Figur machen. Mit weit flatternden Hosen und T-Shirt kommt das auf Trainingsrunden oder der schnellen Tour manchmal nicht so gut. Was genaues habe ich aber nicht im Auge, dringender Bedarf ist nicht so sehr vorhanden. Wenn ich mal was sehe und es gefällt mir, wie z.B. Trikots, Jacken oder Hosen, dann kann ich ja mal schauen. Gefallen tuen mir eher dezente Farben, nicht so etwas knallig Buntes. Also immer mal die Augen aufhalten!

Und wer jetzt noch meint er kennt ein paar gute Alternativen zu meinen oben genannten Produkten, der möge sich doch einfach mal hier in den Kommentaren verewigen. Für Tipps und Tricks bin ich immer dankbar!

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MOMENTE: Rad-Findungsprozess

Ich habe es ja bereits angekündigt euch über meinen Findungsprozess für das neue Bike zu berichten. Was, schon wieder ein neues Bike? Ja, ihr habt recht. Die Formel für die Anzahl der Fahrräder die „Mann“ besitzen muss ( n+1) kommt bei mir also durchaus zum Tragen. „Mann“ braucht so etwas. Für jede Lebenslage das passende Rad. Auch ich konnte mich davor nicht verschliessen. Der Traum vom Cross-/Gravelbike schwelte schon etwas länger durch meinen Kopf.

An sich hatte ich ja gar nicht vor ein neues Fahrrad anzuschaffen. Schließlich hatte ich mir ja bekanntlich zu Beginn des Jahres erst ein außerordentlich gutes, Trekking-Bike von ROSE angeschafft. Damit bin ich auch absolut hochzufrieden. Es läuft perfekt und macht auf allen Touren riesigen Spaß damit zu fahren. Lange Rad-Tage sind damit kein Problem und sind reinstes Vergnügen.

Doch nach ein paar Monaten kam es mir so vor als ob etwas fehlte. Nämlich ein Rad als fast reines Sportgerät, ein flinker Wiesel fürs Tempo machen und intensivsten Verausgabens. Hört sich nach Rennrad an, doch das kam für mich nicht in Frage, da ich doch gerne mal Schotter- und Waldwege mitnehme. Und so kam mir die Rad-Gattung der Cross- und Gravelbikes in den Sinn.

Zuerst war mir der Unterschied nicht so ganz klar, die Grenzen verschwimmen doch sehr. Je nach Marketingabteilung der einzelnen Hersteller. Jedenfalls las ich mich erst einmal in das Thema ein. Gravelbikes können komfortabler in der Sitzhaltung sein oder bieten sich auch für Radreisen und sogar auch für die Stadt an. Die Reifenbreite ist meist wesentlich höher gewählt als beim typischen Rennrad. Nur um das mal so kurz zu umreißen. Der Crosser kommt dem Rennrad sehr nahe, galt und gilt es oftmals als Rennrad für den Herbst und Winter, wenn es mal matschig und feucht wird.

Also wo wollte ich hin, welchen Weg wollte ich einschlagen. Darüber musste ich mir zunächst klar werden. Auf der diesjährigen EUROBIKE hatte ich die Chance mir einige tolle Räder aus diesen Rad-Gattungen anzuschauen. Das Thema scheint im allgemeinen groß im Kommen zu sein. Mir schwebte zumindest ein leichtes Bike vor, relativ gesehen. Doch viele Gravelbikes gehen an die 12 oder 13 kg, ich wollte weniger. Zwischen 10 und 11 kg sollte es höchsten sein. Gewicht war also schon ein wichtigeres Kriterium für mich.

Ein weiteres war einfach der sportliche Charakter des Bikes. Ich habe ganz einfach Bock auch auf mal schnelle Runden im Trainingsmodus. Und auch mal auf Matsch, Schlamm, Schotter und Feldwege. Zwar durchaus gerne mal längere Touren und hin und wieder City-Feeling, dabei nicht unbedingt mit Gepäck, doch vordergründig recht sportiv. Somit kam der Crosser eher in Betracht. Doch meine Bedingung war, das ich eher eine leicht komfortable Sitzhaltung haben wollte. Geht das überhaupt?

Das URBAM Gravelbike!       Foto: URBAM BAMBOO BIKES

Mit dem URBAM Gravelbike hatte ich schon arg geliebäugelt. Nach meiner kurzen Testrunde in Düsseldorf hatte ich mich schon ein bisschen verliebt in dieses Bike aus Bambus. Persönliche Wünsche werden bei dieser kleinen Manufaktur groß geschrieben. Ob Schaltung oder Lenker, es gibt viele Optionen. Ein riesengroßer Vorteil und eine feine Sache. Doch trotz des robusten Rahmens und der natürlichen Federung des Bambusses sehe ich dieses Bike unterm Strich eher als so eine Art „Flanier- und Spaß“-Rad ohne das abwertend klingen lassen zu wollen. Es ist ein wirklich tolles Bike mit einer guten Geometrie und gutmütigen Verhaltens. Doch es fehlte mir einfach der rassige Sport-Charakter. Zwar hätte ich liebend gerne auch dieses Rad in meiner Garage, aber mein momentanes Ansinnen liegt wohl eher in einem anderen Bereich. Deshalb muss dieses Rad noch etwas warten 😉

 

Cannondale,Fahrrad, bikingtom

Das Cannondale CAADX 105 SE wäre keine schlechte Wahl!         Foto: Cannondale

 

