Randonneure auf Tour: Flèche Allemagne 2024
Heldenkurbel
Ich bin Markus aus Duisburg, Jahrgang '63, leidenschaftlicher Alltagsradler seit 2014. Mein Motto: Kein Wetter ist zu schlecht, um ins Büro zu radeln – und das klappt seit Jahren! Stolz bin ich auch darauf, dass wir 2017 unseren Zweitwagen abgeschafft haben. Neben Alltagsfahrten faszinieren mich längere Touren und die Gedanken, die dabei entstehen – der Grund, warum ich diesen Blog 2017 gestartet habe. Hier teile ich Erlebnisse, Tipps und Inspiration rund ums Radfahren.
Warum „Heldenkurbel“? Der Name hat einen persönlichen Bezug: Mein erstes Rennrad war unwissentlich mit einer klassischen „Heldenkurbel“ ausgestattet – und so entstand der perfekte Titel.
Zu meiner Freude präsentiert diesmal ein Gastautor einen Bericht. Markus schreibt nicht zum ersten Mal auf meinem Blog. Seine Berichte sind immer kurzweilig und amüsant geschrieben. So auch dieser Bericht über den AUDAX Flèche Allemagne, den wir bereits im April zusammen gefahren sind. Der Bericht kommt zwar verzögert, manchmal braucht gut Ding halt Weile, wie es so schön heißt. Dennoch viel Spaß. Der Artikel erschien zuerst bei Heldenkurbel.
Inhalt
Die Planung
Im Jahr 2019 hatte ich seinerzeit mit Kollegin C. und einem weiteren Begleiter, den wir zuvor bei einem Brevet am Niederrhein kennengelernt hatten, beschlossen, 2020 an der Flèche Allemagne teilzunehmen. Diese Sternfahrt mit Ziel auf der Wartburg bei Eisenach findet alle zwei Jahre statt. Die Strecke muss von jedem Team selbst geplant werden und mindestens 360 km lang sein. Diese >360km müssen dann von mindestens 3 und höchstens 5 Fahrern pro Team in ziemlich genau 24 Stunden zurückgelegt werden.
Da sich alle vermutlich erinnern, was im Jahr 2020 dann geschah, wird es niemanden wundern, dass daraus erstmal nichts geworden ist. Die gefühlt ewig zurückliegende Pandemiezeit hat damals viel kaputt gemacht und so ist der Plan eines weiteren kleinen gemeinsamen Abenteuers verblasst und schließlich ganz verschwunden.

Es war Anfang März 2024, als ich irgendwo in diesem Internet zufällig wieder über die Flèche Allemagne stolperte und dabei feststellte, dass die nächste Ausgabe Ende April bevorsteht und die Anmeldung dazu noch bis Ende März möglich sei. Und plötzlich war die große Lust geweckt, endlich mal wieder etwas Herausforderndes unter die schmalen Reifen zu nehmen.
Die ursprünglich geplante Strecke ab Duisburg lag schließlich schon seit 2019 auf Komoot geplant herum. So galt es nur noch zwei Mitfahrer:innen zu motivieren. Kollegin C. hatte leider schon eine Verabredung und fühlte sich aktuell auch nicht wirklich in der Lage, so einen langen Schlag zu fahren. Und der damalige Kandidat 3 laborierte schon länger an seinen Knien herum und war schon froh überhaupt ab und zu mal 30 km auf dem Rad zu schaffen.
Equipment Bikingtom
- Gegen Regen und Wind half mir die Castelli Tempesta Light Jacket.
- Für’s kleine Gepäck am Rennrad habe ich die Evoc BOA WP 2.5 Lenkertasche.
- Für Warnung gegenüber rückwärtigen Verkehr setze ich auf der Straße definitiv auf das Garmin Varia RTL 516 Radar-Rücklicht.
Nicht so leicht, jetzt auf die Schnelle eine passende Begleitung zu finden. Aber da gabs ja noch Bikingtom, mit dem ich u. a. auch schon zweimal den Dirty Boar im Hohen Venn in Belgien gefahren bin, eine rund 160 km lange und sehr gravelige Tagestour gewürzt mit etlichen fiesen Höhenmetern. Der hätte auch bestimmt noch ein paar Bikebuddies in petto, die für so etwas spontan zu haben wären.
