#28.07.2017

Man, das Wetter war diese Woche ja mal wieder leicht sprunghaft. Morgens auf dem Weg zur Arbeit war es sogar sehr frech zu mir. So könnte man es auch beschreiben. Kurz bevor ich morgens aus dem Haus gehe schaue ich standesgemäß auf die Wetter-App wie sich gleich die Wetterlage entwickeln wird. Das klappt zu 99% recht zuverlässig. An dem Tag war es anders! Die Vorhersage lautete: leichter Regen in 15 Minuten! Wenn diese Aussage kommt, dann sind es normalerweise nur ein paar wenige Tropfen, eine leichte, regendichte Jacke reicht da völlig. Da kann ich mich eigentlich gut drauf verlassen.  Denkste! Ich bin einen knappen Kilometer weit gekommen…bis sich die Schleusen öffneten! Petrus  hatte wohl vergessen das Tor zu schließen! Es regnete urplötzlich Bindfäden, so dick, das ich nicht mehr viel gesehen habe! Ich habe unter einem dünnen Baum angehalten und versucht noch schnell die Regenhose überzuziehen. Wieso zuerst die Regenhose? Ganz einfach, die Überziehschuhe hatte ich schlicht und einfach zu Hause liegen lassen, ich Knaller! So waren die Beine zwar trocken, aber die Füße in den Schuhen hatten nicht wirklich eine Chance. Die Schuhe hielten den gefühlten Monsunregen keine drei Minuten stand. Als ich auf der Arbeit ankam  genossen meine Füße Swimming-Pool-Feeling! Das Ende vom Lied? Dazu komme ich gleich noch…

Am Mittwoch hatte ich mich spontan mit Eric von URBAM BIKES auf einen Kaffee in Düsseldorf verabredet. Der aufmerksame Leser weiss, das ich vor einiger Zeit einmal ein Test-Rad aus Bambus dieser Marke da hatte um es ausgiebig probe zufahren! Diesmal war es so, das Eric ein Foto geteilt hatte, auf dem ein neues Rad von ihm zu sehen war. Eins von der Art, wovon ich seit einiger Zeit träume und ich voll Bock drauf hätte. Nämlich ein Gravelbike! Diese, für manche neumodische, Fahrrad-Gattung hat es mir angetan! Ich lechze momentan förmlich danach so ein Rad zu besitzen. Momentan vom Budget nicht drin, zu Hause bekomme ich wahrscheinlich den Vogel gezeigt, aber das Thema lässt mich nicht los. Das geborene Rad um sich perfekt auszupowern. Rennrad-Feeling – aber für’s Gelände und in einer etwas komfortableren Haltung. Ein Sportgerät sondergleichen, aber gemacht auch für Abenteuer. Eine rohe, aber charmante Seele innewohnend. Was ich damit meine? Ich habe ein passendes Video gefunden, das mein Verlangen genau wiederspiegelt! Das Video ist zwar von der Firma VOTEC, aber das macht nichts. Die Stimmung in diesem Clip ist perfekt!  Und dann war ich wie gesagt in Düsseldorf und war fasziniert von diesem Bike! Das Aussehen dieses Rads war der Hammer! Der natürliche Bambus mit den edlen, schwarzen Komponenten wie den Laufrädern von Shimano und der tollen SRAM-Schaltung. Dazu ein für die Hände komfortables Griffband. Ebenfalls in schwarz. Genau wie die Carbongabel. Was für ein Hingucker. Eine klitzekleine Runde durfte ich einmal aufsatteln. Nur ein paar Meter. Aber da war meine Seele schon verloren…

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Das URBAM Gravelbike! Einfach irre!          Foto: URBAM BIKES