Bei einem ausgesprochen kompetenten Cannondale-Händler aus Bottrop fühlte ich mich ebenfalls sehr gut aufgehoben. Das CAADX 105 SE hatte es mir angetan. Der Tipp eines Arbeitskollegen war goldrichtig. Die Shimano 105er-Gruppe arbeitet bekanntlich zuverlässig, die Geometrie des Rahmens entspricht meinen Wünschen. Und das Fahrverhalten? Nach ausführlicher Beratung und Begutachtung war klar, ein 51er Rahmen wäre die optimale Wahl. Und schon konnte ich das auch vor Ort ausprobieren. Der Lenker wurde ebenfalls so gut wie gerade in dem Moment möglich für mich eingestellt. Er war etwas zu schmal für mich, wie ich fand. Das wäre aber kein Problem dies zu ändern. Ok, prima, das hörte sich gut an. Das Rad an sich empfand ich als sehr agil und wendig, aber auch eine klitzekleine Spur nervös. Trotzdem ein sehr ansprechendes, durchaus sportliches Verhalten. Viele durchdachte Details für Anbaumöglichkeiten machten dieses Bike für mich sehr interessant. Was mir nicht so gut gefiel waren die außenverlegten Züge und die mechanischen Scheibenbremsen. Wenn man sich mit dem Thema beschäftigt liest man immer über Vor- und Nachteile. Da ist eine Entscheidung manchmal schwierig. Doch mit kleinen Kompromissen sollte ich klarkommen. Und so hatte ich mich tatsächlich schon direkt hinterher und nach ein paar weiteren Tagen des Überlegens schon so gut wie festgelegt. Das Cannondale sollte es sein. Es schlug weitere Kandidaten wie von STEVENS, CANYON, VSF FAHRRADMANUFAKTUR, CUBE , BMC oder BULLS. Doch es sollte tatsächlich noch anders kommen.

Eher mehr oder weniger durch Zufall, wer hätte das gedacht, bin ich mit Schwiegervater bei ROSE gelandet, da er auf der Suche nach einem E-Bike war. Während wir so an einem Samstag Mittag auf einen Verkäufer warteten, da konnte ich mich ja mal so lange bei den Crossern umschauen. Eigentlich kamen mir die Modelle zu Hause bei studieren am PC nicht so entgegen wie ich fand. Preislich zwar attraktiv, aber irgendwie fehlte mir was.  Vielleicht auch einfach nur das gewisse Etwas. Bis ich die Crosser dann live vor Ort sah. „Oh, oh, oh“, ging es mir durch den Kopf.

Nachdem Schwiegervater dann beraten worden war, musste der Verkäufer für mich herhalten. Und nachdem ich dann auf die passende Rahmengröße gesetzt worden war, ging ein „Uiiii“ durch meinen Kopf. Kleine Veränderungen am Lenker würden mich perfekt dahin bringen, wo ich mit der Sitzhaltung hin wollte. Die Schaltung konnte auch angepasst werden so das ich auch für den Bergeinsatz gewappnet wäre. Dabei käme dann schon die Shimano Ultegra-Gruppe fast komplett zum Einsatz. Für einen Preis, der ähnlich des Cannondales wäre. „Hmmmmmmm…“, überlegte ich, „dazu noch schön innenverlegte Züge und hydraulische Scheibenbremsen!“

ROSEBIKES, bikingtom

Entscheidung gefallen, dies ist mein Objekt der Begierde!            Foto: ROSE

Das musste ich erst einmal sacken lassen. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Im Grunde sind es für mich minimale Unterschiede zwischen dem ROSE und dem Cannondale. Wofür also entscheiden? Puuh, gar nicht einfach wenn man sich eigentlich schon festgelegt hatte. Und doch habe ich mich tatsächlich für ein weiteres ROSE-Bike entschieden. Wegen kleinen Nuancen. Innenverlegte Züge wirken auf mich einfach optisch aufgeräumter, Ultegra-Komponenten reizen mich doch ein wenig, dazu noch ein gutes Kilogramm weniger auf der Waage (9,3 kg) und gefühlt einen Ticken angenehmere Sitzposition. Auch wenn mir vielleicht jetzt einer den Scheibenwischer zeigt, ich fühle mich wohl bei der Entscheidung und ich denke das es nach dem ganzen Suchen das richtige Bike ist! Für mich zugeschnitten, meinen Bedürfnissen folgend und dabei einem guten Gefühl im Bauch. Muss es nicht auch so sein?

Es wird meine Ansprüche erfüllen, davon bin ich überzeugt. Es scheint die richtige Mischung aus „Sportlich“ und „Komfortabel“ zu haben. Das ist es was ich wollte. Jetzt heißt es noch ein wenig warten, allzulange sollte es nicht mehr dauern bis ich den Crosser in Empfang nehmen darf.  Ich freue mich sehr und hoffe euch dann bald ein wenig mehr zu dem Bike berichten zu können.

