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Cycling Hawaii – Teil 1: Maui

Hawaii! Ein Traum-Reiseziel. Die Vulkaninseln im Pazifik bieten alles, was das Herz begehrt. Wer eine vielfältige Natur erleben möchte, der wird nicht enttäuscht werden und aus dem Staunen nicht herauskommen. Doch wer denkt schon an Hawaii als Fahrrad-Destination? Okay, da gibt es natürlich den berühmten Ironman, aber halt nicht viel für den „normalen“ Rad-Touristen.

Na gut, ob ich ein normaler Rad-Tourist bin, sei dahingestellt. Doch ich hatte im Urlaub das große Glück drei der hawaiianischen Inseln auf dem Gravelbike beziehungsweise dem Rennrad erfahren zu können. Ein paar Eindrücke vom Radfahren auf Maui, Big Island und Oahu möchte ich euch in drei Folgen vorstellen. Und ein paar Tipps und Links gibt es obendrauf für diejenigen, die sich die Strapazen der langen Reise und natürlich die nicht ganz billigen Kosten antun möchten.

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MAUI/ HAWAII

Maui ist die zweitgrößte Insel Hawaiis des Archipels. Ihre Größe ist mit etwa 1883 Quadratkilometern noch überschaubar. Westlich gibt es die „West Maui Mountains“ und zentral den imposanten Haleakala-Vulkan. Er nimmt rund Dreiviertel der Insel ein und ist gleichzeitig ein großartiger Nationalpark. Die Temperaturen tendieren im Sommer gerne in Richtung 30 Grad, im Winter immer noch bei über 20 Grad. Paradiesische Verhältnisse.

Karte: istockphoto

Meine Anlaufstelle für ein wirklich gutes Leihfahrrad auf Maui war „Krank Cycles“ in der Zweigstelle in Kahului. Freundliches Personal, guter Service und ebenso gute Räder ließen keine Wünsche für mich übrig. 

Vorweg, und das gilt für alle Inseln: Das Radfahren besteht oftmals darin, auf den (breiten) Seitenstreifen der Highways oder Hauptstraßen zu fahren, die dafür aber offiziell oftmals als „Bike Route“ ausgeschildert sind. Leider liegt auf dem dortigen Asphalt an vielen Stellen unangenehmer Rollsplitt oder anderer Dreck herum. Meine Erfahrung ist nach vier Wochen: lieber das Gravelbike nehmen, als das Rennrad mit dünnen Reifen. Das Endergebnis lautete am Ende: 3 Pannen Rennrad, 0 Pannen Gravelbike. Wirkliche Radwege gibt es nur abschnittsweise.

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Blick von Kahului auf die West Maui Mountains.

Eine Tour führte mich um besagte West Maui Mountains, die ein Alter von sagenhaften 1,7 Millionen Jahren aufweisen. Die Berge werden auch Mauna Kahālāwai genannt, was im Englischen so viel bedeutet wie „Holding House of Water“. Die Gipfel sind oft wolkenverhangen und man kann sie nicht sehen. Dichte Wolken regnen dort ab und daher kann man den Namen durchaus verstehen.

West Maui Loop

Start war etwas südlicher in Kihei, quasi eine Stadt in einer Sackgasse, weil es dort irgendwann nicht weitergeht. Kleine Parks und Strände auf der einen Seite, auf der anderen Hotels, Wohnanlagen und Shops. In den Parks wird gerade an den Wochenenden das soziale Leben herzlich gelebt. Mit Barbecue, Musik und allerlei guten Laune wird der Tag unter den prächtigen schattenspendenden Bäumen verbracht.

Bis zur North Kihei Road fuhr ich noch entspannt die Straße entlang, danach wurde es zunächst hektischer. Auf dem Seitenstreifen des Honoapiilani Highway Richtung Lahaina ging die Post ab. Einmal, weil der fließende Verkehr mit hoher Geschwindigkeit zunahm und zweitens, weil der starke Ostwind mich optimal anschob. Und wie! Da schoss das Adrenalin direkt hoch vor lauter Geschwindigkeitsrausch. 

