INFO: Meine EUROBIKE-Eindrücke

Mein erstes Mal auf der EUROBIKE 2017 in Friedrichshafen am Bodensee! Nach nächtlicher Anreise war ich nach einer gefühlten Ewigkeit endlich direkt vor Ort. Und es ging auch direkt ohne Punkt und Komma los. Zuerst schaute ich mich in der eigenen Blogger Base des The Wriders Club um. Ein paar bekannte Gesichter waren auch schon da wie unter anderem Gunnar Fehlau von pd-f (pressedienst fahrrad), der in Zusammenarbeit mit der Eurobike damit sowohl eine sehr nette Sache für uns Blogger als auch für die Fahrradindustrie aufgebaut hat. Klasse, Gunnar! An dieser Stelle aber auch einmal vielen Dank an Mirjam Reisch, die unermüdlich mit Rat und Tat uns allen zur Seite stand und natürlich an alle anderen die dies organisiert und möglich gemacht haben! Gelungen fand ich die Führungen zu einzelnen Herstellern zwecks gegenseitigen Austauschs und Produktvorstellung. Genauso das Firmen sich morgens kurz und knapp selber in der Blogger Base vorgestellt haben. Das Interesse an uns Bloggern zur besseren Verzahnung ist also teilweise  da. Schöne Sache.

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Walk & Meet der Blogger bei DEUTER

Und einen weiteren Gruß an diejenigen, die man dort so getroffen hat. Zum Beispiel mit der doch recht bekannten Bloggerin Radelmädchen aus Berlin habe ich ein nettes Gespräch gehabt. War mir eine Freude. Deshalb lieben Gruß an dieser Stelle nach Berlin! Besonders spannend war es am zweiten Tag für mich. Eigentlich wollte ich Martin Moschek von www.biketour-global.de nur einmal für seinen tollen und herrlich geschriebenen Blog loben, den ich schon lange verfolge und den ich nur wärmstens empfehlen kann! Doch dabei blieb es nicht! Wir zogen fortan den ganzen Samstag zusammen durch die Messehallen und merkten schnell das wir auf einer Wellenlänge liegen. Es war mir eine Ehre! Deshalb auch noch einen ganz herzlichen Gruß nach Hamburg! Und zu guter letzt noch ein Servus an den gpsradler und in den Süden Deutschlands, nach München. Wer irgendwann mal Tipps braucht wenn er sich ein nettes, technisches Gadget für`s Fahrrad kaufen möchte, der ist hier mit vielen brauchbaren Tests gut beraten!

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Mit Martin Moschek von biketour-global.de vor der Blogger Base

Wagen wir uns also mal vorsichtig vor. Die Ausstellerliste war nämlich lang! Gefühlt auch endlos. Nicht so schön war, das einige große Hersteller sich nicht auf der Messe blicken ließen, dafür aber im näheren Umfeld und im Windschatten der EUROBIKE eigene Hausmessen veranstalteten. Ob das ein jeder gut findet muss er selber entscheiden. Einen faden Beigeschmack hatte das aber schon. Na ja. Weiter geht’s. Ehrlicherweise war ich tatsächlich fast überfordert bei der schier unendlichen Menge an neuen Informationen rund ums Fahrrad. Denn die Messehallen sind groß. 1400 Aussteller aus aller Welt wollen untergebracht werden. Und um die Dimensionen dieser Messe einmal in Zahlen auszudrücken, diese zuerst vorweg: die Aussteller kamen aus 101 Ländern und zogen am Ende rund 42590 Fachbesucher an! Nicht übel. Dazu gesellten sich 654 Medienvertreter. Einer davon, so scheint es, war – ich! Am Messe-Samstag, zum sogenannten Festival-Day, der für die Öffentlichkeit da war, kamen noch einmal 22160 Besucher, die im nächsten Jahr leider ausgeschlossenen werden. Da gerade diese Besucher Käufer der Räder und des Zubehörs sind und viel Leidenschaft für ihr Hobby an den Tag legen empfinde ich das als keine gute Lösung! Passend dazu waren schon dieses Jahr früh am Festival-Day erstaunliche Bilder in den Hallen zu sehen. Denn einige Hersteller räumten schon ab Mittags ihren Stand ab anstatt potentielle Kunden und Käufer gerade hier über ihre Produkte zu informieren! Da gab’s das eine oder andere irritierte Gesicht. Denn bis 18 Uhr hatte die Messe geöffnet, die Besucher haben ja schließlich auch Eintrittsgeld gezahlt. Das stößt mir dann etwas sauer auf, ändern kann ich es leider nicht.

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Kurzer Besuch am Stand von COBI


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Auch die Öffentlichkeit war vor Ort am Festival Day!
Foto: EUROBIKE Friedrichshafen


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Freigelände: Demo Area
Foto: EUROBIKE Friedrichshafen


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Das fiese Wetter ließ die Besucher trotzdem die Bikes testen

Ich hatte zwar eine vage Vorstellung davon, was ich mir anschauen wollte. Aber spätestens am dritten Stand konnte ich das komplett über den Haufen werfen. Es waren zwischendurch immer wieder andere Räder, Neuheiten und Dinge, die mich magisch anzogen. Ich gebe euch hier mal einen kleinen Eindruck von dem, was ich recht interessant und spannend fand. Zum Beispiel das „Klapprad“  Macina Fold von KTM. Im typischen KTM-orange und schwarzen Applikationen gehalten ist es eh schon ein Hingucker. Dazu der von Bosch neu konstruierte Powertube-Akku, der im Rahmen integriert ist. Das ganze Rad wirkt etwas in die Länge gezogen, das liegt an der prima wirkenden Aufgeräumtheit des Erscheinungsbildes! Der Klappmechanismus ist zentral mittig gehalten und das Rad hat auch nur ein Packmaß von 84 x 68 x 40 cm! Zur weiteren Ausstattung gehört ein wartungsarmer Riemenantrieb und eine 8-Gang-Nabenschaltung sowie Scheibenbremsen hinten und vorne. Daher kommt es mit 20 Zoll-Bereifung Marathon Plus von Schwalbe. Nur das angegebene Gewicht von 25 kg schreckt etwas ab. Ansonsten bekommt man ab Frühjahr 2018 für eine stattlichen Preis von 3500€ ein rundherum solides „E-Klapprad!“

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Das Klapprad MACINA FOLD von KTM


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Hier zur Ansicht mal nur der neue POWERTUBE-Akku von BOSCH aus der Nähe am Stand von BOSCH!


So sieht im übrigen das ABS-Bremssystem von BOSCH am Fahrrad aus. Begeisterung pur. Und in ein paar Jahren Standard bei E-Bikes!

Apropos „E“. Gut gefallen hat mir ebenfalls das Renegade S 5.5 von UNIVEGA. Das liegt wohl daran, das der kraftvolle 504 Wh-Akku hervorragend an den Rahmen angepasst wurde. Ein Design-Highlight wie ich finde. Die Integration fiel mir  dabei sofort ins Auge. Dazu gibt es den bissigen Shimano E8000-Antrieb. 160mm Federweg geben den Weg frei für Touren-Mountainbiker  sowie All Mountain-Fans! Der Preis aber ebenfalls zünftig: 4999€ sind eine Ansage!

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Designtechnisch gut gelöst ist die Akku-Integrierung am UNIVEGA

Durch seine auffallende Lackierung erblickte ich am Stand von Riese & Müller das ROADSTER URBAN. Und genauso schick sieht es auch aus. Für den modebewussten und stilsicheren Urban Biker ist das ein attraktives Rad. Und ein Sorglospaket dazu. Ausgestattet mit der elektronischen Shimano Alfine Di2 11-Gang-Nabenschaltung mit Freilauf und dem Gates Riemenantrieb ist man sauber in der Stadt unterwegs. Ohne Angst haben zu müssen sich das Hosenbein schmutzig zu machen. Der Bosch Performance-Motor mit dem PowerPack 500 garantiert höchste Leistung auf den Straßen der Republik. Kräftige Magura MT-4 Scheibenbremsen bringen das sehr puristisch gehaltene E-Bike hervorragend zum stehen. Auffällig ist der kurze Vorbau. Er überträgt die Agilität auf das komplette Rad. Optional kann ein stylischer Front- sowie ein hinterer, normaler Gepäckträger geordert werden. In „electric green metallic“ sind auch die Schutzbleche gehalten. Das Rad wirkt auf mich stimmig, wem dieses grün aber nicht gefällt, der kann noch zwischen „black matt“ und „white“ ein etwas dezenteres Auftreten wählen. Preis des Roadsters: 3699€

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Riese & Müller zeigte das stylische ROADSTER URBAN

Der Trend auf dem Fahrradmarkt war auf der Messe sehr gut zu erkennen. E-Bikes so ziemlich aller Gattungen sind heiß begehrt und auch weiterhin das Zugpferd der Branche. Auch hier belegen Zahlen dies. 540000 verkaufte E-Bikes, alleine bis August, sprechen eine deutliche Sprache. Im Grunde hat so ziemlich jeder Hersteller mindestens ein E-Bike im Programm. Aber nicht jeder kann unbedingt mit Design, Anmutung und guter Umsetzung glänzen. Hin und wieder konnte man schnell konzipierte Räder von unbekannteren Firmen entdecken, die aber auch meist etwas hinten in den einzelnen Hallen zu finden waren. Ob auf der Messe eine Überdimensionierung des Themas „e“ stattfand weiß ich nicht. Fakt ist, das das Thema hin und wieder kontrovers diskutiert wurde. Was ich vermisst habe, ist gerade die Auseinandersetzung mit der Verkehrspolitik und der neuen (e)Mobilität. Die Bühne dafür war schließlich da um ein klares Statement zu setzen. Die Aufmerksamkeit in den Medien und der Bevölkerung wäre da gewesen. Es wäre schön gewesen solche Chance zu ergreifen. Nun gut.

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Interessante Schlösser gab es wie hier bei KRYPTONITE

Hier jetzt aber der weitere Versuch, ein paar Dinge zu beleuchten, die ich auf der EUROBIKE interessant fand. So geschehen am Stand von Kryptonite. Da für mich das Thema „Fahrradschloss“ wie für so viele andere immer aktuell ist, schaute ich mich dort einmal um. Die schweren Kettenschlösser der Marke fand ich hochinteressant, da ich für daheim immer auf der Suche nach weiteren, sicheren Abschliessmöglichkeiten der Räder bin. In New York sieht man jedes zweite Fahrrad mit einem Schloss dieser Marke an den Radständern angeschlossen. Und die Erfahrung in der Umgebung daheim und dem dortigen Bekanntenkreis zeigt mir leider, das auch hierzulande eine Notwendigkeit für solche massiven Sicherungen nötig ist. Leider.  So fiel mir das Kettenschloss Evolution series 4 1090 Integrated Chain aus 3-fach gehärtetem Mangan-Stahl auf. Auf der „Sicherheits-Skala“ der Firma wird es mit der Stufe 8/10 beworben. Dazu wurde erörtert zu welcher Preisklasse des Fahrrads dieses Schloss passen würde. Bis 2700€ war angegeben. Für mich interessant als Zusatzschloss für den Bodenanker. Denn das Gewicht von fast 2,8 kg möchte ich auch nicht herum schleppen wollen! Die Länge des vor Ort zu sehenden Schlosses lag bei 90 cm. Das würde also passen. Der Preis liegt bei rund 60€. Eigentlich ziemlich fair. Also mal gucken…

 

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DEEPER Lock, Fahrradschloss das via GPS verbunden ist. Foto: EUROBIKE Friedrichshafen

Die digitale Sicherheit am Fahrrad scheint auch ein weiterer anhaltender Trend zu sein. So gab es Zubehör-Aussteller, die mit Bluetooth-Vorhängeschlössern punkten wollen oder aber Schlösser die sich per Smartphone-App aktivieren oder deaktivieren lassen. Manchmal frage ich mich wie viele verschiedene Dinge man noch gleichzeitig mit Bluetooth steuern lassen will. Man kann das alles auch überfrachten. Sicherlich benutze auch ich teilweise Bluetooth am Fahrrad, aber das in einer All-In-One-Lösung. Das reicht mir. Alles gut. Und der Trend zu noch mehr Elektronik am Rad scheint ungebrochen. Bei SRAM am Stand war die kabellose Schaltung ein Publikumsmagnet. Durch algorithmusbasierter Kodierung der eTAP ist eine Störung durch andere elektronische Geräte zwar ausgeschlossen, aber da wieder Batterien gebraucht werden bin ich mit meiner Meinung ein wenig zwiespältig. Da muss sich jeder, der das haben möchte, selber mit auseinander setzen. Von technischer Seite mit Sicherheit aber super interessant!

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Ob solche Schlösser wirklich zur Sicherung des Rades beitragen?


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Bunt wurde es am Stand von MELON HELMETS


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Und bunt ist auch angesagt bei NUTCASE

Und noch etwas zum Thema Sicherheit. Nämlich Helme. Die gab es auch in den verschiedensten Formen und Farben. Bitte jetzt keine Diskussion über Helmpflicht. Aber so langsam driftet die Branche hin zu wirklich stylischen Helmen. So gerät der Modeaspekt immer mehr zusätzlich zur Sicherheit in den Vordergrund. Das langweilige graue Image wird abgelegt, es wird bunt. Wie bei Melon Helmets, die einige kreative Designs am Start haben. Von Graffiti bis Sternenbildern ist alles dabei. Coole Sache. Genauso wie bei Nutcase, die von dezenten Urban Lifestyle bis poppiger und dabei schicker Bemalung ebenfalls eine große Bandbreite für die kommende Saison an Bord haben. Mal schauen wann ich die ersten Roboter- oder Fingerprint-Helme auf den Radwegen der Nation entdecke. Die sportiven Helme dürfen aber auch nicht fehlen. Im Radsport zählt das Tempo und die Zeit. Aerodynamisch, leicht und zugleich gut belüftend müssen diese sein. Die neuesten Kreationen gab es bei UVEX oder ABUS zu bestaunen. Letzterer Hersteller bringt mit dem Gamechanger für den professionellen Rennsport nichts weiteres als die Neuerfindung der Aerodynamik in diesem Bereich auf den Markt. So ihre eigene Aussage. Entwickelt in Zusammenarbeit mit den Profis des Moviestar Team! Die Forced Air Cooling Technology soll für beste Belüftung, die Multi Shell In Mold für höchste Sicherheit sorgen. Verschiedene Farb-Variationen bringen dezent Farbe ins Spiel. Der ca. 260g leichte Helm kostest rund 200€.  Meine Meinung: das Design ist ansprechend und gelungen, das Konzept ist schlüssig und die Entwicklung geht auf. Wer da nicht Lust auf eine flotte Runde mit dem Rennrad bekommt…

Quelle: www.pd-f.de / abus

Neu definierte Aerodynamik: der „Gamechanger“ von ABUS

Kurz den Atem anhalten musste ich am Stand von Pashley Cycles. Vielleicht weil diese Marke nicht so oft auf der Straße zu sehen ist, ist mir die filigrane Schönheit dieser Räder bisher noch gar nicht aufgefallen. Das Modell Speed 5 hatte mich sofort gepackt. Der Rahmen: gemufft und handverlötet! Die Schaltung: Sturmey Archer 5-Gang! Der Vorbau: Aluminium poliert! Die Kurbel: Sugino Kurbel in silber, poliert und 46 Zähnen! Dazu am Rahmen der Startnummernhalter mit der 5 und der nach hinten und unten gezogene Lenker Pashley Pathracer aus Stahl, ebenfalls poliert! Das ganze im edlen „British Racing Green.“ Wer da keine großen Augen bekommt dem ist nicht mehr zu helfen. Und der Preis wie ich finde ist auch fair. Mit rund 1450€ könnte diese Schönheit euer sein! Geflasht ging’s weiter.

