Kärcher OC 3 Plus: Damit wird das Gravelbike wieder sauber
Dies ist keine Werbung und kein Auftrag! Der Kärcher OC 3 Plus ist selbst gekauft und ich gebe euch einfach nach einem Jahr Nutzung meine Erfahrung und Eindrücke weiter.
Bevor ich es vergesse: Happy New Year! Ich wünsche euch ein erfolgreiches und gesundes 2025! Auch wenn schon zwölf Tage wieder herum sind.
Jetzt, direkt zum Jahresbeginn, geht ein Dilemma bereits so richtig los. Das Wetter ist gruselig, düster. Regen, Schnee, Kälte und wieder Regen setzen dem Gemütszustand erheblich zu. Gegen den Winterblues hilft das Gravelbike ungemein. Zumindest, wer sich bei den widrigen Bedingungen vor die Tür wagt.
Die, die weder Tod noch Teufel fürchten, knallen durch jede Matschspur und Pfütze, die sich ihnen bietet. Keine Frage, auch ich gehöre zu diesen Verrückten und baller mein teures Material ohne Rücksicht auf Verluste durch die Kapriolen des Wetters (meistens zumindest).
Selbstverständlich gehört eine intensive Pflege nach jeder Ausfahrt dazu. Der Matsch muss runter vom Gravelbike. Und das sollte möglichst nicht erst nach ein paar Tagen geschehen, wenn alles eingetrocknet ist, sondern am besten direkt nach jedem Gravelride. Gute Pflege des Materials, und ich glaube, viele von euch haben echt gutes Zeug am Start, lässt das Bike lange in der Blüte seiner Pracht fahren. Der Verschleiß ist einfach geringer.
Deshalb möchte ich euch an dieser Stelle einmal meinen praktischen Helfer für die flotte Pflege nach dem Ride vorstellen. Der Grund: das Ding hat mich überzeugt und ich denke, er könnte auch für euch im Anschluss an eure Fahrten interessant sein: Es geht um den mobilen, akkubetriebenen Kärcher Mobile Outdoor Cleaner OC 3 Plus.

Technische Infos
- Modell: Kärcher OC 3 Plus
- Fördermenge: 2 l/min
- Gewicht: 2,3 kg
- Wassertank: 7 l
- Akku-Laufzeit: ca. 15 Minuten
- Besonderheiten: abnehmbarer Wassertank, Gerätefilter, Niederdruck
- Preis: 174,99 Euro UVP/ (im Handel oder Netz meist um die 150 Euro)
Ob für zu Hause oder auch unterwegs: der Kärcher besitzt einen 7-Liter-Tank. Den Outdoor-Reiniger gibt es aber auch mit einem Volumen von 4 Litern, dann könnte es fürs Fahrrad jedoch fast zu wenig sein. Wer jetzt denkt, ich schreibe von einem Hochdruckreiniger, der irrt. Der Druck beträgt zwar bis zu 15 bar, der Outdoor Cleaner arbeitet jedoch mit Niederdruck, was für die Lager am Rad wesentlich schonender ist.
Der reine Wassertank kann einfach abgenommen werden, die oberhalb liegende Öffnung wird von einem dicken Gummikappe abgedichtet. Selbst beim Herumschaukeln im Auto bleibt alles dicht. Im unteren Teil liegt der rund 2,8 Meter lange Spiralschlauch sowie die Flachstrahldüse versteckt. Beide Teile lassen sich easy zusammenstecken, ein praktischer Doppelgriff verhindert ein Auseinanderfallen. Klever im Detail gelöst, wie ich finde. So geht nichts verloren.
Im unteren Teil ist auch der Lithium-Ionen-Akku integriert, der im Betrieb rund 15 Minuten durchhält. Liest sich wenig, reicht meiner Erfahrung aber aus, um zwei Räder sauber zubekommen. Natürlich hängt dies auch vom Verschmutzungsgrad ab. Der Staub im Sommer ist schneller ab, als der Dreckmatsch im Winter. Mit der Akku-Laufzeit hatte ich bisher keine Probleme.
Kein Kärcher ohne Zubehör
Auch, wenn ich davon bis auf die Schaumdüse nichts mein Eigen nenne, auf die ich aber auch nicht verzichten möchte: Kärcher bietet für den OC 3 Plus sehr praktisches Zubehör an:
- Eine Schaumdüse
- einen Ansaugschlauch samt Filter für beispielsweise einen Wasserkanister (für noch mehr Matsch und Dreck 😉 )
- weitere, verschiedene Düsen-Aufsätze.
- Außerdem gibt es ein Stromkabel, um den Kärcher auch im Auto laden zu können.
Ich habe den Kärcher OC 3 Plus jetzt rund ein Jahr im Einsatz. Überzeugt hat mich die Qualität des Geräts und die damit einhergehende ausreichend starke Düse, die genug Wasserdruck aufbringt, um den gröbsten Dreck vom Gravelbike abzubekommen. Mit einem feuchten Lappen nachwischen muss man eh. Danach sieht das Rad schon fast aus wie neu. Zudem lassen sich schnell die dreckigen Schuhe oder auch Bikepacking-Taschen sauber bekommen. Das ganze funktioniert nach einer Ausfahrt recht fix. Ich platziere den Kärcher meist bereits an der Garage und kann das Säubern so direkt nach der Fahrt vornehmen.
Auch, wenn ich mal mit dem Auto zu einem entfernteren Startpunkt fahre, habe ich den OC 3 Plus im Kofferraum. Ratzfatz ist nach der Runde das Rad wieder schnell soweit sauber, dass es auf dem Anhänger platziert werden kann und der Haltearm nicht den ganzen Dreck am Rahmen schubbelt.
Pro & Contra
- 🟢 Handlich und mobil
- 🟢 einfach zu bedienen
- 🟢 7 Liter ausreichend für 1 – 2 Fahrradwäschen
- 🟢 schonender Wasserstrahl, dennoch stark genug für den gröbsten Schmutz
- 🟢 Länge des Schlauchs
- 🟢 fairer Preis, wenn das Gerät für um die 150 Euro zu haben ist
- 🟢 zahlreiches Zubehör erhältlich
- 🟢🔴 Spritzpistole fühlt sich nicht sehr wertig an, funktioniert aber einwandfrei
- 🔴 Eurostecker-Ladekabel nicht ganz auf Höhe der Zeit
Nachfolger
Auf der Eurobike im Sommer letzten Jahres zeigte Kärcher bereits den Nachfolger OC 3 Foldable, der einen faltbaren 8-Liter-Tank besitzt, etwas höheren Druck erzeugen kann und zudem eine etwas höhere Akkulaufzeit aufweist. Der Kniff ist die Platzeinsparung des Tanks, sodass sich das Gerät leichter verstauen lässt. Das Zubehör beider Geräte ist untereinander kompatibel, die Preise sind in etwa identisch.

Mehr Infos auf der Homepage des Herstellers Kärcher.
Weitere Infos zu meinem Equipment findest du hier.
Gravel, Bikepacking, Ultracycling und Rennrad. Das sind meine Steckenpferde. Ich liebe es in der Natur auf dem Rad unterwegs zu sein. Sei es auf entspannten Touren, bei sportlichen Herausforderungen oder eigenen Grenzen verschiebenden Events. Radfahren ist meine Leidenschaft. Sowohl als Hobby als auch beruflich.















One Comment
uli benke
…ich habe noch den Vorgänger und kann ihn nicht mehr missen. Inzwischen gibts ja ein neues Modell mit USB C Anschluss. 😉