Es wird nicht jedermanns Sache sein, auf solchen Seitenstreifen zu fahren, das gebe ich zu. Das muss man schon wollen. Wichtig ist die ganze Zeit konzentriert zu bleiben. Vielleicht bin ich da schon etwas abgehärtet, aber der Teil bis Lahaina machte mir richtig Spaß. Dazu war er meist in sehr guten Zustand. Leicht wellig die Küstenstraße entlangzusausen, das hatte tatsächlich was.

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In Lahaina angekommen, ein eigentlich doch recht beliebtes Küstenstädtchen bei Touristen, ging es um diese morgendliche Tageszeit noch sehr verschlafen zu. Viele Läden hatten geschlossen und ich muss ehrlich sein, manche wahrscheinlich für immer. Opfer der Pandemie. 

Bevor es in den einsameren Norden ging, füllte ich bei Honokowai meinen Getränkevorrat wieder auf. Bei den Touren in einsamere Landstriche sollte man unbedingt vorher schauen, wo man rechtzeitig noch Verpflegung herbekommt! Manchmal liegen durchaus einige Kilometer zwischen solchen Punkten und wenn es sehr warm ist, kann das Wasser schnell zur Neige gehen.

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Ab Kapalua wurde der Verkehr weniger, die Natur immer großartiger. War es bisher nicht immer angenehm zu fahren gewesen, wurde es definitiv jetzt besser. Die Straße wand sich an der Küste entlang. Es ging rauf und runter. Viele kleine Buchten mit türkisfarbenen Wasser waren unter mir zu bestaunen. Oder die Wellen brandeten an der Steilküste mit Getöse. Spektakulär.

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Ausblicke bei Kapalua.

Es ging rauf und runter, mal leicht, mal knackig. Aber die Strecke war mittlerweile einfach schön. Selbst die paar Touristen wurden immer weniger. Einfach, weil die Straße schmaler wurde. Entgegenkommende Autos hatten irgendwann keinen Platz mehr, aneinander vorbeizufahren. Gut für jeden Radfahrer. 

Unterwegs kann man am Straßenrand vereinzelt Verkaufsstände der Hawaiianer entdecken. Sehr praktisch, denn dort bekommt man Wasser, Softgetränke und ein paar kleine Snacks wie Bananenbrot angeboten. Eine Garantie, dass dort wirklich jemand steht, gibt es natürlich nicht!

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Landschaftlich wurde ich zwischendurch an Irland erinnert. Zumindest würden die Fotos ohne Probleme dort hineinpassen. Sehenswert sind die wenigen kleinen Ortschaften, eigentlich nur ein paar Häuser, die aus einer anderer Zeit zu stammen scheinen. 

Ab ungefähr Wai’ehu stößt man dann wieder auf etwas Zivilisation und es geht ein ganzes Stück rasant die Berge hinab bis Kahului. Dort muss man sich wieder etwas durch den Verkehr wühlen, bis der komplette Loop gefahren ist. 

Fazit: nicht umsonst gilt diese Tour als ein Highlight bei Einheimischen. Der Abschnitt ab Kapalua ist wunderschön und beeindruckend. Aussichtspunkte auf die bizarr-schöne Küste Hawaiis gibt es immer wieder, der Ostwind fegt einem aber schon mal ordentlich um die Nase. Es lohnt sich, auch wenn es am Anfang auf dem breiten Seitenstreifen des Highways entlang geht und am Ende einige Höhenmeter auf dem Radcomputer stehen.

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Der Loop führt komplett um die West Maui Mountains herum. Screenshot: STRAVA

Haleakala

Ein Spektakel sondergleichen war für mich dann der Ritt auf den 3055 Meter hohen Haleakala Vulkan. Bis auf diese Höhe führt auch die Straße des Nationalparks, der bereits im Jahre 1916 gegründet wurde! Mit rund 34 Kilometern Umfang gilt dieser Krater als der größte der Welt! Der letzte Ausbruch des Vulkans liegt rund 600 Jahre zurück. 