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Das PASHLEY hat mich definitiv mitgerissen!

Und wie. Mein persönliches Thema momentan scheint einherzugehen mit einem Trend, der deutlich auf dem Vormarsch zu sein scheint. Es geht um CycloCrosser bzw. Gravelbikes. Die Grenzen sind da anscheinend leicht verschwommen. Vor nicht allzu langer Zeit musste man noch relativ viel suchen, um etwas passendes in dieses Richtung zu finden oder Informationen zu erhalten. Die eigentlichen CycloCrosser sind da schon gefühlt  ein wenig länger unterwegs, denn als Rennrad für den Herbst und Winter gedacht, schwören viele Fahrer auf diese Radgattung. Dazu gesellte sich dann irgendwann das interessante Thema Bikepacking.  Eine modifizierte Geometrie und breitere Reifen plus einer doch Renn-spezifischen Agilität kam bei den Leuten gut an. Das Renn-Rad fürs Grobe? Nicht nur. Auch eine Art Outdoor-Lifestyle ist das für mich. Man kann sportiv Gas geben oder aber mit den passenden, schicken „Bags“ leichtes Gepäck für das kleine oder große Abenteuer da draußen mitführen. Und wenn Männer das Wort „Abenteuer“ hören ist es eh zu spät. So geht es auch mir.

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Uuiiiii…STORCK T.I.X. Pro G2…let’s gravel!

Jeder Hersteller, der was auf sich hält, hat für die kommende Saison mindestens ein Gravelbike in Programm. Gut für mich, irgendwann schlecht für’s Portemonnaie. Doch gucken wir uns mal etwas um. Ein dezentes Design und einen auffälligen Namenszug zeichnet das STORCK T.I.X. Pro G2 aus. Bei dem Wort „Pro“ kann man immer ein wenig unruhig werden wegen des Preises. So auch hier. In der günstigsten Version mit Shimano 105-Gruppe kostet dieses Bike mit dem sehr hochwertigen Carbon-Rahmen  – und einem Gewicht von nur ca. 7,7 kg – schlappe 3398€. Uff. Und wenn man die Komponenten von SRAM’s Red e-Tap HDR nimmt, dann schlägt ein Preis von rund 6900€ zu Buche. Doppel-Uff! Dazwischen gibt es weitere Variationen. Wer will und dazu die Lust hat ein Rad selber aufzubauen, der ordert einfach den Rahmen. Der liegt nämlich nur bei günstigen 1999€.

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Schlicht, aber schön ist dieses Gravelbike Crossfire Gravel von CENTURION

Simpel und schlicht gehalten kommt das CENTURION Crossfire Gravel auf die Piste. Cremefarben und mit sehr schön geglätteten Schweißnähten machte es auf mich einen guten Eindruck. Leichtes Understatement übertüncht die Fähigkeiten dieses Bikes. Auf der Messe war das Rad mit der SHIMANO Tiagra-Schaltgruppe ausgestellt. Die Reihe der Crossfire-Modelle ist allerdings weit gefächert. Von günstig bis teuer ist alles dabei. Ein Rad eher für die breitere Masse konzipiert. Ein günstiger Einstieg in das Gravel-Bike-Segment ist mit den Modellen gut möglich.

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So könnte man es auch beschreiben! Das RONDO RUUT!

Für jemanden, der sich bei einem Gravelbike/ Cyclocrosser auch für eine filigrane Design-Linie interessiert ohne den eigentlichen Nutzen aus den Auge zu verlieren, der soll sich mal bitte das RONDO RUUT anschauen. In der Linie gibt es Bikes aus Aluminium, Stahl und zwei sogar aus Carbon! Das Spitzenmodell kommt mit der SRAM Force 1 und mit den Reifen Panaracer Gravel King SK 700C x 35 rüber. Und die noch junge Marke aus Polen bietet eine clevere Lösung für die Geometrie. Die ist nämlich verstellbar! Die RONDO Twin Tip Fork  besitzt  zwei Montagemöglichkeiten an der Gabel. Im sogenannten High-Modus wird der Lenk- und Sitzwinkel flacher, aber das Cockpit 10mm höher! Dazu wird gleichzeitig das Tretlager ebenfalls um 4mm erhöht. Die Umwandlung vom rassigen Cyclocrosser zum eher entspannter zu fahrenden Gravelbike ist damit einfach realisierbar. Der Lohn: ein EUROBIKE AWARD und meine leuchtenden Augen! Der Preis für die Top-Ausstattung in der Version RUUT CF1 beträgt 3699€, in der RUUT AL-Version 1899€. Die Möglichkeit sein eigenes Rad mit dem Rahmen aufzubauen bietet RONDO ebenfalls an. Feine Sache!

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Das BREEZER Inversion Team ist auch eine heiße Nummer!

Begeistern tat mich auch die Marke BREEZER mit ihrem Inversion Team. Reduzierte Farben am Rahmen und eine harmonische Geometrie mit relativ aufrechter Sitzposition versprechen ein interessantes Fahrgefühl. Der Rahmen ist zwar aus Stahl, die Gabel aus Carbon, trotzdem kommt das Rad auf leichte 9,7 kg. Guter Vortrieb mit der SHIMANO Ultegra 2×11 Schaltung lässt ja wohl keine Wünsche offen. Noch etwas zur Gabel: sie bietet dazu die passenden Gewinde-Ösungen für weitere Einsatzzwecke mit Gepäck. In dieser hochwertigen Ausstattung kommt das Rad auf 2799€.

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RESTRAP sollte man sich echt merken. Tolle Bags für das Abenteuer, das direkt hinterm Haus starten kann!

So. Dies war erst einmal ein kleiner Ausschnitt von Gravelbikes. Es gäbe da noch zig weitere zu nennen, doch das würde den Rahmen sprengen. Interessant zu erwähnen sind da aber vielleicht noch passende Taschen für diese Bikes. Ein unscheinbarer Stand von RESTRAP und schon war ich fasziniert von diesen, nicht aus dem üblichen Einheitsbrei bestehenden Bags. Pfiffige Detaillösungen wie dem ganz einfach und praktisch zu bedienenden Magnet-Verschlüssen lassen genau diese Taschen hochinteressant für mich werden. Dazu das unverschämt schlichte, aber in edlem schwarz gehaltene Design mit kleinen roten Applikationen. Trotzdem feine und durchdachte Detaillösungen machten mich neugierig auf diese Marke. Sowohl  die Bar Bag als auch die kleine Tech Bag könnten durchaus demnächst an meinem Rad landen. Als „Must Have“ auf meiner Liste aber so was von weit oben…

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Schicke Taschen von NEW LOOXS aus der Reihe SPORTS

Einer Lust auf noch mehr Taschen? Für den hätte ich erstklassige Bags von New Looxs. Die Taschen der Reihe Sports sind sofort ein echter Hingucker. Feines, angenehmes Material zeichnet sie aus. Die Rear Rider aus dieser Reihe bieten zusätzlich zum Hauptfach viele kleinere Fächer. Reflektorstreifen an drei Seiten machen den Radler gut sichtbar. Verstellbare Haken bieten zahlreiche Möglichkeiten die Tasche sicher am Rad zu befestigen. Ein Schultergurt lässt sie prima unterwegs transportieren. Eine Regenhülle ist inklusive. Unterschiedliche Varianten für den Lenker oder den Gepäckträger runden diese schöne Serie ab.

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Edel sehen sie aus, die Taschen von NEW LOOXS aus der VARO-Serie

Eine echte Alternative zu den Gepäcktaschen der allseits bekannten großen Hersteller bietet New Looxs im übrigen auch. Die Taschen der Reihe VARO bestehen aus wasserfestem Polyester. Von 15 Liter über 20 Liter bis hin zu 22 Liter, je nach Variante, geht das Gepäckvolumen. In schwarz gehalten mit leichten, feinen orangen Akzenten versetzt, machen diese Taschen, außer die Version Messenger alle mit Rollverschluss, echt was her. Die Preise für die gefühlt hochwertigen Bags sind allesamt fair und moderat…wie viel Taschen soll ich eigentlich noch an mein Fahrrad packen??? *Grübel*

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JAAAAAA…leuchtende Augen am Stand von MOOTS

Eine lustige Geschichte habe ich noch über. Als ich so durch die Hallen spazierte, entdeckte ich einen kleinen, fast unscheinbaren Stand am Rande. Der Schriftzug der Marke machte direkt *PLING* bei mir. Die Marke MOOTS präsentierte sich dort. MOOTS, da war doch was? Guck mal einer an, eins der edlen Räder war ich doch erst vor kurzem in New York gefahren. Ich wurde natürlich angesprochen, als ich so mit verträumten Blick vor den schönen Rädern stand. Ob man mir denn helfen könne? *PLOPP* machte es und mit einem Strahlen erzählte ich von meiner Tour durch New York mit einem ihrer Bikes. Und wie klein die Welt dann wieder war. „Das Rad hattest du aus dem SHIMANO-Store? Die Jungs kenne ich dort, sind cool!“ In der Tat mussten wir beide lachen. Nette Anekdote am Rande der Messe.

Am Ende war ich sehr zufrieden. Es gab unheimlich viel zu sehen, unmöglich alles abzuklappern. Und unmöglich das hier alles wiederzugeben. Doch mit Sicherheit wird es noch weiter spannend werden. Interessante Gesprächspartner, intensiver Austausch, Einblicke hinter die Kulissen. Für mich als Blogger also rundherum gelungen. Ich kann mich an niemanden erinnern, der nicht ein offenes Ohr hatte. Auch wenn es wohl so etwas gab, wie man hört. Das kann ich so bei mir nicht bestätigen. Mit frischem Input gehe ich also in die kommende Saison. Obwohl bei mir ja immer Saison ist. Dank habe ich ja Anfangs schon geschrieben, etwas Kritik geübt auch, einige meiner persönlichen Highlights preisgegeben. Somit bin ich vorerst am Ende angelangt, maybe auch hier to be continued…! Ich hoffe,  ich konnte einen kleinen Eindruck vermitteln. Schreibt mir doch einfach mal wie es euch gefallen hat oder lasst ein LIKE da. Würde mich darüber freuen.

 

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INTERVIEW: COBI – Ein Blick hinter die Kulissen sowie Aussichten für die Zukunft – Teil 2

Im zweiten Teil des großen Interviews mit COBI geht es unter anderem um praktisch unbegrenzte Möglichkeiten mit einer hochinteressanten Neuheit, dem COBI DevKit, sowie der Hardware der 2. Generation und warum China qualitätsmäßig ein toller Produktionsstandort sein kann! Steigen wir also direkt ein…

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Die Jungs beantworteten mir alle meine Fragen rund um COBI. Heiko Schweickhardt (links) und Carsten Lindstedt.

Eine andere, ganz neue Möglichkeit der Nutzung der App soll es ja bald geben, das sogenannte COBI DevKit. Was muss man sich darunter vorstellen und welchen Mehrwert des COBI stellt dies für die User da?

Heiko „Mit COBI haben wir aus Hardware und Software eine grundlegende Infrastruktur fürs Smartphone geschaffen, die eine Basis schafft um sehr einfach, interaktive Fahrrad-Miniapps zu entwickeln. Die Themen Smartphone-Halterung, Stromversorgung, Fernsteuerung, E-Bike- und Sensor-Ansteuerung werden vom COBI System übernommen, während sich Entwickler voll darauf konzentrieren können kreative und nützliche Anwendungen mit den Fahrdaten umzusetzen. Dazu gibt es eine einfache Entwicklungsumgebung die es sogar Hobby-Entwicklern ermöglicht mithilfe von Web Standards COBI Erweiterungen zu erstellen. Für alle die schon immer diese eine Killer-App fürs Fahrrad im Sinn hatten, aber durch die Komplexität abgeschreckt wurden. Das ist das DevKit.“

Carsten „Zwei wichtige Aspekte möchte ich noch ergänzen: Man kann die eigenen Module mit dem COBI-Controller steuern. Zusätzlich bekommt man Zugriff auf die Sprachausgabe des Smartphones, was die Bedienung ohne dabei hinschauen zu müssen ermöglicht. Im Grunde kann jeder seine eigenen Ideen umsetzen, der schon mal eine eigene Website programmiert hat – der Rest ist so einfach wie Lego.“

Heiko „Das DevKit ermöglicht eine Vielzahl neuer Funktionen speziell optimiert fürs Fahrradfahren. Design-Richtlinien, wie sichere und gute Fahrrad-Apps zu bauen sind, werden wir mitliefern. Wir haben natürlich in den drei Jahren Entwicklung viel darüber gelernt, was es bedeutet ein Fahrrad-Dashboard zu bauen. Diese Erfahrungen werden wir den Entwicklern an die Hand geben.“

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Mit dem DevKit sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt!     Foto: COBI

Carsten „Das COBI DevKit ist eine ganz neue Plattform fürs Fahrradfahren. Am besten schaut man sich zu Beginn einfach mal die mitgelieferten Beispiele an. Diese illustrieren verschiedene Anwendungsszenarien – aber auch unterschiedliche technische Funktionalitäten.”

