MOMENTE: Jahresrückblick 2017

Nach Weihnachten und kurz vor Silvester wird es mal wieder Zeit für einen angemessenen Rückblick auf mein Fahrrad-Jahr 2017. Schließlich waren diese 12 Monate nicht ganz unerheblich für mich. Denn direkt zwei neue Fahrräder in einem Jahr zu kaufen ist für Otto-Normalverbraucher ja auch nicht selbstverständlich. Da habe ich diesmal wohl wirklich ein wenig Glück gehabt. Doch von Beginn an. Der Start ins Jahr 2017 war geprägt durch den Kauf meines neuen Trekking-Fahrrads von ROSE, dem Black-Creek-6! Nach wie vor bin ich hochzufrieden und es macht mir jedesmal eine Menge Spaß damit auf Tour zu gehen. Ob das große oder kleine Radtouren sind oder aber nur der Einkauf um die Ecke. Mein persönliches Anforderungsprofil an einem Trekking-Bike wurde perfekt erfüllt.

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Definitiv ein Höhepunkt 2017, die Abholung meines Trekking-Bikes!

Passend dazu, als eines der Highlights, war natürlich dann auch wieder mein alljährlicher Radurlaub. Dieses mal im Saarland und der Region Lothringen. Das Wetter spielte wunderbar mit als es durch die teils ordentlich hügelige Landschaft ging. Ein reizvolles Fleckchen Erde in einer geschichtsträchtigen Region. Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte im Saarland ist zum Beispiel sehr empfehlenswert! Und auch wenn es manchmal anstrengend war, so hat sich doch jede Erklimmung eines Hügels und jeder Höhenmeter gelohnt. Besonders gut hat mir die französische Seite gefallen. Der Charme der urigen Dörfer und die Blicke von den Hügelkuppen bis in die Nordvogesen hinein sind für jeden Radfahrer ein Höhepunkt einer Tour. Dazu kam ich mit netten Leuten ins Gespräch, die mir so einiges über alte Zeiten und deren Geschichte erzählten. Ich glaube, ein Fahrradfahrer wirkt auf die Menschen meist friedlich und freundlich und deshalb fällt es leichter miteinander ins Gespräch zu kommen. Ich empfinde das als äußerst angenehm. Passend dazu spielte das Wetter auch mit. Bis auf einen Tag mit Wolkenbildung gab es nichts an den Temperaturen und der Sonne auszusetzen. So gesehen war mein Radurlaub also ein voller Erfolg! Die Freude steigt schon für 2018! 

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Wer bekommt da keine Lust zu radeln? Mein Radurlaub 2017 in Lothringen war super!

Und wenn wir schon mal hier von Urlaub reden. Mein „richtiger“ Urlaub führte mich diesen Sommer an die Ostküste der USA. Ein unheimlich spannender Flecken Erde mit viel Geschichte. Zumindest haben die Amis es drauf das sehr gut und anschaulich zu erzählen und zu präsentieren. Jedenfalls hatte ich die Chance mit einem Instagram-Follower und Freund New York und Umgebung mit dem Fahrrad unsicher zu machen. Es war ein Traum und ein Heidenspaß. Ich hätte nicht gedacht das es so eine Riesengaudi ist durch die Straßen dieses Großstadtdschungels zu biken. Teilweise seperat geführte und getrennte Radwege lassen einen Manhattan hervorragend umrunden. Auch wenn es Monate später dort an einer Stelle einen Terroranschlag mit einem Lieferwagen gab, der es doch auf diese Bikeline geschafft hat und es Tote und Verletzte gab. Das ist zwar ein komisches Gefühl wenn man voller Freude am Radfahren auch selber an dieser Stelle vorbeigekommen ist. Aber man darf sich davon nicht entmutigen lassen. Also FUCK OFF IHR PENNER! So, das mal kurz am Rande. Weiter im Text.

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New York auf dem Rücken eines Bikes zu erkunden ist großartig!

Man gewinnt wunderschöne Eindrücke der Stadt wenn man diese Bikelane benutzt. Viele davon würde man ohne Rad einfach verpassen. Der Tag war voller Adrenalin. Nicht aus Angst, sondern aus purer Freude. Grüße an dieser Stelle auch an meinen kundigen „Fahrrad-Führer“, der mir Ecken gezeigt hat, an denen normalerweise Touristen eher selten anzutreffen sind. Es war super. Genauso wie das Bike, welches ich mir ausleihen konnte. Ein kleines Video zu meiner New York-Tour könnt ihr euch hier anschauen.  

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It’s Brooklyn, baby!

Und was in New York an Fahrradinfrastruktur anscheinend zügiger umgesetzt wird und wo wirklich mal Geld in die Hand genommen wird, das funktioniert zu Hause im Ruhrpott wohl weniger. Das ist ein  immer wiederkehrendes Thema auf meinem Blog. Der Ausbau des Vorzeige-Projekts Radschnellweg Ruhr RS1, gerade in Essen, liegt mir sehr am Herzen. Doch wie schon so oft geschrieben sind die Stadtoberen nicht ansatzweise in der Lage irgendetwas von ihren hochtrabenden Zielen umzusetzen. Im Jahr der „Grünen Hauptstadt“ mit dem RS1 zu werben ist anmassend. Es existiert momentan nicht ein Meter Radschnellweg auf Essener Gebiet. Nur die ehemalige Bahntrasse der Rheinischen Bahn, auf der ein Radweg verläuft. Das führt natürlich unweigerlich zum Verdruss. Der Weiterbau auch durch das Eltingviertel ist Zündstoff für viele Diskussionen. Und erst vor kurzem wurde klar, das sich wegen den Verantwortlichen der Stadt beim Weiterbau gen Osten für – vorsichtig geschätzt – mindestens die nächsten fünf Jahre gar nichst bewegt! Für eine Stadt, die sich einst auf die Fahnen geschrieben hat den Rad-Verkehrsanteil auf 25% (!!!) zu schrauben, ist das ein absoluter  Offenbarungseid und Armutszeugnis. Das sehen sehr, sehr viele Bürger mittlerweile so. Selbst öffentliche Diskussionsrunden führen bereits dazu, das immer mehr Bürger die Glaubwürdigkeit der Verantwortlichen in Frage stellen. Es bleibt also auch für mindestens 2018 ein gesichertes Thema auf meinem Blog. So viel ist klar!

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Das Ende der Rheinischen Bahntrasse und nicht des RS1 (!) am neuen Uni-Viertels in Essen. Hinten ist das Eltingviertel zu sehen sowie der Stillstand für viele weitere Jahre!

Wunderbar fand ich das direkt am „Radschnellweg“ am Niederfeldsee in Essen-Altendorf das Rad-Café RADMOSPHÄRE aufgemacht hat. Eingerichtet mit viel Gedöns rund um’s Fahrrad hat es seinen ganz eigenen Charme. Allerlei kleine Leckereien und Getränke kann sich der hungrige und durstige Radfahrer dort einverleiben. Die Torten sind erstklassig, das kann ich euch sagen! Von dem Eis im Sommer ganz zu schweigen. Ist ja nicht so das ich jeden Tag da bin, aber wenn das Café schon mal auf dem Nachhause-Weg liegt…Jeder der also mal den RS1…äh…Radweg Rheinische Bahn befährt sollte mal beim Holger vorbeischauen. Holger? Der von der weithinbekannten, kultigen Erzbahnbude? Ja, genau der! Ihm gehört nämlich auch die RADMOSPHÄRE.

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Volles Haus…äh…RADMOSPHÄRE, am Tag der Eröffnung!

Interessant als Blogger waren für mich auch dieses Jahr wieder die Fahrradmessen. Die „heimische“ Fahrradmesse in Essen fiel allerdings aus privaten Gründen für mich aus. Doch da gab es noch eine neue, und ich muss im Nachgang sagen exzellente Radmesse in Düsseldorf. Ich spreche von der „Cyclingworld Düsseldorf“. Eine Messe rund um’s Fahrrad und feinster Radkultur. Keine herkömmliche Messe, sondern eine, bei der Radliebhaber, aber auch die Aussteller voll auf ihre Kosten kamen und ein andersartiger, intensiverer Austausch miteinander stattfand. Das alles im alten Areal Böhler in Düsseldorf. Einer alten Industriekulisse, die seinesgleichen sucht. Bei bestem Wetter konnte man Kunst und Kultur rund um’s Rad entdecken, aber auch im Außenbereich tolle Bikes probefahren! Das alles wurde durchweg positiv vom Besucherpublikum aufgenommen. Deshalb freue ich mich auch schon auf die zweite Cyclingworld, die am 7. und 8. April 2018 ihre Tore öffnet! Und so weit ich bisher mitbekommen habe, kommen noch mehr hochgradige Aussteller und der Messebereich wird sogar vergrößert! Da habe ich also schon mal voll Bock drauf!

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Auf der Cyclingworld kann man Fahrräder noch wirklich bestaunen!

Ganz anders ist naturgemäß die EUROBIKE, die Leitmesse der Fahrradindustrie. Hier werden die kommenden Trends für die nächste Saison gezeigt und die Händler geben ihre Order ab. In Zusammenarbeit mit der Messe Friedrichshafen und dem pressedienst-fahrrad (pd-f) wurde der „The Wrider’s Club“ aus der Taufe gehoben. Er soll Blogger besser mit der Industrie vernetzen. Der The Wrider’s Club hatte somit auch eine eigenständige Blogger-Lounch direkt vor Ort in den Messehallen. Und auch ich bin mit einem Ehrenkodex in den Wrider’s Club aufgenommen worden und war deshalb auch in Friedrichshafen. Der erste Besuch dieser riesigen Messe kann einen schon erschlagen. Man weiß gar nicht nicht wo man zu erst vorbeischauen soll. Dazu trifft man noch sehr nette Gleichgesinnte und Blogger. Mir hat dieses familiäre Feeling gut gefallen, die Organisation war super. Spannend waren teilweise auch die Führungen zu verschiedenen Messe-Ständen. Manche Hersteller waren ernsthaft an Gesprächen interessiert, manche jedoch nicht so sehr. Trends konnte man leicht aufspüren, so schwierig war das nicht. Da sind zum einen die E-Bikes, die die Fahne hochhalten, und jeder Hersteller davon irgendwie etwas im Programm hat. Aber da sind zum anderen auch zahlreiche Gravelbikes zu sehen gewesen, die eine große Sehnsucht nach Freiheit versprühen und groß im Kommen sind 😉

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Juliane Schuhmacher bloggt auf ihren sehr lesenswerten Seite www.radelmaedchen.de

Und hier mit Martin Moschek von www.biketour-global.de, einer meiner Lieblingsblogs um Fernweh zu bekommen 😉

Eine Unmenge an Prospekt-Material bei den Ausstellern hätte ich auch mitnehmen können. Da habe ich mich aber auf das Wichtigste beschränken müssen. Sonst wären meine Arme verdammt lang geworden. Der letzte Messetag war dann zugleich auch Publikumstag. Der kommt bei den Herstellern leider nicht so gut an, weil es ihnen hier halt fast nur um die Geschäfte geht. So mancher Hersteller war sogar erst gar nicht vor Ort oder veranstaltete lieber eigene Hausmessen. Die EUROBIKE hat es momentan wohl nicht ganz so leicht, trotzdem ist sie nach wie vor äußerst bedeutend für die Fahrradindustrie. Nächstes Jahr wird der Publikumstag – leider – ersatzlos gestrichen und die Messe findet schon im Juli statt. Ich werde  gucken, das ich wieder vor Ort sein kann. Mal schauen ob das zeitlich auch passt.