Ich hatte einen riesigen Respekt vor diesen Giganten. Egal, wo man auf Maui ist, er befindet sich in ständiger Sichtweite und lehrt einem als Radfahrer das fürchten. Gerade, wenn man noch nie in solche Höhe gefahren ist. Drei Klimazonen werden auf dem Weg nach oben passiert. Wind, Regen, Hitze und Kälte sollte ich zu spüren bekommen. Beliebt ist der Vulkan bei den Besuchern wegen der Sonnenaufgänge. Oder Sonnenuntergänge. Ganz nach Belieben.

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Beste Voraussetzungen an den Flanken des Haleakala am Morgen? Da wird einem anders…

Tagelang habe ich ihn beäugt. Auch, nachdem ich zunächst mit dem Auto und Familie oben war. So konnte ich mir im Vorfeld schon ein Bild von der Strecke machen und wusste in etwa, was mich erwarten würde. Doch als es dann mit dem Rad losging, schwante mir, dass es doch heftiger werden würde, als gedacht.

Mein Startpunkt war im Küstenörtchen Paia. (Tipp: so früh wie möglich morgens starten! Einmal wegen der Kühle des Morgens und einmal wegen des Autoverkehrs. Man braucht etwa fünf Stunden für den Aufstieg). Von dort ging es ohne Umschweife direkt aufwärts. Stetig und durchweg. 57 Kilometer hieß es am Stück klettern. So etwas habe ich noch nie zuvor gemacht. Daher würde das sowohl mental als auch physisch eine echte Herausforderung werden. 

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Die Straße war noch feucht vom Regenschauer kurz zuvor.

Es hatte kurz zuvor etwas geregnet. Die Straße war nass, die Sonne kam durch und dementsprechend war die Luft trotz des frühen Morgens äußerst schwül. Drei Kilometer gefahren und ich war schon völlig verschwitzt. Das würde ein echter Spaß werden.

Die Straße war gesegnet mit wenig Verkehr und ging relativ gleichmäßig bergan. Immerhin. Doch der Körper musste sich wegen der klimatischen Bedingungen erst einmal zurechtfinden. Die Pumpe ging deshalb schnell auf hohe Schlagzahl. Das sollte sich aber mit der Zeit und gleichmäßigen Kurbeln einspielen.

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Tatsächlich gewinnt man schneller an Höhe, als man denkt.

Wer auf Verpflegungspunkte setzt, der muss tatsächlich etwas haushalten. In Makawao kann man je nach Tageszeit (bei der Planung beachten) noch mal frühstücken oder Getränke auffüllen. Als ich durch den netten Ort fuhr, hatte noch alles zu. In meiner Bib-Short hatte ich zwei Rückentaschen. Dort passten ideal zwei kleine Wasserflaschen aus den Supermarkt hinein. So hatte ich einen guten Dreiviertelliter Wasser zusätzlich zu meinen zwei 700 ml-fassenden Wasserflaschen. 

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Rund 22,5 Kilometer hat man bereits die ersten tausend Höhenmeter hinter sich und das dortige große Schild wies nun die Crater Road hinauf, dem Nationalpark entgegen. Der bisher seitlich kommende Wind hatte mich bisher schon etwas Kraft gekostet, die Böen waren manchmal etwas unangenehm. Doch das war erst der Anfang. 

Ab hier wurde es jetzt härter. Die Vegetation an Bäumen ließ mehr und mehr nach, ich wand mich den Serpentinen schleppend und keuchend weiter hoch. Der Wind hatte freie Bahn auf den Flanken des Vulkans. Das bekam ich je nach Serpentine deutlich zu spüren, wenn das Rad anfing zu wackeln und ich mich in den Wind legen musste.

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Die Baumgrenze hinter mir lassend ging es in Serpentinen aufwärts.