 

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MOMENTE: Ignoranz der Autofahrer

Das gleich geschilderte Erlebnis musste praktisch erst ein paar Tage sacken um es einigermaßen „vernunftsmäßig“ niederzuschreiben. Ohne in irgendwelche Wutausbrüche zu verfallen. Mal schauen ob mir das gelingt. Ich entschuldige mich schon jetzt für vielleicht eine nicht so besonnene Wortwahl! Jedenfalls war ich am letzten Feiertag, dem 3.Oktober, unterwegs mit Familie und Rad. Auf einem großen Parkplatz einer Baumarktkette war an diesem Tag ein Flohmarkt. Die Zufahrt dazu liegt an einer Sackgasse mit Wendekreis. An diesem schließt durch Absenkung der Bordsteinkante ein Gehweg an, der für Radfahrer freigegeben ist (siehe Foto). Man kann sich jetzt vorstellen, das dieser Flohmarkt gut besucht war. Und wie kommen all die vielen Besucher dort hin? Natürlich viele mit dem Auto! Da die Parkplätze des Baumarkts bekanntlich ja nun nicht zur Verfügung standen auf Grund all der vielen Stände, lässt es sich doch prima in der Sackgasse parken. Dort ist schließlich nur die beschrankte Einfahrt eines großen deutschen Schuhherstellers und auf der anderen Seite die Warenannahme des Baumarkts. Beide am Feiertag geschlossen. So weit, so gut.

bikingtom, Radfahrer, Autofahrer, böses Blut

Deutlich zu erkennen: Der direkt angrenzende Fußweg an den Wendekreis    Foto: google maps

Und jetzt kamen wir, die Familie auf dem Rad, ins Spiel. Den Flohmarkt rechts liegend lassend fuhren wir in die Sackgasse um von dort rechts auf dem Gehweg mit „Fahrräder frei“ zu kommen. Doch etliche Hindernisse der Gattung „Blechkisten“ liessen das äußerst schwierig gestalten. Auto an Auto parkten mittig im Wendekreis, am Rand UND…frontal bis ÜBER(!!!) den Gehweg! Schon da fühlte ich eine Zornesröte in mir aufsteigen! Und ich gestehe, ich rief einmal „NUR AFFEN!“ aus. Ich war sauer. Und hinter mir hörte ich sogar meine Frau fluchen und schimpfen. Und dann kam der typische – und jetzt kann ich mich einfach nicht mehr halten  – alte Sack von „Ich-fahr-nur-Mercedes“-Fahrer, der mit seiner ach so reizenden Frau schon fast frontal ins Gebüsch fuhr und das Fass zum überlaufen brachte. Meine Frau machte ihn im bestimmenden Ton darauf aufmerksam das dies ein Gehweg wäre und er dort nicht parken darf. Und dieser hochbetagte Opa, der sicherlich nicht mehr den Schulterblick schafft, bellte mit einer zutiefst triefenden Arroganz zurück „HEUTE IST DIES EIN PARKPLATZ!!!“

*KURZ-VORM-ROT-SEHEN*

Und jetzt kommt ihr! Was würdet ihr tun? In Anbetracht der Tatsache das euer 11-jähriger Sohn dabei ist? Und der bei nun möglichen Handlungen meinerseits für den Rest seines Lebens traumatisiert sein könnte: Ausrasten? Alte Opis schlagen? Autos demolieren? Eskalation? Apokalypse heraufbeschwören? Nichts von dem habe ich gemacht. Innerlich habe ich aber tiefrot gesehen und Pest und Cholera dem Blechbüchsen-Opi hinterhergeschickt. So eine völlige Ignoranz und Verachtung, das ist es was mich ankotzt. Solche Individuen sind es, die das Tischtuch zwischen Rad- und Autofahrern noch weiter zerschneiden. Ich sage nicht, das es auf Seiten der Radfahrer nur fromme Lämmer gibt. Ganz im Gegenteil. Aber das Verhalten dieses Menschen steht exemplarisch dafür, wie tief der Konflikt und der Graben zwischen beiden Parteien mittlerweile ist. In Deutschland ist dieses Verhalten jeden Tag zu beobachten. Die „Egoismus“-Kultur ist weit verbreitet. Im Gegensatz zu anderen Ländern, wo viel mehr Toleranz und Miteinander geübt wird. Unweigerlich kommt die Frage auf in welcher Gesellschaft wir leben? Ist dies wirklich eine Gesellschaft, in der wir leben wollen? In der Neid und Missgunst herrschen?  Allen voran immer das „Ich-Ich-Ich-zuerst“-Denken? Macht uns das zu glücklicheren Menschen? Wir wissen es doch alle besser! Wir wissen doch innerlich das wir das alle gar nicht so wollen. Doch warum sind wir nicht in der Lage das auch im täglichen Miteinander besser zu praktizieren? Wenn doch jeder nur ein klein wenig sein Handeln und Tun überdenken würde. Schon mit kleinen Schritten könnte man sicherlich schon einiges positives bewirken.

Trotzdem war der Moment echt hart. Auch ich hatte an dieser Stelle Schwierigkeiten meine Ruhe zu bewahren. Ich habe den Lenker noch fester mit meinen Händen umschlossen. So das die Knöchel schon weiß wurden.  Innerlich brodelnd bin ich weitergefahren. Ich hatte ordentliche Wut in mir. Deshalb brauchte ich erst einmal etwas Zeit um dies hier zu schreiben. Ich weiß auch genau, das dieser alte Mann weiterhin uneinsichtig sein wird in seinem arroganten Verhalten. Er wird sich leider nicht mehr ändern. Doch wann fangen wir, die es noch können, endlich damit an? Die, die sich bewußt darüber sind, das es doch eigentlicht geht? Am besten gleich morgen!