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Auf der EUROBIKE stellte auch Riese & Mülller viel beachtete Räder aus, wie hier die trendigen Cargo-Bikes!

Auf der EUROBIKE traf ich auch wieder die Jungs von COBI, mit denen mich schon eine längere Freundschaft verbindet. Im Sommer hatte ich zuvor die Gelegenheit ihr Headquarter in Frankfurt zu besuchen um ein großes Interview zu führen. Das war hinterher so groß, das ich zwei Teile daraus machen musste 🙂 Hier Teil 1 und hier Teil 2. Der Einblick, auch mal was so hinter den Kulissen passiert, war enorm und zugleich sehr informativ. Es wurde ein nettes Gespräch mit Feierabend-Bierchen. Carsten Lindstedt und Heiko Schweickhardt nahmen sich wohl mehr Zeit als ursprünglich gedacht. Was mir bei dem ganzen Interview aufgefallen ist, wie sie voller Euphorie über ihr Produkt geredet haben. Das macht man nur wenn man auch an seine Sache glaubt. Mittlerweile hat BOSCH e-bike Systems das Start-Up aufgekauft. Es bleibt für mich weiter spannend was mit COBI nun passiert. Und auch 2018 gibt es viele, viele weitere Kilometer mit meinem E-Bike und COBI oben drauf.

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Im Sommer war ich zu Besuch bei COBI in Frankfurt.

Aktiv war ich 2017 auch wieder beim Stadtradeln in der Metropole Ruhr. Der Erfolg von 2016 mit meinem Team war auf Grund wiedriger Umstände leider nicht zu wiederholen. Trotzdem, und das ist ja das Wichtigste dabei, habe ich es geschafft ein paar Leute auf’s Rad zu bekommen und das Auto stehen zu lassen. Highlight der Aktion hier in Essen war zum Abschluss das sogenannte Nachtradeln. Einige hundert Radfahrer kamen noch einmal Abends zusammen um gemeinsam einige Kilometer zu sammeln. Endpunkt war der Revierpark Nienhausen. Eine nette Sache, ohne großes Tam-Tam.

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Rolf Fliß von den Grünen (mit Flüstertüte) hatte eine Menge bei der Baustellen-Tour zu erzählen. Hier am Krupp-Park.

Der ADFC Essen organisierte dieses Jahr auch wieder die beliebte „Baustellen-Radtour“, die halt vorbei an diversen Baustellen in der Stadt führte. Dort wurde dann immer kurz angehalten und durch sachkundige Erklärungen einiges zu den Projekten erzählt. Da bekommt man teilweise interessante Hintegrundinformationen, die man so eventuell nicht in der Zeitung lesen kann. Ratsherr Rolf Fliß war da ein guter Erzähler! Fand ich prima.

Lustig war auch der Raderlebnistag in Essen. Im Stadtgebiet galt es diverse Streckenposten abzuklappern und seine Teilnehmerkarte abstempeln zu lassen. Halt sowas wie eine Schnitzeljagd. Unter uns Freunden hatten wir viel Spaß bei dieser Aktion. Andere Teilnehmer mit Sicherheit auch. Pünktlich zum Eintreffen wieder zu Hause goss es dann schauerartig wie aus Kübeln. Also waren wir anscheinend schnell genug und haben alles richtig gemacht 😉

Außerdem gab es noch die Aktion „Sternfahrt.Ruhr“, bei der sich rund 600 Radler aus dem Pott vor der Gruga trafen um gemeinsam über Essener Straßen zu radeln. Der Innenstadtring vor dem Einkaufszentrum Limbecker Platz wurde zudem für den Autoverkehr abgesperrt. Das ganze war integriert in einer Veranstaltung der Stadt Essen im Rahmen der…ähm…„Grünen Hauptstadt 2017″ mit buntem Rahmenprogramm. Das war zwar cool mal so frei über die Hauptstrassen zu cruisen, aber das Programm ansich kam wohl beim Publikum nicht so gut an. Im Grunde eine weitere Veranstaltung der Grünen Hauptstadt, von der nichts bei den Bürgern hängen geblieben ist. Nachhaltigkeit sieht halt anders aus. Na ja. Wie gesagt, das Radfahren war schon cool.

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Autos hatten an diesem Tag nicht viel zu melden…

Zu guter letzt an dieser Stelle gab es da schon im Frühjahr noch die ADFC Sternfahrt NRW, die in Düsseldorf endete. Unterwegs von Essen aus traf man sich mit den verschiedenen Gruppen aus anderen Städten an diversen Treffpunkten um gemeinsam in die Landeshauptstadt zu fahren. Dort kamen über 4000 Radler am Rheinufer zusammen und es ging gemeinsam über Brücken und Straßen der Stadt. Ein eindrucksvolles Bild, wenn man kilometerweit nur Radfahrer sieht! Das Gefühl über die berühmte Einkaufsstraße Kö zu radeln und bei den Bonzen-Karren geht gar nichts mehr ist schon nicht schlecht. Nein, ich möchte nicht überheblich werden gegenüber Autofahrern. Aber einmal so ein Tag in der Stadt können sie trotzdem mal vertragen. Auch wenn viele Unverständnis zeigten. Trotzdem, die Straßen gehörten an diesem Tag uns! Und am Ende eben diesen jenen kamen rund 100 Kilometer auf meinem Kilometerzähler hinzu. Schließlich ging es ja auch wieder per Rad zurück nach Essen 😉 Übrigens gab es meinerseits keinen Artikel hier direkt auf der Website, sondern ausschließlich bei facebook.

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…denn die Straßen in Düsseldorf gehörten an dem Tag der Sternfahrt NRW den Radfahrern.

Ach, und wenn wir schon noch mal zum Kilometerzähler kommen, so muss ich sagen, das dieses Jahr mein bisher erfolgreichstes Jahr war. Wenn ihr diesen Artikel lest, dann stehe ich wohl knapp kurz vor der 7500 Kilometer-Marke! Zumindest macht es mich schon etwas stolz, das ich es geschafft habe – jetzt kommt die Statistik – so gut wie jeden Monat diesen Jahres mehr Kilometer gefressen zu haben als im vergleichbaren Monat im Jahr 2016! Ich denke, es kann schwierig werden das in meinem Fall  2018 zu toppen. Aber man soll ja nie nie sagen 😉

Schließlich können gut geplante Radtouren hervorragend zum Kilometer sammeln beitragen. Dieses Jahr waren es wieder wunderbare Touren, die in Erinnerung geblieben sind. Wie oben schon erwähnt waren dies die Touren im Saarland und Lothringen, aber auch zum Beispiel die Fahrradtour zu den Geister-Dörfern bei Garzweiler. Die fand ich äußerst abwechslungsreich! Oder die Verdener Fahrrad-Runde in Niedersachsen. Die Reiterstadt Verden ist für Pferdesportfans weit bekannt, aber auch Radfahren macht dort irre viel Spaß! Selbst mit der Familie auf Entdeckungs-Tour war trotz weniger Kilometer eine richtig schöne Radtour, bei der alle Familienmitglieder auf ihre Kosten kamen. Super! Genau wie meine Spät-Herbstliche Emsland-Runde Anfang November. Sie hatte trotz manchmal schattigen Wetters ihren ganz eigenen Charme und blieb mir ebenfalls im Gedächtnis haften. Ebenso wie viele andere die ich hier gar nicht aufführen kann. Allesamt rundherum gelungen. Ein in der Hinsicht ebenfalls erfolgreiches 2017!

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Radeln – am liebsten bis hinter dem Horizont.

Zum Jahresende hin kam es dann sogar tatsächlich noch zu einem weiteren Rad-Kauf. Wie ich ja damals schon geschrieben hatte, hat mich das Thema Gravel/Cross-Bike fest in seinen Bann gezogen. Und nach viel Lektüre und Meinungen einholen habe ich mich schlußendlich für ein weiteres Rad von ROSE entschieden. Ein langer Prozess war das schon und am Anfang hätte ich nicht geglaubt das das dieses Jahr noch zu realisieren wäre für mich. Um so größer war die Freude als dann doch alles unter Dach und Fach war. Jetzt, nach einigen Wochen und ein paar hundert Kilometern, liebe ich dieses Bike wirklich sehr. Der Rausch der Geschwindigkeit, das sehr sportlich agile Verhalten, ob Asphalt oder Schotter, macht einfach sehr viel Spaß. Und das sportliche Verhalten lässt mich mittlerweile von ein paar interessanten Projekten für 2018 träumen. Noch nicht spruchreif, aber wenn, dann werdet ihr das ja erfahren 😉

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Schnell und gewappnet für’s Gelände. Radler-Herz, was willst du mehr? 😉

Kommen wir nun zum Schluss. Ich denke also, das war ein überaus gelungenes Radler-Jahr für mich. Ich habe viel dazugelernt, viele neue Menschen kennengelernt und Kontakte geknüpft. Alles Menschen, die ebenso eine Leidenschaft für das Radfahren übrig haben wie ich. Es hat mich wirklich sehr gefreut und alle, die sich angesprochen fühlen, fühlt euch mal gedrückt. So. Zum anderen wird es hoffentlich schon bald eine kleine design-technische Änderung meiner Website geben. Die ersten Vorboten habt ihr vielleicht ja schon bemerkt wie zum Beispiel mein Logo, welches ich schon in verschiedenen sozialen Medien eingepflegt habe oder aber auch hier als Copyright in meinen Fotos. Auch wenn es relativ simpel aussieht, der Design-Prozess hat sich über einige Monate hingestreckt bis ich das OK gegeben habe „Yo, das ist es!“. Deshalb also noch mal vielen Dank an Nina, die wahrscheinlich das ein oder andere mal den Kopf geschüttelt hat! 🙂 You know who you are!  😉 Dank geht auch rüber an Victor, der hinter den Kulissen rumbastelt und euch vielleicht schon bald in Erstaunen versetzt. You’re my man! 😉 Und allen Followern, stillen Mitlesern und sonstigen Radfahr-Freunden: Danke für eure Treue! Ich wünsche euch ein erfolgreiches, frohes und vor allem gesundes, neues Jahr 2018! Wir lesen uns 😉

Euer bikingtom

 

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MOMENTE: Stau-„Erfahrung“

Heute bin ich mal nach längerer Zeit wieder mit dem Auto zur Arbeit gefahren. Da ich die letzten Tage immer mit ordentlich Pfeffer zum Arbeitsplatz gekachelt bin und dann auch mit Vollgas zurück waren meine Beine etwas schwer. Muss ich zugeben. Einmal kann man ja mal eine Ausnahme machen. Na ja, ich hätte es wissen müssen. Und so kam es wie es kommen musste. Zumindest auf dem Heimweg. Kurz und bündig: der Verkehrskollaps ist real! Wenn einer sagt, „irgendwann“ kommt der Verkehrskollaps, dann stimmt das nicht. Nein, er ist da! Hier und jetzt! Zum Greifen nah, denn im Stau kann man ja theoretisch das Fenster herunterkurbeln und mit der Hand dem Stau-Nachbarn seine Blechkiste berühren. Passiert ja nix. Steht ja alles.

