MOMENTE: Sportliche Ambitionen

Gestern war der erste Tag des Jahres, an dem ich einen Gran Fondo gefahren bin. Wer schon einmal seine Fahrten mit STRAVA aufgezeichnet hat, der weiß vielleicht das man dort an einigen Challenges kostenlos für sich selbst mitmachen kann. Da geht es darum sich ein Ziel, also sportliche Ambitionen, zum Beispiel für einen Monat zu setzen und das dann motiviert anzugehen um für seine virtuelle Pokal-Sammlung ein Abzeichen zu ergattern. In meinem Fall hatte ich mich für den Gran Fondo Januar „angemeldet“. Das hieß also einen langen Tag innerhalb dieser vier Wochen im Sattel zu verbringen und mindestens 100 Kilometer zu absolvieren. Klingt sportlich und sollte für mich auch so sein. Das Wetter spielte mit und nach ein paar Stunden hatte ich mein Ziel erreicht.

Vielleicht haben es ja schon einige mitbekommen, werde ich im Sommer an der RUHR2NORTHSEA-Challenge teilnehmen. Da gilt es dann 300 Kilometer von Duisburg bis zur Nordsee abzuspulen. Ich erwähnte es schon kurz in diesem Artikel in meinem Logbuch zu Beginn des Jahres. Der eine oder andere lächelt eventuell müde, aber für mich ist das wirklich eine sportliche Herausforderung. Und auf die möchte ich etwas näher eingehen.

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Ich bin von Kindesbeinen auf immer sportlich gewesen. Viele Jahre – um genau zu sein 25 Jahre lang – habe ich aktiv Fußball gespielt und stand oft 3-4 mal pro Woche auf den sagenumwobenen Ascheplätzen des Ruhrpotts um zu kicken. Auch in der Schülermannschaft war ich aktiv und wir sind damals viel herum gekommen. Ehrgeiz war da  immer mit im Spiel. Auch als ich dann nach der aktiven Karriere als Coach an der Seitenlinie stand. Immer hatte ich kleine, persönliche Ziele vor Augen. Und wenn es nur der nächsthöhere Tabellenplatz war, das war egal. Das erreichen war für mich wie ein Sieg.

Oder als ich den Strongman Run am Nürburgring angegangen bin. Das reine Laufen an sich war nie so mein Ding, aber das ganze verpackt mit den bekloppesten Hindernissen war ein Zugpferd. Und so machte ich mich damals bei Wind und Wetter auf um meinen inneren Schweinehund zu killen. Ich wollte diese 22 Kilometer lange Runde gespickt mit allerlei Hürden unbedingt schaffen. Aufgeben war keine Option. Der Preis für die Quälerei durch Matsch, Dreck und Wasser: eine Medaille und ein Finisher-T-Shirt. Toll. Aber darum ging es mir ja nicht. Sondern nur um mein sportliches Ziel. Und nur für mich. Das ich das kann. Wenn ich will!

Kleine und große sportliche Ambitionen gab es also schon immer in meinem Leben. Und so kommt jetzt eine weitere hinzu. Ich will diese 300 Kilometer schaffen. Basta. Dafür werde ich ein halbes Jahr lang ein wenig trainieren. Schließlich möchte ich ja auch nicht als letzter ins Ziel kommen. Manche fahren vielleicht mal eben so die flache Strecke und brauchen nicht viel dafür tun. Ich sehe das etwas anders. Für mich ist das auch wie ein Einstieg, wenn mir das Ganze gefällt! Ein erstes Schnuppern vielleicht an Events die da noch kommen könnten. Das ist ein Grund, deshalb trainiere ich nun.

Ziel ist es, auch besser meinen Körper zu verstehen. So halte ich ab nun bei den Runden mit dem Crossbike meine Herz- und Trittfrequenz im Auge. Wo liegen bei mir die idealen Werte um konstant über eine längere Strecke fahren zu können ohne das ich direkt kollabiere? Wie ist dabei die Durchschnittsgeschwindigkeit? Wie sollte meine Atmung dabei gehen und welche Auswirkungen haben dabei Unregelmäßigkeiten? Was kann ich noch optimieren? Das sind für mich in dem Fall sportliche Ambitionen. So sehe ich das. Ambitionen über die ich früher nie wirklich nachgedacht habe, aber jetzt und heute welche, die mir Spaß machen.

Ja, ich weiß. Es gibt immer welche, die meinen, in dem Alter muss man sich anscheinend unbedingt was beweisen. Man fängt ja schon an zum alten Eisen zu gehören. Midlife Crisis sagen auch welche dazu. Hallo? Beweisen muss ich mir mit meinen 40 rein gar nichts. Ich fühle mich gut, bin zufrieden mit dem was ich hab. Das sehe ich also als totalen Quatsch an. Für mich ist dieses Challenge-Ding einfach eine spannende Sache. Wenn ich das  fahre, bin ich naturgemäß sportlich unterwegs. Irgendwann kam dann der Gedanke das vielleicht mal etwas auszuweiten. Na, und da stehe ich jetzt an diesen Punkt. Ich trainiere. Nicht übertrieben. Aber ich tue was dafür um mein Ziel zu erreichen. So finde ich, sollten sportliche Ambitionen aussehen. Man muss zufrieden mit sich selbst sein um etwas Positives und seine Ziele zu erreichen.

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Und wisst ihr, was das Schöne ist? Ich sehe hier ganz deutlich, wie breitgefächert das Radfahren sein kann. Es ist nicht nur „hier das Fahrrad“ und gut ist. Nein, Radfahren bietet allen Gruppen von Menschen mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen daran eine tolle Möglichkeit sich zu bewegen. Ob mit sportlichen Ambitionen oder einfach nur zum Einkauf um die Ecke. Ob für schöne Radtouren oder irgendwelche Sport-Events. Sei es um sich auszupowern oder einfach nur um die Landschaft zu genießen. Das Spektrum ist riesig. Und das alles vereint die Menschen unter dem Begriff „Radfahren“. Ist doch super, oder?

MOMENTE: Jahresrückblick 2017

Nach Weihnachten und kurz vor Silvester wird es mal wieder Zeit für einen angemessenen Rückblick auf mein Fahrrad-Jahr 2017. Schließlich waren diese 12 Monate nicht ganz unerheblich für mich. Denn direkt zwei neue Fahrräder in einem Jahr zu kaufen ist für Otto-Normalverbraucher ja auch nicht selbstverständlich. Da habe ich diesmal wohl wirklich ein wenig Glück gehabt. Doch von Beginn an. Der Start ins Jahr 2017 war geprägt durch den Kauf meines neuen Trekking-Fahrrads von ROSE, dem Black-Creek-6! Nach wie vor bin ich hochzufrieden und es macht mir jedesmal eine Menge Spaß damit auf Tour zu gehen. Ob das große oder kleine Radtouren sind oder aber nur der Einkauf um die Ecke. Mein persönliches Anforderungsprofil an einem Trekking-Bike wurde perfekt erfüllt.

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Definitiv ein Höhepunkt 2017, die Abholung meines Trekking-Bikes!

Passend dazu, als eines der Highlights, war natürlich dann auch wieder mein alljährlicher Radurlaub. Dieses mal im Saarland und der Region Lothringen. Das Wetter spielte wunderbar mit als es durch die teils ordentlich hügelige Landschaft ging. Ein reizvolles Fleckchen Erde in einer geschichtsträchtigen Region. Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte im Saarland ist zum Beispiel sehr empfehlenswert! Und auch wenn es manchmal anstrengend war, so hat sich doch jede Erklimmung eines Hügels und jeder Höhenmeter gelohnt. Besonders gut hat mir die französische Seite gefallen. Der Charme der urigen Dörfer und die Blicke von den Hügelkuppen bis in die Nordvogesen hinein sind für jeden Radfahrer ein Höhepunkt einer Tour. Dazu kam ich mit netten Leuten ins Gespräch, die mir so einiges über alte Zeiten und deren Geschichte erzählten. Ich glaube, ein Fahrradfahrer wirkt auf die Menschen meist friedlich und freundlich und deshalb fällt es leichter miteinander ins Gespräch zu kommen. Ich empfinde das als äußerst angenehm. Passend dazu spielte das Wetter auch mit. Bis auf einen Tag mit Wolkenbildung gab es nichts an den Temperaturen und der Sonne auszusetzen. So gesehen war mein Radurlaub also ein voller Erfolg! Die Freude steigt schon für 2018! 

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Wer bekommt da keine Lust zu radeln? Mein Radurlaub 2017 in Lothringen war super!