Heiko „Es sind keine Grenzen gesetzt. Vom einfachen analogen Fahrrad-Tacho, bis hin zur komplexen Multi-User App, ist alles möglich. Wir freuen uns schon sehr auf die kreativen Ideen der Entwickler-Community.“

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So könnte z.B. eine eigene App aussehen, auf der man erkennen kann wo die Freunde gerade auf dem Rad unterwegs sind!        Foto: COBI

Das klingt wirklich cool. Ab wann soll denn das DevKit verfügbar sein?

Heiko „Ab 2020…*lacht*… Spaß beiseite, die ersten Entwickler dürfen bereits zur EUROBIKE ran. Unser Team wird natürlich als Starthilfe zur Verfügung stehen.“

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Einblicke ins DevKit Foto: COBI

Für die Frage „wie viele Fahrräder braucht der Mensch“ gibt es die bekannte Formel n+1 wobei n für die bereits vorhandenen Räder steht. Euer System ist bisher leider jeweils auf einen Hub beschränkt, so das man das COBI nicht einfach bei seinen Rädern untereinander nach Belieben wechseln kann. Viele Radfahrer würde diese Möglichkeit sicherlich begrüßen…

Carsten „Wir haben es im ersten Schritt durch das myCOBI-Portal möglich gemacht, das eigene Bike mit mehreren Nutzern zu teilen. Es gibt aber tatsächlich bereits Nutzer, die mehrere COBI Systeme auf verschiedenen Rädern mit einer App benutzen. Auch dafür wird es eine Lösung geben. Zum genauen Release-Zeitpunkt, können wir aktuell noch nichts sagen.“

Ok, dann kommen wir schon zum nächsten Thema: Motorunterstützung. Bisher war ja meist der Bosch-Motor die erste Wahl, auch auf Grund der weiten Verbreitung. Aber wie sieht es denn mit anderen Herstellern aus?

Carsten „Zusätzlich zum COBI für Bosch ist bei ausgesuchten Händlern und Online-Stores bereits ein Nachrüst-Set für Räder mit Brose Antrieb erhältlich. Zum Beispiel das Turbo Levo von Specialized macht damit nun noch mehr Spaß *lacht*“

Die erste Generation der Hardware befindet sich seit geraumer Zeit im tagtäglichen Einsatz, zigtausende an Kilometern wurden bereits von den Usern abgespult. Was waren eure Überlegungen bei der seit kurzem erhältlichen 2. Generation und was unterscheidet sie vom Vorgänger?

Carsten „Als wir vor 3 Jahren COBI für Bosch entwickelt haben, benutze der Standard-Intuvia Controller eine analoge Technologie zum Übertragen der Steuersignale. Von Bosch wurde dann, abgeleitet vom Nyon Controller eine digitale Variante entwickelt, die robuster ist. Die alten Standard-Controller wurden dann nach und nach beim eBike Service ersetzt. Dadurch konnten einige Nutzer plötzlich ihr COBI nicht mehr steuern. Das Problem ließ sich leider nicht per Software-Update lösen, weil dafür einfach andere Hardware notwendig war. Mit dem neuen Hub ist dieser nun wieder kompatibel zu allen Bosch Antrieben inkl. Controllern am Markt.“


Die Akkupacks beim COBI für „Bio-Bikes“ hatten euch eine Zeit lang Probleme bereitet und musste oftmals zum Leidwesen aller umgetauscht werden. Woran hat das gelegen und wie ist die heutige Situation?

Carsten „Es gab zum Marktstart Probleme mit den zugekauften Pins, welche die Verbindung zum Hub herstellen. Interessanterweise waren alle Battery Packs, die wir zum Test hier hatten fehlerfrei. Von den Kunden kamen dann die ersten Beschwerden, woraufhin die Fehleranalyse losging. Als die Ursache gefunden war,  wurden deutlich bessere Pins verbaut und die Qualitäts-Tests in der Produktion optimiert. Wann immer jemand ein Problem hat, wird das Battery Pack von uns so schnell wie möglich ersetzt. Natürlich kostenfrei.“

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Im Showroom von COBI.       Foto: COBI

So weit ich weiß produziert ihr das COBI in China. Wie schwer ist es die hohen Ansprüche an Qualität dort sicherzustellen und jemanden zu finden der das auch vor Ort überwacht?

Carsten „Die Qualität der Produkte aus China kann richtig gut sein, nur kann es schwierig sein, den richtigen Partner zu finden. Hier profitierten wir von unseren erfahrenen Hardware-Kollegen und deren Netzwerk. Unser Produzent stellt auch Logitech Produkte her, wenn er nicht gerade COBI Systeme herstellt. Es gibt vor Ort Teststationen für Hitze, Kälte, Feuchtigkeit, Rütteln und so weiter. Die Testkriterien wurden von uns definiert. Zusätzlich haben wir Ort einen Experten, ein erfahrener deutscher Ingenieur, der bereits viele Jahre in China lebt. Er sichert bei Bedarf die Qualität in der Produktion.“

Heiko „Wer uns bei Kickstarter verfolgt hat der weiß, dass wir am Anfang in Osteuropa ( in Polen, d.R. ) produzieren wollten und nicht in China. Aber wir haben in China bessere Bedingungen vorgefunden. Früher hat man in China produziert weil es günstig war; heute aufgrund der höheren Dichte an Kompetenz und langjährigen Erfahrung. Wir haben dort auch eigene Software-Tools zur Qualitätsprüfung im Einsatz.“

Auch in Nordamerika hat COBI inzwischen eine Zweigstelle. Hierzulande bekommt man ja von dem Geschäft dort drüben nicht viel mit. Wie sieht es denn dort auf dem Markt für euch aus? Wo ist der Unterschied zum hiesigen europäischen Markt?

Heiko „Die USA benötigen das richtige Timing – es ist kein wirkliches Fahrrad-Land, aber ein totales Gadget-Land. Im T-Mobile-Flagship Store in Santa Monica wird COBI als Highlight präsentiert, aber davon abgesehen lassen wir es noch relativ ruhig angehen. Diese gezielten Platzierungen werden wir aber weiter ausbauen und wenn die Amerikaner plötzlich E-Bikes als Gadgets entdecken sind wir bereit durchzustarten.“

Carsten „Wir haben einen sehr erfahrenen Salesman eingestellt, der aus dem Fahrrad-Business kommt und vor Ort alles regelt. Mit dem Haibike Urban Plus und dem IZIP E3 ProTour gibt es zwei e-Bike Modelle am Markt, die standardmäßig mit  COBI ausgestattet sind. Besonders freut uns, dass es auch dort bereits richtig gute Testergebnisse gibt.“

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Vom Start-Up-Unternehmen zum Vorreiter beim äußerst angesagten Thema „Connected Biking“. Was ist nötig um dieser Rolle auch weiterhin gerecht zu werden?

Heiko „Als Connected Biking wird vieles bezeichnet. Wenn man Leute auf der Straße fragt, geht das von „Bluetooth-Verbindung zum Fahrrad“ bis „GPS-Sender im Rahmen“.  Aber was bringt es eigentlich dem Nutzer? Fährt er dadurch öfter Fahrrad? Bereichert es sein Leben? Wir denken der Schlüssel um erfolgreich zu sein ist dem Fahrer “Superkräfte” zu verleihen – ihm Möglichkeiten im Kontext des Fahrradfahrens zu bieten, die vorher einfach nicht möglich waren. Und davon möglichst viel, elegant und sicher.“

Carsten „In einem Satz: Connected Biking heißt für uns Fahrrad und Fahrer ganzheitlich zu vernetzen – mit seiner Digitalen Welt und allem, was ihm wichtig ist.“

Eine letzte Frage. Die EUROBIKE steht quasi vor der Tür und ist für viele Firmen der Fahrradbranche eine Art Trend-Barometer und somit Pflichtveranstaltung. Wie wichtig ist es für euch dort als Aussteller Präsenz zu zeigen?

Carsten „Auf der Eurobike werden wir den Händlern und den Herstellern unsere Hardware- und Software-Neuerungen vorstellen. Für die Hersteller von E-Bikes werden wir eine neue COBI Version vorstellen – welche deutlich stärker auf die Anforderungen der Hersteller zugeschnitten ist. Für den Handel und die Kunden wird das neue Battery-Pack mit gesteigerter Leistung, verkürzter Ladezeit und der lang ersehnten Anschlussmöglichkeit für das Nabendynamo-Kabel vorgestellt! Für Fitness-Enthusiasten werden wir 2018 moderne Bluetooth Sensoren ins Angebot aufnehmen.

Wir freuen uns auf tolle Gespräche mit den Besuchern und können es kaum erwarten, die Zukunft von COBI anfassbar zu machen.“

Ich danke euch für das offene und ehrliche Gespräch und die Zeit die ihr euch dafür genommen habt! Ich bin gespannt, wie ihr eure Ideen weiterentwickeln werdet. Die Kunden dürften sich freuen!

Und wer den ersten Teil des Interviews noch einmal lesen möchte, der findet den Link zu dem Artikel hier!

 

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INTERVIEW: COBI – Ein Blick hinter die Kulissen sowie Aussichten für die Zukunft – Teil 1

Im ersten Teil des großen Interviews gewähren die Jungs unter anderem einen tieferen Einblick hinter die Kulissen und zeigen so auch mal eine Seite von COBI, die man bisher vielleicht nicht kannte! Höchst interessant! Dazu gibt es noch weitere spannende Infos wie zum Beispiel das Thema Fitness-Integration! Der zweite Teil des Interviews erscheint dann am Freitag, den 18. August!

Schon länger begleite ich durch diverse Artikel die Firma COBI, die sich durch ihre smarte „Connected Biking“ Lösung mittlerweile einen sehr guten Ruf erworben hat. Ich hatte die tolle Gelegenheit die Jungs in ihrem Headquarter in Frankfurt für ein Interview zu treffen. Carsten Lindstedt ( Co-Founder & Head of Brand Experience ) und Heiko Schweickhardt ( Co-Founder & Head of Software Development ) empfingen mich im Loft-artigen Flagshipstore, gelegen am Frankfurter Westbahnhof. Sie nahmen sich an einem Freitagabend eine ganze Menge Zeit um all meine Fragen zu beantworten. Dabei zeigten sie vor allem eins, nämlich bedingungslose Leidenschaft für ihr Produkt. Die Überzeugung, der Glaube an ihr Produkt COBI, spiegelte sich in jeder Antwort, jeder Aussage und jedem Wort wieder. Wenn das ein Garant für ein erfolgreiches Product-Placement eines Start-Ups ist, dann haben die Jungs bisher wohl nicht ganz so viel verkehrt gemacht! Oder wie Heiko es wohl passend sagt: „Wir rollen erst noch zur Startbahn!“ Und das kaufe ich den Jungs ab! Denn sie haben anscheinend noch eine ganze Menge Überraschungen in petto!

 

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Carsten Lindstedt

Zu Beginn führte Carsten mich erst einmal durch das Headquarter, gleichzeitig der Flagship-Store des Unternehmens. Dort kann man im modernen, lockeren Ambiente die ganze Produktpalette direkt montiert auf verschiedenen Fahrrädern oder in Vitrinen bestaunen. Hier bekommt man schnell eine Vorstellung davon, was das COBI überhaupt ist. Die Kunden können hier testen, sich kompetent alle Funktionen erklären lassen oder bekommen Tipps und Unterstützung bei der Montage des Systems direkt vor Ort

Die Grenzen zwischen den offen gestalteten Büros und dem Store sind fließend, die Wege zwischen den einzelnen Abteilungen wie Softwareentwicklung, Kundenservice oder dem Testlabor “The Garage” sind kurz. Überall stehen die verschiedensten Fahrräder diverser Marken herum auf denen das COBI auf Herz und Nieren im tagtäglichen Einsatz geprüft und getestet wird. An der Wand hängt ein Teil der vielen Auszeichnungen, die das Team weltweit bereits eingeheimst hat. Ein wenig sympathisch-chaotisch sieht es vielleicht hinter den Kulissen aus, so stellt man sich ein Start-Up-Unternehmen wohl auch vor. Doch im COBI-Universum macht das durchaus Sinn. Denn die Kreativität scheint dadurch nur noch mehr beflügelt zu werden wie ich dann im Interview bei einem wohlverdienten Feierabendbierchen zum späten Abend feststellen durfte.

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Heiko Schweickhardt

Hallo Carsten und Heiko, stellt doch mal in kurzen Worten das COBI vor, für die Leute die es noch nicht kennen.

Carsten „COBI ist das weltweite einzige “connected biking” System, welches das Smartphone vollständig als digitales Cockpit ins Fahrrad integriert und so jedes Fahrrad zum vollvernetzten Smartbike macht. Besonders viel Spaß macht das Plug and Play Upgrade beim Bosch System, da dort zusätzlich Motorsteuerung und eine Vielzahl von Live-Daten integriert werden, auch die verbauten Lichter können automatisch gesteuert werden. Die zentrale COBI App für iOS und Android wurde speziell für den Radfahr-Kontext gestaltet und kann während der Fahrt sicher und komfortabel per Lenkerfernbedienung bzw. Sprachausgabe bedient werden. Die Hände bleiben so am Lenker und der Blick auf die Straße gerichtet. Eine weitere Besonderheit ist, dass sämtliche Funktionen kabellos updatefähig sind. Das gilt neben den Apps auch für die Firmware, welche die Elektronik abseits des Smartphones steuert – sogar für das kabellose Rücklicht – genau wie bei Tesla.“

Heiko „Bei COBI geht es darum alles was man am Smartphone liebt beim Fahrradfahren einfach zugänglich zu machen, egal um was es sich dreht – das beginnt bei Navigation, Musik und Fitness, aber erstreckt sich früher oder später auch auf Apps an die man im Fahrrad Kontext noch gar nicht denkt, aber diese durch COBI dem Fahrradfahrer zugänglich gemacht werden.“

 

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Foto: COBI

 

Warum gerade das Smartphone?