Er selbst war auch direkt dabei, doch das notwendige dritte Teammitglied ließ sich einfach nicht finden. Entweder gab es Terminprobleme oder Animositäten, was die Rückfahrt per DB von Eisenach betraf. Denn leider waren sämtliche Direktverbindungen mit Radtransport ins Ruhrgebiet zurück schon lange ausgebucht und mit Regionalbahnen und mehrfachem Umsteigen nach durchradelter Nacht zurückzureisen sind schon erschwerte Bedingungen und das muss man dann auch wollen.

Schließlich wurde ich im erweiterten Freundeskreis doch noch fündig. Michael hatte zwar nach eigener Aussage bislang maximal 160 km am Stück zurückgelegt, ist aber ein sportlich fitter Typ, dem ich das durchaus zutraute. Er war nicht nur im Besitz eines passenden Gefährtes, sondern auch gleich Feuer und Flamme für die Aktion. Das ist doch schon mal die halbe Miete.
Unmittelbar vor der Anmeldung fiel mir noch ein grober Planungsfehler in der Route auf. 2020 sollte die Flèche vom 1. auf den 2. Mai stattfinden und der zweite Mai war ein Samstag, was bedeutet, Supermärkte etc. haben geöffnet. Dies ist ein wichtiger Aspekt, weil der letzte Kontrollpunkt nicht vor 7 Uhr morgens verlassen werden darf und mindestens 25 km vor dem Ziel auf der Wartburg liegen muss.
Nun ging es aber von Samstagmorgen bis Sonntagmorgen und unser geplanter Kontrollpunkt, ein Penny Markt, war natürlich geschlossen. Von der Möglichkeit, statt Stempel und Unterschrift auf Papier ein Foto in die digitale Brevetkarte hochzuladen, hatten wir bis dahin noch nicht gehört. Auch wollte Tom die Strecke unbedingt noch ein wenig Rennradlastiger gestalten, da er mit seiner High-Tech Rennfeile unterwegs sein würde. Michael und mir war das gleich, da für uns die Gravelbikes gesetzt waren. So gab es noch ein wenig panikartiges hin und her planen, bevor wir die Strecke endgültig zur Anmeldung abgaben. Ich glaube, wir haben den vorletzten Startplatz ergattert. Jetzt gab es kein Zurück und die Vorfreude wuchs.
Point Of No Return oder: Start des Audax
Am Starttag trafen wir uns morgens bei mir und auch Timo, einer von Toms Bikebuddies, kam aus Essen vorbei, um uns die ersten rund 100 km bis etwa Münster zu begleiten. Nach einem Kaffee gings fast pünktlich um 9 auf die Strecke. Inzwischen hatten wir uns mit der digitalen Brevetkarte vertraut gemacht und beim Bäcker unweit meines Heimes das erste Kontrollfoto hochgeladen.
Das Wetter war trocken vorhergesagt und es sollte in der Nacht nicht unter 9 Grad haben. Das sind doch gute Aussichten. Durchs Ruhrgebiet kommt man nur zäh voran. Viele Ampeln – trotz RS1, dem berühmt-berüchtigten Radschnellweg, der auch nur zäh weiter ausgebaut wird und uns nur ein kurzes Stück von Mülheim bis Essen trägt – bremsen uns aus. Aber die Stimmung war gut und wir freuten uns, dass wir unterwegs waren.



Die erste Etappe bis zur selbstgewählten Kontrolle bei einem Bäcker in Olfen bei Kilometer 65 verging wie im Fluge. Timo, der uns nur bis Münster begleiten würde und daher natürlich ohne jegliches Gepäck unterwegs, und auch Tom mit seinem leichten Renner steuerten ihren Anteil an einer etwas höheren Grundgeschwindigkeit bei. Ab und zu stellten wir fest, dass Michael etwas zurückfiel. Nie so weit, dass man sich Sorgen machen musste und wir fragten auch immer nach, ob das Tempo okay wäre. Aber was antwortet man da schon? Solange man noch nicht voll am Anschlag ist: „Klar, alles super.“ Hier gibt es unsererseits auf jeden Fall Nachholbedarf in Sachen Sensibilität!