Und wenn wir schon mal hier von Urlaub reden. Mein „richtiger“ Urlaub führte mich diesen Sommer an die Ostküste der USA. Ein unheimlich spannender Flecken Erde mit viel Geschichte. Zumindest haben die Amis es drauf das sehr gut und anschaulich zu erzählen und zu präsentieren. Jedenfalls hatte ich die Chance mit einem Instagram-Follower und Freund New York und Umgebung mit dem Fahrrad unsicher zu machen. Es war ein Traum und ein Heidenspaß. Ich hätte nicht gedacht das es so eine Riesengaudi ist durch die Straßen dieses Großstadtdschungels zu biken. Teilweise seperat geführte und getrennte Radwege lassen einen Manhattan hervorragend umrunden. Auch wenn es Monate später dort an einer Stelle einen Terroranschlag mit einem Lieferwagen gab, der es doch auf diese Bikeline geschafft hat und es Tote und Verletzte gab. Das ist zwar ein komisches Gefühl wenn man voller Freude am Radfahren auch selber an dieser Stelle vorbeigekommen ist. Aber man darf sich davon nicht entmutigen lassen. Also FUCK OFF IHR PENNER! So, das mal kurz am Rande. Weiter im Text.

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New York auf dem Rücken eines Bikes zu erkunden ist großartig!

Man gewinnt wunderschöne Eindrücke der Stadt wenn man diese Bikelane benutzt. Viele davon würde man ohne Rad einfach verpassen. Der Tag war voller Adrenalin. Nicht aus Angst, sondern aus purer Freude. Grüße an dieser Stelle auch an meinen kundigen „Fahrrad-Führer“, der mir Ecken gezeigt hat, an denen normalerweise Touristen eher selten anzutreffen sind. Es war super. Genauso wie das Bike, welches ich mir ausleihen konnte. Ein kleines Video zu meiner New York-Tour könnt ihr euch hier anschauen.  

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It’s Brooklyn, baby!

Und was in New York an Fahrradinfrastruktur anscheinend zügiger umgesetzt wird und wo wirklich mal Geld in die Hand genommen wird, das funktioniert zu Hause im Ruhrpott wohl weniger. Das ist ein  immer wiederkehrendes Thema auf meinem Blog. Der Ausbau des Vorzeige-Projekts Radschnellweg Ruhr RS1, gerade in Essen, liegt mir sehr am Herzen. Doch wie schon so oft geschrieben sind die Stadtoberen nicht ansatzweise in der Lage irgendetwas von ihren hochtrabenden Zielen umzusetzen. Im Jahr der „Grünen Hauptstadt“ mit dem RS1 zu werben ist anmassend. Es existiert momentan nicht ein Meter Radschnellweg auf Essener Gebiet. Nur die ehemalige Bahntrasse der Rheinischen Bahn, auf der ein Radweg verläuft. Das führt natürlich unweigerlich zum Verdruss. Der Weiterbau auch durch das Eltingviertel ist Zündstoff für viele Diskussionen. Und erst vor kurzem wurde klar, das sich wegen den Verantwortlichen der Stadt beim Weiterbau gen Osten für – vorsichtig geschätzt – mindestens die nächsten fünf Jahre gar nichst bewegt! Für eine Stadt, die sich einst auf die Fahnen geschrieben hat den Rad-Verkehrsanteil auf 25% (!!!) zu schrauben, ist das ein absoluter  Offenbarungseid und Armutszeugnis. Das sehen sehr, sehr viele Bürger mittlerweile so. Selbst öffentliche Diskussionsrunden führen bereits dazu, das immer mehr Bürger die Glaubwürdigkeit der Verantwortlichen in Frage stellen. Es bleibt also auch für mindestens 2018 ein gesichertes Thema auf meinem Blog. So viel ist klar!

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Das Ende der Rheinischen Bahntrasse und nicht des RS1 (!) am neuen Uni-Viertels in Essen. Hinten ist das Eltingviertel zu sehen sowie der Stillstand für viele weitere Jahre!

Wunderbar fand ich das direkt am „Radschnellweg“ am Niederfeldsee in Essen-Altendorf das Rad-Café RADMOSPHÄRE aufgemacht hat. Eingerichtet mit viel Gedöns rund um’s Fahrrad hat es seinen ganz eigenen Charme. Allerlei kleine Leckereien und Getränke kann sich der hungrige und durstige Radfahrer dort einverleiben. Die Torten sind erstklassig, das kann ich euch sagen! Von dem Eis im Sommer ganz zu schweigen. Ist ja nicht so das ich jeden Tag da bin, aber wenn das Café schon mal auf dem Nachhause-Weg liegt…Jeder der also mal den RS1…äh…Radweg Rheinische Bahn befährt sollte mal beim Holger vorbeischauen. Holger? Der von der weithinbekannten, kultigen Erzbahnbude? Ja, genau der! Ihm gehört nämlich auch die RADMOSPHÄRE.

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Volles Haus…äh…RADMOSPHÄRE, am Tag der Eröffnung!

Interessant als Blogger waren für mich auch dieses Jahr wieder die Fahrradmessen. Die „heimische“ Fahrradmesse in Essen fiel allerdings aus privaten Gründen für mich aus. Doch da gab es noch eine neue, und ich muss im Nachgang sagen exzellente Radmesse in Düsseldorf. Ich spreche von der „Cyclingworld Düsseldorf“. Eine Messe rund um’s Fahrrad und feinster Radkultur. Keine herkömmliche Messe, sondern eine, bei der Radliebhaber, aber auch die Aussteller voll auf ihre Kosten kamen und ein andersartiger, intensiverer Austausch miteinander stattfand. Das alles im alten Areal Böhler in Düsseldorf. Einer alten Industriekulisse, die seinesgleichen sucht. Bei bestem Wetter konnte man Kunst und Kultur rund um’s Rad entdecken, aber auch im Außenbereich tolle Bikes probefahren! Das alles wurde durchweg positiv vom Besucherpublikum aufgenommen. Deshalb freue ich mich auch schon auf die zweite Cyclingworld, die am 7. und 8. April 2018 ihre Tore öffnet! Und so weit ich bisher mitbekommen habe, kommen noch mehr hochgradige Aussteller und der Messebereich wird sogar vergrößert! Da habe ich also schon mal voll Bock drauf!

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Auf der Cyclingworld kann man Fahrräder noch wirklich bestaunen!

Ganz anders ist naturgemäß die EUROBIKE, die Leitmesse der Fahrradindustrie. Hier werden die kommenden Trends für die nächste Saison gezeigt und die Händler geben ihre Order ab. In Zusammenarbeit mit der Messe Friedrichshafen und dem pressedienst-fahrrad (pd-f) wurde der „The Wrider’s Club“ aus der Taufe gehoben. Er soll Blogger besser mit der Industrie vernetzen. Der The Wrider’s Club hatte somit auch eine eigenständige Blogger-Lounch direkt vor Ort in den Messehallen. Und auch ich bin mit einem Ehrenkodex in den Wrider’s Club aufgenommen worden und war deshalb auch in Friedrichshafen. Der erste Besuch dieser riesigen Messe kann einen schon erschlagen. Man weiß gar nicht nicht wo man zu erst vorbeischauen soll. Dazu trifft man noch sehr nette Gleichgesinnte und Blogger. Mir hat dieses familiäre Feeling gut gefallen, die Organisation war super. Spannend waren teilweise auch die Führungen zu verschiedenen Messe-Ständen. Manche Hersteller waren ernsthaft an Gesprächen interessiert, manche jedoch nicht so sehr. Trends konnte man leicht aufspüren, so schwierig war das nicht. Da sind zum einen die E-Bikes, die die Fahne hochhalten, und jeder Hersteller davon irgendwie etwas im Programm hat. Aber da sind zum anderen auch zahlreiche Gravelbikes zu sehen gewesen, die eine große Sehnsucht nach Freiheit versprühen und groß im Kommen sind 😉

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Juliane Schuhmacher bloggt auf ihren sehr lesenswerten Seite www.radelmaedchen.de

Und hier mit Martin Moschek von www.biketour-global.de, einer meiner Lieblingsblogs um Fernweh zu bekommen 😉

Eine Unmenge an Prospekt-Material bei den Ausstellern hätte ich auch mitnehmen können. Da habe ich mich aber auf das Wichtigste beschränken müssen. Sonst wären meine Arme verdammt lang geworden. Der letzte Messetag war dann zugleich auch Publikumstag. Der kommt bei den Herstellern leider nicht so gut an, weil es ihnen hier halt fast nur um die Geschäfte geht. So mancher Hersteller war sogar erst gar nicht vor Ort oder veranstaltete lieber eigene Hausmessen. Die EUROBIKE hat es momentan wohl nicht ganz so leicht, trotzdem ist sie nach wie vor äußerst bedeutend für die Fahrradindustrie. Nächstes Jahr wird der Publikumstag – leider – ersatzlos gestrichen und die Messe findet schon im Juli statt. Ich werde  gucken, das ich wieder vor Ort sein kann. Mal schauen ob das zeitlich auch passt.

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Auf der EUROBIKE stellte auch Riese & Mülller viel beachtete Räder aus, wie hier die trendigen Cargo-Bikes!