Carsten „Das Smartphone hat für viele Menschen einen sehr wichtigen Platz im Alltag eingenommen. Man trägt es ständig bei sich, es bietet Zugang zur Lieblingsmusik, den Freunden, allerlei wichtigen Online-Services und vielem mehr. Mit den passenden Apps wird vieles bereits jetzt zentral gesteuert. Die Lieblingsserie wird zum Fernseher, und die neusten Hits – passend zum individuellen Geschmack – zur Anlage gestreamt. Bus- oder Bahn-Tickets kauft man bei Bedarf bequem per App, man entdeckt neue lokale Angebote und kann per Navigation den Weg dahin planen. Bezahlt wird auch schon bald per Smartphone. Es ist also ganz natürlich, dass man auf all das auch beim Radfahren nicht verzichten möchte. Kurz: das Smartphone ist Teil des Radfahrens, so oder so. Das Ergebnis sind teils gefährliche Kompromisse, die jeden Tag auf den Straßen und Radwegen zu beobachten sind: ob das Smartphone zum telefonieren zwischen Ohr und Schulter eingeklemmt oder einhändig fahrend zum Navigieren oder Chatten vor die Nase mit freihändigen tippen gehalten wird. Entweder nimmt man das so hin, oder man überlegt sich eine bessere und sicherere Lösung, die auf das Smartphone zugeschnitten ist. Zunächst gibt es ein paar grundlegende Problem zu lösen. Zuallererst den richtigen Ort fürs Smartphone zu finden und eine einfache und zugleich sichere Befestigung zu bieten. Ort und die Ausrichtung war für uns naheliegend: im Querformat zentral am Lenker – wie im Auto-Cockpit. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die sichere und zuverlässige Bedienung beim Fahren. Neben der Steuerung per Lenkerfernbedienung wurde das App-Design fürs Radfahren gestaltet: Große, klare Typografie, starke Kontraste, nur ein Minimum an relevanter Information – immer passend zum inhaltlichen bzw. dem Bewegungs-Kontext, also ob man gerade fährt oder steht. Die integrierte Ladefunktion per eBike-Batterie oder dem wechselbaren Battery Pack beim COBI für normalen Räder, behebt das schmerzhafte Laufzeitproblem des Smartphones bei intensiver Nutzung.“

 

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Was war euer Schlüsselmoment, wo ihr gedacht habt „wow, das ist eine geile Idee, das müssen wir machen“?

Carsten „Diesen Moment hatte zuerst Andreas (Gahlert, COBI CEO & Founder), das war so gegen Oktober 2013 auf dem Feldberg an dessen Fuße er wohnt. Er war einer der ersten der vom E-Bike begeistert war. Als er mal wieder unterwegs war und Klingel, E-Bike-Display, Smartphone, Powerbank und Licht am Lenker sah, dachter er sich: „Es kann doch nicht sein, dass der Lenker so voll ist, und die Geräte nicht miteinander vernetzt sind! Und warum kommt der Ladestrom fürs Smartphone nicht direkt vom E-Bike?” Das musste man doch zu einem zentralen Gerät zusammenfassen können. Es folgten diverse technische Machbarkeitsprüfungen. Anschließend hat Andreas dann erste Industriedesign-Skizzen und ein 3D-Renderings beauftragt: sieht denn so etwas total schlimm am Lenker aus und könnte man das tatsächlich mit anspruchsvollem Design lösen? Mit den ersten vielversprechenden Skizzen und positiven Rückmeldungen zur Elektronik fragte er uns vier ehemalige Kollegen schließlich, ob wir das zusammen stemmen wollten. Wir alle konnten einfach spüren, was aus dieser Vision und diesem Team entstehen könnte. An einem Freitag hatte er mich gefragt, und ich sagte ihm “mein Bauch sagt ja, aber gib mir mal Zeit bis Sonntagabend”. Nachdem ich meiner Freundin Idee und Vision erklärt hatte und sie fragte, was sie von dem Vorhaben hält, sagte sie: „Bei dem Leuchten in deinen Augen –  was soll ich denn da sagen? Das musst du wohl einfach machen!“ Damit war alles geklärt. Am Samstagfrüh habe ich Andreas angerufen und ihm gesagt, dass ich an Bord bin.“

Heiko „Auf mich hatte der Sweet-Spot aus Fahrrad fahren kombiniert mit Hightech eine unwiderstehliche Attraktivität. Zuvor prägte die Welt der Apps bereits meine berufliche Laufbahn, während meine erste Testfahrt auf einem E-Bike meine Vorstellung vom täglichen Pendeln auf den Kopf stellte. Die beiden Welten zusammenzubringen war eine riesige Herausforderung und daher ein doppelter Grund um sich dem anzunehmen.“

Bei der Kickstarter-Kampagne habt ihr damals in kürzester Zeit eine Menge Geld eingesammelt, der Druck war dementsprechend naturgemäß hoch. Konntet ihr den Erwartungen gerecht werden?

Heiko „Ich denke die Investoren waren sich bewusst, genau wie wir selber, auf welchen Ritt wir uns einlassen – und haben entsprechend mitgefiebert. Und das auf dem Fahrradmarkt, der wie alle Bereiche der Mobilität im Umbruch ist. Und die Herausforderung für Hardware und Software war maximal. Alle sind Hals über Kopf mitgegangen, genauso wie wir, auch ein bißchen vom Herzen geleitet.“

Carsten „Die Investoren schauen sich vor einem Investment in erster Linie das Team und viele Statistiken genau an. So Fragen wie „Ist Fahrradfahren ein Thema?”  Ja, Fahrrad fahren ist zunehmend angesagt. “Sind eBikes ein Thema?” Ja, ein deutlicher Trend: Starke Wachstumsraten gepaart mit einem deutlich sinkendem Käufer-Altersschnitt Jahr für Jahr. “Ist Smartphone ein Thema?” Absolut. Also durchaus ein Pferd auf das man setzen kann.“

 

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Was habt ihr damals gedacht, als die ersten Bestellungen nach langer Entwicklungsphase für das COBI eingingen?

Carsten „Das ging ja schon mit dem Kickstarter-Crowdfunding los, als wir zu Spitzenzeiten bis zu 200 Bestellungen am Tag hatten und uns dachten: “Wow, das ist echt ein deutliches Investment in unsere Vision!” Uns war jedoch auch bewusst, dass letztlich die harte Währung nicht die Anzahl der Bestellungen, sondern die Zahl der zufriedenen Nutzer sein würde.“

Heiko „Es war gerade am Anfang harte Arbeit uns diese Basis zu erarbeiten, da wir einige Aspekte des Produkts als selbstverständlich angesehen hatten aber diese nicht so aufgefasst wurden. Zum Beispiel haben wir lange nicht die Routen aufgezeichnet, weil wir davon ausgegangen sind, dass du dafür schon deine Lieblings-App auf dem Smartphone hast. Gerade bei einer neuen Produktkategorie sind solche Erkenntnisse aber unausweichlich.“

Im Leben und auch bei Start-Ups läuft leider nicht immer alles rund. Auch Rückschläge gehören dazu. Mit welchen hattet ihr zu kämpfen?

Carsten „Wir haben diese Marke mit einem riesigen Anspruch an uns selbst aufgebaut. Diesem Anspruch aus dem Stand gerecht zu werden – sowie die Vielfalt bzw. technische Komplexität des Produktes hat den ein oder anderen mal vor große Herausforderungen gestellt. Das Thema Customer Service beispielsweise lief am Anfang keineswegs so reibungslos wie wir uns das vorgestellt haben. Da liest du als Gründer plötzlich Feedback in Foren wie „niemand antwortet seit Wochen, das Produkt gibt es doch gar nicht, usw.“ Und du denkst dir, das ist doch nicht unsere Company, von der da gesprochen wird! Mit vereinten Kräften von Leuten, die schon 110% Einsatz eingebracht haben, konnten die Wogen geglättet werden. Die Zusammenarbeit zwischen Call-Center, Logistik und Produkt-Experten wurde restrukturiert und durch den Einsatz moderner Tools wurde die nötige Transparenz geschaffen. Aber es ist dennoch ärgerlich wenn du liest, dass die so wichtigen ersten Kunden keine oder unbrauchbare Hilfestellung bekommen haben.“

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Einige Auszeichnungen aus aller Welt schmücken die Wand im Flagshipstore

Wer euch kennt, der weiß wie viel Herzblut und Leidenschaft ihr in COBI steckt. Wie geht ihr mit ungerechtfertigter Kritik um, die ja zum Beispiel manchmal in der Anonymität des Netzes hochköchelt?

Carsten „Durch unsere Agentur-Vergangenheit war es uns schon recht klar, was im Social Web so passieren kann und das es auch wichtig ist, Ruhe zu bewahren. Man muss auch Fehler eingestehen können. Für konstruktive Kritik sind wir immer offen. Viele Themen regeln sich auch innerhalb der Community – ganz organisch. Daher ist uns die Pflege der Community und die direkte Ansprache von Kritikern auch ein wichtiges Anliegen.“

Heiko „Ich denke wir haben viel Angriffsfläche geboten, da auf dem Smartphone die Konkurrenz, an der man sich natürlich messen lassen muss, unglaublich groß ist. Unser brandneues Produkt musste sich mit Fahrrad-, Navigations-, Entertainment-Apps und Wearables messen lassen, die seit Jahren auf dem Markt sind. Doch gerade am Anfang haben wir die meiste Zeit damit verbracht die Basis einer vernetzten Fahrrad- und eBike Plattform zu schaffen: von der Bluetooth-Anbindung der Apps an den COBI-Hub über Firmware-Updates und Ansteuerung unterschiedlichster E-Bike Systeme. Da mussten wir uns erstmal eine Infrastruktur schaffen und dabei blieb manche App-Funktion auf der Strecke. Die gute Nachricht ist, dass wir jetzt anfangen können das ganze Potenzial auszuschöpfen. Perspektivisch sind wir gerade erst auf die Startbahn gerollt. Wir halten aber mittlerweile eine gute Balance aus kurzfristigen Updates zur Nutzerzufriedenheit und langfristigem Blick nach vorne.“

Kommen wir zur Software. Damals bei Produktstart war die App noch etwas anfällig, mittlerweile ist eine sehr positive und kontinuierliche Entwicklung und Verbesserung zu spüren. Die User danken es euch. Worauf legt ihr die Schwerpunkte bei der Weiterentwicklung?

Heiko „Bis Mitte diesen Jahres wollten wir Kernpunkte wie Navigation, Fitness, Telefonie, Musik und Wettervorhersage abdecken. Das große Fitness-Update für Android ist mittlerweile auch auf der Straße! Parallel haben wir Feedback unserer aktiven Nutzer aufgenommen und zu weiten Teilen einfliessen lassen. Der nächste große Schritt für uns ist nun die Öffnung der Plattform. Aber wir müssen es nicht schön reden, es gab genügend Bugs zu beheben, aber wir sind selbst die größten Fans von COBI und fahren täglich viele Kilometer zur Arbeit. Morgens und Abends wird genau hingeschaut und wir selbst haben die geringste Fehlertoleranz. Aber es gibt natürlich die unterschiedlichsten Fahrräder, E-Bikes, Fitness-Sensoren und Smartphones, da kommt einige Komplexität zusammen. Doch man merkt mit jeder Woche wie sich die Wogen glätten.“

Wie sieht der Entscheidungsprozess aus wenn ihr ein neues Feature integrieren wollt?

Heiko „Das Ganze läuft ziemlich kollaborativ ab. Einmal die Woche schauen wir zusammen auf die Roadmap. Neben naheliegenden Funktionserweiterungen wollen wir aber auch zeigen welches Potenzial in COBI steckt und dabei ergeben sich dann auch überraschende Funktionen.”

Carsten „Wichtige Entscheidungen werden in einem erfahrenen Gremium mit konzeptstarken Köpfen getroffen – hier ist auch eine Menge Bauchgefühl im Spiel. Etwas was bei unserem Startup schon immer im Zentrum stand. Zusätzlich gibt es eine Ideen-Plattform auf der jeder Mitarbeiter, aber auch Ansätze der Beta-Gruppe oder aus der Facebook “COBI Benutzer”-Gruppe gesammelt und vertaggt werden. Dann muss man schauen wie weit das relevant für die diversen COBI Schwerpunkte ist. Dementsprechend wird es bewertet und letztlich auch priorisiert.”

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Foto: COBI

Für viele Radler ist die Aufzeichnung ihrer Touren heutzutage selbstverständlich geworden. Auch ihr habt jetzt den Fitness-Bereich seit einigen Wochen in der App implementiert. Erzählt doch mal was den User dort spannendes erwartet und was euch von anderen Anbietern unterscheidet.

Heiko „Durch COBI hat man zum ersten Mal die Möglichkeit Echtzeit-Fitnesswerte optimiert fürs Fahrradfahren interaktiv dargestellt zu bekommen. Andere Apps haben meistens eine reduzierte Ansicht der Werte die man voreinstellen muss. Bei uns geht das interaktiv mit dem Daumenschalter inklusive Sprachausgabe, so dass man blind Bereiche umschalten und sich Werte vorlesen lassen kann.“

Carsten „Beim Wechsel der Werte per Daumenschalter bekommt man den aktuellen Ist- sowie den Durchschnittswert – unter anderem für die Höhenmeter, Puls, oder Kadenz –  durchgesagt. Es sind Echtzeitdaten, das macht schon einen Unterschied. Denn viele Apps tracken oftmals passiv die Fahrt und geben dir hinterher eine Auswertung. Es ist möglich in den COBI Einstellungen die Zonen zu personalisieren. Auch eine Wattanzeige bekommt der Nutzer. Diese kostet z.B. bei Strava extra. Andere haben dies gar nicht weil die Berechnung mit zum Teil recht wenigen verfügbaren Daten auch komplex ist. Es werden unter anderem Gewicht und Größe des Fahrers aber auch das Gewicht des Bikes berücksichtigt. Beim E-Bike werden die Daten direkt vom Antrieb ausgelesen. Mit dem Bosch Intuvia Display gibt es normalerweise keine Wattanzeige.  Wir haben für die Zukunft des Fitnessbereiches noch einiges in petto!“

Heiko „Für uns ist das der Start der Fitnesswelt in COBI. Die Algorithmen werden stetig verbessert. Der Schlüssel ist natürlich, dass man seine Profildaten ausfüllt und so viel Sensordaten wie möglich zugänglich macht – je mehr Daten COBI zur Verfügung stehen, desto genauer wird die Berechnung.“

Im Netz finden sich viele Fitnessplattformen, auf die Radler ihre Tour-Daten hochladen können. Wie sieht es beim COBI aus? Zwar funktioniert der Upload bereits zu einigen Plattformen wie Strava, Apple Health und Co, aber wo könnte da die Zukunft hinführen oder ist das Thema „Fitness“ mit den vorhandenen Möglichkeiten schon bereits zu Ende gedacht?