Ich bin keine 300 Meter weit gekommen, da gab es den Stau auf dem berühmt-berüchtigten Ruhrschleichweg A40. Also runter von der Autobahn und versucht durch Nebenstraßen vorwärts zu kommen. Na, was ein Zufall, versuchten das doch auch Dutzende andere Autofahrer. Also Schritttempo. Auf Haupt- UND Nebenstraßen! Dazu Ampeln, die mit sinnloser Taktung versuchen einen Verkehrsfluss hinzubekommen, Baustellen nach dem Motto „noch mehr davon gehen immer“ und Autofahrer, die manchmal besser in der Gummizelle aufgehoben wären.

Dabei habe ich mich selber erwischt wie ich mich ruck-zuck diesen Autofahrer-Klientel angepasst habe. Hinterm Lenkrad habe ich geflucht wie ein Kesselflicker. In Selbstmitleid bin ich im Sitz versunken um sofort wieder auf Angriffsmodus umzuschalten. Als mir das bewußt wurde habe ich mich geschämt. Was macht das Autofahren in der Großstadt mittlerweile mit einem? Es macht einem zu Egoisten hinterm Lenkrad. Rechthaberisch dazu. Alle anderen sind doof und nur im Weg. Mir stellte sich die Frage, wie die Menschen das alles so als gegeben hinnehmen? Das sie – bildlich gesehen – wie die Lemminge agieren? Tranceartig hinterm Steuer sitzend und im Dauerstau stehend. Sich jedesmal aufs neue aufregen um sich dann am nächsten Tag  wieder brav in die Warteschlange einzureihen. Ewig grüßt das Murmeltier. Oder der Hamster im Käfig. Egal.

Der Verkehrsinfarkt ist da! Auch auf Grund völliger Ignoranz der Stadt. Straßen, die vor Jahrzehnten gar nicht für so ein Verkehrsaufkommen gedacht waren, sind hoffnungslos verstopft. Noch breitere Straßen würden aber auch nur noch mehr Autos anlocken. Ein attraktiver ÖPNV könnte ein Teil der Lösung sein. Aber nein, da werden hier bald erst einmal die Preise für die Tickets wieder teurer und die Taktung der Busse und Straßenbahnen heruntergeschraubt. Modernisierung der Infrastruktur des ÖPNV? Mehr als der Tropfen auf dem heißen Stein kommt da nicht. Es reicht nicht nur einige wenige alte Fahrzeuge auszumisten und zu erneuern. Nein, dafür muss auch mal ordentlich Geld in die Hand genommen werden. Aber das Geld wird ja bekanntlich lieber unter den Verantwortlichen Akteuren aufgeteilt.

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Radfahren ist gesund für Geist, Körper und Seele. Tatsache!

Wie sieht es aus mit Fahrverboten? Auch wegen der immensen Umweltbelastung? Stichwort „Dieselskandal“ sage ich nur! Um Gottes Willen, das wollen wir nicht, sagt der OB. Und hinter vorgehaltener Hand: lieber noch mehr Autos auf den Straßen. Jippieh!!! Lobbyismus hier in Essen? Na, für wen zahlt es sich wohl aus, hm? Verkrustete Strukturen brechen der Stadt Essen irgendwann mal das Genick. Ich schreibe von der Stadt Essen als meine Heimatstadt, aber das ist garantiert übertragbar auf viele andere Städte im Revier und anderswo.

Ich hoffe darauf, das bald ein Dieselfahrverbot kommt. Auch wenn viele darunter leiden werden wie zum Beispiel kleine Handwerksbetriebe mit ihrem Fuhrpark. Doch ich sehe keine andere Chance um ein radikales Umdenken herbeizuführen. Das Desaster und die Konsequenzen hätten die Automobil-Hersteller zu tragen. Meiner Meinung nach. Sie sind es, die so lange gelogen und betrogen haben. Sie müssten den Schaden begleichen! Für ihr schändliches Handeln abgestraft werden! Momentan lachen die sich doch kaputt. Schließlich hatten sie durch den Skandal ja keine Kosten. Zahlt ja unterm Strich der Steuerzahler. Ha, ha!

Jedenfalls würde durch ein Fahrverbot der Verkehr wesentlich entlastet. Und dann wäre Zeit über Alternativen nachzudenken, weil die Menschen genau aus diesem Grund das endlich aktiv machen müssten! Ihr Handeln und Tun überdenken, auch wenn es schwer fällt. Aus den Gewohnheiten ausbrechen, Neues schaffen. Bessere Mobilität schaffen.

 Mein Frust heute im Auto sticht natürlich in diesem Artikel heraus. Ich empfand die Autofahrt alles andere als entspannend. Völlig im Gegensatz zum Radfahren. Mein Arbeitsweg beträgt da rund 14 Kilometer. One Way. Dafür brauche ich im Durchschnitt etwa 35 Minuten. Wenn der Radschnellweg RS1 in vielen, vielen Jahren vielleicht ja doch mal in Essen kommt, mit Sicherheit sogar etwas schneller. Heute, mit dem Auto unterm Allerwertesten habe ich für 14 Kilometer fast 50 Minuten gebraucht! Dazu noch gestresst, genervt und total über mich selbst erschrocken zu Hause angekommen. Kosten-Nutzen-Faktor? Keine Fragen mehr, oder? Da fahre ich demnächst selbst wohl bei eisigster Kälte lieber mit dem Rad! Es dankt mir meine Gesundheit und mein komplettes Nervenkostüm. Für alle anderen gilt: viel Spaß im Stau, aber ohne mich!

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TEST: HNF HEISENBERG XD1 URBAN (S-Pedelec)

HNF Heisenberg, ein aufstrebender Hersteller von E-Bikes im Premium-Segment, bietet zur Zeit kostenlose Probefahrten an. Dazu wird das ausgesuchte und gewünschte Rad bis vor die Haustür geliefert. Die Räder werden durch Direktvertrieb verkauft, Werkstatt-Intervalle können telefonisch vereinbart werden. Dann kommt ein Zweirad-Mechaniker sogar zu einem nach Hause und macht das geliebte Bike wieder flott. Für den ein oder anderen sicherlich eine interessante Möglichkeit. Denn die Räder erregen durchaus Aufsehen, sehen sie doch allesamt sehr ansprechend aus! Doch wie macht sich ein Bike von Heisenberg auf der Straße?

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Wirkt bullig und fährt sehr dynamisch, das Heisenberg XD1 Urban.

Kommen wir also zu meinem Fahrbericht. Ich hatte mir das XD1 Urban ausgeguckt, da dies zu meinem Bedürfnissen an ein E-Bike dieser Gattung passt. Ich nutze mein vorhandenes E-Bike hauptsächlich als Pendler zwischen Arbeitsstelle und Zuhause. Der Weg führt teilweise über Straße und Asphalt, aber auch über Schotterwege. Leider wurde mir vom XD1 die S-Pedelec-Version geliefert, doch die normale e-Bike-Version mit 25 km/h ist bis auf die Beleuchtung baugleich.  Also spielte das für diesen Test keine große Rolle. Und um das Verhalten auch auf Schotter zu simulieren, bin ich trotzdem für ein Stück auf abgelegenen Wegen unterwegs gewesen.

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Stolz wird der Name auf dem Oberrohr getragen. Die Schweißnähte sind schön flach gehalten, die Kabelverlegung pfiffig gemacht.

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Nettes Design-Element mit integrierten Logo.

Der erste Blick auf das Rad lässt die Gene dieses Bikes aus dem MTB-Bereich erkennen. Mit Schutzblechen und vernünftiger Beleuchtung versehen, wurde daraus design-technisch ein durchaus attraktives Urban Bike mit weit hinunterreichendem Oberrohr entworfen das mit Sicherheit in der Stadt auffällt. Die Schweißnähte sind schön flach gehalten und zeugen von Können. Kleine Details wie das Logo auf dem formschönen Zwischenstück zwischen Ober- und Sitzrohr zeugen nicht nur von Design-Verliebtheit, auch der Sinn dieses Zwischenstücks ist deutlich. Denn es erzeugt eine bessere Verwindungssteifigkeit. Die Rockshox Sektor-Federgabel mit 130 mm Federweg ist äußerst robust und erfüllt seinen Dienst sehr gut an diesem Bike. Genauso wie die NuVinci N380SE-Schaltung in Verbindung mit dem wartungsfreien Gates-Riemenantrieb. Das stufenlose Schalten empfand ich angenehm, aber ein leichtes Verzögern konnte ich dabei feststellen. Wenn man ansonsten eine Kettenschaltung fährt, ist diese Art von Schaltung vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber die Umstellung gelingt trotzdem rasch!

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Massive RockShox Sektor-Federgabel.

Auffallen tat mir auch gleich der breite Lenker, der aber ein Höchstmaß an Stabilität und Spurtreue bringt. Gerade bei rasanten Fahrten ist das von Vorteil. Die Haltung ist sportlich-bequem. Ich hatte nicht den Eindruck als ob die Arme, Schultern oder der Nacken ermüden könnten. Das kommt einen sehr entgegen wenn man längere Strecken fährt. Denn auch wenn dieses Rad mit Stadtfahrten assoziiert wird, für ordentliche Touren ist sich dieses Bike nicht zu schade. Der 500Wh Akku von Bosch sorgt für ordentliche Leistungsreserven, die bei einem S-Pedelec sowieso gut gebraucht werden können. Der neue Performance Speed-Motor von BOSCH wirkte auf mich sehr laufruhig, auch in Verbindung mit der NuVinci-Schaltung. Das gefiel mir gut. Auffällig ist auch hier schon beim ersten Blick auf das Rad das der Motor hochkant verbaut ist! Der Schwerpunkt liegt somit ziemlich optimal unterhalb des Fahrers! Und der Akku ist ebenfalls gut am Unterrohr integriert worden und liegt dort gut geschützt.

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Markant: der hochkant verbaute BOSCH CX Speed-Motor.

Überrascht war ich dann doch tatsächlich über die von Magura stammende und äußerst kraftvoll zupackende Bremse MT4. Die Zweifinger-Bremshebel sind gut zu bedienen und lassen die Bremse dadurch wohldosieren. Doch man sollte sich erst ein wenig mit diesiger bissigen Bremse vertraut machen bevor es in den urbanen Dschungel geht! Doch auch wenn man über Schotter- oder Waldwege pflastert macht das XD1 Spaß. Zwar werden Unebenheiten durch die dicken Schwalbe Supermoto-Reifen gut weg gebügelt, aber einige Schläge bleiben nicht aus, die dann doch auf den Rücken schlagen können. Die Sattelstütze schien mir deshalb nicht so gut gewählt.  Und auch der Sattel von Selle Royal wirkte etwas hart und ist somit eher Geschmackssache.