Auf der EUROBIKE traf ich auch wieder die Jungs von COBI, mit denen mich schon eine längere Freundschaft verbindet. Im Sommer hatte ich zuvor die Gelegenheit ihr Headquarter in Frankfurt zu besuchen um ein großes Interview zu führen. Das war hinterher so groß, das ich zwei Teile daraus machen musste 🙂 Hier Teil 1 und hier Teil 2. Der Einblick, auch mal was so hinter den Kulissen passiert, war enorm und zugleich sehr informativ. Es wurde ein nettes Gespräch mit Feierabend-Bierchen. Carsten Lindstedt und Heiko Schweickhardt nahmen sich wohl mehr Zeit als ursprünglich gedacht. Was mir bei dem ganzen Interview aufgefallen ist, wie sie voller Euphorie über ihr Produkt geredet haben. Das macht man nur wenn man auch an seine Sache glaubt. Mittlerweile hat BOSCH e-bike Systems das Start-Up aufgekauft. Es bleibt für mich weiter spannend was mit COBI nun passiert. Und auch 2018 gibt es viele, viele weitere Kilometer mit meinem E-Bike und COBI oben drauf.

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Im Sommer war ich zu Besuch bei COBI in Frankfurt.

Aktiv war ich 2017 auch wieder beim Stadtradeln in der Metropole Ruhr. Der Erfolg von 2016 mit meinem Team war auf Grund wiedriger Umstände leider nicht zu wiederholen. Trotzdem, und das ist ja das Wichtigste dabei, habe ich es geschafft ein paar Leute auf’s Rad zu bekommen und das Auto stehen zu lassen. Highlight der Aktion hier in Essen war zum Abschluss das sogenannte Nachtradeln. Einige hundert Radfahrer kamen noch einmal Abends zusammen um gemeinsam einige Kilometer zu sammeln. Endpunkt war der Revierpark Nienhausen. Eine nette Sache, ohne großes Tam-Tam.

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Rolf Fliß von den Grünen (mit Flüstertüte) hatte eine Menge bei der Baustellen-Tour zu erzählen. Hier am Krupp-Park.

Der ADFC Essen organisierte dieses Jahr auch wieder die beliebte „Baustellen-Radtour“, die halt vorbei an diversen Baustellen in der Stadt führte. Dort wurde dann immer kurz angehalten und durch sachkundige Erklärungen einiges zu den Projekten erzählt. Da bekommt man teilweise interessante Hintegrundinformationen, die man so eventuell nicht in der Zeitung lesen kann. Ratsherr Rolf Fliß war da ein guter Erzähler! Fand ich prima.

Lustig war auch der Raderlebnistag in Essen. Im Stadtgebiet galt es diverse Streckenposten abzuklappern und seine Teilnehmerkarte abstempeln zu lassen. Halt sowas wie eine Schnitzeljagd. Unter uns Freunden hatten wir viel Spaß bei dieser Aktion. Andere Teilnehmer mit Sicherheit auch. Pünktlich zum Eintreffen wieder zu Hause goss es dann schauerartig wie aus Kübeln. Also waren wir anscheinend schnell genug und haben alles richtig gemacht 😉

Außerdem gab es noch die Aktion „Sternfahrt.Ruhr“, bei der sich rund 600 Radler aus dem Pott vor der Gruga trafen um gemeinsam über Essener Straßen zu radeln. Der Innenstadtring vor dem Einkaufszentrum Limbecker Platz wurde zudem für den Autoverkehr abgesperrt. Das ganze war integriert in einer Veranstaltung der Stadt Essen im Rahmen der…ähm…„Grünen Hauptstadt 2017″ mit buntem Rahmenprogramm. Das war zwar cool mal so frei über die Hauptstrassen zu cruisen, aber das Programm ansich kam wohl beim Publikum nicht so gut an. Im Grunde eine weitere Veranstaltung der Grünen Hauptstadt, von der nichts bei den Bürgern hängen geblieben ist. Nachhaltigkeit sieht halt anders aus. Na ja. Wie gesagt, das Radfahren war schon cool.

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Autos hatten an diesem Tag nicht viel zu melden…

Zu guter letzt an dieser Stelle gab es da schon im Frühjahr noch die ADFC Sternfahrt NRW, die in Düsseldorf endete. Unterwegs von Essen aus traf man sich mit den verschiedenen Gruppen aus anderen Städten an diversen Treffpunkten um gemeinsam in die Landeshauptstadt zu fahren. Dort kamen über 4000 Radler am Rheinufer zusammen und es ging gemeinsam über Brücken und Straßen der Stadt. Ein eindrucksvolles Bild, wenn man kilometerweit nur Radfahrer sieht! Das Gefühl über die berühmte Einkaufsstraße Kö zu radeln und bei den Bonzen-Karren geht gar nichts mehr ist schon nicht schlecht. Nein, ich möchte nicht überheblich werden gegenüber Autofahrern. Aber einmal so ein Tag in der Stadt können sie trotzdem mal vertragen. Auch wenn viele Unverständnis zeigten. Trotzdem, die Straßen gehörten an diesem Tag uns! Und am Ende eben diesen jenen kamen rund 100 Kilometer auf meinem Kilometerzähler hinzu. Schließlich ging es ja auch wieder per Rad zurück nach Essen 😉 Übrigens gab es meinerseits keinen Artikel hier direkt auf der Website, sondern ausschließlich bei facebook.

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…denn die Straßen in Düsseldorf gehörten an dem Tag der Sternfahrt NRW den Radfahrern.

Ach, und wenn wir schon noch mal zum Kilometerzähler kommen, so muss ich sagen, das dieses Jahr mein bisher erfolgreichstes Jahr war. Wenn ihr diesen Artikel lest, dann stehe ich wohl knapp kurz vor der 7500 Kilometer-Marke! Zumindest macht es mich schon etwas stolz, das ich es geschafft habe – jetzt kommt die Statistik – so gut wie jeden Monat diesen Jahres mehr Kilometer gefressen zu haben als im vergleichbaren Monat im Jahr 2016! Ich denke, es kann schwierig werden das in meinem Fall  2018 zu toppen. Aber man soll ja nie nie sagen 😉

Schließlich können gut geplante Radtouren hervorragend zum Kilometer sammeln beitragen. Dieses Jahr waren es wieder wunderbare Touren, die in Erinnerung geblieben sind. Wie oben schon erwähnt waren dies die Touren im Saarland und Lothringen, aber auch zum Beispiel die Fahrradtour zu den Geister-Dörfern bei Garzweiler. Die fand ich äußerst abwechslungsreich! Oder die Verdener Fahrrad-Runde in Niedersachsen. Die Reiterstadt Verden ist für Pferdesportfans weit bekannt, aber auch Radfahren macht dort irre viel Spaß! Selbst mit der Familie auf Entdeckungs-Tour war trotz weniger Kilometer eine richtig schöne Radtour, bei der alle Familienmitglieder auf ihre Kosten kamen. Super! Genau wie meine Spät-Herbstliche Emsland-Runde Anfang November. Sie hatte trotz manchmal schattigen Wetters ihren ganz eigenen Charme und blieb mir ebenfalls im Gedächtnis haften. Ebenso wie viele andere die ich hier gar nicht aufführen kann. Allesamt rundherum gelungen. Ein in der Hinsicht ebenfalls erfolgreiches 2017!

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Radeln – am liebsten bis hinter dem Horizont.

Zum Jahresende hin kam es dann sogar tatsächlich noch zu einem weiteren Rad-Kauf. Wie ich ja damals schon geschrieben hatte, hat mich das Thema Gravel/Cross-Bike fest in seinen Bann gezogen. Und nach viel Lektüre und Meinungen einholen habe ich mich schlußendlich für ein weiteres Rad von ROSE entschieden. Ein langer Prozess war das schon und am Anfang hätte ich nicht geglaubt das das dieses Jahr noch zu realisieren wäre für mich. Um so größer war die Freude als dann doch alles unter Dach und Fach war. Jetzt, nach einigen Wochen und ein paar hundert Kilometern, liebe ich dieses Bike wirklich sehr. Der Rausch der Geschwindigkeit, das sehr sportlich agile Verhalten, ob Asphalt oder Schotter, macht einfach sehr viel Spaß. Und das sportliche Verhalten lässt mich mittlerweile von ein paar interessanten Projekten für 2018 träumen. Noch nicht spruchreif, aber wenn, dann werdet ihr das ja erfahren 😉

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Schnell und gewappnet für’s Gelände. Radler-Herz, was willst du mehr? 😉

Kommen wir nun zum Schluss. Ich denke also, das war ein überaus gelungenes Radler-Jahr für mich. Ich habe viel dazugelernt, viele neue Menschen kennengelernt und Kontakte geknüpft. Alles Menschen, die ebenso eine Leidenschaft für das Radfahren übrig haben wie ich. Es hat mich wirklich sehr gefreut und alle, die sich angesprochen fühlen, fühlt euch mal gedrückt. So. Zum anderen wird es hoffentlich schon bald eine kleine design-technische Änderung meiner Website geben. Die ersten Vorboten habt ihr vielleicht ja schon bemerkt wie zum Beispiel mein Logo, welches ich schon in verschiedenen sozialen Medien eingepflegt habe oder aber auch hier als Copyright in meinen Fotos. Auch wenn es relativ simpel aussieht, der Design-Prozess hat sich über einige Monate hingestreckt bis ich das OK gegeben habe „Yo, das ist es!“. Deshalb also noch mal vielen Dank an Nina, die wahrscheinlich das ein oder andere mal den Kopf geschüttelt hat! 🙂 You know who you are!  😉 Dank geht auch rüber an Victor, der hinter den Kulissen rumbastelt und euch vielleicht schon bald in Erstaunen versetzt. You’re my man! 😉 Und allen Followern, stillen Mitlesern und sonstigen Radfahr-Freunden: Danke für eure Treue! Ich wünsche euch ein erfolgreiches, frohes und vor allem gesundes, neues Jahr 2018! Wir lesen uns 😉