 

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MOMENTE: Video zur Radtour durch New York City

Tatsächlich. Zu meinem TOUR-Bericht durch die Millionen-Metropole New York gibt es jetzt nun auch ein eigenes Video. Da der Bericht schon sehr gut angekommen ist, hoffe ich das euch dieses ungefilterte Video ebenfalls gut gefällt. Für die Einwohner der Stadt oder auch für den ein oder anderen Reiseradler ist das vielleicht nichts besonderes mehr, doch für mich war es ein Ausflug in ungewohnte Gefilde. Eine intensive Sinneswahrnehmung die unbeschreiblich war. Gerüche, Geräusche, visuelle Eindrücke. Wenn ihr das Video anschaut, dann lasst euch mitnehmen auf eine atmosphärische und musikalische Radtour durch den Moloch und die Schönheit New Yorks. Ich bin jetzt schon oft gefragt worden, ob das nicht gefährlich ist dort so durch die Großstadt zu fahren. NEIN! Hier zu Hause empfinde ich das Radfahren auf den Straßen teilweise wesentlich gefährlicher. Und außerdem: „sterben kann ich morgen, doch heute radel ich!“

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MOMENTE: USA-Roadbook Eastcoast – Teil 3

Ein paar Tage sind nun also wieder vergangen. So einiges habe ich wieder gesehen und erlebt. Unter anderem war ich zu Gast in Virginia Beach. Der dortige Boardwalk gillt angeblich als der längste der USA. Also wenn man das live vor Ort sieht, ok. Aber ob das wirklich stimmt? Um das zu testen, musste ein Fahrrad her. Gerade hier sollte das Radfahren sehr gut möglich sein. Denn es gibt direkt an der wirklich netten Promenade am Strand einen eigenen Bikepath! Doch woher ein gutes Rad nehmen? Sollte ja nicht so schwierig sein. Dachte ich zumindest. Doch das gestaltete sich schwieriger als gedacht. Ich fand nur die typischen Strandbuden-Verleiher. Also Google beauftragt. Und siehe da, einen Radladen gab es. Also direkt dort hin. Doch zu meiner Enttäuschung werden dort keine Räder mehr verliehen. Gegen die Strandbuden-Verleiher ist kein Kraut

bikingtom,Virginia Beach,USA,Radfahren

Auf dem ersten Blick gar nicht schlecht…

gewachsen, so der nette Besitzer des kleinen Ladens. Deshalb hat er den Verleih seit einigen Jahren eingestellt. Wirklich schade. So blieb mir tatsächlich nur der Gang zu den Strandbuden-Verleihern um mir dort einen äußerst unkomfortablen Beachcruiser auszuleihen. Weder die Größe passte, noch war irgend etwas anderes bequem an diesem Bike. Auch die Kette, als Beispiel, hatte wahrscheinlich zum ersten und letzten mal bei Auslieferung ab Werk Öl gesehen. Sie war total verrostet. Aber was blieb mir über? Und so radelte/quälte ich mich mit diesem Eingang-Fahrrad über den Bikepath.

bikingtom,Virginia Beach,USA,Radfahren

…aber schau‘ sich einer die Kette an!

Der allerdings war wirklich nett! Das muss ich zugeben. Getrennt vom Boardwalk durch hübsche Bepflanzungen, dazu die häufige Anbringung von Schildern, die Rad- und Fußvolk auf diese getrennten Wege aufmerksam machten. Und trotz zahlreicher Touristen funktionierte das sogar relativ gut. Na ja, einige „Knaller“ gibt es ja immer die aus der Reihe tanzen. Aber doch, es klappte ziemlich gut. Unterwegs auf diesen Zwei-Richtungs-Radweg waren auch diese komischen Vier-Rad-Räder mit Überdachung, so eine Art Rikscha halt. Die waren irgendwie viel zu breit für den Radweg und wirkten etwas fehl am Platze. Na gut, musste ich halt drüber hinweg sehen. Aber es machte wirklich Spaß. Auch wenn es nur ein „von-links-nach-rechts-und-zurück-radeln“ war. So am Strand und auf der Promenade zu cruisen ist schon eine nette Sache. Am Ende kam ich so auf knappe 1o Kilometer ohne wirklichem Kraftaufwand.

bikingtom,Virginia Beach,USA,Radfahren

Der nette Bikepath am Strand von Virginia Beach.

Einen weiteren kleinen Trip konnte ich dann in Washington D.C. unternehmen. Das Hotel, in dem ich unterkam, besaß nämlich sogar eine kleine Anzahl eigener Fahrräder. Pfiffig wie ich finde, denn es war durchaus zu sehen, das dieses Angebot sehr gut angenommen wurde. Mittags waren meistens  alle Räder weg. Denn, und das sollte man gar nicht meinen, Washington ist eine durchaus komfortable Hauptstadt für Radfahrer. Zumindest rund um die Machtzentrale der USA und irgendwie auch dieses Planeten. Aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls lag die berühmte, sogenannte National Mall mit all ihren Sehenswürdigkeiten wie dem Capitol, dem Weißen Haus, dem National Air & Space Museum, dem Lincoln Memorial und sogar dem berühmten Arlington Friedhof, wo die ewige Flamme auf  John F. Kennedys Grab brennt, in unmittelbarer Umgebung.

bikingtom,Washington DC,USA,Radfahren

Kostenloses Verleihrad des Hotels.