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Äußerst kraftvolle Magura MT4-Bremse, die gezähmt werden möchte!

 

Dieses Bike macht Spaß, sein Design ist ansprechend, die Komponenten gut gewählt. Ob es die S-Pedelec-Version sein muss sei dahingestellt, denn das obligatorische Kennzeichen schränkt das Rad dann doch zu sehr ein, da man damit ja nicht auf Radwegen fahren darf und die Straße sein zu Hause ist. Mit der 25-km/h Unterstützung hat man aber die für – wie ich finde – bessere Wahl! Mit der Option eines zusätzlichen Gepäckträgers kann man sich zudem bequem für die Stadt rüsten. Ob das „e-mtb-Urban-Bike-Konzept“ hierbei aufgeht, darüber wird es bestimmt unterschiedliche Meinungen geben. Auf dem Zettel sollte man dieses Bike allerdings unbedingt haben, denn der Spaßfaktor ist wirklich verdammt groß!

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Der breite Lenker lässt das Bike sehr gut händeln, auch wenn er am Anfang einen Ticken zu breit erscheint. Das vordere Schutzblech könnte länger sein.

 

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MOMENTE: Video zur Radtour durch New York City

Tatsächlich. Zu meinem TOUR-Bericht durch die Millionen-Metropole New York gibt es jetzt nun auch ein eigenes Video. Da der Bericht schon sehr gut angekommen ist, hoffe ich das euch dieses ungefilterte Video ebenfalls gut gefällt. Für die Einwohner der Stadt oder auch für den ein oder anderen Reiseradler ist das vielleicht nichts besonderes mehr, doch für mich war es ein Ausflug in ungewohnte Gefilde. Eine intensive Sinneswahrnehmung die unbeschreiblich war. Gerüche, Geräusche, visuelle Eindrücke. Wenn ihr das Video anschaut, dann lasst euch mitnehmen auf eine atmosphärische und musikalische Radtour durch den Moloch und die Schönheit New Yorks. Ich bin jetzt schon oft gefragt worden, ob das nicht gefährlich ist dort so durch die Großstadt zu fahren. NEIN! Hier zu Hause empfinde ich das Radfahren auf den Straßen teilweise wesentlich gefährlicher. Und außerdem: „sterben kann ich morgen, doch heute radel ich!“

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INFO: Meine EUROBIKE-Eindrücke

Mein erstes Mal auf der EUROBIKE 2017 in Friedrichshafen am Bodensee! Nach nächtlicher Anreise war ich nach einer gefühlten Ewigkeit endlich direkt vor Ort. Und es ging auch direkt ohne Punkt und Komma los. Zuerst schaute ich mich in der eigenen Blogger Base des The Wriders Club um. Ein paar bekannte Gesichter waren auch schon da wie unter anderem Gunnar Fehlau von pd-f (pressedienst fahrrad), der in Zusammenarbeit mit der Eurobike damit sowohl eine sehr nette Sache für uns Blogger als auch für die Fahrradindustrie aufgebaut hat. Klasse, Gunnar! An dieser Stelle aber auch einmal vielen Dank an Mirjam Reisch, die unermüdlich mit Rat und Tat uns allen zur Seite stand und natürlich an alle anderen die dies organisiert und möglich gemacht haben! Gelungen fand ich die Führungen zu einzelnen Herstellern zwecks gegenseitigen Austauschs und Produktvorstellung. Genauso das Firmen sich morgens kurz und knapp selber in der Blogger Base vorgestellt haben. Das Interesse an uns Bloggern zur besseren Verzahnung ist also teilweise  da. Schöne Sache.

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Walk & Meet der Blogger bei DEUTER

Und einen weiteren Gruß an diejenigen, die man dort so getroffen hat. Zum Beispiel mit der doch recht bekannten Bloggerin Radelmädchen aus Berlin habe ich ein nettes Gespräch gehabt. War mir eine Freude. Deshalb lieben Gruß an dieser Stelle nach Berlin! Besonders spannend war es am zweiten Tag für mich. Eigentlich wollte ich Martin Moschek von www.biketour-global.de nur einmal für seinen tollen und herrlich geschriebenen Blog loben, den ich schon lange verfolge und den ich nur wärmstens empfehlen kann! Doch dabei blieb es nicht! Wir zogen fortan den ganzen Samstag zusammen durch die Messehallen und merkten schnell das wir auf einer Wellenlänge liegen. Es war mir eine Ehre! Deshalb auch noch einen ganz herzlichen Gruß nach Hamburg! Und zu guter letzt noch ein Servus an den gpsradler und in den Süden Deutschlands, nach München. Wer irgendwann mal Tipps braucht wenn er sich ein nettes, technisches Gadget für`s Fahrrad kaufen möchte, der ist hier mit vielen brauchbaren Tests gut beraten!

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Mit Martin Moschek von biketour-global.de vor der Blogger Base

Wagen wir uns also mal vorsichtig vor. Die Ausstellerliste war nämlich lang! Gefühlt auch endlos. Nicht so schön war, das einige große Hersteller sich nicht auf der Messe blicken ließen, dafür aber im näheren Umfeld und im Windschatten der EUROBIKE eigene Hausmessen veranstalteten. Ob das ein jeder gut findet muss er selber entscheiden. Einen faden Beigeschmack hatte das aber schon. Na ja. Weiter geht’s. Ehrlicherweise war ich tatsächlich fast überfordert bei der schier unendlichen Menge an neuen Informationen rund ums Fahrrad. Denn die Messehallen sind groß. 1400 Aussteller aus aller Welt wollen untergebracht werden. Und um die Dimensionen dieser Messe einmal in Zahlen auszudrücken, diese zuerst vorweg: die Aussteller kamen aus 101 Ländern und zogen am Ende rund 42590 Fachbesucher an! Nicht übel. Dazu gesellten sich 654 Medienvertreter. Einer davon, so scheint es, war – ich! Am Messe-Samstag, zum sogenannten Festival-Day, der für die Öffentlichkeit da war, kamen noch einmal 22160 Besucher, die im nächsten Jahr leider ausgeschlossenen werden. Da gerade diese Besucher Käufer der Räder und des Zubehörs sind und viel Leidenschaft für ihr Hobby an den Tag legen empfinde ich das als keine gute Lösung! Passend dazu waren schon dieses Jahr früh am Festival-Day erstaunliche Bilder in den Hallen zu sehen. Denn einige Hersteller räumten schon ab Mittags ihren Stand ab anstatt potentielle Kunden und Käufer gerade hier über ihre Produkte zu informieren! Da gab’s das eine oder andere irritierte Gesicht. Denn bis 18 Uhr hatte die Messe geöffnet, die Besucher haben ja schließlich auch Eintrittsgeld gezahlt. Das stößt mir dann etwas sauer auf, ändern kann ich es leider nicht.

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Kurzer Besuch am Stand von COBI


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Auch die Öffentlichkeit war vor Ort am Festival Day!
Foto: EUROBIKE Friedrichshafen


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Freigelände: Demo Area
Foto: EUROBIKE Friedrichshafen


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Das fiese Wetter ließ die Besucher trotzdem die Bikes testen

Ich hatte zwar eine vage Vorstellung davon, was ich mir anschauen wollte. Aber spätestens am dritten Stand konnte ich das komplett über den Haufen werfen. Es waren zwischendurch immer wieder andere Räder, Neuheiten und Dinge, die mich magisch anzogen. Ich gebe euch hier mal einen kleinen Eindruck von dem, was ich recht interessant und spannend fand. Zum Beispiel das „Klapprad“  Macina Fold von KTM. Im typischen KTM-orange und schwarzen Applikationen gehalten ist es eh schon ein Hingucker. Dazu der von Bosch neu konstruierte Powertube-Akku, der im Rahmen integriert ist. Das ganze Rad wirkt etwas in die Länge gezogen, das liegt an der prima wirkenden Aufgeräumtheit des Erscheinungsbildes! Der Klappmechanismus ist zentral mittig gehalten und das Rad hat auch nur ein Packmaß von 84 x 68 x 40 cm! Zur weiteren Ausstattung gehört ein wartungsarmer Riemenantrieb und eine 8-Gang-Nabenschaltung sowie Scheibenbremsen hinten und vorne. Daher kommt es mit 20 Zoll-Bereifung Marathon Plus von Schwalbe. Nur das angegebene Gewicht von 25 kg schreckt etwas ab. Ansonsten bekommt man ab Frühjahr 2018 für eine stattlichen Preis von 3500€ ein rundherum solides „E-Klapprad!“

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Das Klapprad MACINA FOLD von KTM


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Hier zur Ansicht mal nur der neue POWERTUBE-Akku von BOSCH aus der Nähe am Stand von BOSCH!


So sieht im übrigen das ABS-Bremssystem von BOSCH am Fahrrad aus. Begeisterung pur. Und in ein paar Jahren Standard bei E-Bikes!

Apropos „E“. Gut gefallen hat mir ebenfalls das Renegade S 5.5 von UNIVEGA. Das liegt wohl daran, das der kraftvolle 504 Wh-Akku hervorragend an den Rahmen angepasst wurde. Ein Design-Highlight wie ich finde. Die Integration fiel mir  dabei sofort ins Auge. Dazu gibt es den bissigen Shimano E8000-Antrieb. 160mm Federweg geben den Weg frei für Touren-Mountainbiker  sowie All Mountain-Fans! Der Preis aber ebenfalls zünftig: 4999€ sind eine Ansage!

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Designtechnisch gut gelöst ist die Akku-Integrierung am UNIVEGA

Durch seine auffallende Lackierung erblickte ich am Stand von Riese & Müller das ROADSTER URBAN. Und genauso schick sieht es auch aus. Für den modebewussten und stilsicheren Urban Biker ist das ein attraktives Rad. Und ein Sorglospaket dazu. Ausgestattet mit der elektronischen Shimano Alfine Di2 11-Gang-Nabenschaltung mit Freilauf und dem Gates Riemenantrieb ist man sauber in der Stadt unterwegs. Ohne Angst haben zu müssen sich das Hosenbein schmutzig zu machen. Der Bosch Performance-Motor mit dem PowerPack 500 garantiert höchste Leistung auf den Straßen der Republik. Kräftige Magura MT-4 Scheibenbremsen bringen das sehr puristisch gehaltene E-Bike hervorragend zum stehen. Auffällig ist der kurze Vorbau. Er überträgt die Agilität auf das komplette Rad. Optional kann ein stylischer Front- sowie ein hinterer, normaler Gepäckträger geordert werden. In „electric green metallic“ sind auch die Schutzbleche gehalten. Das Rad wirkt auf mich stimmig, wem dieses grün aber nicht gefällt, der kann noch zwischen „black matt“ und „white“ ein etwas dezenteres Auftreten wählen. Preis des Roadsters: 3699€

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Riese & Müller zeigte das stylische ROADSTER URBAN

Der Trend auf dem Fahrradmarkt war auf der Messe sehr gut zu erkennen. E-Bikes so ziemlich aller Gattungen sind heiß begehrt und auch weiterhin das Zugpferd der Branche. Auch hier belegen Zahlen dies. 540000 verkaufte E-Bikes, alleine bis August, sprechen eine deutliche Sprache. Im Grunde hat so ziemlich jeder Hersteller mindestens ein E-Bike im Programm. Aber nicht jeder kann unbedingt mit Design, Anmutung und guter Umsetzung glänzen. Hin und wieder konnte man schnell konzipierte Räder von unbekannteren Firmen entdecken, die aber auch meist etwas hinten in den einzelnen Hallen zu finden waren. Ob auf der Messe eine Überdimensionierung des Themas „e“ stattfand weiß ich nicht. Fakt ist, das das Thema hin und wieder kontrovers diskutiert wurde. Was ich vermisst habe, ist gerade die Auseinandersetzung mit der Verkehrspolitik und der neuen (e)Mobilität. Die Bühne dafür war schließlich da um ein klares Statement zu setzen. Die Aufmerksamkeit in den Medien und der Bevölkerung wäre da gewesen. Es wäre schön gewesen solche Chance zu ergreifen. Nun gut.