Euer bikingtom

 

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MOMENTE: Stau-„Erfahrung“

Heute bin ich mal nach längerer Zeit wieder mit dem Auto zur Arbeit gefahren. Da ich die letzten Tage immer mit ordentlich Pfeffer zum Arbeitsplatz gekachelt bin und dann auch mit Vollgas zurück waren meine Beine etwas schwer. Muss ich zugeben. Einmal kann man ja mal eine Ausnahme machen. Na ja, ich hätte es wissen müssen. Und so kam es wie es kommen musste. Zumindest auf dem Heimweg. Kurz und bündig: der Verkehrskollaps ist real! Wenn einer sagt, „irgendwann“ kommt der Verkehrskollaps, dann stimmt das nicht. Nein, er ist da! Hier und jetzt! Zum Greifen nah, denn im Stau kann man ja theoretisch das Fenster herunterkurbeln und mit der Hand dem Stau-Nachbarn seine Blechkiste berühren. Passiert ja nix. Steht ja alles.

Ich bin keine 300 Meter weit gekommen, da gab es den Stau auf dem berühmt-berüchtigten Ruhrschleichweg A40. Also runter von der Autobahn und versucht durch Nebenstraßen vorwärts zu kommen. Na, was ein Zufall, versuchten das doch auch Dutzende andere Autofahrer. Also Schritttempo. Auf Haupt- UND Nebenstraßen! Dazu Ampeln, die mit sinnloser Taktung versuchen einen Verkehrsfluss hinzubekommen, Baustellen nach dem Motto „noch mehr davon gehen immer“ und Autofahrer, die manchmal besser in der Gummizelle aufgehoben wären.

Dabei habe ich mich selber erwischt wie ich mich ruck-zuck diesen Autofahrer-Klientel angepasst habe. Hinterm Lenkrad habe ich geflucht wie ein Kesselflicker. In Selbstmitleid bin ich im Sitz versunken um sofort wieder auf Angriffsmodus umzuschalten. Als mir das bewußt wurde habe ich mich geschämt. Was macht das Autofahren in der Großstadt mittlerweile mit einem? Es macht einem zu Egoisten hinterm Lenkrad. Rechthaberisch dazu. Alle anderen sind doof und nur im Weg. Mir stellte sich die Frage, wie die Menschen das alles so als gegeben hinnehmen? Das sie – bildlich gesehen – wie die Lemminge agieren? Tranceartig hinterm Steuer sitzend und im Dauerstau stehend. Sich jedesmal aufs neue aufregen um sich dann am nächsten Tag  wieder brav in die Warteschlange einzureihen. Ewig grüßt das Murmeltier. Oder der Hamster im Käfig. Egal.

Der Verkehrsinfarkt ist da! Auch auf Grund völliger Ignoranz der Stadt. Straßen, die vor Jahrzehnten gar nicht für so ein Verkehrsaufkommen gedacht waren, sind hoffnungslos verstopft. Noch breitere Straßen würden aber auch nur noch mehr Autos anlocken. Ein attraktiver ÖPNV könnte ein Teil der Lösung sein. Aber nein, da werden hier bald erst einmal die Preise für die Tickets wieder teurer und die Taktung der Busse und Straßenbahnen heruntergeschraubt. Modernisierung der Infrastruktur des ÖPNV? Mehr als der Tropfen auf dem heißen Stein kommt da nicht. Es reicht nicht nur einige wenige alte Fahrzeuge auszumisten und zu erneuern. Nein, dafür muss auch mal ordentlich Geld in die Hand genommen werden. Aber das Geld wird ja bekanntlich lieber unter den Verantwortlichen Akteuren aufgeteilt.

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Radfahren ist gesund für Geist, Körper und Seele. Tatsache!

Wie sieht es aus mit Fahrverboten? Auch wegen der immensen Umweltbelastung? Stichwort „Dieselskandal“ sage ich nur! Um Gottes Willen, das wollen wir nicht, sagt der OB. Und hinter vorgehaltener Hand: lieber noch mehr Autos auf den Straßen. Jippieh!!! Lobbyismus hier in Essen? Na, für wen zahlt es sich wohl aus, hm? Verkrustete Strukturen brechen der Stadt Essen irgendwann mal das Genick. Ich schreibe von der Stadt Essen als meine Heimatstadt, aber das ist garantiert übertragbar auf viele andere Städte im Revier und anderswo.

Ich hoffe darauf, das bald ein Dieselfahrverbot kommt. Auch wenn viele darunter leiden werden wie zum Beispiel kleine Handwerksbetriebe mit ihrem Fuhrpark. Doch ich sehe keine andere Chance um ein radikales Umdenken herbeizuführen. Das Desaster und die Konsequenzen hätten die Automobil-Hersteller zu tragen. Meiner Meinung nach. Sie sind es, die so lange gelogen und betrogen haben. Sie müssten den Schaden begleichen! Für ihr schändliches Handeln abgestraft werden! Momentan lachen die sich doch kaputt. Schließlich hatten sie durch den Skandal ja keine Kosten. Zahlt ja unterm Strich der Steuerzahler. Ha, ha!

Jedenfalls würde durch ein Fahrverbot der Verkehr wesentlich entlastet. Und dann wäre Zeit über Alternativen nachzudenken, weil die Menschen genau aus diesem Grund das endlich aktiv machen müssten! Ihr Handeln und Tun überdenken, auch wenn es schwer fällt. Aus den Gewohnheiten ausbrechen, Neues schaffen. Bessere Mobilität schaffen.

 Mein Frust heute im Auto sticht natürlich in diesem Artikel heraus. Ich empfand die Autofahrt alles andere als entspannend. Völlig im Gegensatz zum Radfahren. Mein Arbeitsweg beträgt da rund 14 Kilometer. One Way. Dafür brauche ich im Durchschnitt etwa 35 Minuten. Wenn der Radschnellweg RS1 in vielen, vielen Jahren vielleicht ja doch mal in Essen kommt, mit Sicherheit sogar etwas schneller. Heute, mit dem Auto unterm Allerwertesten habe ich für 14 Kilometer fast 50 Minuten gebraucht! Dazu noch gestresst, genervt und total über mich selbst erschrocken zu Hause angekommen. Kosten-Nutzen-Faktor? Keine Fragen mehr, oder? Da fahre ich demnächst selbst wohl bei eisigster Kälte lieber mit dem Rad! Es dankt mir meine Gesundheit und mein komplettes Nervenkostüm. Für alle anderen gilt: viel Spaß im Stau, aber ohne mich!

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MOMENTE: Meine kleine Liste an Fahrrad-Gadgets

Das neue Crossbike ist immer noch nicht da, aber – typisch Mann – Kreisen die Gedanken schon um mögliche Gadgets die man ja noch so verbauen könnte. Man(n) muss schon etwas verrückt sein. Aber was soll ich machen? Ich kann mich wenigstens ja mal nur ein wenig umschauen. Nur ein bisschen. Nur ein gaaannz kleeeinnnn bisschen, okay? Mehr nicht.

Jaaaa, super! Dann fangen wir doch einfach mal an. So ein Crossbike ist bekanntlich ja ziemlich auf das Wesentliche reduziert. Dazu muss man natürlich wissen, was man mit dem Bike alles machen möchte. Beim Crosser liegt es halt nahe das der sportliche Aspekt im Vordergrund steht. Somit möchte man ja auch nur den allerwichtigsten Kram mit sich herumschleppen. Vielleicht auch mal so ein bisschen Bikepacking. Also wohin damit?

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Schicke Lenkertasche „Tech-Bag“ von RESTRAP.                          Foto: RESTRAP

Auf der Eurobike war ich schon am kleinen Stand von RESTRAP aus England. Die verschiedenen Taschen waren bestens geeignet für große und kleine Adventures. Besonders angetan hatte es mir die kleine Tech-Lenkertasche für ca. 35 EUR. Sieht äußerst schick aus in schwarz mit den minimalen orangefarbigen Applikationen. Ausreichend groß für die Aufbewahrung von Smartphone, Ernergie-Riegel und etwas Kleingeld. Na, und wie es so ist, bietet die kleine englische Firma aus West Yorkshire passend dazu u.a. noch Rahmentaschen an. Das alles noch für einen fairen Preis. Die würden sich garantiert gut am neuen Bike machen. Habe ich also notiert!