Da liegt es selbstverständlich für mich nahe, diese Sehenswürdigkeiten alle mit dem Fahrrad abzuklappern. Das Rad an sich war recht simpel. Und leider auch diesmal äußerst unbequem, denn die Größe war für mich nicht optimal einzustellen. Ich saß viel zu tief und eher wie ein Affe auf dem Schleifstein drauf, aber egal. Auch hier musste ich jetzt durch. Drei Gänge waren auch etwas wenig, den am Capitol Hill, wie der Name schon sagte, war es ein wenig hügelig. Drei Gänge waren hier somit unterdimensioniert bzw. nicht gut übersetzt. Das ging mir ordentlich auf die Knie. Ok, wie gesagt, es war umsonst.

bikingtom,Washington DC,USA,Radfahren

Wusstet ihr das die Gebrüder Wright vor dem Fliegen auch Fahrräder gebaut haben? Eins steht in Washington!

bikingtom,Washington DC,USA,Radfahren

Es steht im National Air & Space Museum.

In der Stadt selber konnte ich sowohl Abstellmöglichkeiten als auch einige gut gemachte Bike Lanes  so sehen. Zwar geht es immer noch besser, aber das was ich sah war ok. Überraschenderweise ist rund um diese Gegend gar nicht wirklich so viel Autoverkehr wie man jetzt für einen solchen Regierungssitz annehmen würde. Und da auf den Hauptverkehrsadern passable, eigene Bike Lanes eingerichtet wurden, kann man dort sehr gut von A nach B gelangen. Und das tat ich somit auch. Ein paar Bilder seht ihr ja hier. Gerne hätte ich die Stadt auch noch viel weiter mit dem Rad erkundet, leider blieb mir aber nicht die Zeit dazu. Das sollte mir dann in New York gelingen. Dazu bald mehr.

bikingtom,Washington DC,USA,Radfahren

Diese Straße führt zum Weißen Haus. Inklusive mittiger Bike Lane!

Hier die Links zu den bisherigen ROADBOOK-Einträgen:

USA-Roadbook Eastcoast – Teil 1

USA-Roadbook Eastcoast – Teil 2

Folgt mir doch weiterhin auf meiner kleinen Tour! Weitere Fotos von mir findet ihr auch bei Instagram!

Alle Fotos in diesem Artikel außer dem Titelbild ©2017 by bikingtom

 

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MOMENTE: USA-Roadbook Eastcoast -Teil 2

Die ersten Tage sind also vergangen, Boston liegt nun hinter mir. Wie bereits im ersten Teil erwähnt, eine Fahrradstadt ist dies nicht. Nur irgendwie so ein bisschen. Denn es gibt tatsächlich Unerschrockene, die mit ihren Commuter-Bikes rasant durch das Straßenbild huschen und die Radfahrer-Fahne hoch halten. Da sind Bänker dabei – die sehen zumindest danach aus – die todesmutig quer über vier Fahrspuren rasen ohne sich umzublicken. Anscheinend brauchen solche Menschen den Nervenkitzel, die oftmals bestürzenden Zahlen in der Finanzwelt reichen wohl nicht mehr aus. Aber Radfahrer haben es wirklich schwer, denn auch die wenigen Bike Lanes, die ich hier gesehen habe enden oftmals genauso im Nichts wie zu Hause daheim. Im Asphalt-Dschungel einer amerikanischen Großstadt, wo das PS-strotzende Auto immer noch oberste Priorität hat, ist dies aber noch viel beängstigender. Es mag sein, das es in Boston vielleicht noch irgendwo bessere Möglichkeiten zum Radfahren gibt, ich würde aber vermuten das die dann etwas außerhalb der Stadt liegen. Ok, in Vermutungen möchte ich mich aber auch nicht verstricken. Ich denke, Boston könnte eine interessante Fahrradstadt sein mit all ihren geschichtlichen und historisch wertvollen Orten. Da könnte man etwas draus machen. Schön fand ich deshalb auch die gut gemachten Verleihstationen, an denen man ganz vernünftige Räder ausleihen konnte. Und diese Fahrräder tauchten im Straßenbild dann auch immer wieder mal auf. Stationen dieses Systems gibt es nämlich einige. Ein Anfang wäre also da…

bikingtom,Boston,USA,Radfahren

In Boston kann man meinen das dies auch gesünder für Leib und Leben sei!

 

…der in Philadelphia aber jetzt schon gelungen ist. So der erste Eindruck. Der verdammt breite Parkway, der Weg der mich zum berühmten Museum of Art führte ( da wo Silvester Stallone oberhalb der Stufen in dem Film Rocky über die Stadt blickt ) und stark der Champs-Élysées in Paris ähnelt, sah ganz anders aus als noch bei Google! Dort war deutlich ein großer Parkplatz unmittelbar vor dem Museum zu erkennen. Doch vor Ort sah das ganz anders aus. Der Parkplatz für den ganzen Sommer gesperrt, der Asphalt komplett bunt bemalt und viele kostenlose Spielmöglichkeiten für Kinder aufgebaut. Dazu Sitzbänke und ein paar Snack-Stände. Rundherum wurde ganz viel Grün neu gepflanzt. Das Stadtbild wurde auf einigen Kilometern komplett umgekrempelt. Modernes urbanes Leben scheint hier wirklich zu funktionieren und auch tatkräftig vorangetrieben zu werden!  Das empfand ich als absolut positiv! Radfahrer fahren meist auf eigenen Spuren und dürfen sich an Ampeln wie in den Niederlanden oder auch Kopenhagen in Dänemark vor den Autos aufstellen! Hier habe ich die unterschiedlichsten Radtypen gesehen! Bänker, Sportler, Omis, Radkuriere und sogar den Arzt in OP-Kluft! Und da Philly recht flach daherkommt, wird das sicherere Radfahren zumindest an dieser Stelle der Stadt gut genutzt! Auch im weiteren Stadtbild war gut zu sehen, das Radfahren hier schon eine ganz andere Bedeutung einnimmt als noch in Boston! Viele Abstellmöglichkeiten an breiten Bürgersteigen sowie an Bürogebäuden und auch ein gut ausgebautes Verleihsystem tragen dazu bei, das die Bewohner das Angebot auch nutzen! Da hat mir sehr gut gefallen.