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Interessante Schlösser gab es wie hier bei KRYPTONITE

Hier jetzt aber der weitere Versuch, ein paar Dinge zu beleuchten, die ich auf der EUROBIKE interessant fand. So geschehen am Stand von Kryptonite. Da für mich das Thema „Fahrradschloss“ wie für so viele andere immer aktuell ist, schaute ich mich dort einmal um. Die schweren Kettenschlösser der Marke fand ich hochinteressant, da ich für daheim immer auf der Suche nach weiteren, sicheren Abschliessmöglichkeiten der Räder bin. In New York sieht man jedes zweite Fahrrad mit einem Schloss dieser Marke an den Radständern angeschlossen. Und die Erfahrung in der Umgebung daheim und dem dortigen Bekanntenkreis zeigt mir leider, das auch hierzulande eine Notwendigkeit für solche massiven Sicherungen nötig ist. Leider.  So fiel mir das Kettenschloss Evolution series 4 1090 Integrated Chain aus 3-fach gehärtetem Mangan-Stahl auf. Auf der „Sicherheits-Skala“ der Firma wird es mit der Stufe 8/10 beworben. Dazu wurde erörtert zu welcher Preisklasse des Fahrrads dieses Schloss passen würde. Bis 2700€ war angegeben. Für mich interessant als Zusatzschloss für den Bodenanker. Denn das Gewicht von fast 2,8 kg möchte ich auch nicht herum schleppen wollen! Die Länge des vor Ort zu sehenden Schlosses lag bei 90 cm. Das würde also passen. Der Preis liegt bei rund 60€. Eigentlich ziemlich fair. Also mal gucken…

 

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DEEPER Lock, Fahrradschloss das via GPS verbunden ist. Foto: EUROBIKE Friedrichshafen

Die digitale Sicherheit am Fahrrad scheint auch ein weiterer anhaltender Trend zu sein. So gab es Zubehör-Aussteller, die mit Bluetooth-Vorhängeschlössern punkten wollen oder aber Schlösser die sich per Smartphone-App aktivieren oder deaktivieren lassen. Manchmal frage ich mich wie viele verschiedene Dinge man noch gleichzeitig mit Bluetooth steuern lassen will. Man kann das alles auch überfrachten. Sicherlich benutze auch ich teilweise Bluetooth am Fahrrad, aber das in einer All-In-One-Lösung. Das reicht mir. Alles gut. Und der Trend zu noch mehr Elektronik am Rad scheint ungebrochen. Bei SRAM am Stand war die kabellose Schaltung ein Publikumsmagnet. Durch algorithmusbasierter Kodierung der eTAP ist eine Störung durch andere elektronische Geräte zwar ausgeschlossen, aber da wieder Batterien gebraucht werden bin ich mit meiner Meinung ein wenig zwiespältig. Da muss sich jeder, der das haben möchte, selber mit auseinander setzen. Von technischer Seite mit Sicherheit aber super interessant!

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Ob solche Schlösser wirklich zur Sicherung des Rades beitragen?


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Bunt wurde es am Stand von MELON HELMETS


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Und bunt ist auch angesagt bei NUTCASE

Und noch etwas zum Thema Sicherheit. Nämlich Helme. Die gab es auch in den verschiedensten Formen und Farben. Bitte jetzt keine Diskussion über Helmpflicht. Aber so langsam driftet die Branche hin zu wirklich stylischen Helmen. So gerät der Modeaspekt immer mehr zusätzlich zur Sicherheit in den Vordergrund. Das langweilige graue Image wird abgelegt, es wird bunt. Wie bei Melon Helmets, die einige kreative Designs am Start haben. Von Graffiti bis Sternenbildern ist alles dabei. Coole Sache. Genauso wie bei Nutcase, die von dezenten Urban Lifestyle bis poppiger und dabei schicker Bemalung ebenfalls eine große Bandbreite für die kommende Saison an Bord haben. Mal schauen wann ich die ersten Roboter- oder Fingerprint-Helme auf den Radwegen der Nation entdecke. Die sportiven Helme dürfen aber auch nicht fehlen. Im Radsport zählt das Tempo und die Zeit. Aerodynamisch, leicht und zugleich gut belüftend müssen diese sein. Die neuesten Kreationen gab es bei UVEX oder ABUS zu bestaunen. Letzterer Hersteller bringt mit dem Gamechanger für den professionellen Rennsport nichts weiteres als die Neuerfindung der Aerodynamik in diesem Bereich auf den Markt. So ihre eigene Aussage. Entwickelt in Zusammenarbeit mit den Profis des Moviestar Team! Die Forced Air Cooling Technology soll für beste Belüftung, die Multi Shell In Mold für höchste Sicherheit sorgen. Verschiedene Farb-Variationen bringen dezent Farbe ins Spiel. Der ca. 260g leichte Helm kostest rund 200€.  Meine Meinung: das Design ist ansprechend und gelungen, das Konzept ist schlüssig und die Entwicklung geht auf. Wer da nicht Lust auf eine flotte Runde mit dem Rennrad bekommt…

Quelle: www.pd-f.de / abus

Neu definierte Aerodynamik: der „Gamechanger“ von ABUS

Kurz den Atem anhalten musste ich am Stand von Pashley Cycles. Vielleicht weil diese Marke nicht so oft auf der Straße zu sehen ist, ist mir die filigrane Schönheit dieser Räder bisher noch gar nicht aufgefallen. Das Modell Speed 5 hatte mich sofort gepackt. Der Rahmen: gemufft und handverlötet! Die Schaltung: Sturmey Archer 5-Gang! Der Vorbau: Aluminium poliert! Die Kurbel: Sugino Kurbel in silber, poliert und 46 Zähnen! Dazu am Rahmen der Startnummernhalter mit der 5 und der nach hinten und unten gezogene Lenker Pashley Pathracer aus Stahl, ebenfalls poliert! Das ganze im edlen „British Racing Green.“ Wer da keine großen Augen bekommt dem ist nicht mehr zu helfen. Und der Preis wie ich finde ist auch fair. Mit rund 1450€ könnte diese Schönheit euer sein! Geflasht ging’s weiter.

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Das PASHLEY hat mich definitiv mitgerissen!

Und wie. Mein persönliches Thema momentan scheint einherzugehen mit einem Trend, der deutlich auf dem Vormarsch zu sein scheint. Es geht um CycloCrosser bzw. Gravelbikes. Die Grenzen sind da anscheinend leicht verschwommen. Vor nicht allzu langer Zeit musste man noch relativ viel suchen, um etwas passendes in dieses Richtung zu finden oder Informationen zu erhalten. Die eigentlichen CycloCrosser sind da schon gefühlt  ein wenig länger unterwegs, denn als Rennrad für den Herbst und Winter gedacht, schwören viele Fahrer auf diese Radgattung. Dazu gesellte sich dann irgendwann das interessante Thema Bikepacking.  Eine modifizierte Geometrie und breitere Reifen plus einer doch Renn-spezifischen Agilität kam bei den Leuten gut an. Das Renn-Rad fürs Grobe? Nicht nur. Auch eine Art Outdoor-Lifestyle ist das für mich. Man kann sportiv Gas geben oder aber mit den passenden, schicken „Bags“ leichtes Gepäck für das kleine oder große Abenteuer da draußen mitführen. Und wenn Männer das Wort „Abenteuer“ hören ist es eh zu spät. So geht es auch mir.

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Uuiiiii…STORCK T.I.X. Pro G2…let’s gravel!

Jeder Hersteller, der was auf sich hält, hat für die kommende Saison mindestens ein Gravelbike in Programm. Gut für mich, irgendwann schlecht für’s Portemonnaie. Doch gucken wir uns mal etwas um. Ein dezentes Design und einen auffälligen Namenszug zeichnet das STORCK T.I.X. Pro G2 aus. Bei dem Wort „Pro“ kann man immer ein wenig unruhig werden wegen des Preises. So auch hier. In der günstigsten Version mit Shimano 105-Gruppe kostet dieses Bike mit dem sehr hochwertigen Carbon-Rahmen  – und einem Gewicht von nur ca. 7,7 kg – schlappe 3398€. Uff. Und wenn man die Komponenten von SRAM’s Red e-Tap HDR nimmt, dann schlägt ein Preis von rund 6900€ zu Buche. Doppel-Uff! Dazwischen gibt es weitere Variationen. Wer will und dazu die Lust hat ein Rad selber aufzubauen, der ordert einfach den Rahmen. Der liegt nämlich nur bei günstigen 1999€.

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Schlicht, aber schön ist dieses Gravelbike Crossfire Gravel von CENTURION

Simpel und schlicht gehalten kommt das CENTURION Crossfire Gravel auf die Piste. Cremefarben und mit sehr schön geglätteten Schweißnähten machte es auf mich einen guten Eindruck. Leichtes Understatement übertüncht die Fähigkeiten dieses Bikes. Auf der Messe war das Rad mit der SHIMANO Tiagra-Schaltgruppe ausgestellt. Die Reihe der Crossfire-Modelle ist allerdings weit gefächert. Von günstig bis teuer ist alles dabei. Ein Rad eher für die breitere Masse konzipiert. Ein günstiger Einstieg in das Gravel-Bike-Segment ist mit den Modellen gut möglich.

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So könnte man es auch beschreiben! Das RONDO RUUT!