Ich kam den Wolken näher. Ein immer wieder schönes Erlebnis. Der Wind ließ sie über mich hinweg gleiten. Leichter Nieselregen zerstreute sich über mein Haupt, je mehr ich östlich fuhr. Warum tat ich mir das an? Die Frage beantwortete ich mir schnell selber: weil es einfach geil ist! Wann hat man schon Mal die Möglichkeit, auf so einem Vulkan mit dem Fahrrad hochzufahren?

Am Kassenhäuschen zeigte ich meine Quittung vom Besuch mit dem Auto vor, der Eintritt ist nämlich danach für sieben Tage gültig. Kurz darauf erreichte ich das Visitor-Center. Einen kurzen Pausenstopp wollte ich mir dort gönnen. Zudem besteht dort die einzige Möglichkeit, sich die Trinkflaschen kostenlos mit frischem Wasser zu füllen. Die nächste Möglichkeit ist dann erst ganz oben. 

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Das tat mir richtig gut. Doch mehr als fünf Minuten wollte ich keine Pause machen. Ja nicht die Muskeln erkalten lassen. Also noch schnell auf die Toilette und weiter ging es. Trotz der kurzen Erholung brannten die Beine durch das ewige Klettern. „Immer weiter kurbeln, immer noch eine Umdrehung weiter. Nicht aufhören. Weiter, weiter,“ ging es mir durch den Kopf, die dünner werdende Luft tief einsaugend. 

Es half nichts. Ich musste an einem Aussichtspunkt noch einmal einen kurzen Stopp einlegen. Die Beine hätten mir am liebsten eine „geschallert“, so quälte ich sie. Gut war, dass der Anstieg recht konstant hochging. Jetzt wollte ich durchziehen. Kein Halt mehr, einfach oben ankommen. Ich konnte das Observatorium, welches oben auf dem Vulkan steht, schon länger sehen. Doch es schien nie näherzukommen. 

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Was für ein Gefühl dort oben zu fahren!

Noch eine Serpentine, dann ein Stück geradeaus, dann die nächste Kurve. Die Wolkendecke war bereits weit unter mir. Was für ein Gefühl, „über“ den Wolken mit dem Rad zu fahren. Ich kann es kaum beschreiben. Irre ist vielleicht der richtige Begriff dafür. 

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Fast oben in dieser schroffen Vulkanlandschaft.

Erreicht man oben am Kraterrand das Visitor-Center ist es noch nicht das Ende der Fahrt. Es geht die Straße noch ein Stückchen weiter hoch. Eine echt fiese Rampe, weit im zweistelligen Prozentbereich. Völlig am Ende erreichte ich die Hütte, an der die magische Zahl „3055 Meters“ steht. 

Geschafft. Wahnsinn. Und Wahnsinn auch die Menschen, die gerade dort standen und applaudierten! Für sie unvorstellbar, hier mit dem Rad hinauf zu fahren. Eine merkwürdige Szenerie. Ich musste Fotos über mich ergehen lassen! Die Leute fragten mich, warum ich das gemacht habe und woher ich komme und so weiter. Total verrückt. Doch dann war der Spuk auch schon vorbei und ich konnte meine erbrachte Leistung so richtig genießen. 

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Geschafft und happy! Höher geht es nicht.

Glücklich sein. In dem Moment gab es nur das. Das dunkelblaue Meer sichtbar weit, weit unten. Die kleinen Wolken schwebend ein Stückchen höher. Der Blick in den großen Krater faszinierend. Ein Farbenspiel für die Sinne, am östlichen Ende Wolken, die den Kraterrand mal komplett verdeckten, mal für einen kurzen Moment unfreiwillig für einen Blick freigaben. Wer sich traut, kann sogar den Krater ein ganzes Stück hinunterwandern!

Die Hawaiianische Landschaft glich einer bizarren Mondlandschaft, von der man nicht die Augen lassen konnte. Die Frage, ob sich der mühselige Aufstieg gelohnt hatte, muss ich nicht mehr beantworten. Dieses Gefühl ging mir durch und durch. Es war großartig.