Carsten „Ganz sicher nicht. In Zukunft ist es z.B. durchaus denkbar, dass externe Fitness-Berater einen Blick auf die eigenen Daten werfen können und basierend darauf einen individuellen Trainingsplan erstellen, den der COBI Fahrer dann umsetzt. Einfache, vordefinierte Regeln könnten einem dann direkt Feedback auf das Training geben. Bei Bedarf bucht man sich einen erfahrenen Personal Trainer zu Analyse hinzu. Da dieser das dann online und weltweit für 100te Nutzer machen kann, senkt das deutlich den Preis für einen solchen Service.“

Wie ich finde bemerkenswerte Einblicke. Den zweiten Teil solltet ihr also defintiv nicht verpassen, denn da gibt es noch einiges was Carsten und Heiko zu erzählen haben!

 

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# 02.05.2017

Ouuuuuuuh…ist schon länger her das ich etwas ins Logbuch geschrieben habe wie es mir scheint. Doch, und da kann ich beruhigen, das war nicht das Ende, sondern erst der Anfang! Klingt irgendwie episch, oder? Na gut, jedenfalls die Einleitung hätte ich schon mal. Und einiges ist ja schon passiert in den letzten Wochen. Halt wieder die berühmten Kleinigkeiten die einem beim tagtäglichen Radfahren so passieren.

Da wäre zum einen die Zirkusnummer mit der Ratte zu nennen. Ratte??? Ja, ihr habt richtig gelesen. Wie im Zirkus halt. So mit Todessprung durch den brennenden Reifen. Bei einer Geschwindigkeit in der Dämmerung von mir und meinem Rad leicht bergab von rund 25 km/h und einem von der Ratte schlecht getimten Sprung aus dem Gebüsch mitten durch das Vorderrad! Ok, das mit dem brennenden Reifen ist vielleicht übertrieben, doch manchmal fahre auch ich einen  heißen Reifen. Könnte man sagen. Jedenfalls sollte die Ratte noch an ihrer Performance arbeiten, denn das war ja wohl nichts! Außer mich zu Tode zu erschrecken und sich selber den Schwanz zu verstümmeln hat es nichts gebracht! Dieses olle Biest, dieses! Selbst schuld sag‘ ich da! Aber mal ernsthaft. Ich kann froh sein das nicht mehr passiert ist. An meinem Fahrrad – in dem Fall meinem E-Bike – ist alles in Ordnung. Zum Glück, denn…

…an meinem neuen ROSE-Bike hatte ich schon einen Schadensfall zu reklamieren. Ein kaputter Freilauf sorgte für das vorzeitige Ende einer schönen Radtour. Trotzdem folgt der Bericht dazu später noch! Jedenfalls war die Situation recht unangenehm, denn mir saß eine nicht einzuschätzende Drecks-Töle im Nacken just in dem Moment wo die Kette absprang. Ein wenig Panik hatte ich in dem Moment ja ehrlicher Weise schon. Aber der Köter ließ von mir ebenso schnell wieder ab, wie er angeschossenen kam. Ein lautes und böses Hinterher-Kläffen konnte er sich aber nicht verkneifen. So stand ich da, gestrandet in der Pampa. Keine Ahnung was da gerade denn nun mit dem Fahrrad passiert war. Öl verschmiert wußte ich mir nur noch per facebook-Gruppe weiterzuhelfen. Die Tipps und Vorschläge kamen auch in Lichtgeschwindigkeit. DANKE also noch mal an euch für die tolle Unterstützung wenn ihr das hier lesen solltet! Nur geholfen hat es in dem Moment leider nicht, da ich dann doch feststellen musste, das ich meinen Werkzeugwagen gar nicht angekoppelt hatte. So kam nach einiger Zeit dann mein persönlicher Hol- und Bringdienst. Und nur einen Tag später wurde ich dann bei ROSE vorstellig. Und, das muss man nun mal so sagen, die Jungs vom Service waren sehr, sehr zuvorkommend, obwohl ich keinen Termin hatte und der Laden voll war. Fand ich super als sie mir alles wieder neu einstellten und ich das Rad direkt wieder mitnehmen konnte!

Zu Hause am darauf folgenden Wochenende flog mir die Kette aber dann trotzdem wieder bei relaxten 10 km/h ab! Natürlich war ich in dem Moment bedient als ich drei Kilometer nach Hause schieben musste. Der Telefon-Support bei ROSE war aber ebenfalls 1a und so wurde vereinbart das Bike noch einmal zu checken und dabei auch direkt die erste Inspektion zu machen. Und da kam dann auch zu Tage, das der Freilauf einfach defekt war. Da kann ROSE natürlich nichts dafür. Ein neuer Freilauf wurde eingebaut und jetzt sollte auch alles in Ordnung sein. Wie oft geht denn auch ein Freilauf nach rund 900 Kilometern kaputt? Gibt es dazu eigentlich irgendwelche Erhebungen??? Grübel… Auch wenn das ganze etwas ärgerlich war, der Service bei ROSE war klasse, und ganz nebenbei habe ich jetzt eine schöne pfeffrige Überraschung für den nächsten Aggro-Köter am Fahrrad hängen…

Ja, und einen neuen, netten und schönen Hot-Spot als Blogger habe ich jetzt auch gefunden. Das Radcafé Radmosphäre am Niederfeldsee und am Radschnellweg RS1 ist einfach ideal für mich. Ich habe ja bereits über die Eröffnung geschrieben und mittlerweile war ich schon öfters da. Ob vor der Arbeit, nach der Arbeit, zwischendurch, am Wochenende, mit Family oder ohne…es ist dort jedesmal sehr angenehm. Man trifft andere Radler, hält schon mal das ein oder andere Quätschchen mit Holger, dem Cheffe des Cafés und speist dabei äußerst leckeren Kuchen, noch leckeres Eis und nochnoch leckerleckeren alkoholfreien Gerstensaft um dann anschließend alles wieder auf dem Radschnellweg abzutrainieren. Um es mal so zu sagen: da kann man es aushalten.

Also, vielleicht sieht man sich ja mal dort. Ist einen Abstecher auf einer Fahrradtour allemal wert. Herzlich willkommen dann in Essen!

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TEST: Ein Fahrrad aus Bambus

 Ich hatte die tolle Gelegenheit einmal etwas ganz anderes zu testen und auszuprobieren. Schon mal an ein Fahrrad aus Bambus gedacht? Ich bis dato auch nicht. Also musste ich das Angebot annehmen um so etwas einfach mal zu fahren. So wurde mir das Fahrrad, Typ „Commuter“, der noch jungen Firma URBAM  aus Düsseldorf sogar nach Hause geliefert! Eric Oberlin ist Gründer der Firma und voller Tatendrang. Ich habe ihn auf der CYCLINGWORLD kennengelernt und so ergab sich schon im Vorfeld ein interessantes Gespräch. Einige Jahre hat er in Frankreich und Deutschland als Ingenieur gearbeitet bevor er sich eine Auszeit nahm und  auf Reisen ging. Dort bekam er die Idee zu diesem Projekt. Nachhaltigkeit liegt ihm am Herzen. So kam dann eins zum anderen und vor mir stand nun dieses faszinierende Rad!

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Fahrrad aus Bambus und mit Stil

 Kaum war es ausgeladen, scharrte sich meine liebe Nachbarschaft ( übrigens die Beste die man sich vorstellen kann, das nur mal am Rande! ) um mich herum und war ganz angetan. Einige meinten ich hätte das Fahrrad mit einer Art Dekor versehen. Sie waren ganz erstaunt das man ein Fahrrad aus so einem Material überhaupt konstruieren kann. Deshalb mal hier an dieser Stelle ein paar Fakten zur Haltbarkeit und Bambus allgemein. Erstmal ist Bambus ein sehr nachhaltiges Naturprodukt. Das Bambus kann nach 3-5 Jahren gewonnen werden. Holz braucht dagegen 20-25 Jahre. Das Faszinierende ist, das Bambus eine derartige Wurzelstruktur besitzt, die eine erneute Nachpflanzung nicht nötig macht! Ein kleines Wunder der Natur.

Nur wenige Jahre braucht Bambus bis es so hoch gewachsen ist!

Querschnitt des benutzten Bambus. (Foto: URBAM BIKE)

 Wer vielleicht schon einmal Fotos von den riesigen Bambus-Gerüsten beim Hochhausbau in Asien gesehen hat, der hat eventuell eine Vorstellung davon wie stabil und belastbar Bambus ist. Ähnlich wie Stahl oder Aluminium! Das muss man sich mal vor Augen führen. Selbstverständlich ist die Stabilität des hier verwendeten Bambus von unabhängigen Instituten geprüft worden, denn es müssen ja auch gesetzliche Normen eingehalten werden! Außerdem ist Bambus leicht, so das dieses Material letztendlich alle Eigenschaften für einen optimalen Rahmenbau mitbringt, der in diesem Fall komplett in Vietnam stattfindet, der Zusammenbau aber in Deutschland.

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Ein paar Eindrücke…

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…von den Details!

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Beeindruckend wie ich finde!

 Doch wie werden die einzelnen Rohre zusammengefügt? Dazu wird ein Verbundwerkstoff aus Hanffasern benutzt und verklebt. Das hält irre stabil. Das Rad benötigt im Grunde nicht einmal eine Federgabel, da der Bambus trotz dieser enormen Stabilität die Stöße und Vibrationen auf natürliche Art und Weise während der Fahrt dämpft! 50 Stunden Handarbeit werden benötigt um ein komplettes Fahrrad herzustellen. Im Gegensatz zu anderen Produktionsarten wie dem Abbau von Bodenschätzen ist die CO2-Bilanz sehr gering. Alles im allem also ein sehr vorbildliches ökologisches Produkt.

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Flink und agil, so ist das Fahrgefühl!

 Dann ging es auch schon auf die erste Test-Runde. Die Sitzposition ist sportlich da das Oberrohr kurz gehalten ist. Dadurch kommt man rasant auf ein knackiges Tempo, wenn man denn möchte. Die Lenkung ist auffällig direkt, kein bisschen träge. Roher, nackter Asphalt. Wie gemacht für dieses Bike. Passend dazu tragen die schmalen Reifen ( Continental Sport Contact II 32-622 ) bei, die dieses sportliche Fahrgefühl ebenfalls vermitteln. Mit der Bereifung wirkt es, je nach Untergrund, aber auch manchmal ein wenig hart. Sehr interessant ist aber, wie der Rahmen bei kleineren Unebenheiten nachfedert. Hier tritt die natürliche Federung spürbar zu Tage. Bei den heutigen, leider meist radunfreundlicheren Straßenverhältnissen ist das schon von Vorteil. Gerade in der Großstadt, in der sich der Commuter zu Hause fühlen soll. Das ist sein Terrain. So bin ich denn früh Morgens auch über die buckeligen Asphaltpisten der Stadt zur Arbeit gesaust. An den diversen leichten bis knackigen Anstiegen überzeugte die Übersetzung und brachte mich nicht an meine Grenzen. Überraschend quirlig ging es sogar aufwärts ohne das meine Lunge kollabierte. Sehr schön.

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Durchdachte Ausstattungsmerkmale.

 Die Auswahl an den Komponenten ist auffällig durchdacht. Die knackige Shimano Alfine 8-Gang-Nabenschaltung ist absolut präzise beim Gangwechsel, macht hier Sinn und ist erste Wahl. Die Züge sind pfiffig verlegt, lediglich die der Bremsen scheuern etwas an der Starrgabel und könnten auf Dauer zu Lackschäden führen. Die hydraulischen Scheibenbremsen von Shimano packen kräftig zu und sind mit 160 mm ausreichend groß dimensioniert! Rutschfeste Pedale bringen erhöhte Sicherheit. Die sind dazu noch breit, aber nicht überproportioniert. Dafür sehr bequem für die Füße, denn sie ermüden dadurch nicht so schnell. Ganz neu im Programm und auch einzeln erhältlich sind sogar absolut stabile Pedale aus 30% recycelten Plastik und 70% Biokunststoff, in dem Fall aus Reisresten! Lustiger Nebeneffekt: sie riechen sogar angenehm leicht karamellisiert durch das Herstellungsverfahren! Auch wenn niemand auf die Idee kommen würde an seinen Pedalen zu schnüffeln.

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Verschiedene Ausstattungsmöglichkeiten sind möglich und geben dem Rad einen weiteren schönen Look! (Foto: URBAM BIKE)

 Die Griffe aus hellen Leinen passen optisch gut zum Bike und fühlen sich auch recht gut an. Wie sie aber nach einiger Zeit und verschwitzten Händen aussehen können steht auf einem anderen Blatt und vermag ich nicht zu sagen. Vom Gewicht her, und das ist auch interessant, wiegt das Bike ähnlich wie andere Fahrräder dieses Genres. Aber beim radeln selber hat man eindeutig das Gefühl ein Leichtgewicht zu fahren. Der reine Rahmen liegt übrigens bei knapp 2,9 kg, das getestete Rad insgesamt bei angenehmen 12,5 kg!

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Bequeme und gutaussehende Griffe (links), deutlich zu erkennende Hanffasern bei den Verbindungen (rechts).

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Macht auf der Piste was her, der Commuter!

 Mein Test-Rad war puristisch gehalten, kleine Änderungen zur Serie sind möglich!  Es war ohne Dynamo-Licht, Gepäckträger und Schutzblechen ausgestattet. Die gibt es aber als Option. Es gibt sogar Schutzbleche, die pfiffigerweise ebenfalls aus Bambus sind!  Außerdem einige andere Ausstattungsvarianten, je nach Geschmack. Kundenwünsche sind kein Problem. Wenn jemand zum Beispiel eine gefederte Gabel haben möchte, würde auch dies gehen. Mir hat das fahren dieses außergewöhnlichen Rades richtig Spaß gemacht. Die recht sportliche Haltung ist für mich persönlich zwar nicht ganz ideal, aber doch gerade für die meisten Kunden so eines Radtyps maßgeblich eine wesentlicher Teil der Kaufentscheidung!