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Wer die Wahl hat…               Foto: RESTRAP

Doch es gibt da noch einen anderen Hersteller, dessen Taschen ich sehr gelungen finde. Da wären mir nämlich noch so beim rumgooglen die diversen Rahmentaschen von BIRZMAN aufgefallen. In mattgrün gehalten, mit schwarzen Klettverschlüssen und dazu orangefarbene Riemen. Wie ich finde, sehr ansprechend. Der kleine Nachteil: die Taschen sind nur wasserabweisend. Dafür ebenfalls sehr günstig mit Preisen zwischen ca. 28 EUR und 63 EUR! Das sollte ich wohl mal im Auge behalten.

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Ein absoluter Hingucker, oder?                Foto: BIRZMAN

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Und auch hier gibt es verschiedene Modelle für’s Bikepacking!       Foto: BIZRMAN

 

Und schon geht es weiter mit den nächsten – möglichen – Gadgets. Und zwar bin ich ganz vernarrt in einen bestimmten Radcomputer. Was habe ich gesucht. Wie ein Verrückter. Ein paar Kriterien musste er schon haben. GPS war definitiv dabei. Wenn möglich auch das russische Pendant GLONASS zur noch besseren Standortbestimmung. Die Routen-Aufzeichnung sollte, mit Verbindung zu diversen Portalen, also problemlos möglich sein. Der große Wunsch war ein Gerät zu finden, das gleichzeitig auch als vernünftiges Navigationsgerät fungiert. Ab da war das SIGMA PURE GPS raus. Zwar verfügt es über eine Navigationsmöglichkeit, besitzt aber keinerlei Karten. Ihr seht, da das PURE GPS als günstiges Gerät zunächst zur Debatte stand, sehe ich mich eher nach relativ kostengünstigeren Geräten um. Die teuren Geräte von GARMIN als Beispiel sind somit von vornherein ausgeklammert. Und doch gibt es ein Gerät, das preislich so gerade eben in Frage käme. Es vereint alle Funktionen, die ich mir von so einem Radcomputer wünsche. Kartennavigation, Integration von komoot, automatische Synchronisation zu STRAVA, lange Akku-Power, trotzdem klein und handlich. Ein Gerät für alles, das auch ein prima Zusammenspiel mit dem Smartphone bietet. Dieses kann aber in der Tasche bleiben und muss nicht auch noch am Lenker befestigt werden. Welches Gerät meine ich? Ich meine das WAHOO ELEMNT BOLT! Ich bin davon ganz begeistert und es wäre wahrscheinlich die perfekteste Lösung für mich. Der Preis ist mit rund 239 EUR so gerade eben noch in meinem persönlich gefühlten Rahmen. Was das jetzt heißt? Wir werden sehen…

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Perfekte All-In-One-Lösung für mich! Der WAHOO ELEMNT BOLT!     Foto: WAHOO

 

Das wichtigste Zusatz-Teil dürfte aber wohl ein Akku-Licht sein. Schließlich könnte ich ja mal rein zufällig auf die Idee kommen auch im Dunklen fahren zu wollen/ müssen. Man muss ja für alles gewappnet sein! Hell sollte sie sein, ab 50 LUX aufwärts, mit langer Akku-Power und einem moderaten Preis. Zwei Exemplare habe ich nach gründlicher Recherche im Auge. Da wär zum einen das 70 LUX starke Modell LS 950 von TRELOCK. Hell genug um auch mal düstere Pfade zu befahren. Das interessante Detail ist hier für mich die genaue Akkustand-Anzeige. Das geht sogar soweit das im Display die noch mögliche Nutzungsdauer angezeigt wird! 45 h Leuchtdauer werden dabei im kleinsten der fünf (!) Modi angegeben. Nicht schlecht. Aufgeladen wird die Leuchte über USB. Und das alles gibt es schon für ca. faire 69 EUR.

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Prima Details gibt es am TRELOCK LS 950!           Foto: TRELOCK

Die Alternative dazu kommt von BUSCH + MÜLLER, im Grunde der Platzhirsch bei Fahrradleuchten. Schon früher habe ich von dieser Firma eine gute Akku-Leuchte gehabt. Da war das Batterie-Pack aber noch einmal extra am Rahmen zu befestigen. Vom Design her ist die aktuelle IXON IQ PREMIUM meiner alten Version ähnlich. Die hier genannte hat 80 LUX, bietet aber nur 2 Modi. Im High Power-Modus hat sie eine Leuchtdauer von rund 5 Stunden, im Low Power-Modus mit nur 15 LUX liegt sie bei 20 Stunden. Eine richtige Anzeige besitzt die Leuchte nicht. Nur einen sogenannten Kapazitätsindikator. Die kleine LED-Lampe im ON/OFF-Schalter wechselt von grün auf rot bei geringer Akku-Power und man hat so nur eine ungefähre Angabe. Allerdings gibt es die 80 LUX schon ab 45 EUR.

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Schlank und mit optimaler Leuchtkraft. Das ist die Busch & Müller IXON IQ SPEED!

Bei beiden Herstellern wird immer mal wieder die zu lasche Lenkerbefestigung der Leuchten bemängelt. Das ist ein nicht zu unterschätzendes Kriterium. Denn wenn es mal auf den Wegen holpert, dann sollte die Lampe schon verdammt sicher gehalten werden! Aber das werde ich mir noch einmal beim Händler genau anschauen.

Des weiteren wären vielleicht noch ein paar kleinere Dinge interessant. Solche, die nicht so große Löcher ins Budget reißen. Da wäre zunächst mal die Sache mit dem hochspritzenden Dreck. Ich könnte mir vorstellen, bei gewissen Fahrten auch einen ASS SAVER zu nutzen. Diese kleinen Plastik-Schutzbleche, die man einfach unterm dem Sattel einsteckt und so einigermaßen vor Spritzwasser und Dreck schützen. Interessant wären gerade solche, die man vielleicht selber online gestalten könnte. Da suche ich mal im Internet nach. Der Preis der bereits zu kaufenden ASS SAVER sind mit einem Preis ab 10 EUR doch gut überschaubar. Check.

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ASS SAVER gibt es mit den verschiedensten Motiven! Eine feine Sache!

Auf so einem Sportgerät möchte man ja zu den sportlichen Aspekten auch meist noch eine gute Figur machen. Mit weit flatternden Hosen und T-Shirt kommt das auf Trainingsrunden oder der schnellen Tour manchmal nicht so gut. Was genaues habe ich aber nicht im Auge, dringender Bedarf ist nicht so sehr vorhanden. Wenn ich mal was sehe und es gefällt mir, wie z.B. Trikots, Jacken oder Hosen, dann kann ich ja mal schauen. Gefallen tuen mir eher dezente Farben, nicht so etwas knallig Buntes. Also immer mal die Augen aufhalten!

Und wer jetzt noch meint er kennt ein paar gute Alternativen zu meinen oben genannten Produkten, der möge sich doch einfach mal hier in den Kommentaren verewigen. Für Tipps und Tricks bin ich immer dankbar!

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MOMENTE: Rad-Findungsprozess

Ich habe es ja bereits angekündigt euch über meinen Findungsprozess für das neue Bike zu berichten. Was, schon wieder ein neues Bike? Ja, ihr habt recht. Die Formel für die Anzahl der Fahrräder die „Mann“ besitzen muss ( n+1) kommt bei mir also durchaus zum Tragen. „Mann“ braucht so etwas. Für jede Lebenslage das passende Rad. Auch ich konnte mich davor nicht verschliessen. Der Traum vom Cross-/Gravelbike schwelte schon etwas länger durch meinen Kopf.

An sich hatte ich ja gar nicht vor ein neues Fahrrad anzuschaffen. Schließlich hatte ich mir ja bekanntlich zu Beginn des Jahres erst ein außerordentlich gutes, Trekking-Bike von ROSE angeschafft. Damit bin ich auch absolut hochzufrieden. Es läuft perfekt und macht auf allen Touren riesigen Spaß damit zu fahren. Lange Rad-Tage sind damit kein Problem und sind reinstes Vergnügen.

Doch nach ein paar Monaten kam es mir so vor als ob etwas fehlte. Nämlich ein Rad als fast reines Sportgerät, ein flinker Wiesel fürs Tempo machen und intensivsten Verausgabens. Hört sich nach Rennrad an, doch das kam für mich nicht in Frage, da ich doch gerne mal Schotter- und Waldwege mitnehme. Und so kam mir die Rad-Gattung der Cross- und Gravelbikes in den Sinn.

Zuerst war mir der Unterschied nicht so ganz klar, die Grenzen verschwimmen doch sehr. Je nach Marketingabteilung der einzelnen Hersteller. Jedenfalls las ich mich erst einmal in das Thema ein. Gravelbikes können komfortabler in der Sitzhaltung sein oder bieten sich auch für Radreisen und sogar auch für die Stadt an. Die Reifenbreite ist meist wesentlich höher gewählt als beim typischen Rennrad. Nur um das mal so kurz zu umreißen. Der Crosser kommt dem Rennrad sehr nahe, galt und gilt es oftmals als Rennrad für den Herbst und Winter, wenn es mal matschig und feucht wird.