Für jemanden, der sich bei einem Gravelbike/ Cyclocrosser auch für eine filigrane Design-Linie interessiert ohne den eigentlichen Nutzen aus den Auge zu verlieren, der soll sich mal bitte das RONDO RUUT anschauen. In der Linie gibt es Bikes aus Aluminium, Stahl und zwei sogar aus Carbon! Das Spitzenmodell kommt mit der SRAM Force 1 und mit den Reifen Panaracer Gravel King SK 700C x 35 rüber. Und die noch junge Marke aus Polen bietet eine clevere Lösung für die Geometrie. Die ist nämlich verstellbar! Die RONDO Twin Tip Fork  besitzt  zwei Montagemöglichkeiten an der Gabel. Im sogenannten High-Modus wird der Lenk- und Sitzwinkel flacher, aber das Cockpit 10mm höher! Dazu wird gleichzeitig das Tretlager ebenfalls um 4mm erhöht. Die Umwandlung vom rassigen Cyclocrosser zum eher entspannter zu fahrenden Gravelbike ist damit einfach realisierbar. Der Lohn: ein EUROBIKE AWARD und meine leuchtenden Augen! Der Preis für die Top-Ausstattung in der Version RUUT CF1 beträgt 3699€, in der RUUT AL-Version 1899€. Die Möglichkeit sein eigenes Rad mit dem Rahmen aufzubauen bietet RONDO ebenfalls an. Feine Sache!

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Das BREEZER Inversion Team ist auch eine heiße Nummer!

Begeistern tat mich auch die Marke BREEZER mit ihrem Inversion Team. Reduzierte Farben am Rahmen und eine harmonische Geometrie mit relativ aufrechter Sitzposition versprechen ein interessantes Fahrgefühl. Der Rahmen ist zwar aus Stahl, die Gabel aus Carbon, trotzdem kommt das Rad auf leichte 9,7 kg. Guter Vortrieb mit der SHIMANO Ultegra 2×11 Schaltung lässt ja wohl keine Wünsche offen. Noch etwas zur Gabel: sie bietet dazu die passenden Gewinde-Ösungen für weitere Einsatzzwecke mit Gepäck. In dieser hochwertigen Ausstattung kommt das Rad auf 2799€.

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RESTRAP sollte man sich echt merken. Tolle Bags für das Abenteuer, das direkt hinterm Haus starten kann!

So. Dies war erst einmal ein kleiner Ausschnitt von Gravelbikes. Es gäbe da noch zig weitere zu nennen, doch das würde den Rahmen sprengen. Interessant zu erwähnen sind da aber vielleicht noch passende Taschen für diese Bikes. Ein unscheinbarer Stand von RESTRAP und schon war ich fasziniert von diesen, nicht aus dem üblichen Einheitsbrei bestehenden Bags. Pfiffige Detaillösungen wie dem ganz einfach und praktisch zu bedienenden Magnet-Verschlüssen lassen genau diese Taschen hochinteressant für mich werden. Dazu das unverschämt schlichte, aber in edlem schwarz gehaltene Design mit kleinen roten Applikationen. Trotzdem feine und durchdachte Detaillösungen machten mich neugierig auf diese Marke. Sowohl  die Bar Bag als auch die kleine Tech Bag könnten durchaus demnächst an meinem Rad landen. Als „Must Have“ auf meiner Liste aber so was von weit oben…

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Schicke Taschen von NEW LOOXS aus der Reihe SPORTS

Einer Lust auf noch mehr Taschen? Für den hätte ich erstklassige Bags von New Looxs. Die Taschen der Reihe Sports sind sofort ein echter Hingucker. Feines, angenehmes Material zeichnet sie aus. Die Rear Rider aus dieser Reihe bieten zusätzlich zum Hauptfach viele kleinere Fächer. Reflektorstreifen an drei Seiten machen den Radler gut sichtbar. Verstellbare Haken bieten zahlreiche Möglichkeiten die Tasche sicher am Rad zu befestigen. Ein Schultergurt lässt sie prima unterwegs transportieren. Eine Regenhülle ist inklusive. Unterschiedliche Varianten für den Lenker oder den Gepäckträger runden diese schöne Serie ab.

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Edel sehen sie aus, die Taschen von NEW LOOXS aus der VARO-Serie

Eine echte Alternative zu den Gepäcktaschen der allseits bekannten großen Hersteller bietet New Looxs im übrigen auch. Die Taschen der Reihe VARO bestehen aus wasserfestem Polyester. Von 15 Liter über 20 Liter bis hin zu 22 Liter, je nach Variante, geht das Gepäckvolumen. In schwarz gehalten mit leichten, feinen orangen Akzenten versetzt, machen diese Taschen, außer die Version Messenger alle mit Rollverschluss, echt was her. Die Preise für die gefühlt hochwertigen Bags sind allesamt fair und moderat…wie viel Taschen soll ich eigentlich noch an mein Fahrrad packen??? *Grübel*

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JAAAAAA…leuchtende Augen am Stand von MOOTS

Eine lustige Geschichte habe ich noch über. Als ich so durch die Hallen spazierte, entdeckte ich einen kleinen, fast unscheinbaren Stand am Rande. Der Schriftzug der Marke machte direkt *PLING* bei mir. Die Marke MOOTS präsentierte sich dort. MOOTS, da war doch was? Guck mal einer an, eins der edlen Räder war ich doch erst vor kurzem in New York gefahren. Ich wurde natürlich angesprochen, als ich so mit verträumten Blick vor den schönen Rädern stand. Ob man mir denn helfen könne? *PLOPP* machte es und mit einem Strahlen erzählte ich von meiner Tour durch New York mit einem ihrer Bikes. Und wie klein die Welt dann wieder war. „Das Rad hattest du aus dem SHIMANO-Store? Die Jungs kenne ich dort, sind cool!“ In der Tat mussten wir beide lachen. Nette Anekdote am Rande der Messe.

Am Ende war ich sehr zufrieden. Es gab unheimlich viel zu sehen, unmöglich alles abzuklappern. Und unmöglich das hier alles wiederzugeben. Doch mit Sicherheit wird es noch weiter spannend werden. Interessante Gesprächspartner, intensiver Austausch, Einblicke hinter die Kulissen. Für mich als Blogger also rundherum gelungen. Ich kann mich an niemanden erinnern, der nicht ein offenes Ohr hatte. Auch wenn es wohl so etwas gab, wie man hört. Das kann ich so bei mir nicht bestätigen. Mit frischem Input gehe ich also in die kommende Saison. Obwohl bei mir ja immer Saison ist. Dank habe ich ja Anfangs schon geschrieben, etwas Kritik geübt auch, einige meiner persönlichen Highlights preisgegeben. Somit bin ich vorerst am Ende angelangt, maybe auch hier to be continued…! Ich hoffe,  ich konnte einen kleinen Eindruck vermitteln. Schreibt mir doch einfach mal wie es euch gefallen hat oder lasst ein LIKE da. Würde mich darüber freuen.

 

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MOMENTE: USA-Roadbook Eastcoast – Teil 3

Ein paar Tage sind nun also wieder vergangen. So einiges habe ich wieder gesehen und erlebt. Unter anderem war ich zu Gast in Virginia Beach. Der dortige Boardwalk gillt angeblich als der längste der USA. Also wenn man das live vor Ort sieht, ok. Aber ob das wirklich stimmt? Um das zu testen, musste ein Fahrrad her. Gerade hier sollte das Radfahren sehr gut möglich sein. Denn es gibt direkt an der wirklich netten Promenade am Strand einen eigenen Bikepath! Doch woher ein gutes Rad nehmen? Sollte ja nicht so schwierig sein. Dachte ich zumindest. Doch das gestaltete sich schwieriger als gedacht. Ich fand nur die typischen Strandbuden-Verleiher. Also Google beauftragt. Und siehe da, einen Radladen gab es. Also direkt dort hin. Doch zu meiner Enttäuschung werden dort keine Räder mehr verliehen. Gegen die Strandbuden-Verleiher ist kein Kraut

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Auf dem ersten Blick gar nicht schlecht…

gewachsen, so der nette Besitzer des kleinen Ladens. Deshalb hat er den Verleih seit einigen Jahren eingestellt. Wirklich schade. So blieb mir tatsächlich nur der Gang zu den Strandbuden-Verleihern um mir dort einen äußerst unkomfortablen Beachcruiser auszuleihen. Weder die Größe passte, noch war irgend etwas anderes bequem an diesem Bike. Auch die Kette, als Beispiel, hatte wahrscheinlich zum ersten und letzten mal bei Auslieferung ab Werk Öl gesehen. Sie war total verrostet. Aber was blieb mir über? Und so radelte/quälte ich mich mit diesem Eingang-Fahrrad über den Bikepath.

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…aber schau‘ sich einer die Kette an!

Der allerdings war wirklich nett! Das muss ich zugeben. Getrennt vom Boardwalk durch hübsche Bepflanzungen, dazu die häufige Anbringung von Schildern, die Rad- und Fußvolk auf diese getrennten Wege aufmerksam machten. Und trotz zahlreicher Touristen funktionierte das sogar relativ gut. Na ja, einige „Knaller“ gibt es ja immer die aus der Reihe tanzen. Aber doch, es klappte ziemlich gut. Unterwegs auf diesen Zwei-Richtungs-Radweg waren auch diese komischen Vier-Rad-Räder mit Überdachung, so eine Art Rikscha halt. Die waren irgendwie viel zu breit für den Radweg und wirkten etwas fehl am Platze. Na gut, musste ich halt drüber hinweg sehen. Aber es machte wirklich Spaß. Auch wenn es nur ein „von-links-nach-rechts-und-zurück-radeln“ war. So am Strand und auf der Promenade zu cruisen ist schon eine nette Sache. Am Ende kam ich so auf knappe 1o Kilometer ohne wirklichem Kraftaufwand.

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Der nette Bikepath am Strand von Virginia Beach.

Einen weiteren kleinen Trip konnte ich dann in Washington D.C. unternehmen. Das Hotel, in dem ich unterkam, besaß nämlich sogar eine kleine Anzahl eigener Fahrräder. Pfiffig wie ich finde, denn es war durchaus zu sehen, das dieses Angebot sehr gut angenommen wurde. Mittags waren meistens  alle Räder weg. Denn, und das sollte man gar nicht meinen, Washington ist eine durchaus komfortable Hauptstadt für Radfahrer. Zumindest rund um die Machtzentrale der USA und irgendwie auch dieses Planeten. Aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls lag die berühmte, sogenannte National Mall mit all ihren Sehenswürdigkeiten wie dem Capitol, dem Weißen Haus, dem National Air & Space Museum, dem Lincoln Memorial und sogar dem berühmten Arlington Friedhof, wo die ewige Flamme auf  John F. Kennedys Grab brennt, in unmittelbarer Umgebung.

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Kostenloses Verleihrad des Hotels.

Da liegt es selbstverständlich für mich nahe, diese Sehenswürdigkeiten alle mit dem Fahrrad abzuklappern. Das Rad an sich war recht simpel. Und leider auch diesmal äußerst unbequem, denn die Größe war für mich nicht optimal einzustellen. Ich saß viel zu tief und eher wie ein Affe auf dem Schleifstein drauf, aber egal. Auch hier musste ich jetzt durch. Drei Gänge waren auch etwas wenig, den am Capitol Hill, wie der Name schon sagte, war es ein wenig hügelig. Drei Gänge waren hier somit unterdimensioniert bzw. nicht gut übersetzt. Das ging mir ordentlich auf die Knie. Ok, wie gesagt, es war umsonst.

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Wusstet ihr das die Gebrüder Wright vor dem Fliegen auch Fahrräder gebaut haben? Eins steht in Washington!