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Zu erkennen ist hier die Befestigungsmöglichkeit für das hintere Schutzblech.

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Ein Schnellspanner ist technisch nicht möglich, trotzdem eine gelungene Integration der Sattelstütze.

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Detailaufnahme der hinteren Streben.

Das radeln mit dem URBAM-Bike macht Laune und zieht die Blicke magisch auf sich. Immer wieder musste ich Fragen zu dem Bike beantworten. Sogar der Oberbürgermeister der Stadt Essen, Thomas Kufen, staunte über dieses Bambus Bike, das ja nicht so oft über die Straßen und Radwege rollt. Scherzeshalber kann man sogar sagen , das man früher Kontakte geknüpft hat wenn man seinen Hund ausgeführt hat, heute hat die gleiche Wirkung dieses Fahrrad aus Bambus! In Zeiten, in denen die Leute immer mehr Wert auf Individualität legen kommt dieses Bike gerade recht. Es ist nicht unbedingt ein Rad für überdurchschnittlich lange Strecken, aber im modernen urbanen Lebensraum, für die Fahrt in die Stadt, zur Arbeit oder zum Café um sich mit Freunden zu treffen genau die richtige Wahl. Flink wuselt es durch den Verkehr und ist ein verlässlicher Begleiter. Der Preis von rund 2190€ ist auf den ersten Blick recht hoch, doch muss man bedenken, das hier echte Handarbeit dahinter steckt. Jedes Fahrrad ist sowohl ein Unikat als auch ein Kunstwerk, und keins von der Stange!

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Erstaunt war auch der Oberbürgermeister der Stadt Essen, Thomas Kufen, über diese Art von Fahrrad!

Das gefahrene Bike gibt es bemerkenswerter Weise sogar als eBike-Version! Es ist dann ausgestattet mit dem immer beliebter werdenden Pendix-Motor, der auch leicht zum Nachrüsten geeignet ist! Die Reichweite beim „E-Commuter“ wird hier mit rund 100 km angebenen. Außerdem gibt es noch weitere Modelle von URBAM. Zum einen ist da das „Single Speed“-Modell, das es in zwei Ausstattungsvarianten gibt und zum anderen das schicke „City“-Modell, das klassischen Style mit Moderne verbindet. Dazu noch das Modell „City Low“ mit Frontgepäckträger in Verbindung mit einer passenden Bambus-Kiste, das für die Damen einen netten Auftritt in der Stadt bietet. Wer sich also mal über das Gesamtprogramm der Marke URBAM informieren möchte, sollte sich einmal auf deren Homepage umschauen.

www.urbam.bike

www.pendix.de


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MOMENTE: Die CYCLINGWORLD in Düsseldorf erfüllt alle Erwartungen

Und ich glaube, das ist nicht nur mein Empfinden! Zwei Tage Messe in einer stimmungsvollen Location und draußen auf dem Testparcours mit Sonnenschein bestes Wetter. Radlerherz, was willst du mehr? Wer das Areal Böhler in Düsseldorf noch nicht kannte, dem wurde direkt beim Betreten der alten Schmiedehalle direkt vor Augen geführt das dies keine normale Radmesse wird. Schon im Vorfeld wurde klar, das bei den angesagten Ausstellern eine tolle Bandbreite gezeigt werden musste. Da fällt mein Resumé dann auch sehr positiv aus!  Auch im Gespräch mit diversen Besuchern und Ausstellern habe ich gemerkt, das hier die Stimmung ebenfalls durchweg positiv war. Anders kann man das nicht beschreiben.

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Fred Feuerstein lässt grüßen…

 Direkt am Eingang gab es schon die ersten Kuriositäten oder auch „Bike Art“ zu bestaunen. Ein Fahrrad in Fred Feuerstein-Manier aus Holz sieht man auch nicht alle Tage. Ein anderer Künstler, Axel Nass, hatte ebenfalls einige spannende mögliche und unmögliche – im positiven Sinne – Fahrräder mitgebracht. Da konnte man schon staunen was er an Kreativität an den Tag legt!

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„Bike Art“ von Axel Nass

 Die edle englische Radmanufaktur „The Light Blue“ aus Cambridge – gegründet im Jahre 1895 und noch immer in Familienbesitz – zeigte einige formschöne Modern Bikes und Retro-Räder. Viele kleine Details machen diese Bikes aus. Und mit Stolz wird so das Wappen der Marke am Steuerrohr getragen. Da kann ich echt noch mal ins Grübeln kommen um mir nicht doch noch sein hervorragendes Rad zuzulegen…leider bin ich nicht Dagobert Duck!

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Praktisches Cargo-Bike von Dolly

 Der nächste Stand war der von Dolly. Thema hier waren Cargo-Bikes. Ein Rad gab es mit speziellem Aufbau, das eher für Kleinbetriebe gedacht ist. In der großen Kiste kann man allerhand Werkzeug verstauen und ist in der Großstadt als Handwerker mit Sicherheit sehr mobil. Tolle Sache. Die anderen Cargo-Bikes waren für Familien gedacht. Die formschöne Wanne kann man mit allerlei Zubehör ausstatten wie zum Beispiel Sitzbank, Maxi Cosi Halterung und Regendach. Dazu gibt es die Wanne in zwölf Farben. Das ganze wird ausgestattet mit dem E-Volt System für Vorderradmotoren. Mich hat aber eher der leicht zu handhabende PENDIX-Mittel-Motor überzeugt. Er bietet eine Unterstützung in drei Stufen und hatte in der  Ausstattung vor Ort eine Akkuleistung von 300 Wh und einer Reichweite von ungefähr 50 – 80 Kilometern. Eine größere Kapazität wird aber demnächst verfügbar sein! Das Gespräch mit dem Aussteller war sehr angenehm, informativ und interessant. Super!

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Charakter durch tolle Farben bei SWETT

 Aber das war es ehrlich gesagt überall. Egal mit wem man ins Gespräch kam, alle waren ganz entspannt und freundlich. Keiner verfiel in Hektik, jeder nahm sich viel Zeit für meine Fragen. Genauso am Stand von SWETT – Custom Cycles aus den Niederlanden wo ich mit dem Gründer Peter-Paul über den tollen individuellen Charakter seiner Räder fachsimpelte. Die Räder haben Stil, sind unverwechselbar und die Lackierung ist in allen erdenklichen Wunsch-Farben möglich. Wobei dort mit viel Liebe zum Detail gearbeitet wird. So standen hier sechs Bikes mit dem komplett gleichen Rahmen, doch  allein durch die filigrane Lackierung stellte jedes Rad ein Höchstmaß an Individualität dar! Eine tolle Sache! Am Ende bekam ich dann noch eine coole Bierflasche der hauseigenen Marke mit auf den Weg. Vielen Dank also nochmal.

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Hauseigenes Bier im Flaschenhalter!

 Spannend war auch der Stand von hinterher. Fahrradanhänger für so ziemlich jeden Bedarf bietet dieses Münchener Unternehmen an. Die pfiffigen Detaillösungen haben schon so manche Fachjury überzeugt und so wurden schon etliche Preise eingeheimst. Auch Prototypen für kommende Anhänger wurden mir dort gezeigt. Ich kann nur sagen, die Jungs sind echt erfinderisch was Lösungsansätze und Details angeht. Produziert werden die Anhänger übrigens fast ausschließlich regional. Wer also jemals an eine Anschaffung eines Fahrradanhängers gedacht hat, der sollte sich mal auf deren Homepage umschauen. Da findet sich sogar als – leider – Einzelstück ein transportabler Kickertisch! Schon krass!

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Durchdachte Fahrradanhänger von hinterher


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Das alles in den verschiedensten Größen!

 Eine Reise zurück in die Zeit gab es auch. Das Deutsche Fahrradmuseum präsentierte passend zum Thema „200 Jahre Fahrrad“ einmal mehr allerlei Schätze längst vergangener Tage. Ob ein altes Hochrad, ein Fahrrad aus Holz oder betagte Räder von Opel und Peugeot,  allesamt zogen sie erstaunte Blicke auf sich. Und zum ausprobieren gab es dort auch einige Stücke. Darunter ebenfalls für Mutige ein Hochrad!

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Hochrad aus der Ausstellung des Deutschen Fahrradmuseums

Angesagt scheint das Thema „Retro“ und „Vintage“ zu sein. Es waren einige Aussteller da, darunter auch Upcycles, die außergewöhnliche Räder dieser Gattung präsentierten. Ob nur auf „alt“ gemacht oder mit viel Detailverliebtheit wieder aufbereitet – ich fand dies unheimlich Interessant. Keine Fahrräder von der Stange, sondern jedes ausgestattet mit dem Charme alter Zeiten. Das kam gut an beim Besucherpublikum.

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Wenn das mal nicht cool ist!

 Große Beliebtheit konnte ich auch den Fatbikes und Beachcruisern bescheinigen. Mit verschiedenen e-Motoren angetrieben und individuellem Design konzipiert, gab es hier eine ganze Menge zu bestaunen. Wattitud aus Belgien hatte eine ordentliche Vielfalt vor Ort. Das Klapprad e-Bob mit seinen breiten Schluffen war sehr beliebt auf dem Testparcours. Das Unternehmen zeigte aber auch seine Oldschool-Bikes, die schon stark an klassische Motorräder erinnerten. Die Räder sollen Spaß machen und wenn man in die Gesichter der Leute schaute, die diese Bikes getestet haben, taten sie es auch. Aber auch Ruff Cycle zeigte solche Räder, die vom Fahrverhalten her schon fast einer echten Harley Davidson nahekommen! Im höherpreisigen Segment vertreten bekommt man hier ein Bike mit Mittelmotor von Bosch, das zwar eine Nische besetzt, aber definitiv seine Liebhaber finden wird!

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Vielseitige Auswahlmöglichkeiten was die Farben angeht bei WATTITUD


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Krasses e-Bike von RUFF CYCLES. Schon eher Motorrrad als Fahrrad!

 Möglichkeiten mal nach der ganzen Zeit eine Pause einzulegen gab es natürlich auch. Die kleinen Oasen in der Mitte und an der Seite der Halle boten eine gute Gelegenheit um einmal zu verschnaufen und zu sich zu stärken um sich dann um so mehr wieder ins Getümmel zu stürzen. Die Preise dort kamen allerdings auch von einem anderen Stern…

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Have a break


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Umlagert – der Stand von COBI

 Der Stand von COBI war dann auch mein nächster Halt. Sogar Carsten Lindstedt, der Co-Founder der Firma, war vor Ort und musste zahlreiche Fragen der Besucher beantworten. So dann auch meine. Endlich lernte man sich mal persönlich kennen! Ein wirklich interessantes und nettes Gespräch! Carsten zeigte mir dann auch im Dashboard – also dem Homescreen der COBI-App – was schon bald für die User zur Verfügung stehen wird. Der Fitness-Bereich, der bisher eher noch ein Schattendasein geführt hat, wird endlich enorm aufgewertet und viele Fitnessfunktionen wie zum Beispiel Herz- und Trittfrequenz, Durchschnittswerte oder sogar eventuell die erzeugte Watt-Anzahl werden dann verfügbar sein sowie benutzerfreundlich dargestellt werden. Doch Achtung: die finale Fassung muss das noch nicht sein, Änderungen und weitere Funktionen sind durchaus noch möglich! Stichwort: Individualisierung! Das klang alles sehr spannend! Auch Heiko Schweickhardt, ebenfalls Co-Founder und Chef der Software-Entwicklung,  war am Stand und plauderte ein wenig aus dem Nähkästchen und hörte sich meine Meinung und Eindrücke gerne an. Es hat mir dort wirklich sehr viel Spaß gemacht. Zu sehen wie enthusiastisch die Jungs von „ihrem“ Produkt erzählen war schon schön zu erleben. Wer meinen Blog verfolgt, der weiß das ich schon einige Artikel zu COBI geschrieben habe. Auch weiterhin werde ich diese Geschichte mit Interesse verfolgen!

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So oder ähnlich wird es bald im Fitness-Bereich der App aussehen…


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Carsten Lindstedt beantwortet Fragen der Kunden

 Einen kleinen, unscheinbaren Stand gab es bei URBAM Bike. Fahrräder aus Bambus, dem ein oder anderen wird das schon mal zu Gehör gekommen sein. Hier fiel mir direkt das Modell „Single Speed/ Fixie“ auf. Durch seinen filigranen, nach vorne geführten Lenker und seinen pechschwarzen Felgen und Pneus ein echter Hingucker. Ein sehr nettes Gespräch entwickelte sich hier. Eine Frage die immer wieder auftaucht ist natürlich die der Haltbarkeit. Doch die Bikes sind wirklich vergleichbar mit der Stabilität von Stahl und Aluminium! Unabhängige Tests haben das bereits erwiesen! Doch der Vorteil ist hier, das der Bambus hier die Fahrt über Unebenheiten auf natürliche Art und Weise dämpft und so ein komfortables Radfahren ermöglicht. Außerdem ist der Rahmen dazu sehr leicht. Der ökologische Aspekt ist auch nicht von der Hand zu weisen. Bambus wächst 3-5 Jahre, Holz zum Beispiel braucht 20-25 Jahre um nachzuwachsen! Interessant ist, das gar nicht nachgepflanzt werden muss, dank der Wurzelstruktur dieser Pflanze! Jedenfalls finde ich diese Räder phänomenal. Eine Proberunde auf dem Fixie beeindruckte mich sehr! Irre finde ich, das die Bambusrohre mit Hilfe eines Verbundwerkstoffes aus Hanffasern verbunden werden und es keinerlei Einschränkungen gibt. Schön sieht es dazu noch aus! URBAM bietet zum Fixie noch den sogenannten Premium Commuter mit 8-Gang oder MTB-Schaltsystem. Ein perfektes Pendler-Rad! Das hat mir sehr gut gefallen! Tolle Sache!