Ja, und so beschäftige ich mich irgendwie gerade halt mit diesem Thema oder besser andersherum: es beschäftigt mich. Und wie das so ist, plötzlich findet man überall irgendetwas dazu. So auch auf biketour-global.de, da lohnt es sich übrigens eh einmal vorbeizuschauen! Ein toller Blog! Das Video zum Transcontinental Race ist klasse. Ist wohl schon älter, aber hat mich trotzdem in den Bann gezogen. Die Bilder sprechen für sich! In Zeitschriften findet man mittlerweile auch einiges über Cyclocross oder Gravelbikes. Anscheinend ist der Trend doch sehr stark. Mich persönlich wundert das gerade nicht mehr. 😉 Ja nu, nix überstürzen. Dafür muss erst mal die Kohle her. Also weiterhin  malochen gehen, vielleicht ergibt sich ja dann mit etwas sparen was! 😉

So, und nun noch einmal zu meinen nassen Füßen und dem Ende vom Lied. Ich schätze also mal, der Grund warum mir gerade die Nase in einer Tour läuft, ist der, das ich einfach zu lange diese nassen Füße hatte und somit mein Körper gesagt hat „soooooo nicht, Freundchen!!!“ Also selber schuld. Vorteil: ich kann mich gerade noch mehr mit dem gewissen Thema beschäftigen…

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TEST: Ein Fahrrad aus Bambus

 Ich hatte die tolle Gelegenheit einmal etwas ganz anderes zu testen und auszuprobieren. Schon mal an ein Fahrrad aus Bambus gedacht? Ich bis dato auch nicht. Also musste ich das Angebot annehmen um so etwas einfach mal zu fahren. So wurde mir das Fahrrad, Typ „Commuter“, der noch jungen Firma URBAM  aus Düsseldorf sogar nach Hause geliefert! Eric Oberlin ist Gründer der Firma und voller Tatendrang. Ich habe ihn auf der CYCLINGWORLD kennengelernt und so ergab sich schon im Vorfeld ein interessantes Gespräch. Einige Jahre hat er in Frankreich und Deutschland als Ingenieur gearbeitet bevor er sich eine Auszeit nahm und  auf Reisen ging. Dort bekam er die Idee zu diesem Projekt. Nachhaltigkeit liegt ihm am Herzen. So kam dann eins zum anderen und vor mir stand nun dieses faszinierende Rad!

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Fahrrad aus Bambus und mit Stil

 Kaum war es ausgeladen, scharrte sich meine liebe Nachbarschaft ( übrigens die Beste die man sich vorstellen kann, das nur mal am Rande! ) um mich herum und war ganz angetan. Einige meinten ich hätte das Fahrrad mit einer Art Dekor versehen. Sie waren ganz erstaunt das man ein Fahrrad aus so einem Material überhaupt konstruieren kann. Deshalb mal hier an dieser Stelle ein paar Fakten zur Haltbarkeit und Bambus allgemein. Erstmal ist Bambus ein sehr nachhaltiges Naturprodukt. Das Bambus kann nach 3-5 Jahren gewonnen werden. Holz braucht dagegen 20-25 Jahre. Das Faszinierende ist, das Bambus eine derartige Wurzelstruktur besitzt, die eine erneute Nachpflanzung nicht nötig macht! Ein kleines Wunder der Natur.

Nur wenige Jahre braucht Bambus bis es so hoch gewachsen ist!

Querschnitt des benutzten Bambus. (Foto: URBAM BIKE)

 Wer vielleicht schon einmal Fotos von den riesigen Bambus-Gerüsten beim Hochhausbau in Asien gesehen hat, der hat eventuell eine Vorstellung davon wie stabil und belastbar Bambus ist. Ähnlich wie Stahl oder Aluminium! Das muss man sich mal vor Augen führen. Selbstverständlich ist die Stabilität des hier verwendeten Bambus von unabhängigen Instituten geprüft worden, denn es müssen ja auch gesetzliche Normen eingehalten werden! Außerdem ist Bambus leicht, so das dieses Material letztendlich alle Eigenschaften für einen optimalen Rahmenbau mitbringt, der in diesem Fall komplett in Vietnam stattfindet, der Zusammenbau aber in Deutschland.