Also wo wollte ich hin, welchen Weg wollte ich einschlagen. Darüber musste ich mir zunächst klar werden. Auf der diesjährigen EUROBIKE hatte ich die Chance mir einige tolle Räder aus diesen Rad-Gattungen anzuschauen. Das Thema scheint im allgemeinen groß im Kommen zu sein. Mir schwebte zumindest ein leichtes Bike vor, relativ gesehen. Doch viele Gravelbikes gehen an die 12 oder 13 kg, ich wollte weniger. Zwischen 10 und 11 kg sollte es höchsten sein. Gewicht war also schon ein wichtigeres Kriterium für mich.

Ein weiteres war einfach der sportliche Charakter des Bikes. Ich habe ganz einfach Bock auch auf mal schnelle Runden im Trainingsmodus. Und auch mal auf Matsch, Schlamm, Schotter und Feldwege. Zwar durchaus gerne mal längere Touren und hin und wieder City-Feeling, dabei nicht unbedingt mit Gepäck, doch vordergründig recht sportiv. Somit kam der Crosser eher in Betracht. Doch meine Bedingung war, das ich eher eine leicht komfortable Sitzhaltung haben wollte. Geht das überhaupt?

Das URBAM Gravelbike!       Foto: URBAM BAMBOO BIKES

Mit dem URBAM Gravelbike hatte ich schon arg geliebäugelt. Nach meiner kurzen Testrunde in Düsseldorf hatte ich mich schon ein bisschen verliebt in dieses Bike aus Bambus. Persönliche Wünsche werden bei dieser kleinen Manufaktur groß geschrieben. Ob Schaltung oder Lenker, es gibt viele Optionen. Ein riesengroßer Vorteil und eine feine Sache. Doch trotz des robusten Rahmens und der natürlichen Federung des Bambusses sehe ich dieses Bike unterm Strich eher als so eine Art „Flanier- und Spaß“-Rad ohne das abwertend klingen lassen zu wollen. Es ist ein wirklich tolles Bike mit einer guten Geometrie und gutmütigen Verhaltens. Doch es fehlte mir einfach der rassige Sport-Charakter. Zwar hätte ich liebend gerne auch dieses Rad in meiner Garage, aber mein momentanes Ansinnen liegt wohl eher in einem anderen Bereich. Deshalb muss dieses Rad noch etwas warten 😉

 

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Das Cannondale CAADX 105 SE wäre keine schlechte Wahl!         Foto: Cannondale

 

Bei einem ausgesprochen kompetenten Cannondale-Händler aus Bottrop fühlte ich mich ebenfalls sehr gut aufgehoben. Das CAADX 105 SE hatte es mir angetan. Der Tipp eines Arbeitskollegen war goldrichtig. Die Shimano 105er-Gruppe arbeitet bekanntlich zuverlässig, die Geometrie des Rahmens entspricht meinen Wünschen. Und das Fahrverhalten? Nach ausführlicher Beratung und Begutachtung war klar, ein 51er Rahmen wäre die optimale Wahl. Und schon konnte ich das auch vor Ort ausprobieren. Der Lenker wurde ebenfalls so gut wie gerade in dem Moment möglich für mich eingestellt. Er war etwas zu schmal für mich, wie ich fand. Das wäre aber kein Problem dies zu ändern. Ok, prima, das hörte sich gut an. Das Rad an sich empfand ich als sehr agil und wendig, aber auch eine klitzekleine Spur nervös. Trotzdem ein sehr ansprechendes, durchaus sportliches Verhalten. Viele durchdachte Details für Anbaumöglichkeiten machten dieses Bike für mich sehr interessant. Was mir nicht so gut gefiel waren die außenverlegten Züge und die mechanischen Scheibenbremsen. Wenn man sich mit dem Thema beschäftigt liest man immer über Vor- und Nachteile. Da ist eine Entscheidung manchmal schwierig. Doch mit kleinen Kompromissen sollte ich klarkommen. Und so hatte ich mich tatsächlich schon direkt hinterher und nach ein paar weiteren Tagen des Überlegens schon so gut wie festgelegt. Das Cannondale sollte es sein. Es schlug weitere Kandidaten wie von STEVENS, CANYON, VSF FAHRRADMANUFAKTUR, CUBE , BMC oder BULLS. Doch es sollte tatsächlich noch anders kommen.

Eher mehr oder weniger durch Zufall, wer hätte das gedacht, bin ich mit Schwiegervater bei ROSE gelandet, da er auf der Suche nach einem E-Bike war. Während wir so an einem Samstag Mittag auf einen Verkäufer warteten, da konnte ich mich ja mal so lange bei den Crossern umschauen. Eigentlich kamen mir die Modelle zu Hause bei studieren am PC nicht so entgegen wie ich fand. Preislich zwar attraktiv, aber irgendwie fehlte mir was.  Vielleicht auch einfach nur das gewisse Etwas. Bis ich die Crosser dann live vor Ort sah. „Oh, oh, oh“, ging es mir durch den Kopf.

Nachdem Schwiegervater dann beraten worden war, musste der Verkäufer für mich herhalten. Und nachdem ich dann auf die passende Rahmengröße gesetzt worden war, ging ein „Uiiii“ durch meinen Kopf. Kleine Veränderungen am Lenker würden mich perfekt dahin bringen, wo ich mit der Sitzhaltung hin wollte. Die Schaltung konnte auch angepasst werden so das ich auch für den Bergeinsatz gewappnet wäre. Dabei käme dann schon die Shimano Ultegra-Gruppe fast komplett zum Einsatz. Für einen Preis, der ähnlich des Cannondales wäre. „Hmmmmmmm…“, überlegte ich, „dazu noch schön innenverlegte Züge und hydraulische Scheibenbremsen!“

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Entscheidung gefallen, dies ist mein Objekt der Begierde!            Foto: ROSE

Das musste ich erst einmal sacken lassen. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Im Grunde sind es für mich minimale Unterschiede zwischen dem ROSE und dem Cannondale. Wofür also entscheiden? Puuh, gar nicht einfach wenn man sich eigentlich schon festgelegt hatte. Und doch habe ich mich tatsächlich für ein weiteres ROSE-Bike entschieden. Wegen kleinen Nuancen. Innenverlegte Züge wirken auf mich einfach optisch aufgeräumter, Ultegra-Komponenten reizen mich doch ein wenig, dazu noch ein gutes Kilogramm weniger auf der Waage (9,3 kg) und gefühlt einen Ticken angenehmere Sitzposition. Auch wenn mir vielleicht jetzt einer den Scheibenwischer zeigt, ich fühle mich wohl bei der Entscheidung und ich denke das es nach dem ganzen Suchen das richtige Bike ist! Für mich zugeschnitten, meinen Bedürfnissen folgend und dabei einem guten Gefühl im Bauch. Muss es nicht auch so sein?

Es wird meine Ansprüche erfüllen, davon bin ich überzeugt. Es scheint die richtige Mischung aus „Sportlich“ und „Komfortabel“ zu haben. Das ist es was ich wollte. Jetzt heißt es noch ein wenig warten, allzulange sollte es nicht mehr dauern bis ich den Crosser in Empfang nehmen darf.  Ich freue mich sehr und hoffe euch dann bald ein wenig mehr zu dem Bike berichten zu können.

 

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MOMENTE: Ignoranz der Autofahrer

Das gleich geschilderte Erlebnis musste praktisch erst ein paar Tage sacken um es einigermaßen „vernunftsmäßig“ niederzuschreiben. Ohne in irgendwelche Wutausbrüche zu verfallen. Mal schauen ob mir das gelingt. Ich entschuldige mich schon jetzt für vielleicht eine nicht so besonnene Wortwahl! Jedenfalls war ich am letzten Feiertag, dem 3.Oktober, unterwegs mit Familie und Rad. Auf einem großen Parkplatz einer Baumarktkette war an diesem Tag ein Flohmarkt. Die Zufahrt dazu liegt an einer Sackgasse mit Wendekreis. An diesem schließt durch Absenkung der Bordsteinkante ein Gehweg an, der für Radfahrer freigegeben ist (siehe Foto). Man kann sich jetzt vorstellen, das dieser Flohmarkt gut besucht war. Und wie kommen all die vielen Besucher dort hin? Natürlich viele mit dem Auto! Da die Parkplätze des Baumarkts bekanntlich ja nun nicht zur Verfügung standen auf Grund all der vielen Stände, lässt es sich doch prima in der Sackgasse parken. Dort ist schließlich nur die beschrankte Einfahrt eines großen deutschen Schuhherstellers und auf der anderen Seite die Warenannahme des Baumarkts. Beide am Feiertag geschlossen. So weit, so gut.

bikingtom, Radfahrer, Autofahrer, böses Blut

Deutlich zu erkennen: Der direkt angrenzende Fußweg an den Wendekreis    Foto: google maps