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Wunderschöne Bikes aus Bambus von URBAM

 Fixies gab es auch aus den USA zu bestaunen. Die Marke PURE FIX CYCLES aus Los Angeles hat nun auch den deutschen Markt ins Auge gefasst und bietet minimalistische, aber wunderbar designte Bikes an. Dazu gibt es viele Farbvarianten. Die Bikes der Glow Series leuchten sogar bei Nacht! Cool! Und selbst an Fixies für Kids wurde gedacht. Typisch USA wie ich finde. Auch hier am Stand gab es ein nettes Gespräch auf Englisch. So erfuhr ich, das die Europazentrale nun in den Niederlanden beheimatet ist und das verschicken der Bikes mit dem Paketdienst nach Deutschland mit knapp 50€ doch noch relativ human ist. Wer auf puristische Bikes abfährt, der scheint hier gut aufgehoben zu sein. In den USA ist die Marke jedenfalls sehr populär.

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Minimalistisch und cool, die Bikes von PURE FIXIE aus Los Angeles

 Nun noch einmal zurück zum Thema Cargo-Bikes. Die französische Marke DOUZE Cycles zeigte ihr Konzept eines solchen Bikes. Dazu habe ich hier mal ein kleines Video eingestellt wie pfiffig hier an praktikablen Lösungen gedacht wurde. Die Leute an diesem Stand waren ebenfalls sehr freundlich, auch wenn der Mischmasch aus englischer und französischer Sprache schon lustig war. Jedenfalls bietet die innovative Seilzuglenkung einen Einschlag der Gabel von 75°. Dazu kann man das Rad in wenigen Augenblicken in zwei Hälften teilen und somit auch im Auto transportieren! Die Ladefläche des Cargo-Bikes gibt es in drei verschiedenen Längen, 8(!) verschiedene Antriebe stehen zur Auswahl und das Ganze garniert mit äußerst praktischem Zubehör wie verschiedenen Wannen und Kisten. Je nach Bedarf. Getestet habe ich zwei Bikes der Marke. Beide mit Elektro-Antrieb. Und ich muss gestehen, ich war wirklich begeistert. Das Fahrverhalten ist ziemlich ähnlich wenn nicht genauso wie bei einem normalen Fahrrad. Die Beschleunigung war flott, das Kurvenverhalten völlig unproblematisch. Ein gelungenes, praktikables und durchdachtes Cargo-Bike. Käme bei mir schon ganz weit vorne auf die Liste!

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Eine Variante des Cargo-Bikes von DOUZE Cycles

 Apropos Cargo-Bikes. Ein weiteres habe ich noch getestet. Ein ziemlich extremes großes. Das YUBA Mundo V5 ist ein echtes Schwergewicht. Der Gepäckträger verträgt satte 200 kg(!), bietet Kindersitzbank, man kann damit durch ein ausgeklügeltes System ein anderes Fahrrad richtig abschleppen (!), es gibt den BionX Motor optional (getestet in dieser Version) und noch allerlei anderes Zubehör. Entweder ist das eine richtige Familienkutsche oder man kann mit Aufbauten zum Beispiel daraus einen Verkaufsstand machen. Alles ist möglich. Das fand ich sehr interessant. Zwar muss man sich zuerst an das anfangs schwammige Gefühl auf den ersten Metern gewöhnen, doch je schneller man wird, desto sicherer wird das Handling. Tolles Konzept.

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Stechen aus der Masse heraus, sind schick…


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…und fahren sich sehr gut! E-Bikes der Marke ELBY!

 Das Testen diverser Bikes war an beiden Tagen möglich und wurde bei dem tollen Wetter sehr gut angenommen. Ich denke, die Aussteller werden zufrieden sein. Ich auch, denn ich konnte so ein paar wirklich interessante Fahrräder und E-Bikes ausprobieren. Darunter das ELBY, welches in Kanada und den USA zuerst im Jahre 2015 an den Start gegangen ist. Durch sein innovatives Design sticht es aus der Masse an E-Bikes positiv heraus. Konzipiert für Leute zwischen 1,50 und 2 Metern kann es somit jeder problemlos fahren. Angetrieben durch den BionX D-Motor lässt es sich flott und äußerst komfortabel fahren und soll eine Reichweite von rund 135 km erreichen. Eine Schaltung ist dabei nicht vorgesehen, das Rad ist als Singlespeed ausgelegt. Der absolut lautlose Antrieb macht richtig Spaß. Das Display des BionX ist gut ablesbar, kann aber sogar mit einem Smartphone und der Elby App ersetzt werden. Klasse Detail. Erhältlich ist das Elby in 5 Farben. Allesamt waren sie vor Ort und alle sahen sie wirklich toll in ihrem Farbton aus. Besonders das schwarze Modell mit den blauen Schriftzügen fand ich ansprechend. Übrigens hat das Elby bei der Eurobike sogar einen Award gewonnen! Mir hat dieses E-Bike sehr gut gefallen.

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Schützen und sehen gut aus diese MELON Helme

 Ihr seht schon, es gab eine Menge auf der CYCLINGWORLD zu bestaunen. Zubehör gab es natürlich auch. Händler, die aus gebrauchten Fahrradschläuchen Blumenvasen oder Portemonnaise machen oder auch Aussteller, die ihre kreativen Helme zeigten wie zum Beispiel Melon aus – hey, meiner Heimatstadt Essen! Buntes, auffälliges oder aber auch dezenteres Design zeichnen die Helme aus. Eingeheimst wurde auch hier schon ein Eurobike Award sowie ein red dot Award. Cooles Aussehen im urbanen Dschungel, prima Sache. Auch ich habe nun einen Helm der Marke auf meinem Radar. Verraten tue ich aber noch nicht welcher es wird!

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Anders. Die Bikes von YouMo!


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Schon mal die Tour de France geradelt?

 Desweiteren gab es Filmvorführungen von den Hardbreakers und von Pedelec Adventures sowie Radsportnostalgie mit „Vive le Tour“ aus dem Jahre 1962! Das Cycle Cafe war vor Ort und präsentierte ihr Ladies-Team, UPS stellte sein Lastenfahrrad vor, welches auf den letzten Kilometern zum Kunden zum Einsatz kommen wird und so für eine spürbare Entlastung der Straßen sorgen wird. UPS gibt dahingehend ordentlich Gas. Man kann da nur auf Unterstützung von Städten und Kommunen hoffen. Koga und ROSE waren auch da und zeigten ihr Produktfolio. GIANT ließ auch seine Räder vom Publikum testen und draußen vor dem Eingang konnte man mit dem Rennrad auf der Rolle und einer VR-Brille Streckenabschnitte der Tour de France nachfahren. Der Start der Tour findet dieses Jahr nämlich übrigens in Düsseldorf statt.  Eine witzige Geschichte gibt es von der noch jungen Firma YOUMO erzählen. Davon wird es aber demnächst noch mal einen gesonderten Artikel geben! Toll fand ich, das ich endlich mal das Textil-Schloss von Tex-Lock in der Hand halten konnte. Vor kurzem hatte ich ja noch über die mittlerweile sehr erfolgreiche Kickstarter-Kampagne und dem raffinierten Schloss des Start-Ups berichtet. Ich muss sagen, das Schloss hat mich vom Design und vom Gewicht her sehr beeindruckt. Es gab noch so viel mehr zu bestaunen, doch das wird langsam zuviel dies alles aufzuzählen. Deshalb schaut doch einfach mal hier in die Fotogalerie rein, dort findet ihr noch mehr Fotos mit Eindrücken von der CYCLINGWORLD! Und wer noch auf bewegte Bilder steht, kann auch einmal auf meinem youTube-Kanal gucken!

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Sooooo viel gab es auf der Messe zu bestaunen und auszuprobieren!

Mein persönliches FAZIT der ersten Ausgabe der gut besuchten CYCLINGWORLD ist durchweg positiv und erfüllt alle meine Erwartungen! Im Gespräch mit Besuchern war immer wieder zu hören, das die Messe eine „relativ kleine“, aber äußerst feine Ausstellung darstellte. Die Leute waren schlicht begeistert. Ein Händler sagte mir sogar, das sie ihm sogar besser gefiel als die Berliner Fahrradschau Anfang März diesen Jahres. Das kann ich nicht beurteilen weil ich nicht da war, aber die CYCLINGWORLD hat mir ein ungemein breites Spektrum rund um das Thema Fahrrad, Radfahren und Radkultur geboten. Die Macher der Messe, Stefan Maly und Thorsten Abels, bewiesen ein feines Gespür für die Auswahl an Ausstellern und dem Programm. Großes Thema schien für mich die Individualität zu sein. Die Leuten wollen sich mit ihren Rädern von der Masse abheben, einzigartig sein. Hier bekamen sie Anregungen dafür. Retro und Vintage ist nach wie vor beliebt und fand reges Interesse. Außerdem schliesst dies nicht den e-Mobility-Bereich aus wie man hier deutlich sehen konnte! Im Gegenteil. Eine rundherum gelungene Ausstellung wie ich finde. Man darf gespannt sein was die beiden nächstes Jahr aus den Hut zaubern werden…es wird garantiert wieder spannend!

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TEST: Headband und Licht von „The Friendly Swede“

 Ab und zu bekomme ich als Blogger Anfragen um Produkte zu testen. Das ist ganz normal und passiert vielen Bloggern. Ich teste aber nur Produkte die ich selber für interessant halte und die auch bei meiner Leserschaft auf Interesse stoßen könnten. Finanzielle Unterstützung bekomme ich dafür nicht! Angeboten wird mir hin und wieder die Test-Produkte zu behalten. So auch in diesem Fall. Es hat aber keinerlei Einfluss auf meine Berichterstattung. Das mache ich auch vorher jedem klar und darauf lege ich sehr viel wert. Dies erst mal vorweg. Nun zu den beiden Produkten, die ihr sogar in diesem Falle am Ende  des Artikels mit etwas Glück gewinnen könnt…

The Friendly Swede, bikingtom, Test, Stirnband

Die Verpackung der Headbands.

 Fangen wir an mit dem Headband von „The Friendly Swede“. Das Produkt kommt, wie man unschwer erkennen kann, aus Schweden. Dort weht manchmal ein kühles Lüftchen und deswegen kann der ein oder andere dort, aber auch hierzulande, mit Sicherheit ein Stirnband gebrauchen. Jeder also, der irgendwo Outdoor unterwegs ist. Ich habe sie standesgemäß natürlich beim Radfahren getestet! Unter anderem auf dem Weg Morgens zur Arbeit, bei knackigen 4 Grad. In der einfachen, aber netten Verpackung befinden sich übrigens 2 Exemplare! Und die wirken keineswegs billig, sondern hochwertig und schön. Das erste Anfassen und Berühren entlockte mir zuerst ein „die sind aber weich…und so dünn“. Und so ist auch das Tragegefühl. Das Headband ist so was von weich und angenehm zu tragen. Dazu kommt das sehr geringe Gewicht, so das ich mich tatsächlich selber erwischt habe, wie ich prüfend nach dem Stirnband getastet habe, ob es noch da ist! Trotz Einheitsgröße und meinem relativ kleinen Kopfumfang war ein Verrutschen nicht möglich. Alles saß am Ende der Fahrten noch genauso am Kopf wie zu Beginn der Touren.  Sehr schön.

 Bei der Dünne des Materials hatte ich allerdings zuerst Bedenken, ob dies überhaupt ansatzweise warmhalten kann. Das Stirnband besteht aus rund 93 % Polyester und 7 % Elastan. Auf den ersten Metern meint man wirklich, das da ordentlich die Kälte durchkommt. Doch das täuscht und  in Wirklichkeit war ich überrascht wie warm meine Ohren gehalten wurden! Das empfand ich als sehr angenehm. Bei Minus-Graden könnte es etwas anders aussehen, aber für kühle und frische Tage im einstelligen Plus-Bereich ist das Headband ideal. Nicht nur für Radfahrer, sondern für jegliche Bewegungen an der frischen Luft. Ein formschönes Design geht einher mit sauber vernähten Rändern.

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Das Headband umschließt hervorragend die Ohren und sitzt perfekt.

FAZIT: Für mich ein gelungenes, hochwertiges und sehr angenehm zu tragendes  Produkt, das dazu mit einem Preis von momentan 13,99€ bei Amazon für 2 Exemplare recht günstig ist und mit teuren anderen Headbands durchaus mithalten kann. Ganz klar also hier eine Empfehlung von mir!

Kommen wir nun zum zweiten Produkt des „freundlichen Schweden“. Im 2er-Set gibt es die LED-Fahrradbeleuchtung. Eingebettet in einer Silikon-Ummantelung, die wasserdicht ist, sitzen jeweils die sieben LEDs. Ein Licht ist als Vorderlicht gedacht (weiß), das andere dann natürlich als Rücklicht (rot). Die Lampen besitzen jeweils 3 Blink-Modi, wobei ich dies beim Vorderlicht eher für unnötig halte, da permanentes Blinken den Gegenverkehr sehr leicht irritieren kann. Aber es gibt ja auch noch andere Einsatzzwecke als das Radfahren. Durch drücken der Silikontaste schaltet man zwischen den einzelnen Modi hin- und her.

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Vorderansicht der Lampen

 Durch die leicht zu dehnenden Silikon-Bänder können die Lichter leicht am Lenker oder aber auch Sattelstütze befestigt werden. Ein bisschen Platz wird dabei aber benötigt, da sie im Gegensatz zu vielen anderen vergleichbaren Fahrradbeleuchtungen etwas größer dimensioniert sind. Das ist aber nicht unbedingt ein Nachteil. Als Ersatz für die „normale“ Fahrradbeleuchtung sehe ich dieses Produkt allerdings nicht (hat auch keine StZVO!), sondern als sehr gutes Zusatzlicht. Die Leuchtkraft ist angenehm hell (vorne), kann aber natürlich nicht mit einer „normalen“ Fahrradlampe mithalten. Der Lichtkegel ist komplett rund und relativ klein. Das Rücklicht leuchtet intensiv, verschwimmt aber etwas dadurch, das die LED’s auch durch das Silikonband schimmern und so das Gesamtbild etwas diffus ist. Sieht zwar in dem Fall gut aus, aber auf einsameren Straßen kann das eventuell irritieren.

Test bikingtom, Fahrradbeleuchtung, The Friendly Swede

Das Licht schimmert deutlich durch das Silikonband.