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Ein paar Eindrücke…

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…von den Details!

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Beeindruckend wie ich finde!

 Doch wie werden die einzelnen Rohre zusammengefügt? Dazu wird ein Verbundwerkstoff aus Hanffasern benutzt und verklebt. Das hält irre stabil. Das Rad benötigt im Grunde nicht einmal eine Federgabel, da der Bambus trotz dieser enormen Stabilität die Stöße und Vibrationen auf natürliche Art und Weise während der Fahrt dämpft! 50 Stunden Handarbeit werden benötigt um ein komplettes Fahrrad herzustellen. Im Gegensatz zu anderen Produktionsarten wie dem Abbau von Bodenschätzen ist die CO2-Bilanz sehr gering. Alles im allem also ein sehr vorbildliches ökologisches Produkt.

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Flink und agil, so ist das Fahrgefühl!

 Dann ging es auch schon auf die erste Test-Runde. Die Sitzposition ist sportlich da das Oberrohr kurz gehalten ist. Dadurch kommt man rasant auf ein knackiges Tempo, wenn man denn möchte. Die Lenkung ist auffällig direkt, kein bisschen träge. Roher, nackter Asphalt. Wie gemacht für dieses Bike. Passend dazu tragen die schmalen Reifen ( Continental Sport Contact II 32-622 ) bei, die dieses sportliche Fahrgefühl ebenfalls vermitteln. Mit der Bereifung wirkt es, je nach Untergrund, aber auch manchmal ein wenig hart. Sehr interessant ist aber, wie der Rahmen bei kleineren Unebenheiten nachfedert. Hier tritt die natürliche Federung spürbar zu Tage. Bei den heutigen, leider meist radunfreundlicheren Straßenverhältnissen ist das schon von Vorteil. Gerade in der Großstadt, in der sich der Commuter zu Hause fühlen soll. Das ist sein Terrain. So bin ich denn früh Morgens auch über die buckeligen Asphaltpisten der Stadt zur Arbeit gesaust. An den diversen leichten bis knackigen Anstiegen überzeugte die Übersetzung und brachte mich nicht an meine Grenzen. Überraschend quirlig ging es sogar aufwärts ohne das meine Lunge kollabierte. Sehr schön.

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Durchdachte Ausstattungsmerkmale.

 Die Auswahl an den Komponenten ist auffällig durchdacht. Die knackige Shimano Alfine 8-Gang-Nabenschaltung ist absolut präzise beim Gangwechsel, macht hier Sinn und ist erste Wahl. Die Züge sind pfiffig verlegt, lediglich die der Bremsen scheuern etwas an der Starrgabel und könnten auf Dauer zu Lackschäden führen. Die hydraulischen Scheibenbremsen von Shimano packen kräftig zu und sind mit 160 mm ausreichend groß dimensioniert! Rutschfeste Pedale bringen erhöhte Sicherheit. Die sind dazu noch breit, aber nicht überproportioniert. Dafür sehr bequem für die Füße, denn sie ermüden dadurch nicht so schnell. Ganz neu im Programm und auch einzeln erhältlich sind sogar absolut stabile Pedale aus 30% recycelten Plastik und 70% Biokunststoff, in dem Fall aus Reisresten! Lustiger Nebeneffekt: sie riechen sogar angenehm leicht karamellisiert durch das Herstellungsverfahren! Auch wenn niemand auf die Idee kommen würde an seinen Pedalen zu schnüffeln.

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Verschiedene Ausstattungsmöglichkeiten sind möglich und geben dem Rad einen weiteren schönen Look! (Foto: URBAM BIKE)

 Die Griffe aus hellen Leinen passen optisch gut zum Bike und fühlen sich auch recht gut an. Wie sie aber nach einiger Zeit und verschwitzten Händen aussehen können steht auf einem anderen Blatt und vermag ich nicht zu sagen. Vom Gewicht her, und das ist auch interessant, wiegt das Bike ähnlich wie andere Fahrräder dieses Genres. Aber beim radeln selber hat man eindeutig das Gefühl ein Leichtgewicht zu fahren. Der reine Rahmen liegt übrigens bei knapp 2,9 kg, das getestete Rad insgesamt bei angenehmen 12,5 kg!