Ich bin nicht mehr ganz sicher, ob es vor oder nach unserem nächsten Kontrollpunkt war, jedenfalls war Timo schon eine Weile abgebogen, als Michael sich rechts ausklinkte und sein Bein streckte und dehnte, weil er einen Krampf bekam. Er ließ ausrollen und wollte gerade nach links absteigen, als auch das linke Bein krampfte und so lag er plötzlich auf dem Rücken, alle Viere von sich gestreckt. So ein Krampf ist echt kein Spaß, da geht erstmal gar nichts mehr. Kurz pausieren, massieren, dehnen und dann vorsichtig weiter. Es schien so, als wenn trotz seiner allgemeinen Fitness die Beinmuskeln so lange Belastung (und vielleicht auch Überlastung) einem doch übelnehmen.

Nächster geplanter Halt bei diesem Brevet war bei Kilometer 144 in Harsewinkel, wo eine Tankstelle, das klassische Ziel eines jeden Randonneurs, uns laben sollte. Cola, Bockwurst, Eis, was man halt so zu sich nimmt auf längeren Strecken. Randonneursleben mit Tankstellencharme und entsprechender Verpflegung. Bisher hatte es ein paarmal leicht geregnet, aber immer nur so viel, dass es sich nicht gelohnt hätte, die Regensachen extra rauszukramen. Jetzt genossen wir ein wenig die Nachmittagssonne und frotzelten über Hausmittel gegen Krämpfe. Allgemeiner Tenor: Magnesium ist überschätzt, Salz ist wichtig, Geheimtipps von Gurkenwasser bis Wurstwasser (!) machten die Runde.
Noch war die Strecke recht flach und so sollte das auch bis zur Halbzeit in Paderborn bleiben. Es ging dort mitten durch die Stadt, wo am frühen Abend noch recht viel Trubel, war unter anderem wegen einer Kirmes, die gerade stattfand. An einer großen Kreuzung standen wir nun auf dem Radweg vor einer roten Ampel, als sich rechts von uns ein elektrifizierter Lieferradler mit den obligatorischen Futterboxen vorbeiquetschen wollte. Als es dann grün wurde, konnte ich gar nicht anders als den Drängler durch schnellen Antritt in seine Schranken zu verweisen. Und so flog ich ein ganzes Stück dahin und erst als der Track an einer weiteren großen Kreuzung links abging, drehte ich mich um und sah – Niemanden.
Nach einem Moment kam besagter Lieferradler vorbei, aber keine Teamkollegen. Also erstmal einen Kilometer zurück, bis ich die Kollegen wiedertraf. Beim Antritt an der Ampel hatten bei Michael wieder die bösen Krämpfe eingesetzt und so zur Zwangspause geführt. Also setzten wir uns erstmal in einen nahen Park. Was waren die Optionen? Bis zu unserem nächsten Kontrollpunkt in Lichtenau waren es noch rund 18 km. Dort hatten wir eine längere Pause in einem Dönerimbiss geplant. Also bis zum Döner quälen und hoffen, dass die Pause zur Regeneration reichen würde? Bald würde es dunkel werden und die Höhenmeter begannen ziemlich genau hier.
Verlust
In Paderborn gibts einen vorschriftsmäßigen Bahnhof mit entsprechenden Verbindungen in Ruhrgebiet. Aus Lichtenau kommt man im Fall der Fälle nicht wirklich gut weg. Im schlimmsten Fall muss man später nachts irgendwo im Nirgendwo zwischen Paderborn und Kassel aufgeben, wo es dann noch übler aussieht. Die nächste Möglichkeit einen Zug zu erwischen wäre dann erst in Kassel und bis da waren es noch gut 80 km.

DNF für Michael war hier das Fazit. Er hatte erst ein schlechtes Gewissen, weil wir nun zu zweit nicht mehr gewertet würden. Das spielte für uns aber gar keine Rolle, fahren wir das Ding eben ohne Medaille und Homologation zu Ende. Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung, denn wie wir später hörten, waren die 5 km bis zum Bahnhof selbst noch eine große Quälerei für Michael. Das wäre nicht gut ausgegangen. Und außerdem: Neue persönliche Bestmarke gesetzt mit 200 km! Muss man auch erstmal machen.