Und jetzt kamen wir, die Familie auf dem Rad, ins Spiel. Den Flohmarkt rechts liegend lassend fuhren wir in die Sackgasse um von dort rechts auf dem Gehweg mit „Fahrräder frei“ zu kommen. Doch etliche Hindernisse der Gattung „Blechkisten“ liessen das äußerst schwierig gestalten. Auto an Auto parkten mittig im Wendekreis, am Rand UND…frontal bis ÜBER(!!!) den Gehweg! Schon da fühlte ich eine Zornesröte in mir aufsteigen! Und ich gestehe, ich rief einmal „NUR AFFEN!“ aus. Ich war sauer. Und hinter mir hörte ich sogar meine Frau fluchen und schimpfen. Und dann kam der typische – und jetzt kann ich mich einfach nicht mehr halten  – alte Sack von „Ich-fahr-nur-Mercedes“-Fahrer, der mit seiner ach so reizenden Frau schon fast frontal ins Gebüsch fuhr und das Fass zum überlaufen brachte. Meine Frau machte ihn im bestimmenden Ton darauf aufmerksam das dies ein Gehweg wäre und er dort nicht parken darf. Und dieser hochbetagte Opa, der sicherlich nicht mehr den Schulterblick schafft, bellte mit einer zutiefst triefenden Arroganz zurück „HEUTE IST DIES EIN PARKPLATZ!!!“

*KURZ-VORM-ROT-SEHEN*

Und jetzt kommt ihr! Was würdet ihr tun? In Anbetracht der Tatsache das euer 11-jähriger Sohn dabei ist? Und der bei nun möglichen Handlungen meinerseits für den Rest seines Lebens traumatisiert sein könnte: Ausrasten? Alte Opis schlagen? Autos demolieren? Eskalation? Apokalypse heraufbeschwören? Nichts von dem habe ich gemacht. Innerlich habe ich aber tiefrot gesehen und Pest und Cholera dem Blechbüchsen-Opi hinterhergeschickt. So eine völlige Ignoranz und Verachtung, das ist es was mich ankotzt. Solche Individuen sind es, die das Tischtuch zwischen Rad- und Autofahrern noch weiter zerschneiden. Ich sage nicht, das es auf Seiten der Radfahrer nur fromme Lämmer gibt. Ganz im Gegenteil. Aber das Verhalten dieses Menschen steht exemplarisch dafür, wie tief der Konflikt und der Graben zwischen beiden Parteien mittlerweile ist. In Deutschland ist dieses Verhalten jeden Tag zu beobachten. Die „Egoismus“-Kultur ist weit verbreitet. Im Gegensatz zu anderen Ländern, wo viel mehr Toleranz und Miteinander geübt wird. Unweigerlich kommt die Frage auf in welcher Gesellschaft wir leben? Ist dies wirklich eine Gesellschaft, in der wir leben wollen? In der Neid und Missgunst herrschen?  Allen voran immer das „Ich-Ich-Ich-zuerst“-Denken? Macht uns das zu glücklicheren Menschen? Wir wissen es doch alle besser! Wir wissen doch innerlich das wir das alle gar nicht so wollen. Doch warum sind wir nicht in der Lage das auch im täglichen Miteinander besser zu praktizieren? Wenn doch jeder nur ein klein wenig sein Handeln und Tun überdenken würde. Schon mit kleinen Schritten könnte man sicherlich schon einiges positives bewirken.

Trotzdem war der Moment echt hart. Auch ich hatte an dieser Stelle Schwierigkeiten meine Ruhe zu bewahren. Ich habe den Lenker noch fester mit meinen Händen umschlossen. So das die Knöchel schon weiß wurden.  Innerlich brodelnd bin ich weitergefahren. Ich hatte ordentliche Wut in mir. Deshalb brauchte ich erst einmal etwas Zeit um dies hier zu schreiben. Ich weiß auch genau, das dieser alte Mann weiterhin uneinsichtig sein wird in seinem arroganten Verhalten. Er wird sich leider nicht mehr ändern. Doch wann fangen wir, die es noch können, endlich damit an? Die, die sich bewußt darüber sind, das es doch eigentlicht geht? Am besten gleich morgen!

 

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MOMENTE: Video zur Radtour durch New York City

Tatsächlich. Zu meinem TOUR-Bericht durch die Millionen-Metropole New York gibt es jetzt nun auch ein eigenes Video. Da der Bericht schon sehr gut angekommen ist, hoffe ich das euch dieses ungefilterte Video ebenfalls gut gefällt. Für die Einwohner der Stadt oder auch für den ein oder anderen Reiseradler ist das vielleicht nichts besonderes mehr, doch für mich war es ein Ausflug in ungewohnte Gefilde. Eine intensive Sinneswahrnehmung die unbeschreiblich war. Gerüche, Geräusche, visuelle Eindrücke. Wenn ihr das Video anschaut, dann lasst euch mitnehmen auf eine atmosphärische und musikalische Radtour durch den Moloch und die Schönheit New Yorks. Ich bin jetzt schon oft gefragt worden, ob das nicht gefährlich ist dort so durch die Großstadt zu fahren. NEIN! Hier zu Hause empfinde ich das Radfahren auf den Straßen teilweise wesentlich gefährlicher. Und außerdem: „sterben kann ich morgen, doch heute radel ich!“

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MOMENTE: USA-Roadbook Eastcoast – Teil 3

Ein paar Tage sind nun also wieder vergangen. So einiges habe ich wieder gesehen und erlebt. Unter anderem war ich zu Gast in Virginia Beach. Der dortige Boardwalk gillt angeblich als der längste der USA. Also wenn man das live vor Ort sieht, ok. Aber ob das wirklich stimmt? Um das zu testen, musste ein Fahrrad her. Gerade hier sollte das Radfahren sehr gut möglich sein. Denn es gibt direkt an der wirklich netten Promenade am Strand einen eigenen Bikepath! Doch woher ein gutes Rad nehmen? Sollte ja nicht so schwierig sein. Dachte ich zumindest. Doch das gestaltete sich schwieriger als gedacht. Ich fand nur die typischen Strandbuden-Verleiher. Also Google beauftragt. Und siehe da, einen Radladen gab es. Also direkt dort hin. Doch zu meiner Enttäuschung werden dort keine Räder mehr verliehen. Gegen die Strandbuden-Verleiher ist kein Kraut

bikingtom,Virginia Beach,USA,Radfahren

Auf dem ersten Blick gar nicht schlecht…

gewachsen, so der nette Besitzer des kleinen Ladens. Deshalb hat er den Verleih seit einigen Jahren eingestellt. Wirklich schade. So blieb mir tatsächlich nur der Gang zu den Strandbuden-Verleihern um mir dort einen äußerst unkomfortablen Beachcruiser auszuleihen. Weder die Größe passte, noch war irgend etwas anderes bequem an diesem Bike. Auch die Kette, als Beispiel, hatte wahrscheinlich zum ersten und letzten mal bei Auslieferung ab Werk Öl gesehen. Sie war total verrostet. Aber was blieb mir über? Und so radelte/quälte ich mich mit diesem Eingang-Fahrrad über den Bikepath.

bikingtom,Virginia Beach,USA,Radfahren

…aber schau‘ sich einer die Kette an!

Der allerdings war wirklich nett! Das muss ich zugeben. Getrennt vom Boardwalk durch hübsche Bepflanzungen, dazu die häufige Anbringung von Schildern, die Rad- und Fußvolk auf diese getrennten Wege aufmerksam machten. Und trotz zahlreicher Touristen funktionierte das sogar relativ gut. Na ja, einige „Knaller“ gibt es ja immer die aus der Reihe tanzen. Aber doch, es klappte ziemlich gut. Unterwegs auf diesen Zwei-Richtungs-Radweg waren auch diese komischen Vier-Rad-Räder mit Überdachung, so eine Art Rikscha halt. Die waren irgendwie viel zu breit für den Radweg und wirkten etwas fehl am Platze. Na gut, musste ich halt drüber hinweg sehen. Aber es machte wirklich Spaß. Auch wenn es nur ein „von-links-nach-rechts-und-zurück-radeln“ war. So am Strand und auf der Promenade zu cruisen ist schon eine nette Sache. Am Ende kam ich so auf knappe 1o Kilometer ohne wirklichem Kraftaufwand.

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Der nette Bikepath am Strand von Virginia Beach.

Einen weiteren kleinen Trip konnte ich dann in Washington D.C. unternehmen. Das Hotel, in dem ich unterkam, besaß nämlich sogar eine kleine Anzahl eigener Fahrräder. Pfiffig wie ich finde, denn es war durchaus zu sehen, das dieses Angebot sehr gut angenommen wurde. Mittags waren meistens  alle Räder weg. Denn, und das sollte man gar nicht meinen, Washington ist eine durchaus komfortable Hauptstadt für Radfahrer. Zumindest rund um die Machtzentrale der USA und irgendwie auch dieses Planeten. Aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls lag die berühmte, sogenannte National Mall mit all ihren Sehenswürdigkeiten wie dem Capitol, dem Weißen Haus, dem National Air & Space Museum, dem Lincoln Memorial und sogar dem berühmten Arlington Friedhof, wo die ewige Flamme auf  John F. Kennedys Grab brennt, in unmittelbarer Umgebung.

bikingtom,Washington DC,USA,Radfahren

Kostenloses Verleihrad des Hotels.