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Sollte jetzt jemand meinen, der Abstieg wäre minderschwer, der sieht sich getäuscht! Glühende Bremsen sind das eine, der teils heftige Seitenwind und die starken Böen verhindern ein fast sicheres Abfahren! Hohe Geschwindigkeiten kamen bei mir nicht auf. Manchmal bin ich nur mit 15 km/h gefahren, sonst wäre ich einfach weggeweht worden oder hätte im Abhang landen können. Das Adrenalin kann einem bei den plötzlichen Winden schon mal ganz schön in den Körper jagen! Daher bitte unbedingt vorsichtig sein, auch wenn die Abfahrt sehr, sehr verlockend ist!

Das ging bis ganz unten am Ausgangspunkt so! Meine Hände taten richtig weh vom ständigen Bremsen. Ich war oben in der Kälte mit Windweste losgefahren, weil es recht kalt war. (Unbedingt daran denken, etwas Warmes zum Anziehen einzupacken!) Unten angekommen, gab es wieder Temperaturen über 30 Grad. Strapazen für Körper und Geist. Das alles sollte man daher nicht unterschätzen und sich dementsprechend vorbereiten! Dann steht einer „Genuss“-Fahrt nichts mehr im Wege.

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Meine Route hinauf auf den Haleakala Vulkan auf Maui, Hawaii. Screenshot: STRAVA

Noch ein paar zusätzliche Tipps

  • Die Straßen auf Maui sind aus meiner Sicht für Radsportler nur bedingt gut zu fahren. Aber entlang des Maui Veterans Highway gibt es einen kilometerlangen, von den Autos getrennten Radweg. Den kann man in die eine Richtung richtig ballern, in die andere Richtung kann dann der Gegenwind das Sagen haben.
  • In Kahului gibt es zwar Radstreifen, dort sollte man aber auf Gullydeckel und Dreck achten. Bauarbeiten an den Straßen haben meist einen Flickenteppich hinterlassen. Das fährt sich natürlich nicht so gut. Der Verkehr in der Hauptstraße, durch die quasi alle fahren, ist tagesabhängig dichter. Ich kam damit zurecht.
  • Allgemein hat man schnell alles „erfahren“ mit dem Rad. So groß ist die Insel nicht. Die berühmte (und enge) „Road to Hana“ mit dem Fahrrad zu fahren wird nicht jedermanns Sache sein. Zuviel scharfe und unübersichtliche Kurven, auf denen Touristenströme an Autos fahren und die Insassen wegen der irren Natur vom Straßenverkehr abgelenkt sein können. 
  • Das alles beschränkt das Radfahren und man hat gefühlt schnell alle Möglichkeiten abgegrast. Ob sich das Ausleihen eines Fahrrads für eine Woche lohnt, muss jeder für sich selber entscheiden. Ein gutes Bike ist nicht billig. Tendieren würde ich für eine Tagesausleihe.
  • Wer sich auf den Vulkan wagt, der sollte sich unbedingt vor Ort vorher über die klimatischen Bedingungen informieren! Wer oben ankommt, sollte seine Fotos machen und relativ schnell wieder in die Abfahrt gehen. Der Grund ist die Anpassung des Körpers an die dünne Luft! Das ist ein Tipp der Locals vor Ort!
Gute Leih-Fahrräder und guter Service (Rennrad, Gravel & MTB) gibt es bei
 ➜ KRANK CYCLES

Routenvorschläge 
➜ findet ihr HIER

Weitere interessante Tipps zum Radfahren auf Maui,Hawaii gibt es auf der
➜ Seite von West Maui Cycles

Der Haleakala Nationalpark auf Hawaii betreibt eine Webcam am Observatorium!
➜ Hier geht es zu dieser Live-Webcam

Wer jetzt noch Lust verspürt, sich noch ein wenig mit dem Radfahren in den USA zu beschäftigen, der kann einfach gerne noch einmal HIER schauen 😉

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