Nach dieser kleinen Zwangspause von vielleicht knapp einer Stunde fuhren Tom und ich weiter Richtung Lichtenau, dem Lockruf des Dönertellers entgegen. In der Gegend von Lichtenau gibt es einen riesigen Windpark, durch den ich vor vielen Jahren bei meinem längsten Bike2Work schonmal nachts durchgefahren bin. Dieser einst größte Binnenland-Windpark Europas hat insgesamt 78 Windräder und sieht nachts ein wenig gruselig aus.
Überall rote blinkende Lichter und man hört ständig das rhythmische Rauschen der Flügel. Jetzt, kurz vor Sonnenuntergang, war es fast ein wenig idyllisch. Und ja, die vielen Windkraftanlagen sehen nicht so toll aus in der Landschaft, aber ein qualmendes Kohlekraftwerk, am besten noch mit Mordor-artig anmutenden Abbaugebieten drumherum sieht definitiv schlimmer aus.
Es war schon fast dunkel, als wir beim Dönermann Station machten. Der kleine Dönerteller war ganz schön üppig und lag danach auch noch schwer im Magen. Als wir von dort schließlich nach etwa einer Stunde wieder aufbrachen, war es so dunkel wie im berüchtigten Pavianarsch und auch schon empfindlich kühl geworden. Ab jetzt wurde es etwas einsamer und wir waren froh gutes Licht am Rad zu haben.
Von den versprochenen 9 Grad Minimaltemperatur waren vielleicht 3 anwesend, dazu blies ein kalter Wind. Tom wollte irgendwo noch einen kleinen Powernap einlegen. Erfahrungsgemäß bietet sich die Zeit zwischen 2 und 4 Uhr morgens dafür an, weil dann oft ein toter Punkt eintritt. Nun kamen wir gegen Mitternacht an einer exklusiven Liegebank an einer Anhöhe vorbei, die dazu noch durch eine Hecke von hinten etwas windgeschützt lag.
Nachts in der Hecke
Viel besser gehts nicht dachten wir uns beide und beschlossen (etwas zu früh zwar) unseren Powernap einzulegen. Den Timer auf 30 Minuten gestellt und Tom ist auch gleich eingeschlafen. Ich habe mich durch die halbe Stunde gezittert und im Nachhinein wäre es vielleicht besser gewesen einfach weiterzufahren. Jaja, hätte hätte …, genau.

Ich war froh, als wir endlich weiterfuhren. Kaum aus dem Windschatten der Hecke heraus merkten wir, wie kalt und kräftig der Wind inzwischen blies. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich wieder halbwegs auf Betriebstemperatur war. Ab jetzt war es nicht nur stockdunkel, sondern auch sehr dünn besiedelt. Außer ein paar kleineren Orten, die wir passierten (Niedermeiser, Obermeiser, Westuffeln, Meimbressen – nur um mal ein paar mir bis dato völlig unbekannte Ortsnamen wiederzugeben) war hier nur eine Menge Gegend, in der es fröhlich auf und ab ging, immerhin ohne zu steil zu werden.
1,5 Stunden und 30 km später erreichten wir gegen 2 Uhr nachts Kassel, wo laut Plan ein Schnellrestaurant im Zeichen der goldenen Möve zu einem Snack einlud. Wir waren mittlerweile ebendiese 1,5 Stunden hinter unserem Brevet-Zeitplan laut Marschtabelle. Etwa eine Stunde davon entfiel auf den ungeplanten Stopp in Paderborn und eine weitere halbe Stunde auf den nicht eingeplanten Powernap. Also hatte ich zumindest die Fahrtgeschwindigkeit einigermaßen genau eingeschätzt.
Hinter Kassel folgten wir ein gutes Stück der Fulda, was zur Folge hatte, dass es für die nächsten etwa 60 km bis Rotenburg eher flach blieb. Hier war ein weiterer Halt an einer Tankstelle geplant.