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Hier darf der Radfahrer sich auch mal breit machen. In Philadelphia.

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Verleihstation in Philadelphia.

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Klare Kennzeichnung am Parkway in Philly.

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Großstadtdschungel mal in schön! Philadelphia kann das.

Hier die Links zu den bisherigen ROADBOOK-Einträgen:

USA-Roadbook Eastcoast – Teil 1

Folgt mir doch weiterhin auf meiner kleinen Tour! Weitere Fotos von mir findet ihr auch bei Instagram!

Alle Fotos in diesem Artikel außer dem Titelbild  ©2017 by bikingtom

 

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MOMENTE: USA-Roadbook Eastcoast – Teil 1

Es ist soweit, weitere spannende Geschichten warten auf euch, denn ich bin wieder mal unterwegs in den Vereinigten Staaten von Amerika! Zwar leider nicht permanent auf Radtour und dem Rücken eines Fahrrads, doch meine Augen und Ohren werde ich offen halten zu unserem geliebten Thema Radfahren! Drei Wochen werde ich nun die Ostküste der USA bereisen und wenn ich etwas interessantes entdecke werde ich es hier reinstellen. In einer Art Tagebuchform werde ich mit ein paar Fotos oder kleinen Artikeln berichten. Was tut sich in den amerikanischen Metropolen in Sachen Radfahren? Was gibt es positives oder eher negatives zu erzählen? Schauen wir mal was sich so ergibt.

Der Start der „Tour“ ist in Boston. Und, das Gute vorweg: hier gibt es auch ein Verleihsystem für Fahrräder. An den Ausleihstationen die ich gesehen habe, sind zumeist Räder in einem guten und soliden Zustand vorhanden. Beliebt bei Touristen ist diese Möglichkeit des Erkundens der Stadt. Zahlreiche Stationen bilden ein gutes Netzwerk. Doch in den Straßen Bostons fehlt es an den meisten Stellen an Radinfrastruktur. Trotz einiger „Bike Lanes“ würde ich mich dort nicht unbedingt wohlfühlen. Am Wasser entlang und den dortigen Promenaden sah es besser aus, aber trotzdem scheint da noch enormer Nachholbedarf zu sein. Eine Fahrradstadt ist dies nicht gerade, trotzdem ist die Stadt absolut sehenswert! Hier ein paar Fotos zum Anfang!     😉

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Typische Verleihstation in Boston.            Foto: bikingtom

Fahrradleichen gibt’s auch in Boston!            Foto: bikingtom

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Genau wie in Deutschland – keiner hält sich an irgendwelche Vorgaben! Weder Fußgänger noch Radfahrer!              Foto: bikingtom

 

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MOMENTE: Sternfahrt.Ruhr 2017 in der Stadt Essen

Gestern gab es in der..ähm…„Grünen Hauptstadt Essen 2017″…die Sternfahrt.Ruhr. Das erste mal das eine Sternfahrt in Essen endete. Zeitgleich gab es den „Tag der Bewegung“ in der Stadt wo auf einer Länge von rund drei Kilometern der Innenstadtring für den Autoverkehr gesperrt wurde. Jedenfalls war für die Radler um 13 Uhr Treffpunkt auf dem Parkplatz vor der Gruga. Über 600 Radler, leider etwas weniger als erwartet, machten sich von hier bei zunächst schlechten Wetters auf, um eine Tour durch die Stadt zu machen. Wendepunkt war die Zeche Zollverein, von hier ging es zurück zu besagten Innenstadtring, wo einige tausend Leute die Radler begrüßten. Drei Runden fuhren die Radler hier um den Ring, jetzt bei Sonnenschein. Ob Liegerad, MTB, Tandem, E-Bike oder Rennrad, alle hatten ihren Spaß dabei. Ich persönlich fand es etwas schade, das die Strecke oft durch kleinere Straßen führte und man so gar nicht die Aufmerksamkeit erreichte, die man eigentlich an diesem Tage verdient hätte. Trotzdem war es eine nette Veranstaltung. Nicht mehr und nicht weniger. Und damit ihr ein paar Eindrücke habt, gibt es hier auf meinem YouTube-Kanal das passende Video dazu. Also schaut doch mal rein.

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MOMENTE: Immer schneller und weiter – Zahlen, Rekorde, Statistiken

Ich stöber gerne in diversen Zeitschriften und dem weltweit umspannenden Internet nach interessanten Artikeln. Und genau dort habe ich vor kurzem im sozialem Netzwerk Facebook einen zum Nachdenken animierenden Post gefunden. Nachdem Marius R. in drei Tagen an die 500 Kilometer heruntergerissen hat kam bei ihm die Frage auf:

„Und jetzt“?

