Der Töddenland-Radweg ist endlich der Auftakt zu meinen Deutschland-Touren. Zwar waren die Temperaturen noch sehr knackig Anfang März, aber da trotzdem die Sonne schien, sollte es mich nicht weiter stören. Daher buchte ich kurzerhand das Bahnticket, um auf meine erste Radtour zu gehen. Der Töddenland-Radweg sollte es sein. Zu Beginn meiner Touren ein klassischer Themenradweg, so ein wenig zum Einrollen gedacht. Knappe 122 Kilometer, die fahre ich sonst an einem Tag, wollte ich genüsslich aufteilen in zwei Tages-Etappen, mit einer kleinen Verlängerung durchs Tecklenburger Land nach Osnabrück.

Start des Töddenland-Radweg war allerdings in Ibbenbüren, im nördlichen NRW gelegen. Warum ich mir ausgerechnet diesen Radweg ausgesucht habe? Weil ich den Internet-Auftritt dazu sehr gut fand, ich gerne übers Land fahre und mich regionale Traditionen, Gepflogenheiten und Historisches interessiert! Da kam der Töddenland-Radweg gerade recht. Fahrtechnisch zwar recht anspruchslos, dafür aber recht interessant.
Die Tödden waren quasi früher fliegende Händler und verkauften hauptsächlich westfälischen Leinen an Bauern oder andere Kunden. Der Ursprung entstammt in etwa der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg. Die Wege der Tödden reichten hinein bis weit in die Niederlande oder sogar Großbritannien! Sogar eine eigene Geheimsprache nutzten sie beim Handel, die sonst kein Aussenstehender verstand. Doch nachdem die Zeit der Tödden vorbei war, verschwand auch diese Sprache, die „Humpisch“ genannt wurde.
Die Tödden waren meist reiche Kaufleute, die sich jedoch erst spät im Leben einen prunkvollen Wohnsitz leisteten und Familien gründeten. Dazu waren sei einfach zu oft viel auf Reisen. In den Dörfern, durch die man auf dieser Radtour kommt, lassen sich noch einige herrliche Fachwerkhäuser entdecken, die aus der Zeit der Tödden stammen. Der Tödde Vos gelangte durch Einheiraten und cleveres Taktieren sogar an ein stattliches Gehöft oberhalb von Mettingen.
In Mettingen gibt es übrigens auch ein Töddenmuseum! Wer sich dafür interessiert, der sollte dort mal einen Stopp einlegen. Auch so lohnt sich ein Halt an den Infotafeln des Töddenland-Radwegs. Die sind nämlich sehr informativ und per QR-Code könnt ihr sogar kurzen Hörgeschichten lauschen, die Eindrücke der damaligen Zeit vermitteln.
Ich möchte euch diesmal aber auf eine kleine Reise per Video mitnehmen, in der ihr etwas von der Landschaft seht, in der die Tödden unterwegs waren. Schaut dazu doch einfach auf meinem You-Tube-Kanal vorbei und lasst auch gerne mal ein Like, Kommentar oder Abo da. Ich würde mich freuen. Also, viel Spaß 🙂
Alle wichtigen Infos zum Töddenland-Radweg erhaltet ihr HIER Was ich in meiner Auszeit mache, erfahrt ihr in diesem Link.