Ungefähr bei Kilometer 320 lag eine selbst zu bedienende Seilfähre auf der Strecke, die die Möglichkeit geboten hätte, ein blödes Stück gefährliche Umgehungsstraße zu vermeiden. Leider war die Fähre gesperrt und angekettet. Doch die Umgehungsstraße war um die frühe Uhrzeit noch so gut wie nicht befahren und von uns damit sicher zu benutzen. Die Morgendämmerung setzte ein und wir näherten uns langsam Rotenburg an der Fulda.
In der Dämmerung
Schnell die Tankstelle aufgesucht und einen schön heißen Morgenkaffee gekippt, bevor es an den Endspurt ging. Noch gut 50 km. Hinter Rotenburg folgten wir weiter der Fulda bis Bebra, wo wir Kurs Richtung Osten setzten, an dem kleinen Fluss Ulfe entlang. Kurz hinter dem Dörfchen Wildeck passierten wir die ehemalige deutsch-deutsche Grenze nach Thüringen. Es ist immer noch ein unbeschreibliches Gefühl, hier einfach so entlangzufahren. Hoffentlich begreifen die Menschen mal was für ein Privileg das ist, sich einfach frei über Grenzen bewegen zu können.

An der Sparkasse in Gerstungen war unser letzter Kontrollpunkt, den wir nicht vor 7 Uhr morgens hätten verlassen dürfen. Nun, ich will mal sagen: Das haben wir geschafft. Es war kurz nach 9 und wir hätten spätestens jetzt auf der Wartburg sein sollen. Aber was soll’s, Spaß haben wir auch so.
15 km vor dem Ziel mussten wir dann tatsächlich nochmal eine gute viertel Stunde Zwangspause einlegen, da der Wahoo von Tom abgestürzt war und ewig brauchte nach dem Neustart den Track zu restaurieren. Und getreu dem Leitsatz: „If it’s not on Strava, it didn’t happen!“ ließ sich Tom auch nicht überzeugen, das letzte kleine Stückchen ohne Aufzeichnung zu fahren.
Flèche Allemagne im Sack – nur ohne Wertung
Nach dem Kopfsteinpflaster-lastigen und steilen Schlussanstieg zur Wartburg hinauf erreichten wir das Ziel am Ende zufrieden nach 404 km und gut 26 Stunden, von denen etwa 18,5 Stunden reine Fahrzeit waren. Wie üblich ist es nicht vorrangig die Geschwindigkeit, sondern es sind die Pausen, die einen nicht schneller vorankommen lassen.
Nach einem kurzen Selfie am Fuße der Wartburg fuhren wir 8 km weiter zu dem Sportplatz, wo sich alle Teams und Randonneure trafen und neben Futter- und Getränkeständen auch die Möglichkeit geboten wurde zu duschen. Nach einem Finishergetränk ging es für Tom ins Hotel und für mich zur Bahn. Wie schon geschrieben waren alle mit Radplatz buchbaren ICE- oder IC-Verbindungen schon lange nicht mehr verfügbar, und so musste ich dreimal umsteigen und jeweils hoffen Platz für mein Rad zu finden. Obwohl es für einen Sonntagmittag recht voll in den Zügen war, klappte das dieses Mal ohne größere Probleme.
Auf dem Bahnhof hatte ich ein Gespräch mit anderen Teilnehmern aus dem Ruhrgebiet, die allerdings schon frühzeitig eine IC-Verbindung gebucht hatten. Die sind nicht vor der Haustür losgefahren, sondern erst ein Stück mit der Bahn aus dem Ruhrgebiet heraus und hatten den Track von dort dann geplant. Geschickter Schachzug spart man sich doch mühsame Strecke durchs Ballungsgebiet und kommt dadurch auch schneller voran. Man lernt nie aus.
Tja, unfinished (Bikepacking)Business, wie es so schön heißt. Da muss ich bei der nächsten Ausgabe der Flèche wohl nochmal ran. Außerdem haben wir in der Euphorie ganz vergessen ein Foto der Wartburg zu machen. Mal schauen, ob Michael wieder mitkommen würde. Ist ja noch ein wenig Zeit zum trainieren.



