Die Frage wurde direkt selber beantwortet:

„Jetzt bin ich ein vollwertiges Mitglied der Leistungsgesellschaft, …, wo alles Zahlenreihen untergeordnet wird.“

Weiter heißt es:

Gemessen und vermessen, damit dem Profit und der Maximierung vielleicht doch noch eine quantifizierende Steigerung abgerungen werden kann.“

„Kalte Statistiken und Analysen, wo nichts von Gefühlen, von Glück und Liebe drin steht.“

„Unkreative Bilder von Kilometern, Kalorien, Durchschnittsgeschwindigkeiten und Höhenmetern.“

Mit klaren Worten ausgedrückt. Muss man so sagen. Doch was steckt dahinter? In der heutigen Gesellschaft herrscht ein permanenter Druck auf den Menschen. Immer und überall muss man sich selber und vor allem meistens anderen immer etwas beweisen. Ob beruflich oder privat, das spielt keine Rolle. Man muss immer besser sein als der andere. Größer, schneller, besser, mehr…so lautet die Devise heute. Alles wird hektischer, der Blick auf die Uhr lässt so manchen Puls hochgehen. Und viele kleine Dinge im Alltag bemerkt man schon  gar nicht mehr, die aber den Menschen selber kontrollieren. Willkommen in der modernen Zeit.

Und dann hat der Mensch ja noch seine Freizeit. Auch hier wird permanent versucht alles unter einem Hut zu bekommen. Sei es Familie, Freunde, der Verein, was auch immer. Nach der Arbeit und am Wochenende  kann es somit also auch das ein oder andere Mal hektisch zugehen. Wohl gemerkt: der Tag hat nur 24 Stunden! Zur Belohnung all dessen gibt man sich zum Ausgleich dem Lieblingssport hin. In diesem Fall sagen wir mal rein zufällig dem Radfahren.

Hier geht es dann direkt ins Hamsterlaufrad. Vielleicht und auch wahrscheinlich nicht jeder besitzt und benutzt einen Radcomputer, aber die meisten schon. Würde ich mal behaupten. Der klassische Radcomputer mit den Mindestanforderungen an Hauptfunktionen wie Stundenkilometer, Tages-Kilometer und Gesamtstrecke. Jeder Radfahrer weiß nach der Tour gerne wieviel Kilometer er denn gestrampelt hat. Beim Gespräch am Montag mit den Kollegen kann man so mehr oder weniger einen „raushauen“ wie man so schön sagt. Beim Kaffee mit Kollegen, die ihn entweder bewundern oder bemitleiden. Aber das ist ein anderes Thema.

Doch es gibt da auch die Sportler unter den Freizeitsportlern, die jeden Zentimeter, jeden Höhenmeter und jeden Stundenkilometer verbissen auf die Waage legen. Ganz zu schweigen von jeden Gramm zu viel das es gilt auf und am Rad zu vermeiden. Jeder gefahrene Kilometer wird so zum Wettkampf mit sich selbst oder den mitfahrenden Freunden. Die obligatorische Analyse per Datentool ist ein absolutes „MUSS“ um bei der nächsten Runde gewappnet zu sein. Besser zu sein als beim letzten Mal. Besser zu sein wie der „Konkurrent.“ Optimierung hält auch hier immer mehr Einzug um Rekorde zu brechen und persönliche Siege einzufahren. Natürlich gilt es im Wettkampf, im richtigen Wettbewerb und Rennen das Beste aus sich heraus zu holen. Das liegt in der Sache der Natur. Aber was bringt – auch dem Normalo-Radfahrer – der ganze Aufwand um Ziffern und immer verbesserten Zahlen? Was hat man davon? Kurzfristige innerliche Befriedigung?

„Erlebnisse, die Tatsache, das ich mich wohl und gesund fühle, das ich mich über die bunt blühende Natur oder ein gesichtetes Rehlein freue, verschwindet in unserem ruhelosen Maximierungsbestreben oft in einem Wust von Zahlenkolonnen.“

Genau darum geht es. Man muss also selbstverständlich unterscheiden zwischen Wettkampf-Sportler und dem „Otto-Normal-Radler.“ Nur das die Auswertung mit all seinen Facetten auch schon hier auf den Vormarsch ist. Ist es nicht vielleicht auch das Interesse an der eigenen Fitness, der eigenen Belastbarkeit, den eigenen Möglichkeiten,  das die Menschen in den Zahlendschungel treibt? Um so ein Bewusstsein für den eigenen Körper zu bekommen? Radfahren ist da zweifelsohne prädestiniert für. Doch kann das nicht auch zwanghaft werden wenn man sich nur hinter Zahlen verschanzt? Ist es also gut für den Menschen oder eher von Nachteil sich immer mehr dem Streben nach Höher, Schneller und Weiter zu verschreiben?

Letztendlich muss das, so salopp es auch klingt, jeder für sich selbst beantworten. Ich versuche das einmal aus meiner Sicht zu beschreiben. Wie sieht also bikingtom die ganze Sache? Hier mein Erklärungsversuch.