Da liegt es selbstverständlich für mich nahe, diese Sehenswürdigkeiten alle mit dem Fahrrad abzuklappern. Das Rad an sich war recht simpel. Und leider auch diesmal äußerst unbequem, denn die Größe war für mich nicht optimal einzustellen. Ich saß viel zu tief und eher wie ein Affe auf dem Schleifstein drauf, aber egal. Auch hier musste ich jetzt durch. Drei Gänge waren auch etwas wenig, den am Capitol Hill, wie der Name schon sagte, war es ein wenig hügelig. Drei Gänge waren hier somit unterdimensioniert bzw. nicht gut übersetzt. Das ging mir ordentlich auf die Knie. Ok, wie gesagt, es war umsonst.

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Wusstet ihr das die Gebrüder Wright vor dem Fliegen auch Fahrräder gebaut haben? Eins steht in Washington!

bikingtom,Washington DC,USA,Radfahren

Es steht im National Air & Space Museum.

In der Stadt selber konnte ich sowohl Abstellmöglichkeiten als auch einige gut gemachte Bike Lanes  so sehen. Zwar geht es immer noch besser, aber das was ich sah war ok. Überraschenderweise ist rund um diese Gegend gar nicht wirklich so viel Autoverkehr wie man jetzt für einen solchen Regierungssitz annehmen würde. Und da auf den Hauptverkehrsadern passable, eigene Bike Lanes eingerichtet wurden, kann man dort sehr gut von A nach B gelangen. Und das tat ich somit auch. Ein paar Bilder seht ihr ja hier. Gerne hätte ich die Stadt auch noch viel weiter mit dem Rad erkundet, leider blieb mir aber nicht die Zeit dazu. Das sollte mir dann in New York gelingen. Dazu bald mehr.

bikingtom,Washington DC,USA,Radfahren

Diese Straße führt zum Weißen Haus. Inklusive mittiger Bike Lane!

Hier die Links zu den bisherigen ROADBOOK-Einträgen:

USA-Roadbook Eastcoast – Teil 1

USA-Roadbook Eastcoast – Teil 2

Folgt mir doch weiterhin auf meiner kleinen Tour! Weitere Fotos von mir findet ihr auch bei Instagram!

Alle Fotos in diesem Artikel außer dem Titelbild ©2017 by bikingtom

 

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MOMENTE: USA-Roadbook Eastcoast -Teil 2

Die ersten Tage sind also vergangen, Boston liegt nun hinter mir. Wie bereits im ersten Teil erwähnt, eine Fahrradstadt ist dies nicht. Nur irgendwie so ein bisschen. Denn es gibt tatsächlich Unerschrockene, die mit ihren Commuter-Bikes rasant durch das Straßenbild huschen und die Radfahrer-Fahne hoch halten. Da sind Bänker dabei – die sehen zumindest danach aus – die todesmutig quer über vier Fahrspuren rasen ohne sich umzublicken. Anscheinend brauchen solche Menschen den Nervenkitzel, die oftmals bestürzenden Zahlen in der Finanzwelt reichen wohl nicht mehr aus. Aber Radfahrer haben es wirklich schwer, denn auch die wenigen Bike Lanes, die ich hier gesehen habe enden oftmals genauso im Nichts wie zu Hause daheim. Im Asphalt-Dschungel einer amerikanischen Großstadt, wo das PS-strotzende Auto immer noch oberste Priorität hat, ist dies aber noch viel beängstigender. Es mag sein, das es in Boston vielleicht noch irgendwo bessere Möglichkeiten zum Radfahren gibt, ich würde aber vermuten das die dann etwas außerhalb der Stadt liegen. Ok, in Vermutungen möchte ich mich aber auch nicht verstricken. Ich denke, Boston könnte eine interessante Fahrradstadt sein mit all ihren geschichtlichen und historisch wertvollen Orten. Da könnte man etwas draus machen. Schön fand ich deshalb auch die gut gemachten Verleihstationen, an denen man ganz vernünftige Räder ausleihen konnte. Und diese Fahrräder tauchten im Straßenbild dann auch immer wieder mal auf. Stationen dieses Systems gibt es nämlich einige. Ein Anfang wäre also da…

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In Boston kann man meinen das dies auch gesünder für Leib und Leben sei!

 

…der in Philadelphia aber jetzt schon gelungen ist. So der erste Eindruck. Der verdammt breite Parkway, der Weg der mich zum berühmten Museum of Art führte ( da wo Silvester Stallone oberhalb der Stufen in dem Film Rocky über die Stadt blickt ) und stark der Champs-Élysées in Paris ähnelt, sah ganz anders aus als noch bei Google! Dort war deutlich ein großer Parkplatz unmittelbar vor dem Museum zu erkennen. Doch vor Ort sah das ganz anders aus. Der Parkplatz für den ganzen Sommer gesperrt, der Asphalt komplett bunt bemalt und viele kostenlose Spielmöglichkeiten für Kinder aufgebaut. Dazu Sitzbänke und ein paar Snack-Stände. Rundherum wurde ganz viel Grün neu gepflanzt. Das Stadtbild wurde auf einigen Kilometern komplett umgekrempelt. Modernes urbanes Leben scheint hier wirklich zu funktionieren und auch tatkräftig vorangetrieben zu werden!  Das empfand ich als absolut positiv! Radfahrer fahren meist auf eigenen Spuren und dürfen sich an Ampeln wie in den Niederlanden oder auch Kopenhagen in Dänemark vor den Autos aufstellen! Hier habe ich die unterschiedlichsten Radtypen gesehen! Bänker, Sportler, Omis, Radkuriere und sogar den Arzt in OP-Kluft! Und da Philly recht flach daherkommt, wird das sicherere Radfahren zumindest an dieser Stelle der Stadt gut genutzt! Auch im weiteren Stadtbild war gut zu sehen, das Radfahren hier schon eine ganz andere Bedeutung einnimmt als noch in Boston! Viele Abstellmöglichkeiten an breiten Bürgersteigen sowie an Bürogebäuden und auch ein gut ausgebautes Verleihsystem tragen dazu bei, das die Bewohner das Angebot auch nutzen! Da hat mir sehr gut gefallen.

bikingtom,Philadelphia,USA,Radfahren

Hier darf der Radfahrer sich auch mal breit machen. In Philadelphia.

bikingtom,Philadelphia,USA,Radfahren

Verleihstation in Philadelphia.

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Klare Kennzeichnung am Parkway in Philly.

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Großstadtdschungel mal in schön! Philadelphia kann das.

Hier die Links zu den bisherigen ROADBOOK-Einträgen:

USA-Roadbook Eastcoast – Teil 1

Folgt mir doch weiterhin auf meiner kleinen Tour! Weitere Fotos von mir findet ihr auch bei Instagram!

Alle Fotos in diesem Artikel außer dem Titelbild  ©2017 by bikingtom

 

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MOMENTE: USA-Roadbook Eastcoast – Teil 1

Es ist soweit, weitere spannende Geschichten warten auf euch, denn ich bin wieder mal unterwegs in den Vereinigten Staaten von Amerika! Zwar leider nicht permanent auf Radtour und dem Rücken eines Fahrrads, doch meine Augen und Ohren werde ich offen halten zu unserem geliebten Thema Radfahren! Drei Wochen werde ich nun die Ostküste der USA bereisen und wenn ich etwas interessantes entdecke werde ich es hier reinstellen. In einer Art Tagebuchform werde ich mit ein paar Fotos oder kleinen Artikeln berichten. Was tut sich in den amerikanischen Metropolen in Sachen Radfahren? Was gibt es positives oder eher negatives zu erzählen? Schauen wir mal was sich so ergibt.

Der Start der „Tour“ ist in Boston. Und, das Gute vorweg: hier gibt es auch ein Verleihsystem für Fahrräder. An den Ausleihstationen die ich gesehen habe, sind zumeist Räder in einem guten und soliden Zustand vorhanden. Beliebt bei Touristen ist diese Möglichkeit des Erkundens der Stadt. Zahlreiche Stationen bilden ein gutes Netzwerk. Doch in den Straßen Bostons fehlt es an den meisten Stellen an Radinfrastruktur. Trotz einiger „Bike Lanes“ würde ich mich dort nicht unbedingt wohlfühlen. Am Wasser entlang und den dortigen Promenaden sah es besser aus, aber trotzdem scheint da noch enormer Nachholbedarf zu sein. Eine Fahrradstadt ist dies nicht gerade, trotzdem ist die Stadt absolut sehenswert! Hier ein paar Fotos zum Anfang!     😉

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Typische Verleihstation in Boston.            Foto: bikingtom

Fahrradleichen gibt’s auch in Boston!            Foto: bikingtom

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Genau wie in Deutschland – keiner hält sich an irgendwelche Vorgaben! Weder Fußgänger noch Radfahrer!              Foto: bikingtom

 

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