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Bequeme und gutaussehende Griffe (links), deutlich zu erkennende Hanffasern bei den Verbindungen (rechts).

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Macht auf der Piste was her, der Commuter!

 Mein Test-Rad war puristisch gehalten, kleine Änderungen zur Serie sind möglich!  Es war ohne Dynamo-Licht, Gepäckträger und Schutzblechen ausgestattet. Die gibt es aber als Option. Es gibt sogar Schutzbleche, die pfiffigerweise ebenfalls aus Bambus sind!  Außerdem einige andere Ausstattungsvarianten, je nach Geschmack. Kundenwünsche sind kein Problem. Wenn jemand zum Beispiel eine gefederte Gabel haben möchte, würde auch dies gehen. Mir hat das fahren dieses außergewöhnlichen Rades richtig Spaß gemacht. Die recht sportliche Haltung ist für mich persönlich zwar nicht ganz ideal, aber doch gerade für die meisten Kunden so eines Radtyps maßgeblich eine wesentlicher Teil der Kaufentscheidung!

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Zu erkennen ist hier die Befestigungsmöglichkeit für das hintere Schutzblech.

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Ein Schnellspanner ist technisch nicht möglich, trotzdem eine gelungene Integration der Sattelstütze.

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Detailaufnahme der hinteren Streben.

Das radeln mit dem URBAM-Bike macht Laune und zieht die Blicke magisch auf sich. Immer wieder musste ich Fragen zu dem Bike beantworten. Sogar der Oberbürgermeister der Stadt Essen, Thomas Kufen, staunte über dieses Bambus Bike, das ja nicht so oft über die Straßen und Radwege rollt. Scherzeshalber kann man sogar sagen , das man früher Kontakte geknüpft hat wenn man seinen Hund ausgeführt hat, heute hat die gleiche Wirkung dieses Fahrrad aus Bambus! In Zeiten, in denen die Leute immer mehr Wert auf Individualität legen kommt dieses Bike gerade recht. Es ist nicht unbedingt ein Rad für überdurchschnittlich lange Strecken, aber im modernen urbanen Lebensraum, für die Fahrt in die Stadt, zur Arbeit oder zum Café um sich mit Freunden zu treffen genau die richtige Wahl. Flink wuselt es durch den Verkehr und ist ein verlässlicher Begleiter. Der Preis von rund 2190€ ist auf den ersten Blick recht hoch, doch muss man bedenken, das hier echte Handarbeit dahinter steckt. Jedes Fahrrad ist sowohl ein Unikat als auch ein Kunstwerk, und keins von der Stange!

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Erstaunt war auch der Oberbürgermeister der Stadt Essen, Thomas Kufen, über diese Art von Fahrrad!

Das gefahrene Bike gibt es bemerkenswerter Weise sogar als eBike-Version! Es ist dann ausgestattet mit dem immer beliebter werdenden Pendix-Motor, der auch leicht zum Nachrüsten geeignet ist! Die Reichweite beim „E-Commuter“ wird hier mit rund 100 km angebenen. Außerdem gibt es noch weitere Modelle von URBAM. Zum einen ist da das „Single Speed“-Modell, das es in zwei Ausstattungsvarianten gibt und zum anderen das schicke „City“-Modell, das klassischen Style mit Moderne verbindet. Dazu noch das Modell „City Low“ mit Frontgepäckträger in Verbindung mit einer passenden Bambus-Kiste, das für die Damen einen netten Auftritt in der Stadt bietet. Wer sich also mal über das Gesamtprogramm der Marke URBAM informieren möchte, sollte sich einmal auf deren Homepage umschauen.

www.urbam.bike

www.pendix.de


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