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Es steht im National Air & Space Museum.

In der Stadt selber konnte ich sowohl Abstellmöglichkeiten als auch einige gut gemachte Bike Lanes  so sehen. Zwar geht es immer noch besser, aber das was ich sah war ok. Überraschenderweise ist rund um diese Gegend gar nicht wirklich so viel Autoverkehr wie man jetzt für einen solchen Regierungssitz annehmen würde. Und da auf den Hauptverkehrsadern passable, eigene Bike Lanes eingerichtet wurden, kann man dort sehr gut von A nach B gelangen. Und das tat ich somit auch. Ein paar Bilder seht ihr ja hier. Gerne hätte ich die Stadt auch noch viel weiter mit dem Rad erkundet, leider blieb mir aber nicht die Zeit dazu. Das sollte mir dann in New York gelingen. Dazu bald mehr.

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Diese Straße führt zum Weißen Haus. Inklusive mittiger Bike Lane!

Hier die Links zu den bisherigen ROADBOOK-Einträgen:

USA-Roadbook Eastcoast – Teil 1

USA-Roadbook Eastcoast – Teil 2

Folgt mir doch weiterhin auf meiner kleinen Tour! Weitere Fotos von mir findet ihr auch bei Instagram!

Alle Fotos in diesem Artikel außer dem Titelbild ©2017 by bikingtom

 

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INTERVIEW: COBI – Ein Blick hinter die Kulissen sowie Aussichten für die Zukunft – Teil 2

Im zweiten Teil des großen Interviews mit COBI geht es unter anderem um praktisch unbegrenzte Möglichkeiten mit einer hochinteressanten Neuheit, dem COBI DevKit, sowie der Hardware der 2. Generation und warum China qualitätsmäßig ein toller Produktionsstandort sein kann! Steigen wir also direkt ein…

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Die Jungs beantworteten mir alle meine Fragen rund um COBI. Heiko Schweickhardt (links) und Carsten Lindstedt.

Eine andere, ganz neue Möglichkeit der Nutzung der App soll es ja bald geben, das sogenannte COBI DevKit. Was muss man sich darunter vorstellen und welchen Mehrwert des COBI stellt dies für die User da?

Heiko „Mit COBI haben wir aus Hardware und Software eine grundlegende Infrastruktur fürs Smartphone geschaffen, die eine Basis schafft um sehr einfach, interaktive Fahrrad-Miniapps zu entwickeln. Die Themen Smartphone-Halterung, Stromversorgung, Fernsteuerung, E-Bike- und Sensor-Ansteuerung werden vom COBI System übernommen, während sich Entwickler voll darauf konzentrieren können kreative und nützliche Anwendungen mit den Fahrdaten umzusetzen. Dazu gibt es eine einfache Entwicklungsumgebung die es sogar Hobby-Entwicklern ermöglicht mithilfe von Web Standards COBI Erweiterungen zu erstellen. Für alle die schon immer diese eine Killer-App fürs Fahrrad im Sinn hatten, aber durch die Komplexität abgeschreckt wurden. Das ist das DevKit.“

Carsten „Zwei wichtige Aspekte möchte ich noch ergänzen: Man kann die eigenen Module mit dem COBI-Controller steuern. Zusätzlich bekommt man Zugriff auf die Sprachausgabe des Smartphones, was die Bedienung ohne dabei hinschauen zu müssen ermöglicht. Im Grunde kann jeder seine eigenen Ideen umsetzen, der schon mal eine eigene Website programmiert hat – der Rest ist so einfach wie Lego.“

Heiko „Das DevKit ermöglicht eine Vielzahl neuer Funktionen speziell optimiert fürs Fahrradfahren. Design-Richtlinien, wie sichere und gute Fahrrad-Apps zu bauen sind, werden wir mitliefern. Wir haben natürlich in den drei Jahren Entwicklung viel darüber gelernt, was es bedeutet ein Fahrrad-Dashboard zu bauen. Diese Erfahrungen werden wir den Entwicklern an die Hand geben.“

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Mit dem DevKit sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt!     Foto: COBI

Carsten „Das COBI DevKit ist eine ganz neue Plattform fürs Fahrradfahren. Am besten schaut man sich zu Beginn einfach mal die mitgelieferten Beispiele an. Diese illustrieren verschiedene Anwendungsszenarien – aber auch unterschiedliche technische Funktionalitäten.”

Heiko „Es sind keine Grenzen gesetzt. Vom einfachen analogen Fahrrad-Tacho, bis hin zur komplexen Multi-User App, ist alles möglich. Wir freuen uns schon sehr auf die kreativen Ideen der Entwickler-Community.“

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So könnte z.B. eine eigene App aussehen, auf der man erkennen kann wo die Freunde gerade auf dem Rad unterwegs sind!        Foto: COBI

Das klingt wirklich cool. Ab wann soll denn das DevKit verfügbar sein?

Heiko „Ab 2020…*lacht*… Spaß beiseite, die ersten Entwickler dürfen bereits zur EUROBIKE ran. Unser Team wird natürlich als Starthilfe zur Verfügung stehen.“

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Einblicke ins DevKit Foto: COBI

Für die Frage „wie viele Fahrräder braucht der Mensch“ gibt es die bekannte Formel n+1 wobei n für die bereits vorhandenen Räder steht. Euer System ist bisher leider jeweils auf einen Hub beschränkt, so das man das COBI nicht einfach bei seinen Rädern untereinander nach Belieben wechseln kann. Viele Radfahrer würde diese Möglichkeit sicherlich begrüßen…

Carsten „Wir haben es im ersten Schritt durch das myCOBI-Portal möglich gemacht, das eigene Bike mit mehreren Nutzern zu teilen. Es gibt aber tatsächlich bereits Nutzer, die mehrere COBI Systeme auf verschiedenen Rädern mit einer App benutzen. Auch dafür wird es eine Lösung geben. Zum genauen Release-Zeitpunkt, können wir aktuell noch nichts sagen.“

Ok, dann kommen wir schon zum nächsten Thema: Motorunterstützung. Bisher war ja meist der Bosch-Motor die erste Wahl, auch auf Grund der weiten Verbreitung. Aber wie sieht es denn mit anderen Herstellern aus?

Carsten „Zusätzlich zum COBI für Bosch ist bei ausgesuchten Händlern und Online-Stores bereits ein Nachrüst-Set für Räder mit Brose Antrieb erhältlich. Zum Beispiel das Turbo Levo von Specialized macht damit nun noch mehr Spaß *lacht*“

Die erste Generation der Hardware befindet sich seit geraumer Zeit im tagtäglichen Einsatz, zigtausende an Kilometern wurden bereits von den Usern abgespult. Was waren eure Überlegungen bei der seit kurzem erhältlichen 2. Generation und was unterscheidet sie vom Vorgänger?

Carsten „Als wir vor 3 Jahren COBI für Bosch entwickelt haben, benutze der Standard-Intuvia Controller eine analoge Technologie zum Übertragen der Steuersignale. Von Bosch wurde dann, abgeleitet vom Nyon Controller eine digitale Variante entwickelt, die robuster ist. Die alten Standard-Controller wurden dann nach und nach beim eBike Service ersetzt. Dadurch konnten einige Nutzer plötzlich ihr COBI nicht mehr steuern. Das Problem ließ sich leider nicht per Software-Update lösen, weil dafür einfach andere Hardware notwendig war. Mit dem neuen Hub ist dieser nun wieder kompatibel zu allen Bosch Antrieben inkl. Controllern am Markt.“


Die Akkupacks beim COBI für „Bio-Bikes“ hatten euch eine Zeit lang Probleme bereitet und musste oftmals zum Leidwesen aller umgetauscht werden. Woran hat das gelegen und wie ist die heutige Situation?

Carsten „Es gab zum Marktstart Probleme mit den zugekauften Pins, welche die Verbindung zum Hub herstellen. Interessanterweise waren alle Battery Packs, die wir zum Test hier hatten fehlerfrei. Von den Kunden kamen dann die ersten Beschwerden, woraufhin die Fehleranalyse losging. Als die Ursache gefunden war,  wurden deutlich bessere Pins verbaut und die Qualitäts-Tests in der Produktion optimiert. Wann immer jemand ein Problem hat, wird das Battery Pack von uns so schnell wie möglich ersetzt. Natürlich kostenfrei.“

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Im Showroom von COBI.       Foto: COBI

So weit ich weiß produziert ihr das COBI in China. Wie schwer ist es die hohen Ansprüche an Qualität dort sicherzustellen und jemanden zu finden der das auch vor Ort überwacht?

Carsten „Die Qualität der Produkte aus China kann richtig gut sein, nur kann es schwierig sein, den richtigen Partner zu finden. Hier profitierten wir von unseren erfahrenen Hardware-Kollegen und deren Netzwerk. Unser Produzent stellt auch Logitech Produkte her, wenn er nicht gerade COBI Systeme herstellt. Es gibt vor Ort Teststationen für Hitze, Kälte, Feuchtigkeit, Rütteln und so weiter. Die Testkriterien wurden von uns definiert. Zusätzlich haben wir Ort einen Experten, ein erfahrener deutscher Ingenieur, der bereits viele Jahre in China lebt. Er sichert bei Bedarf die Qualität in der Produktion.“

Heiko „Wer uns bei Kickstarter verfolgt hat der weiß, dass wir am Anfang in Osteuropa ( in Polen, d.R. ) produzieren wollten und nicht in China. Aber wir haben in China bessere Bedingungen vorgefunden. Früher hat man in China produziert weil es günstig war; heute aufgrund der höheren Dichte an Kompetenz und langjährigen Erfahrung. Wir haben dort auch eigene Software-Tools zur Qualitätsprüfung im Einsatz.“

Auch in Nordamerika hat COBI inzwischen eine Zweigstelle. Hierzulande bekommt man ja von dem Geschäft dort drüben nicht viel mit. Wie sieht es denn dort auf dem Markt für euch aus? Wo ist der Unterschied zum hiesigen europäischen Markt?

Heiko „Die USA benötigen das richtige Timing – es ist kein wirkliches Fahrrad-Land, aber ein totales Gadget-Land. Im T-Mobile-Flagship Store in Santa Monica wird COBI als Highlight präsentiert, aber davon abgesehen lassen wir es noch relativ ruhig angehen. Diese gezielten Platzierungen werden wir aber weiter ausbauen und wenn die Amerikaner plötzlich E-Bikes als Gadgets entdecken sind wir bereit durchzustarten.“

Carsten „Wir haben einen sehr erfahrenen Salesman eingestellt, der aus dem Fahrrad-Business kommt und vor Ort alles regelt. Mit dem Haibike Urban Plus und dem IZIP E3 ProTour gibt es zwei e-Bike Modelle am Markt, die standardmäßig mit  COBI ausgestattet sind. Besonders freut uns, dass es auch dort bereits richtig gute Testergebnisse gibt.“

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Vom Start-Up-Unternehmen zum Vorreiter beim äußerst angesagten Thema „Connected Biking“. Was ist nötig um dieser Rolle auch weiterhin gerecht zu werden?