Ich bin von Klein auf immer dem Sport verbunden gewesen. Fußball hat mich groß gemacht, Radfahren hält mich fit für den Rest meines Lebens! Ergebnisse waren also von Anfang an ein ständiger Begleiter. Jedes Wochenende. In der Meisterschaft, bei Turnieren und sonstigen Veranstaltungen. Bis das Radfahren kam. Und dann? Einen Radcomputer wollte ich von Beginn an. Einfach um zu sehen: was bin ich heute gefahren, wieviel bin ich insgesamt geradelt? Einfach nur diese Infos reichten mir. Nur um einen kleinen Überblick zu haben. Nicht mehr, nicht weniger. Schließlich wollte ich einfach nur Radfahren. Kein Wettkampf, einfach die Gegend erkunden. Das war’s. Je mehr ich fuhr, desto mehr Infos kamen dann zum Vorschein, die mich interessierten. Die aufkommenden Möglichkeiten dann damals Touren auch mit dem Smartphone per GPS aufzuzeichnen fingen mich an zu faszinieren. Plötzlich gab es Apps die sämtliche Daten einer Radtour plötzlich mitlesen konnten. Die Daten konnte man auf Tourenportalen auslesen.  Höhenmeter, Kalorienverbrauch, Trittfrequenz und Puls waren auf einmal allgegenwärtig. Heute nicht mehr wegzudenken.

Doch ich sah das alles zwar als höchst interessant an, doch ich habe heute für mich den goldenen Mittelweg aus dem Datenwust gefunden. Ich kann damit umgehen. Als Beispiel dienen meine Wege als Pendler. Zunächst waren die Daten wichtig um herauszufinden wie lange ich bis zur Arbeitsstelle im Durchschnitt brauche, jetzt sind die gefahrenen Zeiten eher zweitrangig geworden. Denn die Zeiten sind sich in all den Jahren so ähnlich geworden das ich schon nach den Zahlen hinter den dem Komma  gucken müsste. Das ist mir zu müßig.

Absolut toll finde ich aber für meine Touren die Aufzeichnung um nachvollziehen zu können woher ich genau gefahren bin. So kann ich mir die Radtouren auf google earth anschauen und sehe so die Route noch einmal vor dem inneren Auge. Eine tolle Möglichkeit um in Erinnerungen zu schwelgen. Sich an die schönen Orte zu erinnern an denen man vorbeigefahren ist oder auch einen Halt eingelegt hat. Kein Zahlensalat in dem Moment, sondern sich zurückgesetzt fühlen. Gedanklich Gerüche wahrnehmen von frisch geschnittenem Gras, vom Regenschauer, der klare, feuchte Luft brachte.

Selbstverständlich habe ich auch noch immer sportliche Anreize und dazu bevorzuge ich auch Zahlen. So möchte ich immer in einem Monat mehr Kilometer fahren als in dem gleichen Monat des letzten Jahres. Vielleicht meine größtes „Laster“ in diesem Zusammenhang. Darauf achte ich recht gewissenhaft. Gefahrene Höhenmeter dagegen erachte ich zwar auch als wichtig, bin da aber nicht so verbissen als das es ein „Muss“ für eine bestimmte Anzahl sein müsste. Sehr interessant finde ich die Werte meiner Durchschnittsgeschwindigkeit. Sie lässt Rückschlüsse auf meine Fitness zu. Zum Anfang eines Jahres ist sie zum Beispiel drei bis vier Stundenkilometer unter dem Level wie in den Sommermonaten. Dabei fahre ich im Winter ja auch sehr viel mit dem Rad.

Jedenfalls habe ich Touren, die fahre ich unter rein sportlichen Gesichtspunkten. Da peile ich schon mal den persönlichen Rekord für die längste Strecke an einem Tag, für den schnellsten Kilometer „ever“ an. Oder versuche die Bestzeit meiner Haus- und Hof-Runde zu toppen und gebe dabei Vollgas. Genauso möchte ich manchmal den Berg vor der Haustür schneller bezwingen als beim letzten Mal. Und da genau liegt der Unterschied zwischen fast schon krankhaften Zwang alles an Zahlenwerten zu toppen was geht und einfachem Radfahren. MANCHMAL gehe ich sportlich ans Eingemachte, um mich auszupowern weil ich gerade Bock drauf habe. Und manchmal, eher meistens, radel ich einfach damit ich in der Natur abschalten, von der Landschaft etwas sehen kann und viele Dinge erlebe, sehe und fühle, die ich z.B. mit dem Auto niemals so intensiv wahrnehmen könnte. Ein gesunder Mix aus sportlicher Herausforderung und entspannendem Entdeckertums der Landschaft und der Region beim Radfahren.

„Natürlich macht Leistung Spaß, auch stolz und zufrieden. 190 Kilometer an einem Tag ist schon cool für mich, aber wir sollten aufpassen, das wir uns nicht zu sehr  einer Diktatur der Zahlen ausliefern.“ Marius R.

Manchmal wünschte auch ich mir das Radfahren einfach nur puristisch wäre, man sich einfach auf den Sattel schwingt und losfährt. Sonst nichts. Heute muss erst das Smartphone mit der Aufnahme gestartet und das Navi bequemt werden. Ich glaube, das man sich immer vor Augen halten sollte das Zahlen und Statistiken nicht alles sind. Sie können zwar ein netter Begleiter sein, dürfen aber nicht zur Obsession werden. Es gibt wichtigeres im Leben als irgendwelchen Rekorden hinterher zu fahren, von denen die wenigsten wissen das sie überhaupt existieren.

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