Betrieben werden die Lampen mit drei AAA-Batterien, die bis zu 50 Stunden halten sollen. Mir persönlich wäre ein kleiner USB-Akku lieber, aber in dem Preissegment ist dies dann auch eher selten anzutreffen. Daher geht das in Ordnung. Der Verschluss ist mit kleinen,

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Diese sieben schönen LEDs erzeugen aber nur einen kleinen und runden Lichtkegel.

feinen Schrauben versehen. Wenn man sie nicht korrekt wieder einsetzt, könnte hier die Schwachstelle für das Eindringen von Wasser bei Regen sein. Das Ganze finde ich etwas fummelig. Ebenso die Silikonhülle auf- und abzuziehen. Dafür ist es aber dann auch dicht! Wenn man aber gewissenhaft darauf achtet wie man die Lampen behandelt, wird man eine Menge Freude damit haben. Der Preis bei diesem Produkt liegt momentan bei sparsamen 9,99€ bei amazon!

FAZIT: Die Lampen sind eine gute Ergänzung, aber kein vollwertiger Ersatz einer hochwertigen Radbeleuchtung. Die Leuchtkraft ist erfreulich gut beim weißen Licht, markant beim roten Licht. Dort aber eher als diffus einzustufen. Prima das die Lampen wasserdicht und leicht an Lenker oder Sattelstange anzubringen sind. Da das Platzangebot am Lenker heutzutage eher gering ist (Navi, Smartphone), sind sie für meinen Geschmack etwas zu groß. Bekanntlich ( und zum Glück ) gibt es aber ja auch andere Geschmäcker. Wer für den Stadtverkehr eine Zusatzbeleuchtung sucht, fährt und radelt mit dieser Lösung ganz gut. Für die Fahrten im dunkleren Terrain würde ich aber  abraten. Es kommt halt auf den Einsatzzweck an.

Wenn ihr jetzt gerne eines dieser Produkte GEWINNEN möchtet um ihn in eurem Radhaushalt zu nutzen,
schreibt einfach eine Email an biking.tom@gmx.de mit dem Kennwort „HEADBAND - The Friendly Swede"
für das Stirnband oder "LEDs - The Friendly Swede" wenn ihr lieber die Fahrradbeleuchtung haben 
möchtet. Bitte vergesst eure Anschrift mit vollständigen Namen nicht anzugeben. Viel Glück!
EINSENDESCHLUSS ist der 2.4.2017!!!

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INFO: Gut gelaufen, die Demo für den Radschnellweg Ruhr RS1 in Essen

 Nach großem medialen Interesse im Vorfeld der Demo für den Radschnellweg Ruhr RS1  am Essener Eltingviertel  kamen bei besten Wetter über 100 Teilnehmer. Der ADFC Essen trug durch Frank Rosinger noch einmal die Forderungen vor, den Radschnellweg RS1 so schnell wie möglich weiterzubauen, ohne den Damm und die Brücken im Eltingviertel abzureißen.  (Hier der Link zum Thema und worum es überhaupt geht!  Stand:  27.1.2017) Denn ein kreuzungsfreier Radschnellweg ist unabdingbar. An der UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung) am Gelände der EVONIK wird man nicht herumkommen, eine Alternativroute für die Zeit ist in Planung. Davor und dahinter allerdings muss der Bau in Richtung Bochum sofort angegangen werden! Da aber der Radschnellweg nun zum ersten mal im Range einer Landesstraße steht und juristisches Neuland betreten wird, muss jetzt dringend geprüft werden, ob so eine UVP in dem Maße überhaupt angewandt werden muss! Das wird jetzt angeblich zügig schon in den nächsten Wochen u.a. auch von NRW-Verkehrsminister  Groschek geprüft. Einen ersten Teilerfolg gab es schon zu begrüßen: für den östlichen Teil hinter EVONIK hat die Bezirksregierung Düsseldorf jetzt grünes Licht gegeben! Für den westlichen Teil zwischen Univiertel und EVONIK ist nun der Ausschuss für Stadtentwicklung  und Stadtplanung (ASP) und Stadtdirektor Best zuständig. Letzterer stand in letzter Zeit zum Thema Eltingviertel und RS1 heftig in der Kritik.

Eltingviertel, Essen, Radschnellweg, RS1

Illustration von Mirko Sehnke, ADFC Essen

 Auch auf Grund der massiven Berichterstattung von Verbänden wie dem ADFC und EFI (Essener Fahrrad Initiative) sowie den sozialen Medien, wird aber nun hoffentlich endlich etwas passieren! Ebenso waren Reporter des ZDF, RTL, WDR und radioessen vor Ort. Das zeigte deutlich, wie groß das Interesse mittlerweile an diesem Thema ist. Schließlich gilt der RS1 als eine Art Vorbild auch für andere Radschnellweg-Projekte in Deutschland!

Demo, Radschnellweg, Ruhr, RS1, Stadt Essen

 Die Teilnehmer zeigten sich im Gespräch allesamt positiv gestimmt und meinten durchweg das diese Demo ein Erfolg war. Danke an dieser Stelle auch an die Polizei Essen, die wirklich sehr hilfsbereit und tatkräftig für eine gelungene Veranstaltung beitrug!

Stadt Essen, Radschnellweg, ADFC, EFI, bikingtom

 Sehr interessant war auch nach der eigentlichen Info-Veranstaltung die spontane Einladung von Rolf Fliß von den GRÜNEN und Ratsmitglied der Stadt Essen, gemeinsam mit ihm eine kurze Radtour zu den Punkten zu machen, um die es hier ging. Rund 70 Teilnehmer radelten hier noch mit und erfuhren hierbei noch einige sehr informative Dinge. Wie ich finde war dies sehr gelungen und kam gut an.

Demo, Radschnellweg, RS1, Ruhr, Stadt Essen

 Jetzt heißt es für alle Beteiligten am Ball zu bleiben und die momentane Aufmerksamkeit nicht verpuffen zu lassen! Doch ich denke das wird nun nicht mehr passieren und man kann bald weiter Positives berichten! Schön wär’s allemal!

Ein aktueller Link zum Geschehen gibt es hier: Zeitung Die WAZ

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MOMENTE: Jahresrückblick 2016

 Das Jahr 2016 neigt sich gerade rapide dem Ende entgegen. Es ist nicht mehr lange bis Weihnachten, Silvester und dem neuen Jahr. Zeit also für einen kleinen Rückblick auf die Highlights des Jahres 2016. Für mich war es ein spannendes Jahr mit einigen schönen Radtouren und Erlebnissen. Doch auch weniger angenehme Überraschungen begleiteten mich zu Beginn des Jahres. Da war die schon fast unheimliche Pannenserie die mir ordentlich auf den Keks ging. Dazu kam dann noch ein blöder Felgenbruch, der aber auch nicht unbedingt zu vermeiden war. Ich hoffe damit ist mein Pech nun aufgebraucht. Informativ am Anfang diesen Jahres war auch die in meiner Heimatstadt Essen stattfindende Fahrradmesse Essen. Die ist immer gut um ein paar Ausblicke für die kommende Saison zu erhaschen und manchmal kann man auch ein paar Schnäppchen machen. Manchmal als Verkaufsmesse verschrien aber trotzdem für den ein oder anderen ein gelungenes Event war das E-Bike Festival in Dortmund. Wer nach Information rund um das Thema e-Mobilität suchte wurde hier fündig.  Apropos Messe. Bald gibt es eine weitere, sehr interessante Fahrradmesse in Düsseldorf! Geworben wird mit dem Slogan „Deutschlands neue Ausstellung für feinste Radkultur“. Man darf gespannt sein.

 Für einen weiteren Artikel habe ich mich schon im Frühjahr durch eine Menge Lektüre gewälzt um ebenfalls über ein wenig Radkultur im Bereich „Urban & Lifestyle“ zu berichten. Ich habe Produkte vorgestellt, die mir zum Thema sehr gut gefallen haben und nicht dem typischen Klischee des Radfahreroutfits unterworfen waren. Das hat mir wirklich Spaß gemacht und das ist auch gut angekommen.

 Mit zu den ersten richtigen Touren in diesem Jahr zählten die Strecken auf Texel in den Niederlanden. Ich hätte nicht gedacht, das man dort so schön radeln kann. Ich wurde eines besseren belehrt und kann die Insel nur empfehlen. Reine Erholung und Entspannung kann man dort im wahrsten Sinne des Wortes „erfahren“. Meinen alljährlichen, kleinen Radurlaub verbrachte ich diesmal in der Rhön. Ordentliche Höhenmeter wechselten sich ab mit alten Bahntrassen. Wunderbare Natur und historische Schauplätze praktisch in Hülle und Fülle. Viel Schweiß, aber auch viel Freude bereiteten mir die ausgewählten Strecken und so war dieser Radurlaub wiedermal ein absolutes Highlight!

bikingtom Jahresrückblick Rückschau 2016

Ein kleiner Ausschnitt von 2016!

Zu den schönsten Touren gehörten im Sommer auch definitiv meine Radtouren in Dänemark  um den Ringkøbingfjord und eine weitere ein Stück den Nordseeküstenradweg im Norden des Landes entlang. Eine tolle Landschaft, hervorragende Sehenswürdigkeiten und viele Eindrücke habe ich gut in Erinnerung behalten.

 Überrascht war ich auf meiner Tour durch Wien in Österreich. Ich hätte nicht gedacht das man so gut mit dem Rad durch diese sehenswerte Stadt kommen kann. Da kann man hierzulande schon mal etwas neidisch werden. Leider hatte ich nicht so viel Zeit wie ich gerne gehabt hätte um alle Sehenswürdigkeiten in Angriff zu nehmen. Aber wer mal dorthin kommt, kann Radfahren und Sightseeing problemlos miteinander verbinden. Nur zu empfehlen!

 Eine lustige Tour gab es als es hieß „1.Tag der Trinkhallen“. Gewidmet den typischen Buden im Ruhrpott, die dort jeder kennt und zu schätzen weiß. Und so wurden auf verschiedenen Radrunden die einzelnen Buden miteinander verbunden. Vor Ort gab es dann auch Programm mit Live-Musik, Kabarett und Tanz. Die Essener Runde habe ich dann mal abgeklappert und das ein oder andere, selbstverständlich alkoholfreie Bierchen getrunken. Nette Angelegenheit!

 Festgestellt habe ich dieses Jahr auch, wie sehr die digitale Welt auch beim Biken angekommen ist. Ich selber habe mir das sogenannte COBI des gleichnamigen Start-Up gekauft. Als 1-Gerät-für-Alles sozusagen. Navigation, Radcomputer, Licht, Alarmanlage und vieles mehr sind in diesem smarten System integriert. In diversen Artikeln habe ich darüber berichtet und die Resonanz war enorm. Auch wenn noch nicht alles so hundertprozentig funktioniert ist dies ein System mit Zukunft. Weitere Artikel werden bestimmt noch folgen.

 Traurig und erfreut zugleich war ich, als ich mein geliebtes ROSE-Bike verkauft habe. So zuverlässig es mich in all den Jahren auch begleitet hat, es war Zeit für eine Veränderung. Ich war auf der Suche nach einem neuen Fahrrad und hatte die Qual der Wahl. Doch gelandet bin ich wieder bei ROSE. Jetzt freue ich mich auf ein für mich ultimatives Trekkingbike. Anfang Januar 2017 wird es soweit sein, dann hole ich das neue Schätzchen ab.

 Eine große Überraschung und für mich persönlich ebenso eine große Freude war die diesjährige Teilnahme an der deutschlandweiten Aktion „Stadtradeln“. In meiner Heimatstadt Essen in der Kommune „Metropole Ruhr“ belegte mein kleines Team „bikingtom“ den ersten Platz und wurde mit der entsprechenden Urkunde in Gold ausgezeichnet. Der Empfang dafür war im Rathaus der Stadt und war ein toller Erfolg für mein Rad-„Blog“-Team!

 Insgesamt war 2016 also ein wirklich spannendes und hochinteressantes Jahr. Laut Statistik sind bisher – Stand 16.Dezember – 6575 Kilometer zu stande gekommen. Also rund 479 Kilometer mehr als im letzten Jahr. Allerdings kommen noch ein paar weitere dazu, noch bin ich am pendeln in diesem Jahr. Übrigens: als Pendler habe ich das Fahrrad bisher an 141 Tagen genutzt! Wenn man bedenkt, das man im Schnitt rund 220 Arbeitstage hat ist das schon nicht so schlecht. Und wer es noch genauer wissen will: das wären 4512 Kilometer mit dem Auto (leider kein kleines), dabei habe ich über 460 l Benzin sowie 1090,7 kg CO2 gespart…bin ich tatsächlich „nur“ etwas über 2000 Kilometer an Touren gefahren??? Hm, das wird sich wohl nächstes Jahr ändern müssen…

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# 29.11.2016

 Gestern ist es also passiert. Das erste Mal. Im Dunkeln. Nicht ganz unvorhergesehen, aber doch noch überraschend genug. Schmerzhaft war es in dem Moment zwar nicht, angenehm aber eben auch nicht. Was ich getan habe? Mich in bester Slapstick-Manier bei Glatteis mit dem Rad flach gelegt! Beim Anfahren an einer Ampel – wo es an der Stelle noch nicht glatt war! – und dem Abbiegen rechts in eine Straße – wo es dann verdammt glatt war! Und genau in der Kurve habe ich meine Perspektive bei knapp 8 km/h um 90 Grad gekippt. Ich saß dabei praktisch immer noch im Sattel, den Lenker umklammert, den linken Fuß noch auf dem dazugehörigen Pedal. Zum Glück war in dem Moment niemand anwesend. Wie hätte das auch ausgesehen? Ein Irrer der bei den frostigen Temperaturen mit dem Fahrrad unterwegs ist. Für manche ist der Anblick ja schon zuviel. Jedenfalls konnte ich mich selber schnell wieder vom Asphalt kratzen, dem heiß geliebten Rad ist auch rein gar nichts passiert. Satteltasche sei Dank! Ganz schnell wieder aufgestiegen und pfeifend so getan als ob rein nix gewesen wäre. Nur heute merke ich an der Hüfte dann doch ganz leicht die Stelle die die Straße zuerst geküsst hat. Na, halb so wild. In zwei Tagen ist da nichts mehr von zu spüren. Und was habe ich daraus gelernt? Glatteis ist doof, Hinfallen ist doof, kaputtes Rad wäre am doofsten. Und vielleicht sind Reifen mit Spikes doch gar nicht so doof? *Grübel*…

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