Heiko „Als Connected Biking wird vieles bezeichnet. Wenn man Leute auf der Straße fragt, geht das von „Bluetooth-Verbindung zum Fahrrad“ bis „GPS-Sender im Rahmen“.  Aber was bringt es eigentlich dem Nutzer? Fährt er dadurch öfter Fahrrad? Bereichert es sein Leben? Wir denken der Schlüssel um erfolgreich zu sein ist dem Fahrer “Superkräfte” zu verleihen – ihm Möglichkeiten im Kontext des Fahrradfahrens zu bieten, die vorher einfach nicht möglich waren. Und davon möglichst viel, elegant und sicher.“

Carsten „In einem Satz: Connected Biking heißt für uns Fahrrad und Fahrer ganzheitlich zu vernetzen – mit seiner Digitalen Welt und allem, was ihm wichtig ist.“

Eine letzte Frage. Die EUROBIKE steht quasi vor der Tür und ist für viele Firmen der Fahrradbranche eine Art Trend-Barometer und somit Pflichtveranstaltung. Wie wichtig ist es für euch dort als Aussteller Präsenz zu zeigen?

Carsten „Auf der Eurobike werden wir den Händlern und den Herstellern unsere Hardware- und Software-Neuerungen vorstellen. Für die Hersteller von E-Bikes werden wir eine neue COBI Version vorstellen – welche deutlich stärker auf die Anforderungen der Hersteller zugeschnitten ist. Für den Handel und die Kunden wird das neue Battery-Pack mit gesteigerter Leistung, verkürzter Ladezeit und der lang ersehnten Anschlussmöglichkeit für das Nabendynamo-Kabel vorgestellt! Für Fitness-Enthusiasten werden wir 2018 moderne Bluetooth Sensoren ins Angebot aufnehmen.

Wir freuen uns auf tolle Gespräche mit den Besuchern und können es kaum erwarten, die Zukunft von COBI anfassbar zu machen.“

Ich danke euch für das offene und ehrliche Gespräch und die Zeit die ihr euch dafür genommen habt! Ich bin gespannt, wie ihr eure Ideen weiterentwickeln werdet. Die Kunden dürften sich freuen!

Und wer den ersten Teil des Interviews noch einmal lesen möchte, der findet den Link zu dem Artikel hier!

 

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MOMENTE: Sternfahrt.Ruhr 2017 in der Stadt Essen

Gestern gab es in der..ähm…„Grünen Hauptstadt Essen 2017″…die Sternfahrt.Ruhr. Das erste mal das eine Sternfahrt in Essen endete. Zeitgleich gab es den „Tag der Bewegung“ in der Stadt wo auf einer Länge von rund drei Kilometern der Innenstadtring für den Autoverkehr gesperrt wurde. Jedenfalls war für die Radler um 13 Uhr Treffpunkt auf dem Parkplatz vor der Gruga. Über 600 Radler, leider etwas weniger als erwartet, machten sich von hier bei zunächst schlechten Wetters auf, um eine Tour durch die Stadt zu machen. Wendepunkt war die Zeche Zollverein, von hier ging es zurück zu besagten Innenstadtring, wo einige tausend Leute die Radler begrüßten. Drei Runden fuhren die Radler hier um den Ring, jetzt bei Sonnenschein. Ob Liegerad, MTB, Tandem, E-Bike oder Rennrad, alle hatten ihren Spaß dabei. Ich persönlich fand es etwas schade, das die Strecke oft durch kleinere Straßen führte und man so gar nicht die Aufmerksamkeit erreichte, die man eigentlich an diesem Tage verdient hätte. Trotzdem war es eine nette Veranstaltung. Nicht mehr und nicht weniger. Und damit ihr ein paar Eindrücke habt, gibt es hier auf meinem YouTube-Kanal das passende Video dazu. Also schaut doch mal rein.

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MOMENTE: Stadtradeln 2017 – mein Fazit

Gestern fand bei uns  hier in Essen das Nachtradeln statt. Gleichzeitig war dies auch die Abschlussveranstaltung der Aktion Stadtradeln 2017 an der bundesweit viele Städte und Kommunen teilnehmen mit dem Ziel mehr Leute auf das Fahrrad zu bekommen, die das Auto öfters mal stehen lassen und so ordentlich CO² einzusparen. Diese Aktion erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit wie man an Hand der Teilnehmerzahlen jedes Jahr sehen kann. Man kann mit mehreren Leuten zum Beispiel Teams bilden, die dann zusammen möglichst viele Kilometer radeln. Natürlich kann man auch für sich selber fahren. Aber so entsteht auch ein wenig Sportsgeist und man macht gerne dann noch den ein oder anderen Kilometer mehr.

Auch ich hatte dieses Jahr wieder mein eigenes Blog-Team. Letztes Jahr hatten wir sogar den ersten Platz belegt in der Kategorie Team mit den meisten Radkilometern pro Kopf in der Teamgröße M. Dieses Jahr wurde mein Team etwas größer, doch an die Leistung des letzten Jahres kamen wir bei weiten nicht dran. Auf Grund einiger dummer Zufälle mussten schon früh einige aufgeben. Ob ein kaputtes Fahrrad oder Krankheit, manchmal ist es halt so und dann geht nix. Ist Pech. Aber darum geht es ja eigentlich auch gar nicht. Ziel war es für mich mehr Leute zu bewegen mal auf das Rad zu steigen oder zumindest einmal darüber nachzudenken zukünftig den ein oder anderen Weg einfach mal mit dem Fahrrad zurück zulegen. Ich glaube, das auch andere Teilnehmer so denken. Und darum geht es. Ein Bewusstsein zu schaffen, das man gerade kurze Strecken auch problemlos mit dem Rad bewältigen kann und das Auto dafür in der Garage lassen kann!

Nachtradeln, Stadt Essen, ADFC, bikingtom, Radfahren

Am Start um 21 Uhr in Essen

Zwar kann man bei der Aktion auch diverse Preise abräumen, aber das ist eher nebensächlich für mich. Dabei sein ist (fast) alles. Das Endergebnis steht jedenfalls noch nicht fest, man kann auch noch ein paar Tage seine geradelten Kilometer nachtragen. Natürlich werde auch ich gespannt sein wenn das Gesamtergebnis demnächst veröffentlicht wird. Man will ja doch wissen wo man gelandet ist.

Eine schöne Sache fand ich schließlich das Nachtradeln. Auf wichtigen Verkehrsachsen (mehr für die Autofahrer) hatten wir die Straße praktisch für uns. Unterstützt durch Polizei, Malteser und selbstverständlich dem ADFC, welche die Aufgabe sehr gut meisterten, war das eine gelungene Veranstaltung. Um 21 Uhr ging die Tour los und gegen Mitternacht wurde der Revierpark Nienhausen in Gelsenkirchen nach rund 25 Kilometern angesteuert, wo man sich eine leckere Bratwurst zum Mitternachtsimbiss einverleiben konnte.

Wer möchte, kann sich auf hier meinem YouTube-Kanal ein paar kurze Impressionen über das Nachtradeln anschauen. Viel Spaß dabei!

Vielen Dank an dieser Stelle auch an mein Team und jeden einzelnen, der es gewagt hat, für mich bei dieser Aktion an den Start zu gehen und Kilometer „zu fressen“. Es war mir eine Ehre und ich hoffe euch alle nächstes Jahr wieder beim Stadtradeln in meiner „Mannschaft“ begrüßen zu dürfen!

 

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MOMENTE: Mitgemacht – Baustellen-Radtour in der Stadt Essen

 Heute stand bei mir schon länger auf dem Plan einmal die sogenannte „Baustellen-Radtour“ mitzumachen. Organisiert vom ADFC Essen und diesmal auch mit Prominenz aus der Politik: unser NRW-Umweltminister Johannes Remmel begleitete die Tour. Geleitet wurde diese sehr interessante Runde von Rolf Fliß ( Bündnis 90/Die Grünen sowie Bauausschussvorsitzender der Stadt ).   Simone Raskob ( Umwelt- und Baudezernentin der Stadt Essen ) gesellte sich ebenfalls dazu. Treffpunkt war am hiesigen Willy-Brandt-Platz am Hauptbahnhof. Bei wunderbarsten Wetter kamen geschätzt weit über 100 Radler zusammen. Auch unser NRW-Umweltminister war angetan von dieser Menge an Radfahrern, die sich für ihre Stadt interessieren. Angefahren wurden unter anderem spannende Punkte wie das neue Uni-Viertel, wo die Funke Mediengruppe gerade ihre neue Zentrale baut, der Endpunkt des bisherigen Radschnellwegs Ruhr RS1 oder besser gesagt der Rheinischen Bahntrasse in östliche Richtung oder auch der Krupp-Park, wo in nördlicher Sichtweite ein komplett neues Stadtviertel entstehen soll. Auch IKEA wird dann dort einen Neubau beziehen.

 Gerade aber am Eltingviertel, wo es gerade um die Weiterführung des Radschnellwegs geht, wurde noch einmal klar gemacht, das der Ball bei der Stadt Essen liegt um zügig weiterzubauen. Die Entwürfe zum neuen Elting-Viertel scheint den Bürgern nicht unbedingt zu gefallen. Hoffnung machte aber NRW-Umweltminister, der sich deutlich auf Seite der Radfahrer stellte und dafür auch Applaus erhielt!  Weiter zum Niederfeldsee hin wurde dann Halt gemacht, direkt vor dem neuen Radcafé „Radmosphäre“. Der ALLBAU stellte dort eine Versorgungsstation mit Getränken und Bananen hin, bevor dann weiter geradelt wurde zum kommenden Krupp-Park-Süd mit einer neuen Bezirkssport-Anlage ( die Modellierung ist abgeschlossen ) und zum neuen Kronenberg-Center in Altendorf. Dort werden weitere Nahversorgungsmöglichkeiten sowie Büros entstehen um dann dahinter auf einem Brachgelände neue Wohnungen zu bauen. „Die Stadt brauche bekanntlich ja dringend neuen Wohnraum“, wie Simone Raskop erzählte. Brachflächen sind dafür natürlich gut geeignet. Die neuen Wohnungen entstehen hier in Sichtweite ebenfalls zum Krupp-Park. Die Runde ging dann weiter über den Radschnellweg RS1 zur Gruga-Trasse und dem Umbau des ehemaligen Abwasserkanals „Läppkes Mühlenbach“.

 Rolf Fliß erzählte spannend in gewohnter Manier interessante Information rund um alle Baustellen, am Schluss auch noch am Neubau des Eingangs zur GRUGA-Messe, der gegen Ende des Jahres fertiggestellt wird. Dort soll dann auch der Abschluss des „Grünen Hauptstadt-Jahres“ stattfinden. Am Ende der Tour war dann auch sogar der Akku des Megaphon leer. Mir hat die Tour sehr gut gefallen, sie war sehr informativ. Vielen Dank an alle Beteiligten. Und wer so eine Baustellen-Tour einmal mitmachen möchte, der sollte einfach mal im Veranstaltungskalender der Stadt Essen schauen!

Eindrücke der Tour gibt es hier:


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